Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Aken denckspruch: ,sai I- corp8 äelis, welchen sie um ihren wa-pen-schild auf eine Cordeillere mit gebrochenen knoten hat se-M lassen. Es haben auch nicht nur die Printzen und Prin-Mrnnen ihre wapen mit dergleichen Cordeilleres gezieret, son-Mn auch etliche Prälaten es nachqethan. Vor diesem gebrauch'«d die wapen in blumen oder laub-krantze eingeschlossen wor-, welches fowol bey weiblichen als männlichen wapenWräuchlich war, so wie ehedessen die Römer ihre familien-Mnisse zu zieren pflegten, und diese kräntze üemm-ns nenne-Die kloster-leuthe haben auch bey diesen blumen-kräntzenexempel genommen, und ihre wapen und nahmen mit dorn-Men, oder zu zeiten mit Pater - nostern umgeben, und dieWltheser-Ritter pflegen deswegen ( als ein geistlicher orden)M ordens-wapen ringsherum mit einem solchen Pater-noster-auszuzieren. Nach der neuern art werden die wapen§7.leiten mit palm-zweigen umgeben, welches sonderlich denim "chen wapen gemein ist, und die eheliche liebe andeutenU' so von den Alten durch zwey in einander geschlungeneLfl'ln-zweige männliches und weibliches geschlechts vorgestellet"orden. , orig. ornam. arm.

Cordemoy, (Geraud von) war ein Mitglied der Fran-l Men Academie, und sectsur oräinmre des Dauphins. ManA von ihm eine Historie von Franckreich, von ansang derMonarchie bis an. y8?. die in zwey folianten heraus gekom«, und wegen ihrer guten schreib-art und richtigen vor-"W beliebt ist. Er starb an. 1684. bibi. Kilt.

Eordemoy, (Ludovicus Geraud von) war Abt von Fer-nes oder Janieres, und Geraud von Cordemoy söhn,er machteder Historie von Franckreich, die sein vatter zu schreiben an-Mngen, und nur bis auf das jähr 987. gekommen, denvon Ludovici V. regierung, und faßte die geschichte de-j^ drey letzten aus dem Carolingischen geschlechte ab, verfer-Me auch eine fortsetzung, so von Hugone Capeto bis auf/^rici I. absterben gehet, und im manuscript bewahret wird.

, bibl. Kitt.

kLorderius, (Balthasar) ein Jesuit, gebürtig von Ant-ippen , wurde voctor ibsolotziL zu Wien, und lehrte daselbstZe zeit mit rühm. Er war in den sprachen, sonderlich aberd der Griechischen wohl erfahren, welches er durch ÜbersetzungIvn. . cke desDionysii Lreopagirs-, die er an. i6;4. in 2. vo-üam fol. heraus gegeben, zur gnüge bezeuget hat. ErM zu Rom den 24. jun. an. r6?o. im 58. jähre seines al-Über dem hat er noch heraus gegeben: Latenam 6;. 6rse-pztrum 8, I.ULSM; Latenam 6rTLllrum kstrum insoanru8 kbiloponi in Oenes. I.; cls lVIunäi Lrsa-lV. ; Lxpolitiones katrum 6r°esorum in klalmos,Hl.; 8. vororkei ÖoÄrina fpiritualis , Le.

I' l^ript. 8. s , bibl. belg. <Lc.

Nl^rderius, (Maturinus) ein gelehrter mann aus derV^ndie, oder wie andere vorgeben, aus der landschafftbkbAk, war um das jähr i?44. berühmt, und sonderlichbtin» ""der» bemühet, die Lateinische spräche in schwang zuPgWn. ^ hat zeit seines lebens die Lateinische spräche zu° >n dem Lollegio äs la Naroke, allwo Calvinns seintel gewesen, zu Revers, Bourdeaux, Genf, Neufcha-Schweitz, Laufanne, und denn wieder zu Genf doci,lvm, >2" dem ende schrieb er verschiedene schul - bücher, dieaufgenommen wurden, als: vs corrupei 8ermonis

sv»x./f0llc)8 Lmsnäations, L batinL loguenäi Kations, Lc.vy ,, "ch aber sind seine Lolloguia katina bekannt, welcheunterschiedenen orten in den schulen eingeführet worden,gründ der Lateinischen spräche bey der jugend dar-scjst.L" legen. Er verstarb an. 1564. den 8. sept. im 8;. jährer-q, , aiters. Ses». in bibl. 0« <L tl« ^

*'^>'"1. Kran«;. As. L-Ay/e. *

>eyti^kdero, (Joh. Mart.) ein gelehrter Spanier aus Va-m der mitte des XVI. Lcnli, hat sich sowol durch el-Mgg,7^ften, als durch Übersetzung anderer in die Spanische^>l t> ^kannt gemacht; dergleichen sind Josevhl bucher 6s^5' Antwerpen i?6i. in 8. klares k. Lnn. 8e

8enec°e, ib.M 4. 8um-iN 8. üle-

^ g»N kromptuario äe Neclallas, Lion 156..

^ völlig LbrittiLns, Antwerpen 1 5 ?6Elpiritual cle clevotÄ8 Orscione8, Bareellona 1612. in"'öl. ,ch^Lion conkellÄr, ib. i;88- in 8. W.

/'"p-

^ordeg, eine Französische stadt in Languedoc gelegen, lat.

^ev^ aeuannt, sie'liegt auf einem hüstck , ohnfem dem ffuß

und ist mir drey mauren eingeschlossen. Sie ist eme

de?s?.??en in dem Hertzogthum Albi,drey oder vier stundenübi>v^ dieses nahmens gelegen, und em sitz des Rlch-dre Albigenser. b^gueäoL.

b, (Johannäes) oderCordestus,can°nicn8zuLi-!^svtld'.war berühmt sowol wegen strner gelehrsamkett als2"t, weil er ein liebhaber guter bucher war. Er be-^tde ^ar m seiner jugend eine grosse liebe zu den studren,^vdten^r nach dem tobe seines vatters von seinen anver-Mvnenk^^ungen, sich auf die kaufmannschafft zu legen,^ erst im jähre seines altcrs wieder anfieng^ bea^^lractiren. Hierauf that er eme reise nach Rom,sich nach seiner Wiederkunft zu Avtgnon m den

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Jefmter-orden, welchen er aber, ehe er noch das novitiatabsolvirte, wegen Unpäßlichkeit wieder verließ. Er bekam al-so ein Canomcat in seinem vatterlande zu Limoges, und fiengan vor sich zu studiren, kaufte auch die bibliotheck SimonisBosii, welche er so vermehrete, daß sie sehr ansehnlich wur-de ,- wie solches der c-srslo§u8, welchem Gabrielis Naudäi,Petri <ls Marca, Launojj, Bin«, äu Chsne, Grotti undanderer zeugnis , darinnen sie des Cordesii rühmlich gcdencken,pramittiret sind, zur gnuge bezeuget. Er starb an. 1642. ,m72. jähre seines alters. Er hat einige schriften verfertiget, alSeine dissertation von St. Martiali, eine Übersetzung der histo.rie des Camilli Porti« von der unruhe zu Neapolis , inglei-chen von dem streite des Papsts Pauli V. und der RepudlickVenedig, rc.

*Cordicius, (PetruS) ein berühmter Artzt, blühete umdas jähr i6;o. und starb zu Palermo in Sicillen. Man hatvon ihme folgendes werck: cle krTpararions Nsteri-e in totoL in p!»rtibu8 s6 cnncoÄionem L kXpurMionsm, <L clskrTpsratione Visrum , ksrs prima. (Arsß allgemein. Hsll.Lexicon.

* Cordilla, oder Lordella, eine Englische Printzcßin, vonwelcher die geschicht-schreiber dieses volcks sehr viel rühmensmachen; sie war die dritte tochter des Britannischen KönigSLeirs, und ward mit einem König in Neustria vermählet. Leirgab ihre keine mitgift mit, dann er liebele sie nicht, und ver-theilte deswegen allen seinen reichthum unter feine zwey älte-ste Printzeßinnen, welche er an die Hertzoge von Albanienund Cornwallis vermählet hatte; wegen dieser Ungerechtigkeitward er gestraft, dann besagte zwey Hertzoge seine eidameberaubten ihn seines landes, und brachten ihn so weit, daßer nunmehro von seiner zuvor verachteten tochter hülffe begeh-ren muste. Diese leuthselige tochter vergaß des Unrechts, daSihr von dem vatter geschehen, und brachte es bey dem Königeihrem gemahl dahin, daß er Leirs partey nahm, und ihn wie-der einsetzte. Bald darauf starb der König in Neustrien, undward also Cordilla eine Wittib, kehrte wieder zu ihrem vatternaher Engelland, und folgte ihm nach seinem tode auf demthron. Sie regierte hieraufjähr, innert welcher zeit sie im-mer ihr recht mit dem degen in der saust wider obgemeldte ihreschwäger zu verfechten hatte; obschon aber ihre Unterthanenalles thaten sie zu beschützen, so zöge sie doch endlich den kür-tzern, ihre armee wurde auf das Haupt geschlagen, sie selbst,als eine kriegs-gefangene, in das gefängnis geleget, und gaballda bald darauf vor grämen das leben auf. Sie soll lang vorChristi geburt gelebet haben, zu welcher zeit die Englische undandere geschichte der Europäischen volcker, ausser Italien, sehrungewiß sind, daher wir auch die Wahrheit obiger erzehlungauf Bedä und Polydori Vergilii liikor. Lnslie. welche dieselbe,wie obgemcldt, anführen, glaubwürdigkeit beruhen lassen.

Cordillerao, werden gewisse gebürge im südlichen Ameri-ca gegen die mittägliche feite des Königreichs Chili zu genennet,welche von Peru bis an die Magellanische meer - enge gehen,ohngefehr 100. meilen lang sich erstrecken, und unter verschie-denen nahmen bekannt sind, als da sind Cordellera äs losAndes, Sierra Nevada rc. Es ist sehr kalt in diesen gebür-gen , und giebt daselbst so scharfe und durchdringende winde,daß sie lebendige cörper todten, und dergestalt verhärten kön-nen , daß sie gar nicht verwesen. Almagre, der erste unterden CastiliaNern , welcher von Peru nach Chili reisete, musteeinige von seinen geführten zurücke lassen, welche er sodann,als er wieder dahin kam, stehend antraf, da einige von ih-nen die zäume noch in der Hand hielten, ihre Pferde aber ebenso steif und hart gefroren waren als sie selber. Wenn diesewinde nicht so schädlich waren, welche doch nicht allzustarcksind, so waren im übrigen diese gebürge noch fruchtbar genug,und insonderheit in den gründen, allwo verschiedene gute berg-wercke gefunden werden. ^ /« §««/«», <Lc.

Cordovan, oder der thurm von Cordovan, ist ein berühm-ter wachthurm in Franckreich, welcher auf einen seifen beydem ausfluß der Garonne gebauet ist, und etwan 15. meilenvon Bourdeaux lieget. Dieser ort wurde nach des künstlersnahmen genennet, welcher ihn in einer inful bauete, die nachder zeit von der see gantz verschlungen worden bis auf deneinzigen felsen , worauf bemeldter thurm stehet. Es werdendaselbst alle nachte laternen ausgesteckt, um den schiffen, wel-che in der Garonne ein-und ausführen, den weg zu zeigen.Er war gantz baufällig, bis ihn endlich König Ludovicus XIV.an. 166?. Mißlich wiederum »erneuern ließ, und ein gewißcapital zu besten stetiger erhaltung verordnete.

(sordua, lat. Loräuba, eine grosse stadt am flusse Guadal,quivir in Andalusien, welche vor zeiten den titul eines Kö-nigreichs führte, hat einen Bischöfflichen sitz, welcher unterToledo gehöret. Sie ist unter den Römern und Mobren febrberühmt gewesen, welche letztere an. 787. unter ihrem Kö-nige Abderhaman eme mosquee daselbst erbauet haben, so nächstder zu Mecca d,e beste gewesen, M an. ir;6. aber den Chri.sten zugehoret. Cordua ist unter andern auch deswegen be.rühmt, weil dre öeyden §LneeX, der Redner und ?kijoiopKus«ungleichen Lucanus, der berühmte General Gonzales, der Spa-nische Poet Johannes äs Mena, Ambrosius Morales und viel

andere