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Die dritte Creutzfahrt begab sich an. iigg. nachdem Je-rusalem bey gelegenheit der grossen strettrgkeiten zwischen denChristlichen Printzen daselbst, von dem Egyptischen Sultan warerobert worden. Die vornehmsten Häupter dabey waren derKayser Fridericus Larbarolla, Fridericus Hertzog von Schwa-ben sein anderer söhn, Leopoldus, Hertzog von Oesterreich,und noch über 60. andere der vornehmsten Fnrsten des Reichs,nebst vielen Bischöffen. Der Kayser Fridericus brach an. n 89.zu ende des aprils von Regenspurg auf, und marschirte demGriechischen Kayser zum trotz siegreich in Thracien, und vonbannen in Klein-Asien, woselbst er den Sultan von Jcomenschlug. Allein da er nahe an Syrien kam, starb er an. nyc>.Sein söhn Fridericus führte die armee nach Antiochien, vonbar nach Tyro, und letztlich in das lager vor Acre oder Pto-lemais, welcher ort von dem Könige zu Jerusalem, Guidone vonLusignan , schon 2. jähr lang war belagert worden, und nahmsich vor, einen general-stürm darauf zuthun, welches auchbeydes zu Wasser und zu lande bewerckstelliget wurde, allein ohneerwünschten ausgang. Es war auch dieses die letzte action, wel-cher vieser Hertzog Fridericus deywohnete; denn bald daraufstarb er an der kranckheit, welche das lager angestecket und dengrösten theil davon weggerissen hatte. Sein tod war der Christ-lichen armee sehr schädlich. Denn die Teutschen wollten sichkeinem andern Generale unterwerffen, sondern zogen alle nachHause, bis auf etliche wenige, welche unter Leopoldi des Her-Uogs von Oesterreich commando noch aushielten. An. npi.aber längeren Philippus Augnstus König von Franckreich, undRichard I. König von Engelland mit ihren flotten an, wodurchdie Christliche armee, welche nunmehro zooooo. mann starckwar, Saladinum zu schlagen vermögend gewesen wäre, wo-ferne nicht durch eine entstandene Zwietracht unter den Gene-ralen unterschiedene kgÄiones und parteyen wären gemachtworden. Die Könige von Franckreich und Engelland hatteneinen grossen streit mit einander, welcher durch den streit zwi-schen Guidone von Lusignan, und Conrado dem Marquisvon Montferrat, davon jeglicher das Königreich Jerusalemvor sich behalten wollte, noch mehr vermehret wurde. Jedochwahrere solches nicht lange, sondern sie machten bald friede,wenigstens zum schein, worauf sie die belagerung der stadtAcre fortsetzeten, und selbige den 12. julii an. 1191. eroberten.Hierauf wurde der König Philippus Augustus kranck, begabsich dahero wiederum zurücke nach Hause, und ließ einen ziem-lichen theil seiner armee in Syrien unter Eudone, dem Hertzogvon Burgundten. Richard, der König von Engelland, bliebnoch ein jähr länger daselbst, und nachdem er Jaffa eingenom-men , schloß er endlich mit Valadino einen frieden, unter die-sen bedingungen: daß alle kästen von Jaffa an bis nach Tyrusden Christen gelassen werden, und Saladinus die übrigen anPalästina haben, Astalon aber desjenigen seyn sollte, dernach zu ende gelauffenem stillstände der mächtigste seyn würde;sodann, daß es den Christen sollte erlaubet seyn, binnen dieserfriedens - zeit, welche sich auf;, jähr, ;. monat, Wochenund ;. tage erstreckte, in kleinen Haussen nach Jerusalem wall-fahrten , um ihrer andacht daselbst zu pflegen. Hierauf mar-schirle König Richard im october des nisten jahres ab, undüberließ das Königreich Jerusalem dem Grafen Henrico vonChampagne, und das Königreich Cypern Guidoni vonLusignan.
Die vierte Creutzfahrt wurde von dem Kayser Henrico VI.nach Saladini tobe an. n 9z. angefangen. Dieser Kayser, wel-cher jedoch dem zuge nicht persönlich beywohnte, brachte dreygrosse armem auf die deine. Die erste marschirte zu lande nachConstantinopel, von bannen nach Antiochien, von dar nach Ty-rus , und letztlich nach Ptolemais oder Acre; die andre giengzur see nach Acre, und nahm unterwegens Sylves in Portugallweg, welchen ort die Saracenen damals besassen. Die drittegieng anfänglich in Sicilien, allwo der Kayser, welcher sie ineigner person führete, das geschlechte der Normännischen Für-sten gantz und gar auszurotten sich brmuhete. Nachdem er nunalle diejenigen, die sich wider ihn zusammen rotliret, hinrich-ten lassen, schiffete er einen theil von seiner armee ein, welchesodann binnen wenig tagen zu Ptolemais anlangte. Die Chri-sten gewannen unterschiedliche schlachten wider die ungläubigen,nahmen Sidon, Laodicea, Barath und andere städte hinweg,bis endlich ihre Uneinigkeit sie an wettern progressen hinderte,und diezeitnng von des Kaysers Henrici VI. tode an. 1198. siewiederum zurück nach Teutschland trieb.
Die fünfte Creutzfahrt ließ an. H98. der Papst Jnnocen-titts III. predigen; und Theobaldus IV. Graf von Champagne,ein brnder des kurtz vorher verstorbenen Königs zu Jerusalem,Henrici, ward anfänglich zum Haupte des zugcs erwehlet; alser aber noch vor der abreise gestorben, ward Bonifacius, Marg-graf von Montferrat, an seine stelle gesetzt, mit dem sich Lu--ovicus, Graf von Blois, Balduinus von Flandern , Simonvon Mvntfort, und viele andere Französische Herren vereinigten.Ein theil derselben begaben sich zu Marseille, und der andere zuVenedig zu schiffe, worauf sie Zara in Dalmatien, so denVenetianern zugehörte und rebelliret halte, eroberten. Hier-auf vertheilten sie sich, und giengen etliche gerade nach Pa-lästina , die andern aber nach Constantinopel, um daselbst denverdrungenen Kayser Jsaacium Angelum mit seinem söhn Ale-xio zu restituiren. Sie belagerten an. 120;. Constantinopel,und nachdem sie es in weniger zeit einbekommen, setzten sie
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Jsaacium wieder auf den thron. Weil aber dessen söhn stchbald darauf mit ihnen veruneinigte, auch Alexius lVlmruüussich nach tödtung desselben zum Kayser auswarf, und die creutz-fahrende oder Lateiner verjagen wollte, belagerten sie Constan-tinopel an. 1204. zum andern mal, und als sie es erobert, undAlexium verjagt, machten sie unter sich Balduinum von Flan-dern zum Kayser, wordurch also die Griechische und Lateinischekirche vereiniget wurde. Von den übrigen Herren nahmjeglicher auch ein stück landes zu seinem antheil, und die W-netianer trugen Candia und die insuln des Lralüpelsgi zur beutedavon. Diejenigen aber von den creutzfahrenden, welche inPalästinam marschirt waren, richteten mit allem ihrem unter-nehmen zur eroberung des heiligen landes wenig oder nichts aus.Denn obwol Johann cle Nele, welcher die grosse in Flandernequippirte flotte commandirte, zu Ptolemais anlangete, kurtznach Simon von Montfort, Renardo von Dampierre, undnebst andern auch der Mönch Herloin mit den von ihm comman-dirten Britanniern ankam, und sie also noch mächtig genugwaren, so wurde doch, weil die pest ihrer viele aufrieb» unddie übrigen entweder zurück giengen, oder sich in die kleinenstreitigkeiten der Christlichen Fürsten mit einmischten, nichtsausgerichtet, so, baß der Sultan von Aleppo mit gar leichtermühe an. 1204. ihre trouppen schlagen konnte.
Die sechste Creutzfahrt wurde an. 1215. von dem PapstJnnocentio III. auf dem Lateranischen Lcmcilio ausgeschrie-ben , hatte aber keine andere würcknng, als daß die Ander inFranckreich und Tentschland häufig zusammen liefen, «nder meynung , GOtt wollte durch sie Jerusalem einnehmenlassen. Es sind aber von 50000. die das creutz genommen/der meiste theil auf dem Wege umgekommen, und der Über-rest , so zu wasser abgefahren, durch die kaufleuthe vonMarseille gar an die Saracenen in Egypten als fclaven ver-kauft worden. Nach Jnnocentii III. tobe beförderte sein Nach-folger Honorius III. dieses werck. Da denn der Kayser M-dericus II. der König Andreas in Ungarn, und viele Fürstchund Bischöffe in Teutschland, Holland und Ungarn das creutzannahmen , aber nichts ausrichteten, indem Fridericus II. st"'versprechen gar nicht hielte, der König Andreas aber bald wst-der nach Hause gieng. An. 1219. wurde die stadt Damim"zwar von einigen Holländischen Edelleuthen erobert, sieden aber hernach genöthiget, sie wiederum herzugeben, """auf8. jähr stillestand zu machen, (siehe Johannes von E"enne, Konig zu Jerusalem.) An. 1228. gieng der Kayser FrA"ricus II. in das heilige land, und machte im folgendeneinen frieden auf 10. jähr lang, mit den bedingungen, d"»der Sultan den Christen die städte Jerusalem, BethleheANazareth, Thoron und Sidon einräumen, der tempel zurusalem aber den Saracenen verbleiben möchte, um dariEihren gottesdienst zu treiben. Nach diesem gieng der K"Ewiederum zurücke in Teutschland, ohne daß er die mauren Ustadt Jerusalem oder einiger anderer städte wiederum anrEC'lassen, so, daß die Christen nur zum schein Herren davon M,sen. An. 1240. langte Richard von Cornwall, des KöMlstEngelland, Henrici III. vatter, mit einer Engellandischen creEfahrt in Palästina an; als aber dieser Herr sahe, daß es ov/möglich wäre, etwas gutes auszurichten, so lange als die Te"stpel-Herren, und sogenannte Hospitalier mit einander innigkeit lebten, und ihre privat-streitigkeiten fortsetzeten, so ""Ler auf einrathen desHertzogs von Burgund, welcher GrovMeister des Hospital-Ritter war, und der vornehmstender creutzfahrt, die von dem Sultan ihm angebotene frieden
vorschlage an, dergestalt, daß die gefangenen zu beyden them
und insonderheit diejenigen, welche man in der schlackst vorza bekommen, worunter der Groß - Connetable Montfort w, -ausgewechselt werden, und die Christen einige güther wieder'in Palastina, welche dazumal der Sultan besaß, haben so"^Nach diesem gieng Richard an. 1241. zu schiffe, und E'sich nach Italien. An. > 244. begab sichs, daß die Corasm"" „ein volck, welches von den alten Parthern herstammete, unof^den Tartarn aus Persien vertrieben war, über den EuphU-skamen, und bey dem Egyptischen Sultan um ein stück '""„chanhielten, weicher ihnen Palästinam anwies, woreinalfobald einfielen, und die Christen, welche sich mit demtan von Damasco und Emessa wider sie vereiniget hatten, ovweit Gaza gantzlich ruinirten, so, daß nur etliche wenige ^ .pagnien von gemeinen soidaten mit dem leben davon kEder Groß-Meister aber der Johanniter-Ritter von -
nebst Gnaltero von Brienne, Grafen von Jaffa, des A nJohannis zu Jerusalem enckel, wurden in eisen nach Ba^geführet. Die Corasminer wurden zwar hernach von oc« ^racenen vertilget; doch mit den Christen wäre es gaE'H-schehen gewesen, wenn nicht die Saracenen unter sich einenigkeit gerathen waren, welche ihnen zeit liessen,neue creutzfahrt verstärckt zu werden. . Lö-
Die siedende Creutzfahrt wurde von St. Ludovico ^ ^innige in Franckreich, commandiret, welcher an. 1248- -,^ nachkern des Französischen Adels und einer starcken armee er" ^ie-Cypern gieng, und nachdem er daselbst den Winter "^„erflMden, bis alle völcker beysammen waren, an. " 49 --^stauchen ist"
nach Egypten abfuhr, um dieses Reich zuerst tn EMM' er-
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walt zu dringen, als ohne welches, wie man bisher'fahrung gelernet, das gelobte land nicht konnte "^Holst"den, wenn man es schon einmal erobert, in ansehung