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höchste,, stelleten die schände vor, so er fich dadurch zuziehenwürde, und baten ihn so gar auf den knien, davon abzu-lassen. Sein grimmiges gemüthe fastete dadurch sogleich feuer,daß er ohne viel zu antworten, in fein zimmer gieng, und,wie er auch sonst die gewohnheit hatte, fast jeden tag einenrode! zu machen von denen, welche er die folgende nacht woll-te hinrichten lassen, Martiam, Lätum und Electum darinngleich oben an, nebst ihnen aber auch viele andere vornehmeRaths-glieder und geheimeste freunde seines vatters einschrie-be. Nun geschahe es , wie er sich darauf zum mittags-fchlafeniederlegte, daß ein junges kind, mit dem er sich zu belusti-gen pflegte, und welches in seinen innersten zimmern freyherum liefe, die schreib-täfelein ergriffe und wegtrug, auchalfobald vor dem zimmer die Martiam antraf. Diese nahmsihm ab , ohne einigen argwohn von sich selbst, nur aus bey-sorg, es möchte etwas wichtiges darinn aufgezeichnet seyn;erstaunte aber sehr, wie sie den innhalt last. Koch entschlös-se sie sich bald ihm vorzukommen, wiest den rode! Electo undLäto, und machte nach kurtzer berathsthlagung mit ihnenden anschlug , weil ohnedem Commodus den tranck meist vonihrer Hand zu nehmen gewohnt war, demselben, wann er er-wacht , und sich durchs bad, oder vielmehr die jagd und Ver-folgung der wilden thiere den durst, wie gewöhnlich, zuge-zogen hätte, starckes gift untern wein zu mischen. Weil aberdieses nicht sogleich würckete, und sich Commodus gar anfiengstarck zu erbrechen, beredeten sie durch grosse versprechen Nar-cissum einen ringer, mit welchem sich der Kayser sonst zu übengewohnt war, daß er ihn in feinem gemach erwürgete. Die-ses geschahe an. iyr. im ;i. jähre seines alters, als er 12. jähr,9. monate und 14. tage regieret hatte. Er hat nichts ruhm-würdiges gethan, als daß er durch seine Generale den kriegin Britannien und den mit den Parthen vollführet, auch Me-den, Babylon und Armenien wider ans Reich gebracht. An-gleichen hat er die Mauren und Dacier überwinden lassen. Ne.üb. I. /<a»r/vrÄr«r , in Lomm. , lib. VIII.
in cdron. *
Comnena, , stehe Anna Comnena.
* LOlVMl^I, ein berühmtes Griechisches geschlecht, auswelchem einige das Constantinopolitanische Kay/erthum beses-sen. Jsaacus Comnenus erhielt die Kayserliche würde an.und danckte an. io;y. wieder ab, worauf die Comnenische fa-milie wiederum im privat-stände lebte, biS Alexius Comnenusan. 1081. den thron bestiegen. Seine Nachfolger im Reich unddestendenten waren Johannes, Emanuel, Alexius und Andro-nicus. Dieser war der letzte Kayser aus diesem Hause, wel-ches dem ungeachtet hernach bey gutem ansehen blieb. Einelinie davon ließ sich in Trapezunt nieder, und stiftete daselbst einbesonderes Kayserthum, von welcher aber David sein Kayser-thum an Mahomet II. übergeben muste, wofür ihm zwar einander Reich versprochen, aber nicht gehalten wurde. Denner wurde nebst seinem weib und kindern ermordet.
Ottoman. Pfort. II. p. ;i. leg. Von den angeführten Lomne-nis handeln unter ihren nahmen eigene artickul. Aus diesemgeschlecht stammt her Johannes Antonius Flavius AngelusComnenus Lascaris Paläologus, ein söhn Francisti, und ur-enckel Johannis Andreä, der von einigen vor den letzten desComnenischen geschlechts gehalten worden. Johannes Anto-nius ward an. 1718. zum ksttttio von Rom gemacht, er-hielt an. 1720. das Jndigenat in Ungarn , und ward von demKayser Carolo VI. als Groß-Meister des Constantin-ordens er-kennet. In der LnLLSphalXoil, leu brevi re äigloinsticsoräiliis Lonüsntinlsni, die an. 1722. durch Laurentium Vir-gilium äe Nicollis in Preßburg heraus gegeben worden, istdas Comnenische geschlecht-register befindlich.
Comnenus, siehe David und Emanuel Comnenus.
Como , lat. Lonuim, dlovocomum, eine grosse und volk-reiche handels-stadt nebst einem Bißthum an dem südlichennftr des I^o äi Como, in dem Hertzogthum Mayland gele-gen. Der fluß Adda läuft mitten durch die stadt, und woer sich in den gedachten sec ergießet, liegt das kort äs Fuen-tes. Sie soll, nach Justini meynung , von den LsIIis, alssie unter Brenno in Italien eingefallen, erbauet worden seyn.Nachdem sie einmal geschleifet gewesen, wurde sie wieder auf-gebauet , und bekam den nahmen Xovocomum, von welcherzeit an daselbst unterschiedliche Veränderungen vorgegangen,als unter Anselmo cii Posterula, dem Ertz-Bischoffvon May-land, welcher an. urz. lebte, und alsdann zu anfange desXVI. Lcuü in währenden Italiänischen kriegen; sintemalCarolus V. nachdem er sie an. i;ro. einbekommen, grosseUnordnungen darinnen zuließ, um dadurch die einwohner zustrafen, weil sie es mit Franckreich gehalten hatten. DerPoete Cäcilius Stativs, Plinius junior, Paulus Jovius,Benedictus Jovius und andere berühmte leuthe sind daselbstgebohren worden. Das umliegende land wird il Comasco,lat. Isrritoriuni Lomenle genennet, gehört zu dem Hertzog-thum Mayland, und wird auch bisweilen eine Grafschafftgenennet. M. Ducker, ingleichen Camillus Ghilini und Pau-lus Jovius haben theils von der stadt, theils von dem I-s-xo äi Como, absonderliche doch kurtze beschreibungen herausgegeben. , lib. IV. L V. Lrvrr«, Ilb. XXXIII.ttk. III. ^rrrnrra«. litz. XV. Co^rs A bist.
cke Nilgn. Itsl.
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Como, ( ssgM cll ) lat. I-LLUS l,Lrius , Chumek-stkder gröste see in Italien, welcher nicht breit, abersche meilen lang ist, die Lchweitz, Teutschland uno^ j,avon einander scheidet, und in der landschafftHertzogthum Mayland liegt. Dieser see theilet M Ichin drey linus, der eine gehet gegen norden,. und nw"fluß Adda zu sich; der andere gehet gegen süd - ölte« <welchen der fluß Adda wieder heraus gehet; und Uerstrecket sich gegen süd-westen, an welchem diegebauet ist. Auf diesem see liegt eine dem Grafen ^gehörige kleine insul.
Comödie , ist eine gattung eines schauspiels / worder leuthe Handlungen und die gemeinen begebenyem z„szufalle des menschlichen lebens vorgestellet werden. ^Mhl,meldet, daß die comödien eben einen solchen ansangals die tragödien , indem sie zuerst nichts anders alstung der gesänge gewesen, welche die Athemenser '«cken Jcaria dem Baccho zu ehren abgesungen, unv vt .den altar herum getantzet, auf welchem sie besagter«einen bock zu opfern pflegten. Clemens Llexanärmw
so ein gewisser Jcarion oder Jcarius, ohngefthr ^ x>,e-anordnete, abgesungen wurden. Wie nun hernach "7,se opfer und gesänge auch in die stadt Athen gebrawden, will man, daß allda zwar der nähme Tragödie "men sey, den gesängen aber, welche in den dorft".ei«der stadt verblieben , der nähme Lomo-äia, so ergew'.dorf-gesang bedeutet, sey gegeben worden. llbrM' .M»die comödie nicht einen solchen fortgang, als die» A, M-gehabt hatten. Denn zu Aristophanis zeiten,
;6;o. nach Sophocle und Euripide lebte, bestündenichts anders, als lauter schertz - reden und öffenmw MErungen, welches zusamt noch vielen andern vervmern eine klare anzetguna giebet, daß es in den vor ^xelsi'ersten zeiten noch viel grober sey getrieben worden- tt«wird die erste einführung der Personen bey den coM MEpicharmo einem Sicilier zugeschrieben, der etwa« ^vvv AviNvviivn- von 0.'
weil Epicharmus der erste gewesen, welcher die Wucher''die comödien gebracht hat. Wie dann einige um g'fache willen den Thespis zum erfindet der tragod««
Also giebt Diomedes für die ersten Lvmicv8 an ^"^^00«rion, welcher die masqueraden und Posituren werfand; Cratinum, welcher die agirenden perMnete, und Aristophanem, welcher endlich das ga«A § ^
lends in stand brachte. Die comödien derin die alten, mittlern und neuen unterschieden,. ^ Mder alten waren solche, welche mit den leuthen ov ^stellung umgiengen, und sie bey ihren nahmen mHoratius bezeuget, wenn er von Eupolide, Cram , Lo>°stophane saget, daß diese drey nebst den andern w ^>r>ali l->alle diejenigen, welche wegen ihrer bosheit, aw ,geitz, unzucht, schwelgerey und anderer lasierten zu werden verdienet, mit grosser fteyhett gAjs peE sswelches denn verursachet, daß sich alle leuthePoeten gefürchtet; wiewol dennoch auch diese ^^nete,die allerältesten gesänge, welche man eMw^.
fertiget , was die kunst der Versen und artigre»- ^
oder erfindungen betrift, ohne zweifel weit vorz«^ m«/.sse-Allein, obschon diese weise von dem gemeinenser beliebung angehöret wurde, und auch vor«nen eine zeitlang nicht unangenehm war; ss." mottense derselbiqen bald überdrüßig , und wußten "/I, web* Ao»-ihre drohüngen so zu schrecken, daß selbige "A-jehen.lich unterstehen dorften, sie mit nahmendurcyzm.^mn"derlich machte Alcibiades ein gesetz, darinnen vdaß kein Lomicu8 mehr in ftinen comodren ^ eimnahmen nennen sollte. Dieses nun verursaev^.art der comödien auf die bahn kam , welche v -, der Alfnennet wurde. Diese erfand zuerst Aristo^"^ e>si^, iv^
seine meiste getichte nach der alten und rrsira .^x foinMhatte, aber aus gemeldten Ursachen sich auch yarautxjMlen zu einer änderung verstehen muste; wctwr - ^folgeren Philemon, Plato Lomicus, P^W^jLusStratus, MnesimachuS rc. wiewol Plato oo^jtrengen noch zu der ersten, Philemon aber zu ser jesiro Elern comödie gezehlet wird; die suchten uuu,^,ngkelt^ E
nahmen nenneie, jo wurden doch oie iaev»',ret, daß jederman leicht schltessen konnte, w«wobey doch indessen, was die Nettigkeit der reo^
sen, die sinnreiche einfalle und gute erfindungenkunst immer besserte. Hierauf ward endncy ' pflegt/ v perfunden, so man die neuen comödien zu nenn derman sich nach der allgemeinen mode und bette« ^ ne ^xhederichten suchte, und darneben errichteter geMw .,attt'M^^e>i ldener nahmen bedienete. Für dieser letzte' ^ ^ poch ^esevwird Menander gehalten,oder zum wenigm» v