Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Ferdinands III. als Voloutair, bekam aber bald darauf einecompagnie küraßirer, und befand sich an. i6;y. in der Machtbey Diedenhofen unter der armer des Fürsten Piccolommi. Ei-nige zeit darauf wurde er Oberst-Lieutenant, und an. 1647.Oberster über ein reqiment zu fuß/ in welchem jähre er auchder belagerung der stadt Jglau in Mähren mit beywohnete,und daselbst eine gefährliche bleffur empfieng. So befand ersich auch bey der belagerung und eroberung der stadte Cremsrmd Cor-Neuburg in Oesterreich, wie nicht weniger bey dementsatz der stadt Troppau in Schlesien unter dem Grafen Mon-tecuculi. Er ward auch noch iin selbigen jähre zum Commen-danten zu Regenspurg vorgeschlagen; und als er sich an. 1648.in der alten stadt Präge befand, da die Schweden die kleinefeite und das schloß daselbst erobert, contribuirte er ein grosseszu erhaltung dieser stadt, nahm auch im folgenden jähre nebstandern darzu verordneten Kayserlichen Officirern die jetztge-dachte kleine feite nebst dem schlösse/ da sie von den Schwedenwieder eingeräumet worden / in besitz. Gleichwie er nun durchseine gute dienste einen grossen rühm erworben / so hatte ihnder Kayser nicht allein zu seinem Cammer-Herrn ernennet/ son-dern machte ihn auch an. 1649. zum General-Wachtmeister.Weil er ein vortreflicher Ingenieur war / fortiffcirte er in die-sem und folgenden jähre die stadt Präge aufs beste. An. 16; 2.verließ er die Kayserlichen dienste / indem ihn Innoccntius X.zu sich berief und zum General-Lieutenant des Römischen Kir-chen-Staats machte: nach welches Papsts tobe er bey derva-cantz des Römischen stuhls die stadt Ferrara wider des Her-tzogs von Modena anschlag erhielte, auch daselbst Gouverneurwurde. Der Papst Alexander VII. / auf dessen befehl er dienach Rom reifende Königin Christinam in Schweden an. 1654.in dem Ferrarifchen gebiethe annahm / consirmirte ihn m fer-nem Generalat / und erlaubte ihm an. 1660. der Repnblick Ve-nedig auf eine zeitlang wider die Türcken zu dienen / welcheser auch in Dalmatien verrichtete. Als er von dannen wiedernach Rom kam/ starb er daselbst im ansang des 1661. jahrs.

Conti / (Appins) war ein söhn Lothar« / Hertzogs zu Po'li und der Violantä Farnesiä. In seiner jugend lag er denstudien ffeißig ob / und erlangte dadurch eine grosse wissenschafft.Bey lebzeiten seines vatters führte er den titul eines Printzenvon St. Gregorio. Der Hertzog Rainutius Farnesius vonParma und Piacenza / an dessen Hofe er sich eine geraumezeit aufgehalten / liebte ihn sehr / und ernennte ihn an. 2622.zu seinem Ambassador an die Spanische Jnfantin JfabellamClaram Eugeniam nach den Niederlanden. Mein der tod desHertzogs verhinderte / daß es nicht vollzogen wurde. Das jährvorher aber war er von dieses Hertzogs gemahlin nach Romgesendet worden, Gregorio XV. zu seiner erlangten würde zugratuliren. Nachdem er sich folgends von Parma wieder nachRom begeben/ ward er an. r6;i. dem Printzen von Palestri-na / Thaddeo Barberini / von Urbano VIII. nebst noch 4. an-dern Römischen Baronen zugeordnet / die Jnfantin Mariamin Spanien / als sie ihrem gemahl Ferdinands III. nachmalsRömischen Kayser / zugeführet worden / bey ihrer anwesenheitzu Ancona zu bedienen. Eduardus Farnesius / Hertzog vonParma und Piacenza/ berief ihn nachgehends wiederum zu sich/und sendete ihn nach Rom/ da er mit obgedachtem Papste einjähr lang gewisse tractaten gepflogen. Sein älterer bruderTorquatus/ Hertzog von Guadagnuola/ der mehr lust zu demkriege als zu der landes-regierung hatte/ cedirte ihm das rechtder ersten geburt/ dahero er aufdas an. 16;;. erfolgte abster-ben seines vatters demselben in dem Hertzogthum Poli/ undan. 16; 6. seinem jetztbemeldten bruder in dem HertzogthumGuadagnuola succedwte. Letzt-besagtem Hertzog zu Parma,Eduards, diente er an. 16;;. und ;6. in seinen kriegen widerden König in Spanien, und führte dessen leib-garde zu roß,that auch mit ihm an. 1641. die reife zudem Papste nach Rom.Dessen söhn, Hertzog Rainutius II. machte ihn zu seinemOber-Stallmeister, und gab ihm das Marggrafthum zu Ca-stel-Guelfo eigenthümlich; in dessen nahmen er auch bey Jn-nocentio X. die obedientz ablegte, wie er auch vorher» wegendessen vatters Eduardi bey selbigem Papste eine gleichmäßigeAmbassade verrichtet, auch seinetwegen die lehn über das Gon-falonier-amt der Römischen kirche empfangen hatte. An. 1612.vermählte er sich mit der Gräfin Hyacinth» äs 8an Vitale, undzeugte mit ihr ;. töchter, welche aber alle bey seinem lebenstürben. Als auch seine gemahlin mit tobe abgegangen, über-gab er seinem jünger« bruder Carolo Conti die HertzögthummerPoli und Guadagnuola samt dem erb-amte über das sogenannte83LNIM Holpitium zu Rom , ließ sich zum Priester consecriren,und führte ein stilles leben, bis er an. 1666. starb.

* Conti, (Carolus) ein gelehrter Jtaliäner, war an. i66r.in Prato in dem Toscanischenvon ehrlichen aber armen elterngebvhren. Nachdem er von einigen Wohlthätern die zum studi-ren erforderte mitte! erhalten, begab er sich in das LolleximnSt. Salvatoris zu Florentz, in welchem er in kurtzer zeit sogrosse progressen machte, daß man ihm daselbst die Rhetoric zulehren anvertrauen konnte. Nach einiger zeit wurde er in seinvatterland zur kroisilions Humsniorum beruffen, welchem am-te er bis an. 172?. da er mit dem rühm eines derer besten Hu-manisten in Italien seiner zeit gestorben, vorgestanden. Vonseinen schuften m ausser einigen Lateinischen Lslogis, die er alsArkadischer schafer unter dem nahmen Eridamo Caluntino ver-

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fertiget, nichts gedruckt; er hat aber verschiedene Latest"^und Italiänische getichte geschrieben Hinterlassen,seph Bianchini heraus zu geben versprochen.

reratr ä'/ra/r« , tom. XXXVII.

Conticellis, (Joh. Ant. äs ) gebürtig von APilladem Neapolitanischen, lebte um das ende des XVI-schrieb krListicam ssstionslem äs Aeä. Äorb. inglelche»ülarmn äs Oilkerentüs L Lurations kebrium. .

* Contigliano , vor alters Lutiilg, oder Lutili«eine kleine stadt in dem Hertzogthum Spoleto in demStaat, drey Meilen von Rieli, ostwärts andeml-asocu ^tigliano. Es waren daselbst gefund-bäder, deswegenKayser Vespasianus öfters daselbst aufhielte, und auch da 1^.

I. ?/r«. IM. N3t. III. 12. XXXI-2-.^,/s«. Velp. 24. ieiner. X/^r/r«rs. e.e

not. 01b. 3M. II. 9. 1)4. '

* Contigliano , (1.3x0 äi) ein see in dem

Spoleto in Italien, bey der stadt Contigliano, bey ^ten heisset er Lucilienli8 lacus, und melden selbige < Mschwimmende insul darauf gewesen. äs bb-

IVr». Kilt. n3t. III. 12. extr. gu. N3t. III- 2;-^

Laturn. I. 7. L'et/axrr«, not. orb. ant. II. 9. §. ;;4-

, waren die eheleuthe in der „eche, welche sich von einander thaten, und sich manchss»-auf eine gewisse zeit, manchmal aber auf ewig emvSie thaten solches deswegen, weil sievermeynten,besser zu dienen. Vornemlich aber thaten sie es auf einezeit, wenn sie zum H. Abendmahl gehen wollten.spät. 4. O« , uä Lanon. Lpost. 4 - vicl-

spät. 3p. snalsät. toin. I. p. ^

annotat. Aabill.

Contius , (Antonins) ein berühmter Rechtsgeleh^Franckreich, war gebürtig von Noyon aus der Picach giltdocirte die Rechtsgelehrsamkeit zu Bourges undgrossem rühme, stund aber mit Francisco Duareno, H^chic»no und etlichen andern nicht wohl, daher verschiedenen» ^1,deswegen an den tag gekommen. Contius hatte diesen,'von solchem streit, baß, weil er so geschickte widerM».

1e, er das Römische Recht desto fleißiger unterstützte, AntBeine grosse wissenschafft darinnen zuwege brachte, ^hinstarb er an. i;86. ohngefehr 60. jähr alt zu VomgeS/ ^i>>er von Orleans aufs neue war beruffen worden, und w» „„0der kirche St. Hippolyti nahe bey dem Francisco Dua»» ^Eguinario Barone begraben. Unter seinen fchriften gäÄiooss 8ubseLivse ^uris Livilis; LommenMrma M Iw^ iI.. ^uliam Majeliatis; in Lonluemäinss sseuäorum; ^

ätum Henris! II. äs slanäestinis Issstrimonüs ; üämon ^äs fslst8 Lonst 3 ntini bexibus ; Inäex omnium LonjM»OskeÄionum, guN sb initio munäi v3rÜ8 lociS ,sunt; Lskolia sä Lorpu8 ,suri8 LiviÜ8; Öisputsrione»

Sonderlich hat er auch eine neue edition von dem Lmk ^ ^ris Livili8 und Lsnonisi heraus gegeben. D«

bibl. LiAnc. slog- äoe '

lib. II. L VeMe,., sääit. p. 462.

* Contrebia, war ehedem eine stadt auf den gren^^F-gebieths der Celtiberer in Spanien. Lrvr«,, I.X- M

II. ;. n. 2. II. 7. n. 10. VII. 4- n- Help

tträior. Bey dem Ptolemäo und in Antonini moset sie Conteributa. Sie wurde von Meteüo, der d« ^ ^lssche armee commandirte, hart belagert. Als es nunwar, daß durch das Römische sturm-zeug die mau» ^ perwerden sollte, stellten die belagerten des Rhetogenis kln" Msich an die Römer ergeben, an diesen gefährliche» o»/den feindlichen kriegs-rüstungen in stücken geschlagen MAllein, da Metellus dieses gewahr wurde, wollte er mbelagerung aufheben, als zugeben, daß des RheWensollten zerschmettert werden; obgleich der vatter selbstalle die seinigen zu Metelli ehre solcher gestalt aMi«

Durch solche gelindigkeit Metelli wurden die Celtive»gen, den Römern gutwillig ihre thxre zu erofnen. v-II. 17. n. io. welche geschichte zwar Valeriusi. n. 5. von einer Celtiberischen stadt, Centobrrca,die aber keine andere, als die jetzt beschriebene ist«not. orb. ant. II. I. §. 75.

* Contreras , (Alphonsus äs ) ein Minorit, ^dingus bist!, orä. Amor. rühmlich gedencket , hat b te oralst,,tinifchen Loncilio mit beygewohnt, und eine g»ey" lw.allda gehalten, welche nebst andern zu Lösen an. ^^tzoseinzel zu Briren an. i;6z. gedruckt ist. Er war 0 ^c. a>'von Alba Beicht-vatter, und starb zu Brüssel den

2569. bibl. ^i-rzu<o

* Contreras , (Hieron. äs) ein gelehrter Spatste,

gang des XVI. stsouli, bedienete eine Hauptmannsschrieb Oesbsäo äs varios subjsÄ03 I. bloxiL. „^ebl>aiirium NispsmL, theils in gebundener, theils ? ^ares ^ner redens-arl, Saragossa 1572. Alcala äs Hor^in 8. ingleichen 8elvs äs avenwrss , so an veriM ^ vo»nachgehends zu Saragossa ,6iz. in 8. gedruckt^0»briel Chapuys zu Lyon i;8°. in r6. Franzosilm ^

bibl.

aus