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ter-Oollsgio. Nach der zeit ward er 6anomcus an der M--tropolitan-kirche, und des Cardinals Cantelmi Groß-Losmren-tisrius, hielt sich auch bey solchen functionen so rühmlich, daßInnocentius XII. ihm das Bißthum von Oppido, und als erDlches anzunehmen ausschlug, das von Capaccio an. 1699.conferirte. Er hat diesem amte mit gutem Wandel und befleis-sigung einer genauen justitz vorgestanden, und ist, als er ebeneme Visitation in seiner vi«ces vollbracht, den 8. nov. 170;.gestorben. , iwl. sscr. wm. VII.
Corbueil, (Franciscus) ein Französischer Poete, gebürtigvon Paris > in der mitte des XV. steculi. Er ist der erste gewe-sen, der die Französische poesie ein wenig in ordnnng gebracht.Seine gröste gaabe bestund in lustigen und fast lächerlichen ge-tichten. Neben dem aber war er ein ertz-betrüger , der so vielunfertige Händel machte , daß er nicht allein den beynahmenVlllon kriegte, welches damals so viel als Vripon bedeutete,sondern auch dereinst in Paris zum stränge verdammt ward.Jedoch halfen ihm der Konig Ludwig XI. und das Parlementin ansehung seiner gaaben zur poesie so fern loS, daß die todes-strafe in eine ewige landes-verweifung verwandelt ward, wor-auf er sich in Poitou, zu einem vornehmen Herrn, oder wieandere sagen, nach Engelland zu König Eduardo V. soll bege-ben haben. juZem. lur le« koste«. /ie-ner/ des kost.
krsnc. depuis Villoo jusqu's Lenlerade. Xemsrgues für 1er«uvres de LoilsAU , tom. II. p. i;.
Corbulo, (Domitius ) ein Römischer General, welcherunter Claudti und Neronis regierung in grossem ansehen undberuf war. Er soll im siebenden monat gebohren seyn, undzwar von einer Mutter, die, da sie noch mitz. andern kindernniederkommen, jeweilen entweder zu frühe oder zu spat genesenwar; so daß Plinius fast ein wunder der natur daraus machet.Dieser Cvrbulo nun ward einer der fürtreflichsten Römer seinerzeit. Er zog wider die LKsucos zu selbe, welche zu den zeitenClaudii dre Niederlande plünderten, und hieltst) scharfe kriegs-zucht, daß er zwey soldaten zum tobe verdammte, nur deswe-gen , weil der eine sein schwerdt und der andere feinen dolch nichtbey sich hatte, ungeachtet sie beyde an den verschantzungen ar-beiteten. Frießland muste ihm geissel zuschicken, und sichmit dem lande begnügen lassen , welches er dessen einwob-nern anwies. So schrieb er ihnen auch gesetze vor, bestell-te ihnen gewisse Obrigkeiten, und legte eine besatzung darein,um die einwohner dadurch desto besser im gehorsam zu erhal-ten. Weil der Kayser nicht wollte, daß er etwas neues un-ternehmen sollte, so muste er hierauf mit der armee über denRhein gehen, und seine besatzungen wieder zusammen ziehen.Man sagt, daß er diese ordre eben zu der zeit bekommen,als er sein lager in des feindes lande aufschlagen wollen; da erdann gleich ohne fernere berathschlagung zum abzuge blasen,und sich nur verlauten lassen , daß die alten Capitaine glück-lich gewesen wären; verstehende die so unter dem freyen Römi-schen regiment gelebt, als welchen dergleichen einhakt , wannsich eben die beste gelegenheit zeigte ehr einzulegen, nicht so leichtgeschehen ist. Ehe er wieder zurücke beruffen wurde, ließ erseine soldaten, damit sie durch den Müßiggang nicht verderbetwürden , einen canal zwischen der Maase und dem Rheinevon 5. bis 6. mcilen lang graben , um die überschemmungvon der see dadurch abzuwenden. Dieser canal wird nochheut zu tage zwischen Wuk und Crimpen gesehen , und nen-nen ihn die Lateiner KMm Lorbuloms, wie denn einige mitguter Wahrscheinlichkeit dafür halten , daß es der Leck sey.Dieser Cvrbulo stritte auch nachgehends wider die Parther,und war unter der regierung des Neronis, kroconkul in Ar-menien. Allwo er dann ebenfalls die verfallene krtegs - zuchtwieder aufrichtete, hernach Artaxata ohne schwerdt-streich ein-nahm und verwüstete, auch bald darauf Tigranocerta eben-falls in seine gewalt brachte ; so daß ihm nichts widerstehenbörste, und Tiridates, der Armenische Fürst,samt Vologese demKönige der Parther sich glücklich schätzen musten , auf diebedingnissen mit den Römern friede zu machen , welche esCorbuloni beliebte, ihnen beyden vorzuschreiben. Bey demallem wird noch dieses von Corbulone angemercket, daß, vb-schon es ihm sowol wegen seiner fürtreflichen kriegs - thatenund grosser gunst beym Römischen Rath und den kriegs-heeren, als auch der schlimmen und tyrannischen regierungdes Neronis gantz nicht schwer gewesen wäre, sich des Reichszu bemächtigen , und so gar etliche dieses als den einigen feh-ler an ihm tadelten, daß er, diesen böswicht regieren liesse,er gleichwol jederzeit die gröste treue gegen demselben erzei-get. Allein wie ihm der tyrann zuletzt den schlimmen danckgäbe, daß als Cvrbulo auf feinen beseht zu ihm in Griechen-land übergeschiffeher denselben befahl zu Cenchreen im Hafen beyCorintho umzubringen, also scheinet auch jenen sein so stand-hafter gehorsam damals gereuet zu haben. Massen da erdenen von Nerone geschickten Mördern vorkommend, sichMit mit seinem schwerdt durchstäche , er dabey das Wort, ohne mehreres zuthun soll ausgesprochen haben; wo-mit er allem ansehen nach wollte andeuten, er sey diesestodes werth , weil er Neronem geduldet. Dieses geschahean. 66. Er scheinet auch etwas von seinem feldzug in Arme-nien aufgelebt zu haben, so von Plinio cttiret wird.lib. 111. XI. XIII. XIV. XV. smi-d. LIII. Kilt. Iib.1I. c.7°.H. X. L lib. VII. c. 5. Lro, lib, üo. , in IHt.
ann-d. XI. c. 20. *
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Corttone, (Robert de) oder Cursor,, Courton, CurgMein berühmter Cardinal, war in Engelland aus einemlichen gefchlechle gebohren, studirte anfänglich zu OWro,kam an. 1180. nach Paris, woselbst er in den studien sowoy ^nahm, daß er erstlich vocstor, hernach aber Cantz>er ^ ^che und der Universität an diesem orte ward. Nacyo»>Papst Innocentius III. hatte kennen lernen , bemt er ^nach Rom, und machte ihn an. 1211. zumCardmm. ^er auch einen grossen eiftr bezeigte, das gelobte lano orgläubigen wieder zu entreißen, gab ihm der Papsteine creutzfahrt in Franckreich zu predigen, wobey die » Xx.sowol auf die Waldenser als auf die Saracenen genM"
Er hielt bey dieser gelegenheit an. 1212. ein Conciliumris, auf welchem allerhand gute Verordnungen zu vervewder sitten gemacht wurden. Doch machte er sich auch
haßt, indem er mit gar zu grosser Heftigkeit das gelo zu 0 ^
vorhaben forderte, auch unterschiedenes wider die rstchchheil in Franckreich vornahm, so daß man wegen sttEnens nach Rom appellirte, da er das Concilium zuhielte. An. 1214. brachte er durch seine creutzfahrt-pr^Ar-dem Simoni vonMontforteinen ziemlichen succursM' ^auf er als Legat nach Orient geschickt wurde, wosewir MDamiata an. 1218. starb. Er hat auch einige schritten °^
tiget, als da sind: 8umma IlicologiL; I.eckurse iolenlw » AOrigene» lslvus l>r? de leptem leptenis , <Lc. sssf"
, bist. Orient, c. 9.
in ckron. üa/e«r L , de scriptor. llngl- ,
bist. des Csrd. CoÄiNr«. de Card. stngl. ad <iN-
n. 8- ch-
* Corchutus , Selymi bruder, welcher Bajazethdem er ihn mit gift durch einen Jüdischen lVledicumh'm'Ach"und dem Mustapha auch das leben hat nehmen lassen»gefolget. Er war älter als Selymus, und wurde fu» be-weisen und wackern mann gehalten, dahero als die arm-^ ,lymum nach obigen graujamkeiten als Kayser ausgerw'schlüge Selymus listiglich diesen seinen bruder vor, und o» gihm ehender als dem ältern die crone aufzusetzen z.Corchutus sich doch nicht blenden liesse. Er überliesse dc» §gen Selymo das Reich ^ und entwiche heimlich
ders Selymi eifersucht wollte auch dieses nicht einmalEr schickte deswegen etliche zu ihm, welche unter der hau he-nem leben ein ende machen sollten. Corchutus wurderichtet, und nähme die flucht, aber vergebens. Er sie»mo in die Hände, da er sich auf ein schiff begeben und »ambis absegeln wollte, und wurde auf des bruders bejevPrusia gebracht, und dorten stranguliret. ^ As
litsr. ord. Lquit. lobsnnittr. bist. lib. VI. psg. 161. ch ^die henckers-knechte gekommen ihrenbefehl zu vollziehen'sich Corchutus noch eine stunde aus; und als sie ihm genund das leben noch so lange gefristet wurde, wendete er^noch an dem Kayser Selim zu schreiben, und ihm se»"samkeit vorzurücken. sso-E. ^
(sorcke, lat. Lorcaginensts LomiMtus , eine groß MsNfthafft in der Jrrländischen provintz Mounster, weiwl h,eosien an die Grasschafft Waterfort , gegen norden ' ^hckGrafschafft Limeryck und Kerry, gegen luden und wen.an das meer grentzet. Die Haupt-stadt heisset gleichMv herlat. Lorcsgia, und liegt am fluß Lee , welcher untery chck»stadt einen kleinen meer-busen, Lorckhafen genannt»allwo ein sehr weiter und bequemer Hafen ist. Sre haethum, unter Cashe gehörig. . ^ dck
OOKVllXOvar ... . ...„.^-dieno >
_ ein tantz,welchen die alten Griechen Ae^
comodie tantzten.. Er bestund in unflätiger bewegung^
den, und ward sonst nur von den trunckenenhonetten leuthen sehr vor übel gehalten, wenn siechen belieben liessen. Man schreibt dessen ansang yer-nern zu, als welche bey einholnng des höltzernengleichen spränge sollen gemacht haben.
, sci ketron. c. ;2. Eine abbtldUNg sttyöl ^invr. Oxon. n. 44. p. 104. xrLek. aä roM.
* Cordeillere, eine gattung ordens-band, welche^hpiE
die wapen der frauens-personen zu setzen pfleget.
Anna von Bretagne hat diese zierrath eingeführet», a^hEgemahlin Caroli VIII. ungefehr an. 148,. und hernam ^l>rXII. an. 1498. gewesen. Sie folgte hjeriimen dem s> rveres Herrn vatters, Francisci, Hertzogs von Brew^, ,44^cher aus ehrerbietung für St. Franciscum von MU Md stjauch ein solches band oder cordon um seine» wapcmacht, und ungefehr wie es in den cordon« des »Fist, die knoten in einander geschlungen hat. S.ra'' auck ^brauchte sich auch dieses cordons; er änderte sog^jt pick ^ordens-band St. Michaels, und machte, daß ev.Francistaner-cordon einige gleichheit hatte,voyen, die mutier Francisci I. machte dtese Coror» ^ a> ^ihren wapen-schild. Die Cordeiüere der wlttwcn u >5^-als diejenige, so Anna von Bretagne eingeführt V«u. ^an. 147°. nähme die Wittib Claudii von Montag»se der alten Hertzogen von Burgund, welcher WXBussy geblieben, nahmens Louise d- la Tour »>»>