Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Arsttät zu Leipzig, allwo er an. 1679. den 14. sept. gestorben,ttr hat visiert. 6s Lsiasiinio; äs 8enstus coniult. ülaseä. öcc.äesthrieben. Lr«äe«vat,er. Xoräkuka illuüris.

* Cramerin, (Anna Maria) diese gelehrte jungfer war vonMagdeburg, eine kluge tochter öl. Andreas Cramers, weyl.tEoris zu St. Johann. Sie ward gebohren an. 161;. undlegte sich in ihren zartesten jähren auf die studien, daher sieder Lateinischen und Hebräischen spräche/ als welche zu ihrenstudien höchst nöthig waren/ vollkommen mächtig ward. Inder Mustc und Arithmrtic war sie wohl bewandert/ die Hi-storie hatte sie vortreflich inne / und was sie vor geschicklich«keil m der Poesie besessen / zeigen diejenigen proben am so siewrem vatter kurtz vor ihrem absterben eingehändiget hattSie starb in der schönsten bluthe/ nemlich in dem 14. jähre ih-res alters den 6. aug. an. 1627. Was der gelehrten Weltdurch diesen allzufrühzeitigen tod entgangen / hat ihr betrüb-ter vatter in dem ihr zu ehren aufgerichteten epiraxkio dar-öethan. assrr. Philolog, csnt. IV. kill. 24.

clirir. kiogr. gpriLL. cioÄ.

ssramm / eines von den ältesten adelichen Häusern in Nie-ser-Sachsen, welches unter andern güthern das schloß Sampl-»eben im Braunschweiqischen besitzet / so es nach abgang deradelichen familie von Samptlcben an. i;8?. erhalten. Aswinvon Cramm ist mit dem Kayser Ludovico kio in die gegend desStifts Hildesheim gekommen / und von demselben mit unter-schiedenen güthern bestehen worden. Bernus und Ludolfus/stvey brüder / haben sich an. ngr. in einem kauf-briefe des Bi«sthoffs Adelogi zu Hildestzeim als zeugen unterschrieben.Zu ausgang des XIV. lleculi theilte sich diese familie in dieMwinische und Surckhardische linier von jener/ welchedas Erbschencken-amt in dem Stift Hildesheim besessen / undan. 1^7. ausgestorben, ist vor andern Ascanius zu mercken,don welchem unten; von dieser aber war Frantz an. 1570.Braunschweigischer Ratb/ und Burckhard an. 1578. Statt-halter zu Wolssenbüttel. Ein anderer dieses nahmens be-saß um selbige zeit in Hessen daS klvster Lippoldsberg, undwar Statthalter zu Marpurg / dessen urenckeh Heinrich / an.^yv. zu Wolssenbüttel die stelle eines Cammer-Raths beklei-det. Spangenb. Adel-spiegel/ k. II. O , in axx. derSteinb. geneal. x. 6 ;. leg. sseorg. Caüxeru, in Programm,ae an. i 6 ; 6 .

. Cramm/ (Asche, Ascanius) war ein berühmterKriegS-Held. Er diente anfangs der Cron Franckreich, und befochteA. r; 1 §. einen sieg bey Mayland. Hierauf that er Friderico,Könige in Dänemarck, Wider Chrisiiernum, nützliche dienste,8 >eng aber an. 1524. an den Chur-Sachsischen Hof und trieb invem folgenden jähre die aufrührischen bauren bevFranckenhausen?u paaren. An. r zry. trat er in Kayserliche dienste, und wohntever fruchtlosen belagerung der stadt Lodi in dem Mayländischenvey. Weil er nun hierauf mit seinen völckern durch die SchweitzUch Teutschland zurück gehen wollte/ starb er unterwegs zu>hur in Graubündlen eben an dem tage / als er die pvst erhal-ken. daß seine frau in der geburt einer tochter todes verblichen.4 -utherus hielt viel aufihn/ wie er ihn denn nicht allein zu ge-paltern gebären/ sondern ihm auch das büchlein, ob kriegs-leutheUMem seligen stände seyn können, zugeschrieben. Spangenb.«del-spiege^ k. II. p. ; 8 - '

b Crammer oder Cranmer / (Thomas) Ertz - Bischofs zu>uutelberg, war ein Engelländer, aus einer adelichen familie*"?er provintz Nottingham , woselbst er den 2. jul. an. 1489.Nvohren. Sein vatter hieß gleichfalls Thomas Crammer. In fei->er lugend legte er sich mit grossem fleiß aufdie studien/ nachdemd,» iahre seines alters nach Cambridge war geschickt wor«

"'.und da er erwachsen, sieng er insonderheit an die religions-l,„Wgkeiten/ so damals waren/ etwas genauer zu untersuchen,H. Schrift mit ernst zu tractiren. An. r 5 24. wurde er

Vnr (.TKeologiL, und als der König in Engelland Henricuslass. ^ von feiner ersten gemahlin, Catharina, wollte scheidend-M' weil sie seines bruders gemahlin gewesen, und man überE/ie sachx unterschiedene TKeologos und Universitäten consulir-a« Crammer der erste, welcher dem König den rath gab,aea^tt sich von dem Römischen Hofe, wie schon einige jähr herUMen war, „och länger herum ziehen zu lassen, etlicher Uni-Mir!» Meynungen darüber einzuholen/

wann diese für die scheidung, wie er nicht zweifelte,, wurdenLochen haben, alsdann ohne sich um anders zu bekümmern,dvrtN"ung der ehe fortzuschreiten. Dem Könige kam dieserdesMg gleich gar vernünftig vor. Und Crammer wurde selbstsehr, nebst andern nach Franckreich geschickt; da er sich dennWas »^legen seyn ließ, zu beweisen, daß diese erste ehe desKö-daxb unrecht, und die scheidung der dilligkeit gemäß wäre. BaldderV EM er in solches ansehen, daß als an. izzz. WaramusKen/'.etz-Bjschoff von Cantelberg gestorben, Crammer an semevb .».evwehlek wurde. Er wurde auch von dem Papst confirnnrt,cvw^stleich bey dem Päpstlichen Hofe bisher nicht wohl re,»ich^ndiret hatte. Es geschahe aber solches, darum, barmt»rUs?rch chn ein noch grösserer schade der Päpstlichen Hoheitder 7 ?Mefüget werden. Unterdessen wurde die fache wegenErr> MEidung noch ferner getrieben, und endlich von diesemNutz-Mchoff nebst einigen andern Engellandischen Bischoffeniet, d)>. «olc>8>8, die darzn verordnet waren, der proceß angestel-^ Konig u,ch hjx Königin cikiret, und da diese weder vor sich

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stlbst noch durch ihre gevollmachtigte erschiene, das urtheil ge-sprochen, daß sie von einander sollten geschieden seyn. Als abernach diesem auch die andere gemahlin des Königs, Anna Bole»nia, wegen beschuldigten ehebruchs enthauptet wurde, suchtezwar Crammer, der sie für unschuldig hielte, sich ihrer bey demKönige anzunehmen, that aber dieses doch mit solcher beschei-denheit, daß ob er gleich nichts erhielte, er dennoch bey demKönige in gutem credite blieb. Bey diesem allen ließ er seinevornehmste sorge seyn, die religion in Engelland zu verän-dern, gleichwie er sich auch vor sich ohne scheu zur Protestiren-den religion bekannte, welches ihm noch bey lebzeiten des Kö-nigs Henri« VIII. einige gefahr brachte, weil dieser König zwardie Päpstliche authoritat in seinem Reiche abgeschaffet hatte, imübrigen aber doch noch der Catholischen religion eifrig zugethanwar. Dannenbero ihn seine feinde zum öfter« zu stürtzen such-ten ; sie konnten aber ihren endzweck nicht erhalten. Allein,nachdem der König an. 1547. gestorben, und Eduardus nachihm nur eine kurtze zeit regieret, kam Maria an. i;;z. zur Kö-niglichen Hoheit, welche theils der religion halber, theils weilCrammer eines von den vornehmsten werckzeugen -er ehescher.düng ihrer Mutter gewesen, ihm sehr feind war. Demnach wur-de er alsobald in gefängliche hasst genommen, und nach Oxfordgeführet, woselbst Wischen ihm und Nicolao Ridley, Bischoffzu Londen, auch Hugone Latimer Bischoff zu Winchester, diesich in gleicher gefahr befunden, an einer feite, und einigen Ca-tholischen an der andern feite ein gespräch angestellet wurde,dessen ausgang dieser war, daß man Crammerum, als einen,der überführet wäre, wiederum ins gefängnis führete, und ihmnoch weiter den proceß machte. Er wurde also zwey jähr langauf das härteste im gefängnis tractiret, wobey die Catholischennicht unterließen, bald mit schärfe, bald mit Hoffnung des lebensund Wiedererlangung seiner vorigen dignitat an ihn zu setzen;sie brachten es auch endlich dahin , daß er eine schrift unterschrie-be , darinnen die lehre der Protestirenden als irrig verworssen,die vornehmsten lehr - Puncte aber der Catholischen kirche alswahrhafftig angegeben wurden. Allein die Königin Maria woll-te sich dadurch nicht versöhnen lassen, und blieb dabey, daß ersterben sollte. Da er nun an. 1556. den r. mertz aus dem ge-fängnis in die St. Marien-kirche geführet wurde, und ein Pre-diger, nahmens Coleus, eine predigt gehalten, und unter andernihn zur bestandigkeit in der Catholischen reliqion angemahnet,trat hernach Crammerus auf, und bezeugte öffentlich seine reue,daß er von der Protestirenden religion sich hätte abwendig ma-chen lassen, zu welcher er sich aufs neue bekannte, und die Ca,tholische verwarf. Alsobald wurde er an den ort, wo auch Lati-mer und Ridley waren verbrannt worden, geführet. Da manihn nun an den pfal gebunden, und das feuer angezündt hatte,streckte er seine rechte Hand zuerst ins feuer, sagende, daß selbigediefes verdiene, weil er damit so eine grosse fünde begangen, undstand im übrigen diesen tod mit grosser hertzhafftigkeit aus im68 . jähre seines alters. Was seine schriflen anlanget, hat er nichtallein die Engelländische Übersetzung der Bibel an unterschiede,nen orten verbessert, sondern auch Lateckisinum voctrm-e LKri-üianL; äs Mlsillris oräiltanäis übrum unum; äs Luskarilliaüb. I.; vetsnsionis Latkoüsse voötrinse lib. V.; I-ocarum Lom-munimn ex Oocioriku« lib. XII. und viele andere heraus gege-ben. üb. XVII. äs 8 ckillli. ängl. Kilt.

ftekorm. Lngl. ?. I. 9.56.74.99. 6 Lc. k. II. p.2. 220. Lc.

In vit.Tkeol. exter. in tksatr. kill. ttutker. *

Cramoisy, (Sebastian) ein berühmter buchdrucker zu Pa-ris,und zu seiner zeit einer der vornehmsten seiner profeßion. Ob-fchon seine editionen weder an accuratesse noch an schönheit derNanMionun, Äepkanorum, klantinoruln und Lrabenioruinihren gleich kamen,so wurde er doch wegen seiner ungemeinen qe-fchickllchkeit als dasHaupt in der Societät des grossen Schissesoder der ansehnlichsten buchfuhrer in Paris consideriret. Ja,er bekam auch gar die direction über die herrliche buchdrucke,rey, welche der König Ludovicus XIII. im Louvre anrichtete rwurde auch von der Lcaäemie Vran^oils bey ihrer ersten stiftungzum drucker angenommen. In dem ersten amte succedirte ihmsein enckel, welcher an. 1687. gestorben. Der cacalogus von seinengedruckten büchern ist verschiedene mal aufgeleget worden. *

Eranach, (Lucas) oder Rranich, von Kranach im StifteBamberg gebürtig, war zu seiner zeit einer der berühmtestenmabler in Teutfchland, und wurde wegen seiner geschicklichkeitan den Chur-Sächsischen Hofberuffen, woselbst auch seine vor-nehmste wercke verblieben sind. Im übrigen hat er sich sonder-lich auf das contrefaiten geleget, darinnen er es sehr hoch ge-bracht hat. Er war Rathsherr zu Wittenberg, und stund beyChurfürst Friedrichen, welcher in der Wacht bey Mühlberavon dem Kayser gefangen worden, in grossen gnaden, -ahc-ro als Kayser Carolus V. bey belagerung der stadt Witten-berg ihn zu sich ins lager kommen ließ, und die freyheit gab,-aß er um eine gnade bitten sollte, er nichts mehr verlangte,als das leben und die freyheit seines gefangenen Landes-Fürsten. Für das beste seiner gemählden wird gehalten, ei-ne nackende und stehende Lucretia, die zu München aufbehal-ten worden. Item der H. Wilpold und Walpurqis. Er warauch wegen seines guten Verstandes bey allen beliebt, undstarb endlich zu Weimar an. 15;;. den 16. octt im 81. jähreseines alters. Sein söhn, auch Lucas genannt, war gleichfallsein berühmter mahler, und wurde zu Wittenberg gebohren,Kkkk 4 woselbst