784 coa cob
ses erfahren, und noch immer in liebe gegen die göttin Coan-ginpussao brannte , mischte sich unter das gedränge der verlieb-ten sterblichen , welche die göttin umgaben, in gestalt eineswohlgewachsenen und schönen jünglings. Er gedachte auf dieseweise durch list der göttin beyzukommen. Allein sie merckledenselben, und erkennte so bald den unsterblichen liebhaberunter den sterblichen. Ihr zweck war nur, den unglückli-chen Unterthanen eine genügsame summa zu erbauung der brückeund dämmen anzuschaffen, und sahe nunmehro denselben er-reichet, deswegen verschwand sie auf einmal , und entkamalso nicht nur dem verliebten Foe, sondern setzte das gantzevolck in die gröste bestürtzung, welches hierauf das zusammen-geworffene geld zu bedeckung des geplagten landes willig zu-rück ließ. voisZs Lutour äu monäe, tom. II. x-lß.
i;8° ^ legg.
^ Coatan, ein Americanischer berg in der Mexikanischenprovintz Guatimala, in dem lande der Uzalcos. Es ist einervon denen, die feuer speyen, deswegen wird er sonst noch derVulcan von Coatan genennet. Oi<stion.
Cob von Neuding, ein Gräfliches geschlecht, welches schonzu ausgange des XUI. iXsuIi unter dem nahmen Rrahe be-kannt gewesen. Nachdem aber Johann Krähe, Königs Johan-nis des blinden in Böhmen Truchses , das schloß Neuding indem Luxenburgischen an sich gebracht, hat es ihm beliebet, sichdavon zu benennen. Um das jähr 1670. that sich WolfFrie-drich, Kayserlicher General - Feldzeugmeister und Cammer-Herr, in Ungarn hervor, und brachte die Gräfliche würde aufseine familie. Seine söhne waren Carolus Jvsephus und Jo-hannes Leopoldus; die tochter Julian« Maximiliana, wurdean Leonem Ferdinandum Grafen von Henckel vermählet. L«"/.ssemmLt. ksrt. IV.
* Coba, eine stadt im Transoxanischen ; sie stehet unter den
städten Schasche oder Farganan, welche beyde sie an schönheitübertrift. Sie liegt im 91. grad und ?o. Minuten, oder im92. grad 15. min» lonLituäinis, und 42. grad;o. min. oder4t. grad i;. min. latituä., und nach der tabelle Abulfedä imfünften Llim3ts. Das schloß allda, so ehedcssen wohl bevesti-get gewesen, ist nunmehro zerfallen, die stadt - mauren abersind noch gut, und die gärten, so in grosser anzahl in den Vor-städten angeleget sind, übertreffen an schönheit die sonst be-kannten tust - gärten der stadt Aksiketh. Ohnfern Medina istein ort, atlwo die erste Mahometanische Moschee ist gebauetworden, welches auch Coba genennet wird. , bi.
bliotk. Orient.
* Coba, ein beynahme Naßireddins, des freygelaffenenSchehab-Eddins, des «Sultans über die v^naiiie der Gauri-den, welcher nach seines Herrn tod auch die provintzen Mul-tan , und das gantze land, so um den fluß Indus liegt, be-herrschet hat, bis es' an das Zablestanische, wovon Gazna dieHaupt - stadt ist, angrentzet. Zur zeit, da Genghiz - Khan sei-nen grossen einfall in Persien gethan hat, suchte eine grosse an-zahl des volcks aus allen herum liegenden landen seine zuflnchtbey diesem großmüthigen und mächtigen Herrn. NaßireddmCoba nahm sie mit aller liebes - und ehren - bezeugung auf, sodaß sie dardey ihres Unglücks vergaffen, und sich einen gutentausch gethan zu haben, beuchten. Gegen dem ende seiner ta-gen hatte er einen schweren krieg wider Schams-Eddin-Jllemit-fche, einen andern freygelaffenen Schehab - Ebdins, auszuste-hen , welcher sich schon des Königreichs Delli in Indien bemei-stert hatte. Die armee Codas ward auf das Haupt geschlagen,und er die flucht zu ergreiffen gezwungen. Er schlöffe sich indem schloß Biker ein. Der Vezier Schams-Eddin folgte ihmauf dem fuß nach, in dem vorhaben, ihn dort zu belagern.Deswegen nahm Coba, so dessen benachrichtiget worden, dieflucht in einem kleinen schiffe, welches aber unglücklicher weisemit ihm, und er damit, zu gründe gieng. Also ließ er den ge-melkten Jllemitsche in ruhiger besttzung seiner hinterlassenerStaaten, davon jener sich schon vor Cobas tod zum theil be-meistert hatte.
* Cobabus, (Michael) war zu Sternberg im Mecklenbur-
gischen ums jähr 1610. gebohren, und studirte zu Rostock, wo-selbst er anfangs ssecior an der stadt-schule, hernach ProfessorPl-Uliematum irsseriorum, endlich aber Professor Ideologiewurde, nachdem er vorhero zu Greyphswalde den graäum einesvoistoris angenommen hatte. Er starb an. l68<>. im febr. alsSenior der gantzen Academie, und hinterließ unterschiedlicheOissertationer. rnemor. sskeol.
Cobellutius, (Scipio) der Römischen kirche Cardinal,ward an. 1564. zu Viterbo eben an dem tage, da sein sat-ter das Bürgermeister - amt antrat, gebohren, und in demOoUeZio Nardino zu Rom erzogen, wo er auch hernach in demO^mnalio die Rechte gelehret hat. Der Cardinal Arrigoniusverhatf ihm bey Paulo V. zu der stelle eines Seorecarii Lrevium,bey deren Verwaltung er sich dem Papst so gefällig zu machen ge-wußt, daß dieser ihn zum Cardinal-stresb^ter St. Susannä undznm Libliotkecario gpoltolico gemacht. Es wird vornemlichan ihm gerühmet, daß er ohngeachtet seiner nicht aüzurichtigeneinkunfte dennoch den armen viel gutes gethan, und sonderlich.'jährlich eme gewisse summe gelbes vor die in der Türckey gefan-gene Christen nach Ungarn Übermacht. In dem Conclave nachGregorii XV. tobe war er unter den Candidaten des Päpstlichen
c 0 b
stuhl«, dahcr ,r imiach,u sagn, »ffrglc, Erst»"2 "zwey Personen am meisten verbunden, dem Papa L »Myder ihn zum Cardinal gemacht, und dem Cardinat ^der verhindert, daß er nicht Papst geworden, or 1 ^
1627. zu Rom, und setzte die Jesuiten zu Viterbo zu lben ein. vit. L»rä. tom. IV. ,ch( k-i
f Cobenzl, Robentzel, eine Gräfliche familie / wooberste Erb-Truchsessen-aurt in der gefürsteten Grafjcya>>.^ekbesitzet. Hans war an. 1567. Ertz-Hertzogl. Oeltenf^^Cantzler, Cammer-Präsident in der Steyermarck, -L^ghal'Teutschen ordens, und Commendator zu Neustadt / derter zu Terviß, Landes-Hauptmann in Crain,
- - - - -- -esandticyr«»^,«
Er hat unterschiedene Gesan
Grafschafft Gradisca
Landes-Hauptmanns in der Grafschafft Gortz,obgedachtes Erb-Truchsessen-amt erhalten, und an.storben. Seine söhne waren 1.) Johann Casparch,^ ge-Reichs-Hof-Rath, nachgehends aber Kayserl. wura>^ z»heimer Rath und Cämmerer, auch Landes - Haup^spM'Görtz. 2.) Leopold Ferdinand, Dom - Herr i" and U;.) Ludwig Gundaccar, welcher an. 1678. gebohrenKayser Carl VI. Cämmerer worden, auch mit stM/' aezeEAnna Catharina, Gräfin von Trilleck, eine toch^nahmens Johannam, die einen Grafen von Lamverg 0 AMthet. Vorbesagter Johann Caspar, des H. RoMstMGraf von Cobenzl, oberster Erb - Truchses in der oGörtz, so an. 1666. gebohren, wurde an. i^yr-^^cher ERath, nachgehends aber Kayserl. würcklicher gehest. IuliEund oberster Cämmerer. Er hat sich an. 1696- APerpetua, einer tochter des Grafen Julii FrideriC.MaE-.und da dieselbe an. 1706. gestorben, an. 1708. M> AjESophia, einer tochter Wolfg. Alberti, Grafenmaul, verehlichet. Die erste hat ihm an. 169V r?'
Carolum, wie auch vier tochter; die andere av , hald>mCarolum Johannem Philippum, an. 1716. -äerund an. 1726. Franciscum gebohren. Der soh»^Joh^Leopoldus Carolus, so sich an. 17 ;4. mit des Grat ME.nis Palfy, Kayserl. General-Feld-Marschalls , tocv.Theresia, vermählet, wurde an. 17;?. Relchs v rnik^.Seine älteste schwester Margaretha, so sich an.
Grafen Weichard Leopold Ursin von Blaggay ch
mit dem Baron von Ripperda, gewesenem Spa« ' xeli ^bassador zu Wien, verhcurathet, gesegnete an-may das zeitliche. Raphael Cobentzel, ein mltgneo ^ gst'chtät JEsu, welcher an. 1627. zu Wien gestorben, M>falls aus dieser familie entsprossen. »or. ^
msntiss. Xa/'wk/, bibl. 8. .s. , jvie ss^
*Cobham, (Thomas) warvoökorssheologl^ jhliLänomous und 8uk - veo-inus zu «salisbury / §rtz -Syiziz. die Dom-Herren zu Canterbury zu .jgt
schoff erwehlten. Weil aber streit darüber emstuKönig Eduardus II. vor Waltherum RaynM d^.,7.war, renuncirte Cobham, und bekam an. 0.1schoffthuin Worchester dagegen, welches er ' -
verwaltet , da er ben 20. aug. gestorben. ^ «„flral'pgrosse gelehrsamkeit., «nb war wegen stm^ Mgl.Wandels sehr berühmt, ss'o^/«. st« Lxltc.
I.
l>»8
*
> eis^
Cobilhana, oder Covilhana, lat. nickst ^,kleine Portugiesische stadt in der provmtzvvm Ursprung des fluffes Zezaro. Sie hat pemdaß welcher sclav ein jähr allda wohnet, die ssund seine Ander zu ehren - ämtern fähig wer?" - das
* Eobillan, (Petrus äs) ein Portugiest A
des XVI. Lsuli, von dem Franciscus Alvarez xeist ^c. 10;. weitläufig gedencket, entdeckte am st"', ^utzsinien, die er auf Königl. befehl that, ffh? 2 ssreit>nns ^derbares, gab auch davon an. 1587- eine oei^-mutter - spräche heraus, blbl. A><p- » Fe Sast t!^
Eobinova, eine stadt in Ungarn, a"?/„EayserstAlweit von Sadaz, welche an. 169;. von/en f tt, x.u-rumpelt worden. Ottomannische ^ «gWans/M
* Cobla, oder Cubla Rhoam, ein ffhff^ in veM Mdem zunahmen Hingek, folgere auf,emen "al ^ hsche der Mogolen, und rächete den tod Ughm ^ aeno>t"Lg„as:sten bruders, welchem die Tartarn das leo
ben. Er kündete zu diesem ende thF5'Lntzl-4Ate^Khak den krieg an, und nachdem er ihn ü , pliM^ LHaupt geschlagen , siel er ihm in stm -Achach Ml>^aus, und brachte eine reiche beute mithinterließ keine Ander zu Nachfolgern M jünE"„s lvchwegen fiele die Cron der Mogolen 'TenahilFBortan genannt, welcher der groy-vatter w^AayffchÄ bedEDoch. führte Bortan den titul Chan odAae g
begnügte sich mit dem beynahmen Mt A zest^
tet der mannhafte oder der tapfere.- s. ZU scher ch,-söhn Jesukay, der vatter Genghiz-KVA,,jBortans starb seines vatters bruder sag ^stn. ^ »
mralißimns über die Kayserliche trouppen *