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kurtz zuvor sind aus dem sclaven-stand gerissen worden, unddein juri kgtronLtus oder schutz-recht ihrer gewestnen Herren,oder deren kindern, noch unterworssen waren. Er lebte unterder regierung des Kayfers Augustt, und war ein treflichevOrsmmaticus. Julius Antonius wurde seiner lehre anvertrauet,Welcher ein söhn war Marci Antonii. Da sich Craßitius al-so eine zeitlang die Lrsmmsticsm zu lehren mühe gegeben,legte er sich endlich auf die Weltweisheit sechsten , und wied-wete sich derselben gäntzlich. äs üluür. 6ism.
Crasso, (Franciscus) ein Cardinal, war von Maylandaus einer alten und adelichen familie. Er wurde anfangsAdvocat, hernach ein Mitglied im Rathe, General-Procura«tvr des Hertzogthums Mayland, und Präsident im Criminal-Gerichte. Hernach als er bey dem Kayser Carolo V. in gna-den gekommen, erhielt er eine der vornehmsten stellen in sei-nem Rath, that ihm auch an. r^y. die leichen-rede. Pius IV.welcher gleichfalls viel auf ihn hielte, berufte ihn in seinemalter nach Rom, und gab ihm das Gouvernement von Bo-Nonien, welchem er so wohl vorstünde, daß ihm der Papstan. i;6;. den Cardinals-Hut aufsetzte, welchen er aber nichtlange getragen, indem er den i. ftpt. an. i;66. zu Rom ge-storben , zwey söhne, Petrum Antonium und Hippolytumhinterlassende. kill. äes Lsrä.
. Crasso, (Julius Paulus) ein Paduaner von geburt, warlm XVI. üeculo in der Medicin sehr berühmt. Er hatUnterschiedene alte Griechische Neäicos übersetzt, an welcherÜbersetzung man diß aussetzt, daß sie nach üblen manuscri-pten gemacht, folglich Crasso den sinn der auckorum nichtallemal eingesehen, welchen fehler aber die Zierlichkeit undvrdnung, die man darinnen findet, ersetzen kan.
"L älulir. kstsv. vit. il. meäis. 1^«» cwe
äs ssript. Neä. bibl. x.;;. äs clsr. intsrp. p.267.
v * Crasso, (Laurentius) ein Venetianer, hat sich durch seined-logi ä'Nuomini letterati bekannt gemacht, welche er zu Ve-nedig an. 1666. in 4. heraus gegeben. Er beschreibt darin-nen die vornehmste umstände der berühmtesten surborum seinerW, giebt aber mehr einen Panegyristen als Hiüoricum ab.Man hat von ihm: Issoris äs kosn Oreci, Neapel 1678.ln fol. HIr'ee, cstsl. bibl. toin. I. jugement lur les
HiKoriens.
* Crassot, (Johannes ) gebürtig von Troyes in Champa-gne , hat als krokessor in dem Lollegio St. Barbara zu Pa,r>s die Philosophie in die ;o. jähre mit vielem rühm geleh-rt. Er ist an. 1616. den 14. aug. gestorben, in welchem jah-^ sein 8^ÜLML kbilosopIüLum ans licht getreten, an demner LuÄor Lräs sogltsnäi die allzuhäufige, und öfters unnü-"0 äistinAiones aussetzt. Lrt. sog. k. II.
. Crassus, (Lucius) ein berühmter Redner, dessen CiceroWencket, lebte ohngefehr 90. jähr vor Christi geburt. ManMt ihn für des P. Licinii Craßi söhn, welcher ll. X. 62;.5 L. 0 . i;i. Bürgermeister und Hohepriester war,
M noch in demselbigen jähre, als er wider Aristonicum, desInmenis söhn, krieg führte, dieses zeitliche verließ. PubliusPassus, welcher des jetzt-bemeldten Redners bruder soll ge-Astn seyn, hielt es mit Mario, und entleibte sich selbst, da-er nicht den feinden in die Hände fallen möchte. Mangab dem Bürgermeister Licinio Crasso dieses lob, baß er derUchrteste, edelste, beredteste und berühmteste Jurist in gantzKvm märe. Aus dieser familie, welches eine linie von demtitanischen gefchlechte war, hat Rom viel Obrigkeitliche"ejdnen und das gemeine Wesen viel bediente bekommen, als^ Minium Crassum, welcher ä. X. ;8z. ss.lVl.z8iz. ss- 6.Bürgermeister war, einen andern, welcher an. 657.ss. 6. y;. dieses amt verwaltete, rc. L-n'r«,» ' I-IX. , lib. XIII. /'/sE. lib. II.
in vit. Mor.
st Crassug, (Marcus Licinius) ein Römischer Bürgermei-^r, welcher aus einer edlen familie herstammete, und einesf°bu war. Er henrathete seines bruders wrttwe,at.handelte, weil er überaus geitzig war, mit sclaven, umit^adurch zu bereichern, wie er dann solche mit grostem steigsMa rhand künsten und studien unterweisen liesse, ja auch,unterwiese, damit er um so viel mehr daraus losen moch-ne'n M^pstegte er die Plätze der abgebrannten oder eingefalle-sht hanfer m der stadt zusammen zu kauften, und verhandeltedcht hernach wieder stück-weise, verdingte auch wol, ansein-» ^' darüber man mit ihm übereinkommen war, durchden-» «echte Häuser aufzubauen. Er ließ zugleich an verfehle-hv«rt hergwercken arbeiten, und unterließ nichts , wodurchtretn«^ war, geld zu gewinnen. Man sagt, daß er bey an-Zs-st, keiner öffentlichen ehren-ämter schon ein capital vonralenten, das ist, hundert und achtzig tausend bswirs.Unk t °"s-thaler nach unserer müntz, beysammen gehabt,llriffk,-^««ch dermaßen reich worden, daß er,das gantze Ro-rgi^ «olck tractiret, und einem jeglichen burger einen vor-körn auf drey monat lang gegeben habe. Als ersei»t?-^ Parther zu selbe zog, machte er ein Inventarium übertgt Mher, und befand, daß sein vermögen sich auf ?i°c>.stück «as ist 4. Millionen und 260000. bajmrs oder 5. ort-PKea-«'^Me. Cicero meldet von ihm, daß er habe zu sagenr Er hielte niemand für reich, der nicht eine armer
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Unterhalten könnte. Als er unter Cinnä und Marii tykanneynicht langer zu Rom in sicherheit leben konnte, verließ er sel-biges L. K. 668. ä.M. ;8y8. L. L. 86. und begab sich in Spa-nien , allwo ihn einer von seinen freunden, mit nahmen Vi»bius, 8. monat lang in einer höle verborgen hielte. Vondar gieng er m Afttcam zu Metello kio , welcher sich allda miteinigem kriegs-volck enthielte, schlug sich aber bald zu Sulla,der ihm dienste gab, da er dann bey allen gelegenheiten fon-derbare proben seiner grossen tapftrkeit im kriege wider die weg«gelauffenen sclaven, welche von Spartaco angeführet wurden,fthen ließ, und dadurch die ehre des kleinen triumphs erlang-te. Als er an.ä. n. 68j. llii. zyi;. L. 71. krTtor war,verurtheilte er von den deserteurs allemal den zehenden mannzum tobe, schlug Spartacum, und ließ alle diejenigen von des-sen leuthen, welche er in seine gewalt bringen mochte, anscreutz heften. Im folgenden 684. jähre wurde er samt Pompe-jo, damaligen Lenldre, Bürgermeister, und nebst Cäsare undPompejo IHumvir; wiewol dieses letztere kein würckliches amt,sondern einen aus dieser dreyen zusammemottung und vereint-gung der von ihnen in dem Rath und unter dem volck gemach-ten banden herstiessenden eigenmächtigen gewalt bedeutet. Intrafst dieser Vereinigung wurde Crassus nochmals mit Pompejoan. 699. L. A. Z929- ä. L. ee. Bürgermeister, und bekamhemach Syrien zu seinem theil. Weil aber fein geitz gantz un.erfattltch war, so plünderte er auch den tempel zu Jerusalem,nahm über 6. Millionen thalcr werth daraus hinweg, undbrachte L. X. 700. eine unsihätzbare beute mit aus JNdäa.Dieser grosse geitz verleitete ihn endlich zu einem krieg widerdie Parther, welcher seinen Untergang zuwege brachte. Dannals er sich von einem verräterischen Araber, der ihm denweg weisen sollte, fern von den Offen und bergen in eine wei-te ebene hatte ziehm lassen, allwo die Römer an allem Mangellitten, und die Parther hingegen ihre reuterey rechtschaffen ge-brauchen konnten, wurde er da von einer unzehlbaren mengevolcks umringet, und in kurtzer zeit der gröste theil seines volckssamt fernem söhn Marco durch Pfeile erschossen, ohne daß sie je-mal mochten zu streichen kommen; weil dieser schnelle undfluchtige femd dem angriff immer auswiche, und also seinerseits gantz sicher von ferne auf die Römer zuschoß. Ja Cras,sus selbst, obschon er endlich noch mit etwas volck eine höhe er-reichet , muste sein leben einbüssen , indem ihn die feinde, alser, um einen freyen abzug zu tractiren, sich herab zu ihnen be-geben , erschlugen, welches L. X. 701. L. U. ;9,i. ä. L. 5;.geschehen. Man sagt, daß, nachdem die Parther ihm denköpf abgehauen , und selbigen zu Orode, einem ihrer Könige,gebracht, derselbige ihm geschmoltzen gold in den mund gießenlassen, damit, weil er bey seinen lebzeiten einen unersättli,chen durst nach diesem metall gehabt, er nunmehro nach sei-nem tobe davon mochte verbrennet werden. in vi.
ts Lralli. /Vor-«,, lib. III. c. n. lib. XIV. antig.
Oä. p'eFe/. lib. II. s. Zi. *
Crassus, (Nicolaus) war zu Venedig an. 1586. aus ei-ner alten familie gebohren. Nachdem er die Griechische undLateinische spräche erlernet hatte, gieng er nach Padua, undübte sich so fleißig in guten wissenschafflen, daß er in seinem17. jähre voüor ward. Hernach lebte er einige zeit daselbstin vertrauter freundschafft mit Cäsare Cremonino, und verfer-tigte verschiedene schristen in Italiänischer und Lateinischerspräche , die er mit rühm in den Academien äs Xicovrsci undäegli 8mbili ablas. Als er nachgehends wieder nach Vene-dig kam , ward er ein Mitglied der Akademie äegli IncoZniri,und lebte noch an. 1652. Seine schriften sind: LncipsrXnelissä Lsronium pro XspubliLS Venets ; Llogis kstriciorum Ve-newrum; Vits LnäreL Nsurocem; äs kilsurse Lentis Ileroi-kas; XotR sä^snotrium L Lontsreuum äs Xspublics Veae-ts; Lst^rs lllenixpes, Xslcimus quici vslper lerus vekst,unter dem nahmen Xiberi Vincentii Hollsnäi , und viel Ita-liänische getichte, von denen einige unter dem nahmen Pu<blici Licinii heraus gekommen, eioris äegli Incoguiri.
* Crassus, ein beynahme, welchen verschiedene vornehmeRömische famllien, als die Lslpurnü, koMsji, kspirii, Ve-lurii, Llsuäü, Otssiiü, vornemlich aber die bicinii ange-nommen. Aus diesen ist zuerst Publius Licinius Crassus be-kannt worden, der L. II. 549. Bürgermeister gewesen. Ei-ne gleiche wurde bedienten ü. II. ;8;. P. Licinius CrassuS,L. II. ?86. C. Licinius Crassus. L. II. 62;. P. Licinius Cras.sus, von dem ein besondrer artickul folget, L. II. 657. P.Licinius Crassus, L. II. 684. und 699. M. Licinius Crassus,Licinius Crassus mit dem beynqhmen krugi, von dem hernach,unter dem Kayser Nerone ü. L. 64. und einige andere.
DE. /«/»»«,. äs nom. Xom.
I/iFrr. äs Xot. Xom.
/Crassus , ( PublmsLicinius) war L. II. 6rz. Lomiksx
nebst L. Valerio Flacco. Diesebeyde collegen geriethen in Uneinigkeit, wer von ihnen die ar-E den Arlstomcum, Eumenis söhn, commandiren soll-te. Crassus behtelte die oberhand, und verböte als komikexdem Flacco , der ein Priester Martis zugleich war,nicht aus der stadt Rom zu gehen. Indessen wate Crassus^^Ä.dontificat nieder, und gieng nach Asien,dastlbst die Griechische spräche ru erlernen, welche er auch inkurtzem so wohl begriff, daß ex sie nach allen 5« äisIeAis verste-hen,