Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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839
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et?n' dergleichen comödien am besten gerathen. Diew der alten comödien errichteten nichts/ sondern ihrest>e>,waren allezeit wahrhafftige gcschichte / und die nah-sie sich bedieneten, waren auch die eigentlichen nah-<ich Personen. Die Poeten der mittlern gattung gebrauchtenwahrhafftiger Materien, aber errichteter nahmen. Diehingegen errichteten beydes die Materien undüb. H. <L IV. L>rsZ. üb. III. Lva»-

-i/ ^ äs Lomosä. L Irsgosä. kill. kost.

5 ca/. L La^k. < 7 a/äü»<, äs Lomosä. L-prstigus äs Vbeatrs, Ko.

i»si,Mwrre, Comara, eine insul bey Africa, zwischen dertj»1,..Wdagascar, und der kuste Zanguebar. Sie ist reich antkejssch, schaafen, gevögel und allerhand guten früchten, undtei. - wlt den Portugiesen zu Mosambique einen guten han-^ kanihnen zucker, cvcos-nüsse undingwer abgeben.

ü^worrn, lat. Lomaromium , Ungar. Lomarom, eine ve-Nieder - Ungarn, an dem äussersten ende der insul«bx^k, 4. meilen von Raab, 2. von Neuhäusel, und ;.Gran, liegt an einer spitze landes, da die Donau^e Waag, oder vielmehr die zwey arme der Donau, da-tzy^r eine die Waag in sich genommen, znsainmen fliesten.r^Mius hält davor, daß dieser ort von den Lomarl«, ei-tek» °^uhmten Scythischen volck aus Asien , den nahmenHe», AI". Es ist ein uraltes schloß allda gewesen, auf wel-ilijt'.nch die Könige von Ungarn manchmal aufgehalten, sich0 .sischerey belustigen , indem hier der Hausen, so der

Md d den Europäischen wassern ist, häufig gefangend>ö,g,. Es ist in diesem schlösse auch an. 144c». der König La-^oKKumus aebohren worden, davon vermuthlich noch»ksi^Se alte viereckigtc thurm, so in der mitte der jetzigenstehet, übrig ist. König Matthias Corvinus hat an.diesen ort zuerst bevestigen, der Türcke aber, als er an.«er »vor Wien gezogen, abbrennen lassen. Hernach hat ihndie UYser Ferdinandus I. an. 154z. fortificiren, und an. r;;o.rchg^upt-vestung aus lauter gehauenen quader-steinen sehr vest^"lassen, und ist an. i; 66 . auch daran gearbeitet wor-!>«waj.^ayfer Leopoldus hat die äusserste vestung gegen dieanlegen, und mit bastionen von erde verwahren, auch»».^yeit an. 167;. repariren und verstärcken lassen. Die. t a,,^stung aber, so Kayser Ferdinandus I. erbauet, beste-vier basteyen und einem ecke oder spitze gegen den zu-M^wauf der Donau und Waag, welche alle von quader-stheg a freilich aufgeführet, und mit guten loncerrslns ver-böte Sie wird insgemein wegen ihrer form einer schild-M -^stachen, daran die vier bollwercke die vier pratzen, und^oa» - " schweif vorstellen. Die eine bastion gegen denwird die Jungfrau genennet, weil an der ecke einAy g,'p"d mit ausgestreckter Hand einen krantz haltend inMcket M^uen stehet. Diese vestung ist nicht groß, und er-M sich ihr umfang nicht über eine viertel-stunde gehens.Mtzn auch darin», ausser einer soldaten-kirche, des Commen-! Er ^.^hn-haus, und dem zeug-hause, nichts als casernenU», ,, Zungen vor die soldaten, welche hier in besatzuug lie-ssen"!!)!. darf sich sonst niemand anders allhier aufhalten.« Nz^Etternacht und mittag schliesset sie die Donau undMy "?g (so in den einen arm der Donau gefallen ) ein,^ssera^nd aber hat sie einen liefen waffer-graben, gegen der1, Di* A ^stung.

xEgeirds^stadt / oder der vor der neuen äussersten vestungN.»d>wLaicht Comorrn ist ziemlich groß, und von kauf-und^ckjsl?s-l.euthen "ohl bewohnt. Die vestung ist niemals in

klängt» /IN dep

^verun^ Ambe gekommen, ungeachtet sie an. 1594. nach derUhdssxL Raab, von dem Sinan-Bassa belagert und scharfiay v 5 "Ei) der marckt wegaebrannt worden. An. 166;.runden die Türcken auf dem eis sie übersteigen wollen,lv /„Aossem Verlust zurücke weichen müssen. An. 168z.e',E' sie der König Johannes III. von Polen nach-Mr W Wien visitirt, und an. 1716. lin ian. hat derDtzoss^oius VI. seinen schwager den Hertzog von BevernUllea Uneur von ihr und denen dazu gehörigen orten rn-L öfters«. Die allhiesigen frey-compaguien haben durchDay. M "sstreifungen jederzeit dem feinde grossen abbruch» M Es find auch vor dem an. 1699. geendigten Turcken-h'er auf der Donau viel kleine galeeren nnt sol-^ M ^ sperrung des stroms gehalten worden. Von^>8 die gantze Gespanschafft den nahmen, lat.Lo-N»d m^romlensis, so zwischen dem Raaber-Nltraer-Bar-Mü, s^aner-Comitat lieget. Hierin» lieget auch Tata oderwsn.^Emals ein sehr berühmtes schloß gewesen. Äe//«,, ep. 1. Ka«-«» epit. Ilong. mä. i.^ p. 50;. Rreckwttz, Ungerland, x. i;6.

äes. II. k. I. x. i;;. äec. III. k. I. p. 14.

?um unterscheid des andern Rlein-Lomorrn,UllNa r-ünc>a^.^E)nnt, war eine vestung oder grentz-haus inVk, EanM' «lchr weit von dem Blatten-see und der ve-He^lder ^.gen, hat sich an. 1591. 9;. und isos. garV°>vvn ^ Turcken gehalten, daß sie unverrichterer sa-^ vtt neba^ben müssen; an. 1664. aber haben sie endlichandern erobert und demoliret. Stübels Hung.

(-je Ost-Jndische) in Franckreich, sie wuchs

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an. 1664. rn Franckreich dein Ost-Jndien-Handel zu gefallenaufgerichtet. Die General-Cammer, wo die Haupt-sachen die«ser gesellschafft gefuhret werden, und das General-Virsökorlumderselben ist, wird zu Paris versammelt, und bestehet aus 21.Directoren, wovon 12. aus der stadt Paris, und 9. aus denprovintzen genommen werden. In den andern provintzenhat diese Compagnie ihre besondern Directions«Cammern,welche unter der General-Cammer zu Paris stehen. DieseCompagnie hat die freyheit bekommen, daß sie von dem Lspoäs banne Llpersnee an bis in die Orientalische see allein han-deln dorfte, und alle andern Französischen Unterthanen davonausgeschlossen waren, welches pnvliegium ihr» für 50. jähregegeben worden. Auch hat der Konig derselben das eigenthumaller landen und insuln, welche sie wahrend der zeit einnehmenoder den feinden des Königs abnehmen würde, versprochen.Über dieses hat er ihro die insul Madagascar und St. Lau-rentii als eigen geschencket. Die Waaren, so diese Compagnie auSIndien bringet, sind gold, specereyen, seiden, zimmet, pfef«ftr, ingwer, muscat-nüsse, porcclaine, baumwollene zeuge, färb-holtz, helfendem, weyrauch, bezoar, rc. Die Portugiesen trie-ben an. 1498. den ersten Handel in diesen östlichen landen zuder zeit, da die Spanier sich West-Indiens bemeistert hatten,daher die schöne und bekannte theilung des freygebigen PapstsAlexandri VI. entsprungen, welcher eine eingebildete linievon einem ?olo zu dem andern gezogen, die 100. stunden vonden Azoischen insuln sollte vorbey gehen, und was jenseit die-ser linie gegen Westen gelegen, dem Catholischen Könige, daSaber, so disseits derselben gegen morgen gelegen, dem Könige inPortugall zutheilete. An. 1595. wurde auch in Holland eineOst-Jndische Compagnie aufgerichtet, von welcher in einembesondern artickul soll geredt werden. So fienqen auch die En-gelländer eine dergleichen an. 1600. an, deren sitz zu Londen ist.Die Dänen treiben ihren Handel insgemein in dem Golfs äiBengala, aus der küsten Pegu , und in etlichen südlichen in-suln. Der berühmte Gustavus Adolphus, König in Schweden,projectirte auch eine dergleichen Compagnie in seinen landen,zudem nemlichen grossen zweck, der Teutsche krieg aber, soan. 1626. dazwischen kam, verhinderte die Vollziehung sei-nes Vorhabens. Historische Nachrichten.

* Compagnie, (West-Jndische) in Franckreich. Sie wardan. 1664. zu Paris von dem Könige aufgerichtet, um den Han-del in West-Indien desto besser fortzuführen. Man trieb ihnbis gegen lerra kermg, von dem ffuffe der Amazonen an bisan den Orenoque, und an die Antillischen insuln (welche denFranzosen zugehoreten) so auch in das Canada, Acadien,in die insuln von lerm Nova, und andere von dem nördli-chen theile Canada an bis gen Virginia und Florida, unddisseits bis an die Africanischen küsten von dem Lsx>o Veräsan bis zu dem bekannten Lspo äi bona Lperrmra, wo dieOst-Jndische Handlung anfängt. Historische Nachrichten.

* Compagnie, (die) gegen Levante in Franckreich. Zuerstwar es nur eine gesellschafft von etlichen privat-personen, daaber diese zu ende gelausten, erlaubte der König an. 1620. daßeine neue aufgerichtet wurde. Diese Handlung gehet bekannt-lich nur auf die Mittelländische see und die umliegenden länder,sonderlich aber naher Egypten, wo der Caffee von Levante, undnaher Natolien und Morea, von wannen die Griechischen weineund viel rohe seiden und stoffen rc. hergebracht werden.

* Compagnie, (die Norder-) in Franckreich, ward an.s 66 y. in diesem Königreiche ausgerichtet, um den Handel nachSeeland, Holland, den Teutschen küsten, Dänemarck, derBaltischen see, Schweden, Norwegen, Moscau, Grönlandund andern nördlichen ländern, zu verstärcken.

* Compagnie, (die Chinesische) in Franckreich; diese wur-de mit Königlicher erlaubnis an. 1660. aufgerichtet. Ihr zweckist hauptsächlich der Handel in das Reich China, Japan undin die Komgreiche Tonquin, Cochinchine, und die daherumliegende msuln.

* Compagnie, (die Guineische) wurde in Franckreich an.168;. durch Königliche briefe und ffegel bevollmächtiget; sie be-kam das Privilegium, krafft dessen sie mit ausschllessung al-ler andern Französischen Unterthanen, den Handel unter demtitul der Guineischen Compagnie allein auf den küsten von Gui-nea treiben konnte, worunter aber die gantze Afrikanische kä-ste von dem flusse Serre Lyonne an bis an das L->po äs bnnnsLlperanas begriffen ist. Sonderlich aber hatte sie allein dasPrivilegium die schwartzen sclaven, Negres genannt, (die sie in-ner dem bezirck ihrer Handlung einzukauffen das recht hatte)in die Frauzosichen West-Jndischen insuln hinüber zu bringen,und darnul starrten Handel zu treiben, wie auch die Compagnievon Senegal!, von welcher sie ehedessen abgerissen worden,diejenigen zu verhandeln berechtiget war, die sie um Guineaherum cingekauffet hatte. Diese Guineische Compagnie nahmden Spanischen nahmen von Lompania äs LMientv an, nach-dem sie, nach der kriegs - declaration zwischen Spanien undden Potentaten der grossen attiantz, mit den Ministern Dbi-lippi V. einen tractat , die transportirung der Negri, in die so-genannte Amerlcanlsche ssermm sirmam, betreffend, geschlossen;dieser tractat wurde an.17o1.den27.aug. zu Madrid beyder-seits unterschrieben, wobey Nr. äu Casß, der Admiral derFranzösischen escadre und noch andre waren, die ihn mit erlaub,nis deS Komgs in Franckreich, und im nahmen der Guineischen

Compagnie