Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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^' und Alerandri Colonna , Hertzogs von Bassanello witt-ßeheurathet. Franciscus blieb an. 169;. als Oberst-Lieu-dr n? ^Es Veteranischen regiments in Ungarn, allwo auch seinem.-. Alexander, der ihn besuchen wollen, zugleich sein leben»Muffet. Julius wurde an. 170;. Ertz-Bischoff zu Urbino.^ vorgedachten Carole bruder, war Johannes Nicolaus Con-b^.?an. iäy8. als Cardinal gestorben. Michael Angelus/ ward den 17. in». 1706. zum Cardinal-Priester creiret,ter "ach Clementis XI. tode den Päpstlichen thron, un-dem nahmen Jnnoccntius XIII. und starb an. 172;.

V^uti, (Lucius) ein Cardinal, wurde durch Iohannemb°M- den 6. jun. an. 1411. zu dieser würde erhoben. Ersich auf dem Loncilio zu Costnitz, und hernach schicktetz^der Papst Eugenius IV. als Legaten nach Bononien, wo-Er aber angeklagt wurde, als wann er unter der Handreiche familien animirte, die macht der stadt zu schwä-k? ' daher eine conspiration wider ihn angesponnen wurde,k Mrirte sich deswegen nach Jmola, und wie es scheinet,Q». ^ "an bannen wieder nach Bononien gekommen, weild.'"'phrius saget, daß er daselbst den y. sept. an. 14;?. gestor-' ciec. III. üb. III. <?Ess«. Lc.

tz.^duti, (Johannes Nicolaus) Cardinal-Bischvffzu Anco-«n söhn Nicolai II. Conti, Hertzogs von Poli, und derUrstni, war gedohren an. rüig. und wiedmete sich vonh^nb auf dem geistlichen stände. An dem Römischen HofeLea fast alle stufen durchgehen müssen , wie er denn Vice-»> Avignon, Statthalter in der Anconitanischen Marck,^.Muverneur zu Rom gewesen. Nachdem er sich aber diesesA,.° oegeben, ist es der Cardinal Jmperiale worden. Vonj^randro VII. erhielt er für seine dienste den Cardinalö-Hutjan. an. 1664. wie auch das Bischoffthum zu Ancona,>»Königin Christina von Schweden viel contribuirte,^Msehung , daß des Cardinals bruder, Carolus, bey ihr»io- Hofmeister war. Er war übrigens mit einer von denje-T, welche wegen ihrer meriten Hoffnung zur Päpstlichen^ hatten. Er starb aber den ;o. jan. an. 1698.t, ,^Mti, (Lotharius) war des berühmten Generals Torqua-der Violantä Farnestä söhn. Er begab sich, da er nochlez U jung war, unter die Päpstliche armee, welche Hercu-tzj.j>>wndratus, Hertzog zu Monte Marciano, an. 1591. denÄn« Franckreich wider Henricum IV. zu hülffe führte.W^enherv er sich einige jähre in diesem Königreiche aufhielt.d»ii ? - r sein älterer bruder Appius an. 159?. in FranckreichRchMem untergebenen Obersten Sancobrin, den er wegenkh geleisteter parition schlagen wollen, erstochen wurde;de Merer bruder aber, Carolus, der hernach Cardinal wur-»iltden geistlichen stand begab , verließ Lotharius, da-ßcj, mn geschlecht fortpßantzen möchte, den krieg, begabdes w, er nach Italien, und heurathete Claricem Ursinam,d»at,n!?Eggrafen zu Lamentana tochter, mit welcher er Tor-de "I" zeugte, der nachmals Hertzog von Guadagnuola wur-Papst Clemens VIII. machte ihn zu seinem Staats-""d creirte ihn zum Hertzog von Poli; sintemal er zu-den titul als Herr von Poli und Marggraf zu Piatica« M. schifte ihn auch, ob er gleich nicht geistlichen stan-e als XunLium nach Teutschland an den Kayser Ru-v""» II. und einige Chur-und Fürsten des Reichs, um sel-"kaak - Er die Türcken, die wenige zeit vorher die pestung8p„a ^Ungarn weggenommen, zu einer genauern vereini-v^^»u bringen. Da er denn von dem Kayser mit kostbaren^lll g n ist beschencket worden. Als auch der Papst Clemens

»i» vcm-cuccc» ivv^vc». ... ...

c,"- i?y8. mit dem Hertzoge von Modena Cäsare wegenFerrara, in krieg verfiel, machte er Lotha-Obersten über ein regiment. Als der friede ge-De» !""rde, muste derselbige des Hertzogs von Modena äl->'"tzon Alphonsum, als geissel in seine VerwahrungPg' Hierauf berief ihn Rainutius Farnesius, HertzogE'"d> Piacenza, mit welchem er schon an. 1592. inlisten bekannt worden, zu sich , und schickte ihn als Ge-Mb, ."ach Spanien. Da aber an. 1622. besagter HertzogNbvedn-, ""mündige Ander hinterließ, wurde Lotharius zumder "on Parma verordnet, welches er auch verwaltet,1, ^n. Eduardus Farnesius dir regierm g selbst ange-Mannsbegab er sich wieder nach Rom, woselbst ihn/ lt> dj.s zu seinem Louslüirrio ä Latere gemacht, und istlunction an. ,6;;. gestorben. Nach seiner erstenMig 11 deren bereits oben gedacht worden, hat er sich mitt, "e Bonmarzo verheurathet, und mit derselbigen

^Otton,Ü?ELider gezeuget: als Appium, Hertzog zu Po->Mb getr»?' Rttter zu Malta, der hernach in die Societätdben - '> Bernhardum, Abt zu Montocello, der an. 1640.

'°E^r>. ^^arolum, der an. 1621. zu Wien gestorben, An-auch Abt zu Montocello gewesen, und an. 1660.

zu A,»V»UV^»V , -

Kannen, II. Hertzog von Poli und Guadagnuola;

ven sicher ,/'dv!aum , einen Cardinal , Jnnocentium, der^ töchtex""d Kayserlicher General gewesen, und unterschie-

^.bes^j(Tvrg,,atus ) Hertzog von Guadagnuola, war eins>d>! ^»a ^dachten Lotharii, und der Clarice Urstna äe La-' >N dem ihm zwar, als erstgebohrnen, die succes-'Vtttzogthum Poli gehöret, dennoch destinirte ihn

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sein vatter zum geistlichen stände, und schickte jhn zn dem Car-dinal Eduards Farnesio, daß er in den studier, sollte unterrichtetwerden. Er bezeugte aber eine grössere beliebung zu dem mili,tar-stande, renuncirte nichts destoweniger seinem primogenitur--recht, und transferrrte seidiges auf Appium Conti seinen Halb-bruder. Hierauf begab er sich als Volontair in Spanische dien-ste, in dem kriege, Welcher an. 1616. und 17. mit Carl Ema-nuel, Hertzoge von rsavoyen, in Italien gefubret wurde, undbekam von dem damaligen Gouverneur zu Mayland, demMarggrafen von Jnojosa, eine compagnie fuß-volck. Nach-dem dieser krieg geendiget war, begab er sich nach Teutschland,diente dem Kayser Ferdinands II. gleichfalls 8. monat als Vo-lontair , und war das Haupt unter den Italiänern, die sichdamals als freywilliqe bey der Kaystrlichen armee befunden.Bald darauf machte ihn Wallenstein zum Oberst-Lieutenant,bey seinem aufzurichtenden regiment, weswegen er sich j» hjeNiederlande begab, und daselbst 7. compagnien kuraßirer und2. compagnien arguebusirer würbe, welche er in die Kayserlicbelande führte. Er wohnte daraus der schlackn bey Präge an1620. mit bey, wie auch der eroberung der stadt Pilsen, undbefand sich an. 1621. in Ungarn wider den Fürsten von Sieben-bürgen Gabriel Bethlen, unter dem Grafen von BucauonAls damals dieser Graf bey Neuhäusel ums leben kam, undTorgnatus den leichnam aus den Händen der feinde errettenwollte, ward er darüber gefangen, doch nach einigen Monatenwiederum auf freyen fuß gesteüet, da ihn dann der Kayser zumCommendanten der stadt Olmütz in Mähren machte, welchenort er auch tapfer wider besagten Fürsten von Siebenbürgendefendirte, so, daß dieser die belagerung aufheben muste. An.1622. wohnte er der belagerung und eroberung der stadt Glatzin Schlesien bey, wie auch der Wacht bey Wimpfen, undward von dem Kayser zum Kriegs-Rath, Cämmerer und Ober-sten gemacht. Um diese zeit berief ihn auch Urbanns VIII.nach Italien, um sich seiner im Valtelinischen kriege zu bedie-L^.E?e>rte rhn auch zum Hertzog von Guadagnuola, undschickte rhn anfangs nach Mayland, hernach aber als Generalnach dem Valtelinischen. Als solcher krieg geendiget war, kamer wieder nach Teutschland, und cvntinuirte seine krieqs-dien-ste unter dem Kayser, der ihn zum General-Feld-Zeugmeisteemachte, befand sich auch in dem treffen bey der Dessauer fchan-tze, darinnen der Graf Ernst von Mannsfeld den kürtzern zog.An. 1626. stund er unter der armee des General Walleusteins,und im folgenden jähre belagerte und eroberte er die stadt Crem-pe in Holstein, führte auch in abwesenheit des General Wal-lensteins das commando über die Kayserliche armee in Hol-stein. Nach erfolgten, frieden mit dem Könige in Dänemarckan. 1629. und nach ausgestandener ;. monatlicher kranckheitin Hamburg, wurde er von dem Kayser zu dem kriegs zuqein Italien wider den Hertzog von Mantua destiniret. Da eraber seine bagage schon bis nach Landau geschickt, bekam erandre ordre, und wollte sich der Kayser seiner wider den Kö-nig von Schweden bedienen. Er gieng also als General-Feld-Marschall nach Pommern, und versicherte sich daselbstder Oder-pässe Gartz und Greiffenhagen mit gemalt wider desHertzogs Bogislai willen. Er wollte zwar die anländung desKönigs von Schweden auch verhindern, da er aber sahe, daßsolches unmöglich war, zog er seine völcker von den insulnWollin und Usedom zurücke, und formirte 2. lager, eins ber?Stolpen an der Peene, und das andere bey Gartz an der Oder,versicherte sich auch ber stadt Landöberg an den Warte. DerKönig von Schweden aber, nachdem er Stettin und andereörter weggenommen, wandte sich nach Mecklenburg, woselbstder Kayserltche General und Hertzog Savelli cornmandirte,dem zwar Torquatus einige regimenter zu hülffe schickte, wo-durch aber dennoch die progressen des Königs in Schwedennicht konnten gehindert werden. Einige melden, daß dieserConti damals einen Lieutenant mit geide bestochen, der denKönig von Schweden hätte umbringen sollen, welches aber benzelten dem Könige sey entdecket worden. Im übrigen, als eintheil der Schwedischen armee die stadt Colberg belagerte, such-te Conti die stadt zu entsetzen, wurde aber von dem Feld-Mar-schall Horn daran verhindert. Wie denn auch ein von ihm aufdie stadt Stettm vorgenommener anschlag zurücke qiena' ruwelcher zeit ihn auch der Kayserliche General-Feld-Zeugmeister,Graf Hanmbal von Schomburg, in seinem commando ablös,te, weil er wegen eines krebs-geschwürs an der lincken brüstsolches nicht wohl continuiren konnte. Er gieng also nachWien, erhielt daselbst seine entlassung nebst einem ansehnlichenpräsente und Vermehrung seines wapens , von bannen er sichwieder nach Italien begab. Daselbst machte ihn der Papstzum General über die armee des Kirchen-Staats; und ob itmgleich der Kayser aufS neue wieder in seine dienste begehrte,wollte ihn doch der Papst nicht entlassen. Er begab sich hi-/.auf nach Ferrara, woselbst er sich mit einer Margaräsin ausdem Hause Sassatello vcrehlichte, mit derselbigen aber k.-, -Ander zeugte, und starb im jun. an. 16; 6 .

Conti, (Innocentius) ein söhn Lotharii Conti, öerkoaszu Polt und Marggrafen zu Piatica und der Iuliä Urllnä äsBonmarzo, wurde zu Rom gedohren, und nebst seinen brü-dern in anständigen studlen und exercitien erzogen. Nachdemer nun seinen vatter an. 16;;. durch den tod verlohren, begaber sich nach Tentichland, und diente anfänglich dem Kayser

Ferdi-