Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
946
JPEG-Download
 

c r a

946 cra

hen, ,mb mit seine« bunds - verwandten ohne dollmetschensprechen konnte. Dessen ohngeachtet, und ob er gleich von denhülfs-völckern der Könige von Bithynien, Ponto, Cappa-docien und Paphlagonien unterstützet ward, gieng seine ex-pedition nicht glücklicher ab , indem er von den Thraciern,die in dem solde Aristonici stunden, gefangen ward. Als erdarauf auf nichts mehr, als auf die flucht, oder einen Heiden-müthigen tod bedacht wargab er einem Thracier, der ihnführte, mit feinem gewehr eines vor den köpf, der ihn fo gleichauf der stelle erstach. Sein köpf wurde zu dem Artstonicogebracht, stin cörper aber zu Smyrna begraben, kbi-

üxx. II. /.rv. epit. üb. ÜIX. III. 2. L VIII. 7 - IVo-

^«1, II. 20. XIV. XXXVI. 4.

* Crassus, (M. Licinius ViuZi) wann man Senecä erzeh-lung glauben zumisset, war dieser mann so unvernünftig alsder Kayser Claudius, welcher ihn hat enthaupten lassen, nach-dem er ihn zuvor fo hoch erhaben, und ihm zum zweyten maldie ehre des triumphs hatte zukommen lassen. Seine frauScribonia, fein söhn, welcher des Kaysers eydam gewesen,und dieweil er in die familie der komxejoi-um adoptirt worden,sich selbst Cnejus Pompejus NsZnus nennete, und noch etlicheandere Craßi, musten dem sprnche dieses viehischen Kaysers auchmit diesem Crasso herhaltm. Siehe luä. in rnorr. LIrmä.

Lers«. in LIsnci. c. 17. öcc. Neben diesem Cneio Pom-pejo Msgno, hatte erstgemeldter Marcus Licinius Crassus kru-xi noch einen andern söhn, welcher des vatters gantzen nah-men führete, und unter dem Kayser Nerone im jähr Christi64. die Bürgermeisterliche würde erhalten hat ; allein er mü-sse auch unter diesem grausamen tyrannen seines vatters sthick-sal versuchen , und gewaltthätig auf des Kaysers befehl, nebstL- Pifone krngi, welchen Galba zum Nachfolger des Kay-serthums als seinen söhn adoptirt hat, sterben; dieser letzterekam durch die soldaten Othonis um , im jähr Christi 6-.Dr», Üb. ÜXIV. ib. ÄMon. Oalbs.

* Crassus, (Thomas) ein Mayländischer Ertz-Bischoff, ver-

waltete solches amt bis an. 78z. nach einiger meynung vonan. 7?y. oder nach anderer ermessen von an. 770. an. Er crön-te Carolum Mgmun zu Monza in Insubrien mit der eisernencrone, und salbte ihn zum Longobarder König, an. 781. abercrönte er dessen söhn Pipinum, und taufte auch dessen tochterGlisam. Seine frömmigkeit hat ihn bey Carolo NsZno ingrosse liebe und Hochachtung gesetzt. Irsl. lkcra wm.

IV. P. 69.

* Crassus, ?aäusnu8, oder Crasso, ein Franciscaner-Mönch

von Barlette aus dem Königreich Neapolis. Er lebte an.1^40. und wurde seiner beredtsamkeit, und etlicher gelehrtenwercke halben, die er hat ausgehen lassen , berühmt. Unterseinen schriften sind neben andern, Loncorcismia Lpistoliirunikauli, welche er aus St. Augustino und andern Kirchen-Leh-rern gezogen; äs XsxukÜLa LcLlestaüica; LnLÜiriäium Lccle-üsstiLum Lcc. sttben. krsnc.

* Craston, (Johannes) ein Carmeliter-Mönch von Pia-

cenza, ist nach Henrici Stephani bericht der erste, welcherein I.LXILON 6rrecv-I>stinum verfertiget hat. Doch ist auchdasselbe, wie die meisten wercke, die man zu erst unternim-met, sehr mangelbar; er ziehet darinnen keine aurbors8 undlocs xsrallela aus den Griechischen scribenten an, worausman den rechten verstand der Wörter, und wie sie gebrau-chet werden, ersehen könnte. L ejus exitt.

cke ststu tyxoxr. ÜIX, L 6e rkelsuro ün§. 6r-cc« x. i;6.

Crate , lat. Lrsri8 , ein fluß in Neapolis in Calabria citra,welcher aus dem Apenninischen gebürge entspringet, Cosenza,Bisignano und St. Marco befeuchtet, und nachdem er vielkleine flüsse in sich genommen, nicht weit von Rossano in denTarentinischen meer-busen fliestet.

* Cratepolius, (Petrus) ein Franciscaner von Jülich, leb-

te gegen das ende des XVI. stecuü , und schrieb L-ualoMmsticbiexücopoium Loloiuenlmm, stloguntinensium L Irevi-renlium , Francks. 1614. in 8. üxilcoxorum beväienlium,Ultrüjeüenstuin, öston-iüerienstum, OlbabruZenstum Nin-ckenlium; äs 6ermsiu8 stxilcox. L Ortbockox. Loü. Cöln1592. in 8- LataloZum stcsrlemisrum Orbi8 Lbiiüiani, ibiä.Isyz. in 8. rc. bibl. Lel§.

Craterus, einer von den Generalen und sonderbaren freun-den Alexandri A. lebte ums jahr42;. nach erbauung der stadtRom, OI^mp. LXII.st. stl. st. 0 . ^29. Strabo füh-ret einen brief an , den Craterus an seine mutier Aristopa-tram soll geschrieben haben, in welchem er von Indien ge-handelt , und viel ungläubliche dinge, die sich mit keiner an-dern relation zusammen reimen, berichtet. Es ist aber fast zuMuthmassen, daß dieser brief ertichtet, indem von so einem«rossen General, als Craterus war, solches nicht zu glauben.Noch weniger aber ist der Wahrheit ähnlich , daß dieses ebenderjenige Craterus sey, welches alle Verordnungen des Athe-mensischen volcks in ein buch zusammen getragen, wie Vos-sius meynet, obgleich dieser auch ein Macedonier gewesen. .Was des Traten kriegs-verrichlungen anbetrift, so ist gewiß,daß Alexander leweilen ein grosses vertrauen auf ihn gesetzt,denselben zu den wichtigsten Unternehmungen gebraucht, undsonderlich kurtz vor seinem tode mit den alten ausgedienten sol-vaten in Griechenland zurücke geschickt; bey welcher gelegen-

heit man meynet, haß er befehl gehabt, den Gouverneur vollGriechenland Antipatrum umzubringen, welcher aberAlexandra mit dem durch seine söhne beygebrachten alft '^vorgekommen seyn. Den grösten schand-fiecken hat sichterus angehänget durch den tod Philotä, als welchen er au»neid am meisten befördert. Nach dem tod Alexandri waro **über dieses Königs hinterlassene schätze gesetzt, auch neben e> >nigen andern auf den fall, da die sich schwanger befindende s*mahlin Alexanders Roxane einen Printzen gebühren sodemselbigen als erben aller Reichen seines vatters zum vormünder ernennet. In den hernach erfolgten kriegen h>c" ^die partey Antigoni, verlohr aber bald in einer wider Eum*nem gelieferten schlacht sein leben. Siehe Antigonus um-Eumenes. , üb. xv.

, in MN 38 3Ä. I. lc. 7. in ürissw '

Lc. äs Ilist. örrec. üb. III. x. ;47. üb. IV. x- 4 ^ '

*

* Craterus, ein berühmter Neäicm , dessen sich T.ponius Atticus bediente, wie Cicero berichtet. Horatins grdencket auch seiner, und Perseus bedienet sich dieses Worts,,nen Äleäicum dadurch anzudeuten. Porphyrius redet glelulfalls von dem Artzte Cratero , welcher 700. jähr nach erbauun»der ftadi Rom gelebet. Sonst war auch ein bildhauer u>'^ein mahler dieses nahmens, welche beyde von dem Plinio.srrühmet werden. , üb. XII. ex. 1;. <L 14.

üb. II. sät. ;. lat.;. 6e abstin. csr. LllUNS-

üb. I. , üb. XXXV. c. 11. L üb. XXXVI. c. t-

* Craterus, der Urheber einer sammlung, worinnen die

biscita des Atheniensischen volcks beysammen gesetzet WsjDieser -mcbor kam aus Macedvnien her, und sein wer»verlohren gegangen. Baylins meynet, er habe zur zeitgelebet, welcher eine ode wider Craterum verfertiget hatt'dem also, wüste Craterus um die LXX. Ohmxiss floriretden. Lriü. , Oict.

8, waren gewisse flechten, welche die Römer Akriege gebrauchten, sonderlich aber in belagernngen. 2M>sie konnten sich damit decken, daß ihnen die belagerten keimschaden zufügten. Sie wurffen sie auch in die graben, uno ^de darzwischen, daß sie gewiß darüber marschiern komm''Es war auch bey ihnen eine todes-strafe, daß man den mbrecher ins wasser warf, eine solche decke auf ihn legte,oben grosse steine darauf, so daß er im wasser bleiben rnu>''

, xoÜorc. 1.7. , mist:. I. 28.

Crates, war Diogenis Lxnici fchüler, ein ThebanAAscondi söhn, lebte L. II. 426. OIvmx. LXIII. L. N-L. L. ;28- Antisthenes meldet in feinen sogenanntenlionibu8, daß Crates, nachdem er in einer comödie grstm gdaß einer, mit nahmen Telephus-, welcher einen korv / ^kostbarer dinge gehabt, solches alles verlassen, und sich M ,Cynische oder des Diogenis Philosophie geleget, alsobaldgüther verkauft, und dergleichen gethan habe. Einig*' .denken berichten , daß er alles sein geld ins meer gewmn* ^andere hingegen, daß er es einem Wechsler in die Hand s ^ben , mit beygefügtem verlaß, daß er es seinen kinderwsichs etwa» begäbe, daß sie keinen verstand und klugv*"ben würden, zustellen, im fall aber, daß sie geschew* . ^kluge leuthe werden würden , es unter das volck austheile«te, weil sie es alsdann nicht benöthiget wären. Als u*dromus, ein musicant, ihm einsmals eine solche ohrM*geben, daß ihm der backen davon aufgeschwollen, legte erblat darauf, auf welches diese Worte geschrieben waren:dromus hat es gemachet. Worinn er um des bösen vuv«pseiner bosheit zu spotten, die Worte der mahler, bildhaueranderer künstler gebraucht, welche eben diese Worte am . ^verfertigte kunst-stücke setzen. Als ihn Alexander fragte:

es denn auch gern sähe, daß sein vatterland wieder ange^ ^

würde, gab er zur antwort, daß er nichts darnach frag'möchte seinethalben geschehen oder nicht, weil ja ein»'Alexander es gar leicht wieder ruiniren könnte, und jemzu, daß er die Verachtung deS ruhms und des reiclM>w°'daß er niemals in der feinde Hände gerathen wurm, A^pa»vatterland und bestes reichthum hielce. Sein wem,chia, war gleichfalls der Weltweisheit ergeben.

Üb. VI. bist. muüer. kbilos. p. ;7. * ^

Crates, ein kbiloloxku8 von der secte der Lcaäsinicmein söhn Antigenis , war von Athen, wie Diogenes An-meldet , oder vielmehr von einem dorfe, oder, wie es mnienser nennten, aus einer zunft, nahmens Thria. ^ ,4,ren-ein difcipel des Polemonis, und sein Nachfolger !>« ^ M.

Es starb aber Polemon st. X 484 Ol^mx. LXXVU-t'^^el-5714. st. L. 270. woraus man die zeit abnehmen ran, .^»,cher Crates gelebet. Beyde kbilvloxbi hatten iederzen - ^heegemeine liebe gegen einander gehabt, und auch Wollodo'wurden in ein grab geleget. Crates verließ, nacy cheilsri bericht, viele schriften, theils von der Phllosop^ ^elchkvon comödien. Er hatte auch viel lob-reden verftrlE^ ftinener vor dem volck gehalten, und andere, welche e*

Ambassaden abgeleget. Er hatte unterschiedene ,^<xheo-schüler, als da sind Arcesilaus, Bion von Borvn^ jjp. I*-dorus, der Urheber einer eigenen stete, rc. ^ .

: Wra/ch äs Loec. äial. VI. Ckgss ^