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und dadurch seinen großen eifcr bewiestn; solches geschahe inden Niederlanden, wohm er sich aus dem kloster zu Rennes be-geben hatte. Von bannen gieng er nach Italien, und refor-mirte den Carmeliter-orden zu Mantua nicht ohne Widerspruch.Von Mantua kam er nach Vmedig, woselbst er ein solches an-sehen erlangte, daß ihn auch die Gesandten dieser Nepublick,mit welchen er nach Rom gieng, dem Papste als einen mannvon sonderbarer Heiligkeit recommendirten. Der Papst aber, sobald er erfuhr, daß er zu Rom war, ließ ihm seinen Proceß ma-chen. Man beschuldigte ihn allerhand ketzereyen, worunternach etlicher meynung die gröste war, daß er das gottlose lebender Geistlichkeit und des Römischen Hofes mit grossem eifer be-straft hatte, und endlich wurde er zu Rom an. 1414. verbrannt.Er wird von vielen auch unter den Catholischen für unschuldiggehalten, und Baptist« Nsmusnus, General der Karmeliter,zehlt ihn unter die Märtyrer. bitt. äs Lesens
üv. X. c. 42. simsl. äs LsurZoxne sä 3N. 1482.
//tz,^rc«,, in estsl. tettium verit. tom. II.
üb. XIX. p. 869.
Confalon, eine Brüderschafft einiger Layen, die man koe-nitentes nennet, wurde zum ersten durch einige Römische bür-ger aufgerichtet. Der heilige Bonaventura schrieb ihnen an.1264. eine eigene gebät-formul vor, und der Papst Grego-rius XIII. bestätigte diese Societät. Der König in Franckreich,Henricus III. fieng an. ic8z. zu Paris dergleichen an, da er sichselbst in einer proceßion mit dem Habit eines büßenden ange-than , ein leich-begängnis hielte, wobey der Cardinal von Guisedas creutze trug , und sein bruder, der Hertzog von Mayenne,Ceremomen-Meister war. an. 1274. 1576. i; 8 ;.
vol. II. LuIIsr. Loatt. ;8- 6: 79. Lieg. XIII. L Lontt.8ixti V. Lc.
* (sonfalonerius,,(Ioh. Bapt.) kkilolopbi« und Tbeo-I0Z1X voittor, und Päpstlicher ttrcbivsrius zu Rom, war da-selbst an. i; 6 i. aus einem vornehmen geschlechte entsprossen,machte sich durch feine wissenschafft in der Lateinischen, Grie-chischen und Hebräischen literatur sehr berühmt, und gab an-fänglich einen 8ecrersrium bey verschiedenen Cardinälen ab,schrieb im Italiänischen eine reise-beschreibung in Spanien;
ksrergon; Inäices in tomos controverbarum Lellsrmini Lc.
Verlohr durch einen schlagfluß seine spräche und gedächtnis, sollaber wieder genesen seyn, da er angefangen messe zu halten. Erstarb an. 1648. pinss. bibl. ttom.
, war zu Rom, wenn ein paar leu-the durch den kvmikcem ttlsx. und klsminem vislem zusam-men gegeben wurden, so, daß in beyseyn zehen zeugen einbrodt von tsrrs oder rocken geopfert ward. Dieses war die besteart der ehe-verbündnis, und die frau war alsdann nicht mehrunter der gewalt ihrer eitern. Es giebt in diesem artickul vielschwürigketten, welche Christ. Thomasius 6>il. äeuluprsüisoäoctr. Inüit. c!e Xupciis weitläuftig untersucht hat. Lo/oma«., äs ittu nuxt. c. 20.
Confeßion, Augspnrg. Confeßion; siehe Augspurg.
L 0 I 8 kL 880 XL 8 , hiessen in der alten kirche, welche we-gen der Christlichen lehre und deren freyen bekänntnis im ge-fängnis gewesen, und deswegen sehr gemartert worden, aberdoch nicht das leben lassen müssen. Es ward aber diesen leuthenvon andern Christen sehr grosse ehre angethan, und sie nicht an-ders geachtet, als wenn sie engel vvm Himmel wären. Dennman besuchte sie mit grossen schaaren in ihrem gefängnis, brach-te ihnen viel essen und andere stärckung, und sprach ihnen einenmuth zu. Man glaubte auch, sie könnten mit ihrem gebärmehr als ein anderer ausrichten, und empfahl sich ihrer verbit-te. Welches aber gemeiniglich in so weit zu verstehen, daß siemanchmal bey den Bischöffen vor die Isplos baten, damitsie bald wieder zur kirchen-communion aufgenommen werdenmöchten: worbey doch zuweilen grosse mißbrauche mit einrissen.Manche, die sonst ein heiliges leben geführet, mochten auchwol wunderwercke gethan haben. Lonkettores waren auch eineart von den untersten Geistlichen, die so viel waren als klsl-wittss oder Sänger. Manche Mönche und Geistliche in folgen-den zeiten schrieben sich auch Lonkellores, und gaben dadurch zuerkennen, daß sie ihre bisherige fünden zu büßen, das heiligekloster-leben erwehlet haben. D« />?/«?. sä
6sII. Lonkess. P. 42.4;. TÄ//r«i L , sä üsäksnr. äs
mort. perl! 0. r.
* Eonsines, eine stadt in dem mittäglichen America, unbzwar in dem Gouvernement Chili gelegen, ve Is Villaqua,welcher äuf den Valdivia Gouverneur dieses landes geworden,erbauete diese stadt, und nennte sie äs los Confines, Garciasäs Mendoza aber änderte hernach ihren nahmen, und hieß sieVilis novs äs los InlÄmes ; sie liegt achtzehen Französischeweilen von dem IVlsr-äel-8uä, und zwanzig von der stadt äeiizConception ab, gegen sud-sud-ost, in einer ebene, welche dieWilden Angol nennen , .weswegen die Spanischen Geschicht-schreiber derselben auch öfters diesen nahmen beylegen. Essind zwey klöster allda, wovon das eine von Dominicanernbesessen wird. Die garnison , welche meistens aus mehr dennrweyhundert mann bestehet, dienet, die Wilden , welche inbeständigem kriege mit den Spaniern leben, im zäum zu hal-ten. T)ie stadt selbsten liegt zwischen einem fluß, welcher vonden gebürgen An^s herfließet, und einem wilden wald-was,ser, welches durch die ebene gegen norden lauffet, wo alsdenn
die wühlenfruchtbare vieh
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angelegt werden. Ihr erdreich zeuget schönt Asieh - weiden ; die ftüchte und aller gattum ^wachsen in menge allda , und werden in kurtzer zelt reu-ebene, worauf diese stadt gelegen, ist ohngefehr achtzeyeu » sichzösische weilen lang und zehen breit. Die längevon norden gegen suden, und die breite von osten gegenund ist von beyden feiten mit hohen gebürgen umzäunn, >die stadt äs los Consines acht weilen von den gebürgenAevsäss genennet, und zwey oder drey von den übrigen» ^gen ablieget , welche man insgemein Is 8ersnis nenn« ^weniger als die andern von dem IVlsr-äeI-8uä entlegensind auch gold-minen und wohlriechende cypressen daynuzutreffen. Laelr, äelci. Iliä. Occiä. üb. XII. c.io.
»er//?, Dick. Leogr.
GO^sslKNtt'I'IO, warm der alten kirche einecerem^^hernach aber gar ein sacrament, wodurch die Christe«religion desto mehr bekräfftiget werden sollten, und 10«auch ihr tauf-grlübde von neuem bestätigten. In deram« ^geschahe es mit den erwachsenen bald nach der taufe,«kindern aber, nachdem sie zum verstände gekommen war«'ward also mit ihnen gebätet, ihnen die Hände aufge E a ^GOtt angeruffen, daß er dem Lonürmsco seinen heii.^ —^
leihen, und sie bey der wahren religion erhalten wolle,der zeit hat man ein sacrament daraus gemacht, dem ^eine ohrfeige gegeben, ihn mit chrisam gesalbet rc. ^äs tribus Ltiriü. inirismentis §.i;8- tt
äe Louürm. cstecbum. O«t/ck«,, äs 8scrsm. Lonsirw-
Kr«,, säv. Lsronium psg. 66. *
Eonstans , lat. Lonttuentes, eine kleine landschaSl^aglstsiüon, welche zwischen Languedoc und der Grafschaft^gegen die Pyrenäischen gebürge zu lieget, und an.des Pyrenäischen sriedens der Cron Franckreich abgetande. Oe Nsrcs üilxsu.
Conflans, lat. Lonttuemis, ein feiner ort, in demsogenannten Savoyen, auf einem berge, an dem
Ivyriiuuntrn , uus ruirm vrrgr, un r,',?,
nicht weit von der gegend, wo die Umbra hineinumliegende Präfectur hat davon den nahmen.
/-««tl. acSchaupl. des krtegs in Ital. ?- 74-* Lonflans, ein ansehnliches geschlecht in Franckrel^D/ches von den Grafen von Brienne abstammet,von Brienne, Gualtheri I. Grafen von Brienne, H -li.chiä, Gräfin von Bar-lbr-Seine, dritter söhn, soEiiz8. gelebet, bekam in der theilung die vier menenIons gelegene Herrschafft Conflans, und nahm davon ABwen an, welchen seine nachkommen beständig gefubUsöhn , Hugo I. Ritter, Herr von Conffans, machtedem exempel seines vatters , um die Abtey Molesmes' ,dient, und hinterließ Eustachium I. Herrn von Consta ^ in-aes und Mareuil, Ritter, welcher an. 1201. Gualwsi .Mst/Grafen von Brienne, auf dem zuge nach Sicilien ^ v»und an. 1226. nicht mehr am leben war. Er Hai" „ v«an. 1200. mit Maria, einer tochter Hugonis, APlayotre, Montmprt rc. verehelichet, und mit verseif Wr
chium ll. Ritter, Herrn von Conflans, gezeuget/ 'E^horo
schall von Champagne gewesen, und von Helvldla vv'p AMunter andern Hugonem II. Herrn von Conflans, n e,yao''chium vonConflans,Herrn von Mareuil, nachgelasten-Herr von Conflans, Estoges und Congis, Ritterschall von Champagne, und verehelichte sich erst"A„ Mwria, einer tochter Erhardi von Brienne, Herrn " o»ä sstru, hernach aber mit Jda, einer wittweTherouenne. Mit jener zeugte er Hugonem von I- .
Herrn von Estoges, mit dieser aber Hugonem ^rr °lonflans und Gizencourt. Hugo von Conflans « v
Estoges,war Marschall vonCyampagne,und lebtenoev^Seine erste gemahlin, Beatrix Avouee von Thervm - a>
-- ' " " ' um III. Herrn von E/vMer, Z.
Vidamc von Chalons , ^
.'noch^Ak)«oue>ins,
ihm unter andern Eustachium III. Herrn von EstoflA,'„k,dere aber, X. Iohanms "
hannem voEustachius
Therouenne, war an. i;2;. zronlgncyer mu«,an. i;c?. Er hatte zwey söhne, Eustachium vonHerrn von Estoges und Avoue von Therouenne ,nem, Herrn von Beauvoir, welche beyderfe»^stürben, da denn rhre schwester, MargarethaOgeru, Herrn von Anglure, die HerrschasflIW haus§ttvoueris von Therouenne erbte , und selbige an Vglure brachte. aatbrinsL
* ConflantenIarnisi, einstecken in dE.fällt,Hertzogthum Bar, wo ein kleiner fluß in dieVerdun und Metz. Etliche unter denflecken für den ort, so man ehedessen IblioduruM gege^^,ches andere nach Beauville setzen, so ein dock d^> ,h demund auch an einem kleinen flusse zwischen Conll»" ^
cken äs Fresne liegt. viÄion. . aeE j»
Konformisten, werden in Engellandalled>ck^An>ck^welche sich der durch die geselle öffentlich emgefum.^^he" „aallen stücken conformiren oder gemäß bezeigen, '''j pjlligen^st.das durch die Bischöffe geführte kirchen -veg'wman hingegen die, so dißfalls andre memEConformisten oder Diilencsrr zu nennen pflegt.