Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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941
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Griechischen spräche bey der Academie daselbst , wie auch Kö-brchüigs Christian! IV. liilioriogrspkus , und endlich an. 1602.

des klosters und der schule zu Sora. Allein er starb"och selbiges jähr, und hinterließ verschiedene theils ans lichtgestellte, theils noch nicht gedruckte schriften, die sattsam vonseiner ungemeinen wissenschafft in der Historie und Griechischenspräche zeugen. Unter den erster» sind : äs Xepublios I.s-

^eäTmoniotum ; Herscliäes konticus äe kolitiis , Orrecs LLsrine ; Livü ssmentiofe äiÄs ; ksneg^ricus Lbiiliisno IV.eliÄus. äisr. L«7-/>s/. <L äe lcript. Lsri.

s Man weiß nicht eigentlich wann er gebohren worden. Doch'aßt sich muthmassen, daß solches zwischen 1545. und 1;;;. un-gefehr müsse geschehen seyn; dann im jähr 1563. zog er aufvle Universität zu Wittenberg / und nach achtjährigem aufent-halt, wurde er daselbst an. 1575. AsMer. Im jähr 1578.verheurathete er sich das erste mal. Nichts destoweniger rei-me er ungefehr um an. i;84. aus seinem vatterland , undNahm auf einer auswärtigen Universität den titul eines Oo-Nori8 beyder Rechten an. Indessen soll sich seine ehefrau nichttreu gegen ihm aufgeführet haben ; weswegen er nach seinerturückkunft an. i;88. sich von ihr scheiden lassen, und sie mitihren beyden söhnen aus dem Hause getrieben, die er hernach-wals auch nie für seine kinder hat erkennen wollen. Erderheurathete sich hierauf zum zweyten mal, und zeugte ver-schiedene kinder , von welchen ein söhn, Ivarus Cragius,ll.e6tc>r zu Slangendorp, und hernach Pfarrer auf einem dorfin Fühnen gewesen. Er selbst wurde an. 1597. zu einer Ge-Mdtschafft an den König in Polen gebraucht, und im folgen-den jähre nach Engelland geschickt. Er aieng auch an. 1600.inil andern zu der Versammlung nach Embden, und an. i6or.

W Henr. Ludio wiedrum nach Polen. Er hat in manuscripkhinterlassen : Lrmslium likros VI. guikus rss OsnicN 3 b ex-Xegis kriäerici I. so äeinäe 3 gloriostss. Lege LkriüisnoUI. ßettse sä snnnm uchus i;;o. ensrrsniur. Diese jahr-bü-cher sind erst an. I7ZY. von dem Justitz-Rath und kroksllorder Griechischen spräche zu Coppenhagen, Ioh. Gramm, mitDtephani Stephanii continualion, und einigen andern zuga-ben daselbst in folio heraus gegeben worden. Gelehrte Zei-tungen. Vits sb /. LmisUbus prXÜxs.

. * Trahowitz, ein städtlein in Croatien, welches im martio1686. die garnison von St. Georgen nebst Obrist MachazÜberrumpelt, völlig abgebrannt, und theils darinnen nieder-gemacht , theils gefänglich neben grosser beute eingezogen. 2er-Hungsr. per Ä«Le/. II. p. 40z.

^Cratburg, ein marckt-flecken in Ober-Bayern im Bißthum^>altzburg am Inn zwischen Au und Alten-Oettingen gelegen ,

'u wohl gebauet und hat guten feld-bau, nebst einem schloß,

M eigenen Weg-gerichte ins Rent-amt Burckhausen gehörig.U-Hur-Layern, x. 266.

Crailshetm, eine stadt in Francken, am flusse Iaxt, 4-^rrlen von Anspach gelegen, und zum Marggrafthum Än-lich gehörig, soll an. 1)90. von den Grafen von Leuchten-Arg an die Burggrafen von Nürnberg um ;6ooo. gülden"kauft worden seyn. 2er/. topogr. Lrsnc.

, Erailsheim, eine uralte adeliche nunmehro FreyherrlicheMilie in Francken , welche von einem gantz zerstörten schlossbiA srancken den nahmen hat. Schon an. 718. soll einer vonWem geschlechtc im kriege vielen rühm erworben haben,^unon wohnte an. 12;;. zu Würtzburg, Caspar an. 1246.

Schweinfurt, und Dietrich an. i;62. zuBamberg demMnrere bey. Werner ist an. r;?;. ?u Schonthal und Hil,^drand an. 1436. zu Comberg Abt gewesen. An. 1620. undinhaben einige in denen bey Präge und bey St. Gotthard" Ungarn gehaltenen schlachten ihre tapferkeit sehen lassen. An.sen^ar Hans Philipp geheimer Rath bey dem Marggra,Anspach; welche würde nebst der charge eines Ober-hMts der residentz Anspäch , an. 1709- Carst von Crailsheim^.ubete; zu gleicher zeit lebte George Wolf, Anspachischertek,? and Ober-Amtmann zu Hohentrudingen. Die beydenun^n sind an. 1700. in den Freyherren-stand erhoben worden,L^.an. 171;. den 2;. jun. erhielten die 4. brüder, HannibalMrich, Julius Dietrich, Ioh. Albrecht und Wilhelm Frie-«V das Kayserl.Baronat-äiploms. Spangenb. Adelsp. k. II.

^^30 R. A. ksrt. ss>SL. com. III. x. 166.w-s^ssin, lat. Lsrniols, ist ein Hertzogthum in Teutsthland,dem Ertz-Hause Oesterreich zugehörel. Gegen Mltter-E. sioffet cs an Kärndten und Steyer, gegen mittag anden^ dessen meisten theil es auch in sich begreift) und an«Msücum, sonst Lolfo Lsrnero genannt, berühretgrenn?? bieser feite Dalmatien und Liburnien; vom anfgangSm ^ an Croatien und die Windische Marck, und ge-AdrwM stösset es an Friaul und einen kleinen strich desNijMtschen meers. Es wird in ?. theile, als das ober-unter-Mere und Histerrcicher theil unterschieden. Diehaupt-aantzm Landes ist Laybach, die übrigen städte sind,ZtA^rg' Ratmansdorff, Stein,Gurckfeld , Landstraß,TschMwerth, Weichslburg, Gott,ahne , Laaß, Mottlmg ,Maus , Antignana, Berschezh, Biben, Castua, Gal-NiärAs' Laurana und Mitterburg ; ferner sind darinnen ;6.

' - ... lüNgL des

Die

2^4. schlösset und über 400°, dörfer. Die län

dbrvekn.!» sich auf ;o. und die breite auf r«;. merlen. grasen von Orrenourg, weicyer

AAn ^sse darinnen sind die Sau, Gurck, Culp, Lay- das schloß in -er stadt Kiselstein gmannt, erbauet. An.EE-r. //. Theil. Kkktz 14;;.

, rc. 0 htte welche es auch noch andere denckwürdige wassser hat, darunter der Czircknitzer-see am bekanntesten. Des-gleichen finden sich auch darinnen sehr viele verwunderungs-würdige hölen , berge und andere selkenheiten der natur.Das land ist fruchtbar, ungeachtet der vielen gebütge, so dar-innen sind, und hat auch an vielen orten guten wein-wachs.Es finden fiel) daselbst eine ziemliche menge an einwohnern,welche arbeitsam und dauerhafftig sind, und ihre grentzen wi-der den Türcken zu verwahren sich angelegen seyn lassen.Vor alten zeiten soll Crain nach und nach von den Japidiern,Celten, Scythen, Carniern, Carnuten, Jllyriern, Pan-noniern, Scordiscern, Tauriscern und blorios, endlich vonden Römern, Wandalen, Longobarden, Wenden, Slavenoder Sclavoniern, Avaren, Hunnen und Francken seyn ein-genommen und bewohnet worden. Jeyo ist das gemeine vvlcknoch aus den Sclavoniern , der vornehmste Adel aber stam-met mehrentheils aus Teutschland her. Die Uskoken oder Wal-lachen , welche in dem mittlern theile von Crain wohnen, ha-ben sich um die helfte des XVI. üec. aus der Türckey hieher be-geben , und sind der Griechischen rel igion zugethan. Was dieRegenten dieses landes bctrift, so hat es unter der botmäßig-keit der obgedachten völcker gestanden, bis die Longobardensich davon meister gemacht, welche eigene Hertzoge über Friaulund Crain gesetzet. Es scheinet aber, daß ums jähr 7;alsder Hertzog Pemmo bey dem Könige Luitprando in Ungna-de gekommen, und seines Hertzogthums beraubet worden , dieCrainer sich der Longobarder oder-herrschasst gäntzlich ent-zogen , und unter dem Hertzoge Bvruth in Kärndten begeben,welcher den schütz der Fränckischen Könige gesuchet, und zuVersicherung seiner treue seinen söhn Carastum und seines bru-dern söhn Chetimarum nach Bayern geschicket; allwo sie imChristlichen glauben unterrichtet worden. An. 751. wurdevon dein Könige Pipino an des verstorbenen Boruthi stelle des-sen söhn Carastus zum Hertzog eingesetzt, welche würde er abernicht lange behielte, weil er an. 754. starb; worauf Chetima-rus aus Bayern beruffen wurde, der den Priester Majoranummit sich nahm, und in Kärndten und Crain das Evangeliumpredigen ließ. Er starb aber um das jähr 770. und nach ihmhat Valdungus regieret, von dessen eigentlichem tobe man diezeit nicht weiß. Als hierauf Carolus Ä. nachdem er Thaßilo«nem in Bayern überwunden, diese länder unter seine botmässsigkeit gebracht, setzte er an. 788. Ericum zum Hertzog oderMarggrafen in Crain und Friaul ein, und als selbiger umge-kommen, an. 800. Cadeloch, einen Fränckischen Edelmann,welchem noch andere dergleichen Kayserliche Land-Voigte oderStatthalter gefolget, die zugleich meistentheils Hertzoge inKärndten gewesen, und es werden bis auf das jähr 1165. ih-rer zusammen 20. gezehlet, darunter der letztere Henricus IV.an. 1164. gestorben ; worauf der Kayser Fridericus I. Lsrbs-rolls Crain von Kärndten abgesondert, und es einem eigenenMarggrafen erblich gegeben, welchem einige andere gefolget,die man Marggrafen von Crainburg genennet. Sie sind aberunter Friderici II. regierung ausgestorben, und Crain ist an.12; c. von dem Kayser dem Hertzog Friedrich von Oesterreichverliehen, selbiges auch zu einem Hertzogthum gemacht wor-den. Als aber der alte Oesterreichische stamm an. 1246. mitdiesem Hertzog verloschen, war Ulricus III. Hertzog von Kärndsten, auch Herr in Crain, bis er an. 1269. gestorben, undOttocarum, König in Böhmen , seinen nahen vetter, zumerben eingesetzet. Darwider sich zwar Mrici bruder PhilippuSopponirte; allein der Konig Ottocarus, welcher Friderici vonOesterreich schwester Margaretham geheurathet, behielt dieoberhand, und also kamen die Oesterreichische länder nebstCrain unter Böhmische Ober-Herrschafft; darunter sie abernicht lange gestanden. Denn als an. 1278. Ottocarus vondem Kayser Rudvlpho von Habspurg erschlagen worden, soward an. 1282. dieses Kaysers söhn Albertus I. mit Oesterreich,Steyer und Crain belehnet; jedoch überließ dieser etwas da-von dem Hertzoge Meinhardt von Kärndten, welcher wie auchsein söhn Henricus, König von Böhmen , den titul eines Herrnüber Crain geführet, und wurcklich darinnen regieret. Nach-dem aber Henricus an. i;;i. ohne männliche erben mit todeabgangen, und seine länder dem Reiche anheim gefallen, be-lehnte der Kayser Ludovicus an. i;;-. oder wie andere fetzen,an. 1N4. die beyden Hertzoge von Oesterreich Albertum undOttonem, Kaysers Alberti jüngste söhne, mit Kärndten undCrain. Von welcher zeit an Crain beständig bey dem HauseOesterreich geblieben, und wird es nunmehro durch einenLands-Hauptmann regieret. Lsrniols smigus L

novs. Vawasors Crain. Fuggers ehren-spiegcl.snnsl. Lsrinclnse. 2 tt/e» toxogr. Lsrniolse, Lc.

Trainburg, sonst auch von den einwohnern nur Traingenannt, ist eine stadt in dem Hertzogthum Crain, und »warim vbertheil zwischen Laybach, Neumärcktl und Ratmansdorff.Sie liegt von dem erstem orte 4. weilen zwischen dem Sau-und Kancker-fluß, welcher sich unter dieser stadt mit dem Sau-strom vermischet. Lazius halt Crainburg für der alten Iapi-dier Novtodunum ; und ist es die erste bürg in Crain gewe-sen, woselbst dle damaligen Landes-Fürsten residiret, welchesich daher Marggrafen von Crainburg genennet. An. 1262.gehörte dieser vrt Henrrco II. Grafen von Ortenburg, welcher