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gift darinnen verborgen, fuhr im übrigen fort alles gute vonAugusto zu versprechen. Nachdem liesse sie Augustus durch sei-nen freygelaffenen Epaphroditum verwahren , und in alleinwohl halten , nur daß man dabey gute sorge trug, damit siesich nicht gemalt anthäte.. Da sie auch unter dem vorwand ei-nes fiebers , wovon sie wurcklich angegriffen ward, sich der spei-se enthalten wollte, brachte sie Augustus durch bedrohungenwider ihre kinder, die er in feiner gemalt hatte, dahin, daß siefür dißmal von ihrem vorhaben abliesse. Sie wußte auch, daer sie gleich darauf besuchte, ihm sehr listig weiß zu machen,wie sie an nichts mehr anders, als an die reise in Italien ge-dächte , und erhielte durch dieses Mittel, daß ihr erlaubet wur-de, dem Antonio zu ehren das sogenannte todten-opfer zu thun,nachdem sie dessen leichnam schon vorher sehr prächtig hattebeerdigen lassen. Ihre bey dieser letztem gelegenheit geführtereden zielten wieder dahin , daß sie die anwesende glaubenmachte, wie sie sich nun gern nach Nom und im triumpl) woll-te fuhren lassen. In der that aber war ihr sinn gantz anders.Massen sie durch dergleichen bezeigungen so bald nicht etwasmehr fteyheit, und daß man sie wenigst bey ihren Weibern al-tem in ihrem zimmer liesse, erhalten, da sie sich alsodald dentod anthat. Das mitte!, so sie dazu gebraucht, ist nie rechtklar worden. Doch weil kurtz vor ihrem tobe ein korb voll fei-gen von dem land in ihr zimmer war gebracht worden , manauch einige sehr kleine flecklein an dem einen arm wollte wahr-genommen haben; kam das geschrey aus, sie hätte sich eine ver-gifte schlänge, :ilpiäem, wie die in Egypten gemein sind, unterden feigen bringen lassen, und wäre durch deren biß gestorben.Obwol auch kern solches thier in dem gemach konnte gefun-den werden , so mcynte man doch in dem fand unter dem fen-ster desselben, welches nach dem meer sahe, einige spuren zu se-hen, wie dasselbe dadurch ins Wasser gekrochen, als worinnenes sonst meistentheils zu leben pflegt. Einmal hat Augustus infeinem triumpl) den tod dieser Königin durch ein gemählde aufdiese weist vorstellen lassen; wiewol vielleicht eher, weil diefache also seltsamer schiene, und mehr anlas zu reden gab,als daß er es selbsten vest geglaubet.spit. in Lrek. L Lnt. La/.
lV/ Oo/I Lc. *
Cleopatra Selene, (welcher letztere nähme so viel heißtals der mond) ward erstlich mit Antiocho 6rypo , dem Kö-nige in Syrien, darnach mit dessen druder Antiocho, zugenanntOxricenus, letztlich noch gar mit dieses Ly?.icem söhn Antio-cho dem frommen, vermählet. Diese blutschänderische Prin-tzeßin ward letztlich in einer Macht, so mit Tigrane, dem Kö-nige von Armenien, gehalten wurde, gefangen und zum tobeverurtheilet. Denn obschon dergleichen heurathen unter die-sem volcke damals zugelassen waren, so hatte man doch ei-nen abschen daran, wenn sie so oft wiederholet wurden.Siehe auch die artickul dieser LmäoLboruw. Nrav», üb. XVI.üb. XIII. anüg. *
Cleopatra Selene, eine tochter Marci Antonii und der Kö-nigin Cleopatra von Egypten, wurde an den König Iuba vonMauritanien vermählet, und hatte zu ihrer morgen-gaade eintheil vom Königreiche Cyrene. Nach des Iuba tobe wurdesie im triumphe zu Rom eingeführet.
Cleophantus von Corintyo, einer von denjenigen, welchedie erste qattung der Mahlerey erfunden, und mit ziegelstein-pulver gesichler abzureißen pflegten, deswegen er Nonoobroma.los genennet wurde.
* Cleophantus , ein Meäicus, so vor den zelten des Kö-nigs Ptolemäi Lverxetis gelebet. Er hat sich sonderlich durcheine schrift vom gebrauch des Weins in kranckheiten bekanntgemacht, auch viele schüler gehabt, die sich Lleopb-mws nen-nen. Cölius Äurelianus Celsus lll. 14. und Plinius bitt. nsr.XX. XXIV. 16. XXVI. bernffen sich auf ihn: auch nen,net ihn Plinius unter denen, so er bey Verfertigung des XXI.buchs zu rathe gezogen. 67«^, bist. cis la Dleciec. k. II.!iv. I. 0. 8- p- ?28-
Cleophe, war der Massacen oder Assacenen in Indien Köni-gin , welche die Haupt-stadt ihres Königreichs wider AiexandriM. armee tapfer defendirte, bis sie endlich nicht mehr aus-halten konnte, worauf sie Herolde an den überwinder schick-te , und um friede bitten ließ, sich auch in eigner person vorihm demüthigte; da er ihr denn ihr Königreich überließ. Ei-nige sagen, daß er sie geliebet, und einen söhn, nahmens Ale-xander , von ihr gezeuget habe, welcher aber auf Cassandri be-seht mit gift hingerichtet, oder auf andere weist ermordet wor-den sey. OralloT«,.
Clcophilus, war der angenommene nähme eines gelehrtenItaliäners von Fano, welcher eigentlich Octavius hieß. Erlehrte auf unterschiedenen Universitäten in Italien, und stundfowol bey dem Mediceischen haust, als an dem RömischenHofe, in sonderbaren gnaden. Nachdem er beydes in gebun-dener und in ungebundener rede mancherley geschrieben, vor-ncmlich aber eine Historie von Rimini in Lateinischer ungebun-dener schrift, und eine andere von der stadt Fano in Lateini-schen versen, ward er an. 1490. in dem 4z. jähre seines alters,durch seinen schwieger-vatter mit gift aus dem wege geräumet,wie Pierius Valerianus schreibet, nur damit ihm dieser bös-wicht das henrath-guth nicht börste bezahlen. Solches ge-schahe zu Civita-Vecchia. in ejus viw.
Lrei-. üb. II. äs inkeüc. üt. sta/ssr«, cle nist. I-Lt.
üb. III. p. 8n. *
* Clcophilus von Samos, einer der alten scribenten, wck-
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cher nchen midttn auch deu Trojanischen krieg soll b'iAÄhaben. Er wird von vielen für Homeri Wirth undgehalten, ja es wird von einigen so gar behaupt"/ He-ber urheber der getichten gewesen, welche uns nuiiui» fB-meri nahmen bekannt sind. s« ?,», bibl. univerl.
Cleostratus, aus der insul Tenedos gebürtig, em oeter stern-kündiger, welcher zuerst die zeichen des n»Mschützen im ihrer-kreise entdecket, desgleichen auch ü.thümmer des Griechischen iahrs verbesserte. Er220. Oij'mn. I.XI. L. N. )45O. L. L. ;,4- fle
8uperbi zelten. L/,». üb. II. c. 12. ^
stienr. U-nb. c. n. . . Növtl^
* Cleostratus, hieß derjenige knabe zu Thcstst st.Mder sich einen ehernen pantzer, auf welchem lauter
ren, hatte machen lassen, und mir solchem bekleid"' - ^lig zu dem brachen gieng, dem jährlich nach desspruch einige junge knaben durchs loos erwehlt, p» -musten gesthickt werden. Kaum hatte sich Cleostrastbrachen genähert, so verschlang er ihn, crepstledarüber , ob zwar der knabe ebenfalls drauf gieng.
»N!' IX. LÜ. extr. . .. wE
* CleoxeNes, der mheber einer Persianischenhmst^xS sM
PolybiuS gut genug vorgekommen, und dieser, w>e^ .pu-sten meldet, hin und wieder noch ausgezieket HA'Men^hat ohne zweifel gesagt, daß er den gründ der ^ Ge-schichten, die er anziehe, aus den Historien CleoMwmeocliri nehme , und die schreib-art betreffend mystisches ^was diese geschicht-schreiber daran versäumet haben, 'stdenn Snidas änderst verstanden hat. voce 0 D-
Clephis, ein Longvbardischer König, succedirkst<m^
?74- und ward von einem seiner bedienten umgAstv'Dp vstdem er ein jähr und ;. monate regieret hatte, -»an/ Esich ein zeheniähriges Interregnum an. Ihrernehmsten Officirern theilten die Italiänischen staple ^ «>'und verübten allerley bosheiten und grausamrem»sehen einiges orls oder person, so daß es eben st.m/ KoE'gieng , als unter den Verfolgungen der HeydMM juciisl. üb. III. e. 26. 27. LVaco«. -
ÜanZobsrä. Lara», ren. z?i. «7;. . AeE,
, war bey den alten Griechen Kl-
eine wasser-uhr, darnach sie die stunden abmessen rv ,hat ihren nahmen von «xiar-r«, kuror, und "-^- 5sich das Wasser gleichsam sachte wegstahl , undgende art gemacht. Oben war ein glas, st stan ulete, welches unten ein klein loch, so mit güldene^ e
get war, hatte, dadurch das Wasser ablausse» konm ^^ yv
ses wasser nun legten sie ern stückgen korck, welMv » ^ .sthwamm, und darin» war ein stuck drat gestectt, " - „i,n löLxglase zeigte, welche zeit es wäre. Im Winter »"nicht, weil die kälte das wasser zusammenmacht. Man brauchte dergleichen im lager,
Lsnrurio die vigiüss darnach abmessen konnte, ^ ppÄjsh-brauchte man sie bey den gerichten. Denn dle vrs ^ß pte -/' .vocaten machten es manchmal so schrecklich stter genöthiget wurden, ihnen eine gewisse M Mg»
wovon die redcns-art aufkommen sc! cls^Iymsrn ^yn ^ ßenahmen auch solche so sorgfältig in acht, das ^ rm W-ein gesetz oder zeugnis abgelesen werden Fstlst l<aiige ^ Mdem Gerichts-diener zu » er sollte das wasser st.- Mdern, daß es nicht fortlauffe. Es war aber drei stchrvocaten eine verdrießliche fache. Denn wenn V ^ nEMtläuftig .war, musten sie manchmal viel tMi'» docv^„ii-
Hingegen wenn nicht viel zu sagen, und M ^,ierhaa^,,v^schimpfen lassen wollte, so muste die zeit rugebraA xckl"tzen ausschweiffungen und vergeblichen worre« »^ laE, ^den. Dahero sich auch manche ausbaten, bal-v ^ reb"durften, als ihre fache es erforderte.perci. L inv. p. 748. Lee. stmestr.
Clerac oder Clairac, eine stadt in G>"E'
Agen, und eben so weit von Nerac, am stw^ne v"'"ne meile weiter hinunter sich mit der
äestr. stum. OM. «Nealst, ,
.Clerc, (Johannes 1e) gebürtig auskammler, war einer von den ersten, st sie VVFranckreich auszubreiten suchte». Da " stb jst ,vä" /befand, lehrte er, daß der Papst der Antiwr ^„s vc Egen er von dem scharfrichter gepeitMt ,nigreiche verwiesen wurde Da er aver > ze
wurde er verbrannt , weil er die henlg „e ist?!s,
Vr> in !tnn. in icon. .^rPro"^
Clerc, (Johannes 1e) genannt Bussy, >var b als ^,ßer> /kemenl zu Paris, und stwol vo" st^'st^mnerlichl"tem ansehen , bis er bey gelegenheit der m ^und durch seine ungememe frechheit sich >" d"„ estgen. In den handeln der lägue war er der eu'sten und hitzigsten aufrühret ; wie er räE
porung und ergreistung der Waffen anfangetden;, sept. 1547- geschehen, der reMe j^evE so,Lführer gewesen ist. Durch diesen flachte "Agenheiten erzeigte unqemeine ftechlMl « Mist ^gellen, daß er noch unter dem Hertzoge A^m Hge Gouvernement von der Bastlüe /Lichstst ^ P«»
von Parts ist, bekäme. In diesem amt