Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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^drittentheil des odgedachtenbuches Dsbib Lssuyat handelt»sn°en Mogolischen und Tartarischen Kaysern, wie auchbz^enghjz-Khan und seinen kindern. Es wird in drey grossesei»- Abgetheilet, und ist in Orient sehr werth geachtet, undi» »I )reue wegen in grossem ansehen. Das manufcript liegtb°N bibliotheck des gelehrten Renaudot zu Paris. Geschicht-'Mechung Genghiz-Rhans/ p kc.si^Nders äs Helpen, (Bernhard) Herr von Fram, Hu-Saktingehusen, Menkewer» rc. stetswährender Präsi-Omeland, Ritter des orbens von St. Michael, warsoffen zu Groningen an. 1601. aus einer adelichen und altenh»e, derer Ubdo Emmius weitläuftig Meldung thut. Erdränge zeit ein Mitglied der General - Staaten von den pro-geN Groningen und Omeland, in welcher station er sich der-dv»j 6egen Franckreich verhalten, daß er bey dem Könige Lu,sehr grossen gnaden gestanden, auch von ihmter-orden St. Michael bekommen. Er wurde nachge-^ von den General - Staaten als Ambassador nach Dane-gesandt, da er gleichfalls seine geschicklichkeit zu negotii-den tag legte. Die Königin Christina von «schwebensA lv viel von ihm, daß sie ihm zwey cronen gab, selbige insöl^apen zu setzen. Er starb an. 1677. und hinterließ dreyHA, Abel, Wilhelm und Friedrich, davon der letztere, Land-tze Gröningen und Omeland und Aufseher über die mnn-W Omeland, ein werck von der Architectur nach einer»jg'^fundenen art in drey volum. geschrieben, welches der Ko-Franckreich in manuscript besitzet. üersteläs

tz°Eondolmerio, (Franciscns) genannt der Cardinal vontzjs'?>L, Cämmerer und Ertz-Cantzler der Römischen kirche,tz^vss za Verona und Ostia, Patriarch von Constantinopel, rc.»ii Mobile von Venedig, und ein Nepote des Papsts (kuge-le. ^ Welcher ihn den 19. sept. an. 14; i. zum Cardinal mach-^ war krotonotarius äxoüoliLus gewesen, und wurde vondafNw iv. in verschiedenen Legationen gebraucht. Er warii^aupt einer schiffs - armade wider die Turcken, und gieng»dLEonstantinopel, woselbst Bartholomäus von Florentz,»^v .er mit sich gebracht, wider die Griechen disputirte. Her-mes.' als der Cardinal äs 1 » Rochetaillse, Ertz-Bischoff vonIk ^Avn, ^ Rom gestorben, gab der Papst diese vacante stel-schvli ^'wdolmerio; weil aber das Dom-Capitul zu Besannenk>». ,/vhannem 1 e Fuin erwehlet, begab er sich dieser stelle^7. und starb endlich zu Rom den ;. sept. an. 14?;. iVa-

in Lug. IV. tit.

ii. pr<vk. A §. 1;. äes.III. üb. VI.

l'. II. bist. äer Larä. As.

, lat. Lonäomium Valconum, eine grosse aberIie Abwohnte stadt in Gascogne, an dem fluß Baise gelten.

»«X baupr-stadl in dem gebieth Condomois, hat ein Prä-7W Vißthum, welches unter den Ertz-Bischoff von Bour-"sq-Avrt, und von dem Papste Johanne XXII. an. i;oi.^ "chtet worden. An. 1569. wurde sie von Gabriel äs Mont-der Protestirenden armee General, eingenommen,antiq. äes villes. 6aü. , not.

y antig. äes villes.lsn As.

Ae Mvra, Condinski, eine provintz in Ost - Moscau, wel-!!>vg,z A berge und gehöltze ist, und den titul eines Hertzog-

^^s»hrt. Die einwöhner sind götzen-dicner, und entrichten"»di einen tribut an selten und peltzwerck. Die haupt-^ ^avlnnen heisset Wirchaturia.

^Mdore, heissen einige insuln auf der küste Camboja in^ M von Siam, zwischen Sumatra und Java gelegen.

, ' das sehr viel, welche nicht weit von einander entfernet,M,„wan sie etliche weilen davon vor eine einige insul Hal-ali Die meisten darunter sind in der that nur klumpenwid unbewohnt; die zwey grössesten aber haben ihre»g. F ' und ist die erste fünf die andre aber drey mestenA schj^w liegen beyde einander so nahe, daß zwischen ihnen^ sia>»n 5 ^ckffam einen bequemen Hafen finden. Die einwogAM ,Wen eigentlich aus Cochinchina her, und pflegen sichMbxss/" ernehren, daß sie den vorbey segelnden see-fahrern mM Nng ihrer schiffe an die Hand gehen. ^ Sie bringen auchM und'tochter an den bord, welche sie um ein geringes" den paffagirern zur ergötzung überlassen,

(Carolus äs) der andere General der songre-Är als lAoni, war aus einer adelichen familie, welche beyKunk/^wdert iahren wichtige ämter bedienet. SemWn «vd b^ dem Könige Henrico IV. von Franckreich mKvcea^den, welcher ihn zum Gouverneur seines schlosses^.pfleqss gemacht, wohin er, der jagd halben, sich zu bege-Avblisi,' Carolus war den -;.dec. an. 1588. m dem dorfeh» reist'.wche bey Soissons gebohren, als seine Mutter aufei-d! e, wvUffen war. Nachdem er die Philosophie studiretMr, ? xx ^ ^ her Theologie wenden; allein fern

V/ M am Hofe oder im kriege anzubringen vor-

lolches nicht zulassen. Nichts destowemger alsetlich-n bw lande war, ließ er August,num und Thomam

'nnnerte, gab er ihm die erlaubnis

wel-rinegethanenden geistlichen

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stand zu erwchlen. Als er nun wieder gesund worden, begaber sich nach Paris, daselbst in der Sorbonne zu studiren, hatteauch die berühmte männer Gamache und äu Val zu seinen lehr.meistern, und als er seine ttuäia absolviret, wurde er LsssLlim-reus, hernach aber Licentiat. Nachdem er in der Sorbonnerecipirt worden, bereitete er sich, den Priester - orden anzuneh-men , welches auch an. 16,4. geschehen, und hernach wurde erOoÄor. An. 1617. wurde er in die Longregstionem Orstorü,aufbegehren des stifters derselben, des Herrn äs Berulle, auf-genommen , und bekam die aufsicht über verschiedene Personen.Jedermann verwunderte sich über seine sonderbare erkänntniSund grosse krafft andere zu unterrichten. Kaum war er ein jährausgeschicket gewesen, lunä-mones zu machen, als er schon vieransehnliche Häuser gestiftet hatte. Nachdem er wieder zurück ge-kommen , wollte die Königin Marra von Medicis, daß er beydem Hertzoge von Orkans, dem einzigen bruder Ludovici XIII.Beicht-vatter werden sollte; welche charge ihn veranlassete, daßer zweymal an dem vergleich dieses Hertzvgs mit dem König ar-beitete ,, selbige auch glücklich zu stände brachte. Jedoch suchteer hierfür keine belohnung am Hofe, sondern begab sich in derstille in das Oratorium; und ob ihm gleich nach dem ersten ver-gleich der Konig durch den Herrn äs Bellegarde einen Cardi-nals-hut zu verschaffen, anbieten ließ, so sagte doch der k. Con-dren, er wollte lieber das Königreich verlassen, als diese ehre an-nehmen ; auch nach dem andern vergleich offerirte ihm der Car-dinal Richelieu vergebens das Ertz - Bißthum von Rheims oderLyon. Als aber der Cardinal Berulle, General der Congrega-tion Oratorü, gestorben, ward k. Condren an dessen stelle erweh-let, und nachdem er diesem amte mit grossem eifer vorgestanden,gesegnete er den 7. jan. an. 1641. dieses zeitliche.vie äu kers äs Lonären.

Condrieu oder rondrieux , lat. Lonäiiscum oder Lon-ärievium , ein flecken in Lyonnois , welcher auf einem lustigenHügel gegen der Rhone über erbauet ist, siebenzehrn Meilen un-ter Lyon, und zwey von Vienne. Er ist wegen seines vortreffi-chen weins berühmt.

^Eondws , lat. Lonäuiirum oder Oonäruiium , eine zumStift Luttlch gehörige landschafft, welche disseit der Maas vonder stadt Luttich an bis Dinant sich erstrecket, worinnen Huydie Haupt-stadt ist. Sre hat den nahmen von den Lonäruliis,einem Teutschen volcke, so in dieser gegend gewohnt, bekom-men. O-s äs bell. (lall. üb. II. AVI. veter. Oall.

locor. äslcript.

* Condur, eine kleine stadt in der halb - insul disseit desGangiS, in dem Königreich Disnagar, ungefehr zwölf stun-den von Narzinga, gegen norden, und so ferner von Calecutgegen Westen gelegen.

Eoneczliano, lat. LoneZianum, eine kleine stadt in derTarviserMarck, zwischen Trevigno und Ceneda gelegen. Sieist theils auf einem Hügel, theils aber in einer ebene erbauet,und mit schönen Häusern versehen, auch sehr starck bewohnt.Die umliegende gegend ist an wein, öl und allerley anderndingen so fruchtbar, ingleichen die luft so angenehm und gesund,daß die Teutschen den nahmen Conegliano deswegen in Rö-nigoiand verwandeln. Allhier sollen die Venetianer ihre ersteherrschafft auf dem vesten lande stabiliret haben. OKc. äss/ra/. k. p. 49. ve/errxt. /t«/. p. ;8i.

Conei oder Caune, lat. Lon-eus, (Georgius) war auSeiner adelichen familie in Schottland gebohren, und gieng inseiner rügend nach Italien, woselbst er einige zeit zu Moden«zubrachte, und unter dem Papst Paulo V. nach Rom gieng.Er war in der Griechischen und Lateinischen spräche wohl erfah-ren. Anfangs nahm ihn der Cardinal von Montalto zu sich,und nach dessen absterben kam er zu dem Cardinal FranciscoBarberini, einem Nepoten Urbarst VIII. welcher ihn gar werthhielte, und als Xumium zu der Königin von Engelland MariaHenrietta schickte. Welche commißion er wohl ausgerichtet,und nach drey jähren wieder nach Rom gekommen, woselbst erden 10. jan. an. 1640. im 42. jähre seines alters starb, eben dader Papst ihm einen Cardinals-Hut geben wollte. Es hinterließConaus einige schriften, als da sind: das leben der MariaStuart; äs IiMwtione krmcipis ; äs äuplici 8tatu Xeügio-nis apuä 8soios; Demonstrativ Xsiiginnis , Ac. ;,i-

nsc. I. c. 74- äs lcript. lies. XVII. As.

Coner, ein Jrrländisch Bißthum, in der provintz Ulster,unter Armagh gehörig. Es liegt in der Grasschafft Downe,und ist jetzo fast gantz ruiniret.

Conette oder Connecte, (Thomas) ein Carmeliter-Mönch,welcher von dem kloster, darinnen er zu Rennes gelebet, Tho-mas kkeäonensts genannt worden. Er war gebürtig aus Bre-tagne , und erwarb durch seine predigten einen grossen nahmen.Wo er nur hinkam, erzeigte man ihm grosse ehre, und die men-ge seiner zuhörer war allenthalben unglaublich. Insonderheitbestrafte er die laster der Geistlichkeit , und den Pracht desfrauenzimmers mit grossem ernst, redete auch mit solchem Nach-druck , daß viele vornehme weibs-personen ihren Haupt - zicrrathfreywillig ablegten. Etliche melden, er habe die Ander ermäh-net, die weibs-Personen, so sich m dergleichen schmuck sehenliessen, öffentlich zu beschimpfen; daher viele solchen nur ausfurcht weggethan, hernach aber wieder angeleget. Allen über-fiüßigen Habit, carten und dergleichen, hat er selbst verbrannt.