962
c r e
sich Creutzlingm bey dem Papst, worauf Petershausen nach Romcitirt, und allborten nicht nur durch einen erganaenen spruchvon dem suchenden rang abgewiesen, sondern auch in die Un-kosten verfällt worden. Es wollte zwar Petershausen darannicht kommen, sondern die fach wurde für die storsm koma-oam gebracht, allein diese hat den vorigen spruch an. 171z. den7. jul. bestätiget, und dem pracedentz-streit durch würckliche exe-cutions-driefe ein ende gemacht. An. 1499. haben die Schwä-bische Bunds - verwandt« und Oesterreichs, den Creutzlingerthurn und das kloster auf den gründ abgebrannt. Als hernachdie glaubens-reformation gefolget, und Costnitz zum Evangeliogetreten, haben die Lsnonisi Creutzlingen verlassen, und sind inSchwaben auf ihre güther gewichen, da sie zu Herfchlacht ei-ne kirche zugerichtet, biß sie an. i;;r. wiederum auf Creutz-lingen gekommen. An. »6;;. ist es nach abzug der Schwedenvon den bürgern und foldaten aus Costnitz völlig geplündert,angesteckt, und dem erdboden gleich gemacht worden, so daß diekstres im exill'o sich behelffen musten, bis Abt Iacobus, undnach ihm Augusttnus, das heutige gebäude etwas weiter vonder stadt angefangen haben. 6srm. ü>crs, k. I. II.
äescr. Ilelvet. p. 47;. *
* Creutz-Schwestern, eine gattung kloster-frauen, welchebeschäfftiget sind Christliche schulen zu halten, und junge töch-ter zu unterrichten. Diese einrichtung hat an. 126?. zu Rvyein der Picardie angefangen, und von dorten ist sie auch nachParis gebracht worden. Gueryn, der Pfarrer zu Roye, warder erste stifter, und die Frauen äs Villeneufe und Maria äsLullier verschafften ihnen einen sitz zu Paris. Doch giengen die-L beyde Matronen nicht auf gleiche weise mit ihnen um, denndie letztere begehrte von ihnen die drey gelübde, der armuth,der keuschheit, und des gehorsams , die Frau von Villeneufeaber liesse ihnen hierinnen ihre völlige freyheit, deswegen zer-trenneten sie sich, und richteten beyde theile ihre fachen nach ih-rer weise ein. Und beyde haben nach der Hand in ihren Häu-sern einen Superior oder Prior angenommen, welcher die ein-richtung des Hauses, und was davon abhänget, besorgen muß.tom. VIII.
Creutz-Stern-orden, siehe Creutzträgerinnen.
Creutzthal, (heiligen) ein adeliches Fräulein-kloster, Cister-eienser-ordens in Schwaben oberhalb Rieblingen, nicht weit vonder Donau gelegen. Es gehöret unter des Btschoffs von Cost-nitz vi«css, und steht unter des Abts von Salmansweyler auf-sieht. Vor zeiten wurde es wasserschapfen, nunmehr aberH. Creutz genennet, weil es ein stück von dem heiligen creutzbesitzet. Dle Grafen von Landau, deren güther um diese gegendgewesen, haben dasselbige an. 1140. gestiftet ober ir;v. er-neuert , da es zuvor durch kriege schon einmal zerstöret gewe-sen , welches letztere deswegen gläublicher, weil Hailwigildis,die erste Aebtißin daselbst, aus dem stamm der Grafen vonLandau, an. 1240. gestorben ist. Nachgehends hat an. 1444.Eberhard, Ritter von Landau, diese Grafschafft samt dem schloßan Eberhard Truchfeß von Waldpurg um vierzehen tausendvier hundert nenn und ein halben gülden verkauft, darauf denkauf dem kloster überlassen ; welches das schloß niederreis-sen lassen, damit die von Landau niemals einige gerechtigkeitwieder darüber erhalten möchten. Doch sind an. 154;. dieüberbliebene stücke von Jacob von Landau wieder gelöset wor-den , das übrige aber hat er nicht wieder bekommen können,sondern das kloster besitzet davon noch das dorf Andelfingen.Die Grafen von Landau und Grüningen , wie auch die Edlenvon Hornste, haben ihre begräbnisse im kloster. wv.
Luev. Orch lib.I. k. II. p. ;8- L üb. VI. k. 111 . v. ,66. *Creutzträger, siehe LMLI6MI.
Creutzträgerinnen , lat. 8c>cmm Lrucis Veneratio, ist eingeistlicher orden, welcher von Eleonora, Kaysers Ferdinand»III. gemahlin, an. 1668. gestiftet, und von dem Papst ElementeIX. confirmirt worden. Es gab darzu ein göldenes creutz,worein ein stück von dem creutze Christi eingefaffet war, anlas,indem man selbiges mitten unter den flammen, so die neue bürgzu Wien eingeäschert, unversehrt fand. Die katroni sind dieMutter GOttes und der heilige Joseph, die aufsicht aberdarüber hat der Bischoff zu Wien. Die Ordens-Meisterin istdie Römische Kayserin, welche selbigen jährlich den may undden 14. sept. bey den obern Jesuiten durch die Hand eines Car-dinals an Cathviische Damen austheilet. Die Ordens-Damenmüssen alle tage das oKcium von dem heiligen creutz, und ei-nen rosenkrantz von den heiligen fünf wunden sprechen, wie auchjährlich an dem Char-freytage ihre andacht zu Maria-Hitzin.gen, unweit Wien, persönlich verrichten ; den 6. febr. aberwird ein anniverlrrrium gehalten. Sie tragen anf der linckenbrüst an einem schwartzen bände ein vierecktgtes creutz, an des-sen ecken 4. sterne funckeln, welche auf das creutz-gestirne deskoii sritsrätici ihr absehen haben. Mitten durch das creutzgehen 2. holtzfarbene in creutzes-gestalt formirte linien , ringsherum aber stehen 4. schwartze adler, und um das gantzeor-dens-zerchen diese Worte: 8-äus <L Oloria. Zuweilen pflegt an-statt der 4. adler, so in den 4. winckeln des creutzes stehen,nur em emuger zweyköpfiger Reichs-adler das oval - selb aus-zufüllen , über welchen hernach das obberührte creutz gelegetist. Papst Clemens xi. hatte ihn auch bestätiget. LebenRavsers Leopold», x. u. 17s. Fama,
sechster theil.
cre crr
Crew , (Lords) in Engeüand. Die familie, welcher diesewürde ertheilet worden, hat seit langen zeiten in Cheshire u»besondern» ansehen gelebt. Thomas Crew war ein Ritter»und einer von des Caroli I. 8ergeams sr I.LV oder Rcchtsge«lehrten, auch an. 1625. Redner von dem Unter-Hause des Par-lcments. Sein söhn, Johann Crew von Stene in NorlhaM--ptvnshire, ließ, nach dem exempel jetztgedachten seines vattcrs,einen so grossen eifer vor das interesse der Königlichen Stuar-tischen familie sehen, daß zu dessen Vergeltung, Carolus II- Wden 20. apr. an. i66r. zum Pair von Engeüand erhub, undzwar mit dem titul eines Lords Crew von Stene. Er heura-thete Jemimam, eine tochter Eduardi Walgrave von Lawford/und zeugte »nit ihr unterschiedene kinder , wovon aber nurfolgende 4. zu einem völligen alter gekommen. 1.) Thomas»2.) Nathaniel, von welchen beyden unten; ;.) Jemima, ver-mählt an Eduardum Mountague, Grafen von Sandwich; 4- /Anna, verheurathet an den Baranet, Henricum Wright vollDagenham. Der älteste söhn, Thomas, succedirte in der wur-de eines Lords, ließ aber keine männliche leibes-erben. De»"von seiner ersten gemahlin Maria, einer tochter des BaronetsHoratii Townsend, blieben nur 2. tochter am leben, nemMAnna, welche einen kaufmann zu Landen, nahmens Jollsse, hell-rathete , und Temperantia, welche erstlich Rolandum Asswn»eines Baronets söhn, und hernach den Ritter Johannen»stenholme heurakhete. Von der andern gemahlin, Anna, einertochter des Baronets Wilhelm Airmin von Osgoddy, und einerWittwe des Baronets, Thomä Woodhonse, ließ er 4. töchter.I.) Jemimam, eine gemahlin Henrici Grey, nachmaligen Her-tzogs von Kent; 2.) Arminiam, verehelicht mit Thoma Carl-wright von Ayno; ,.) Catharinam, verehelicht mildem^»ronet Johann Harpur von Calke; 4.) Elifabetham, verehelichtmit Carolo Butler, Grafen von Ärran, einem druderJacob!»Hertzogs von Ormond. Nachdem also Thomas, Lord Crew'gestorben, succedirte ihm fein jüngerer bruder Nathaniel, wel-cher vorher an. 1671. zum Bischoff von Oxford, und an. » 674 »zum Bischoff von Durham war ernennet worden. WiewoU-zweymal, »reinlich mit Penelope, einer tochter des Ritm?Philipp Frowdc, und nach deren absterben mit Dorothea, °.ner tochter des Ritters Wilhelm Förster, verheurathet gewe-sen , so hat er doch mit keiner von beyden ein kind erv^ten. 0/
LnFlisk liist. p. i;4> 177.
Volum. III. .
* Crewkern, ein Engelländifcher marckt-flecken, an demWse Parret gelegen, E»»glische rneilen von Londen, ist ^ansehnlichste ort da herum.
* Creyghton, oder Crickton, (Robert) war zu D«»^in Nord-Schottland aus einem vornehmen gefchlecht entsp^vsen, wie dem» seine mutier, Margaretha Stuart, selbst-!,-dem Königlichen Hause dieses nahmens hergeftammet. H,,ersten gründe seiner studien legte er in der schule zu WestUA.ster, nach diesem aber zu Oxford , woselbst er auchworden, und sich besonders in dem Griechischen so vest
tzet , daß ihm hierauf die krokession dieser spräche inbridge anvertrauet wurde. Hiernächst erhielt er an.würde eines Schatzmeisters an der kirche zu Wells, an. »AKaber das Decanat von St. Burians in der Grafschafft Cvr ^wall, nebst noch einem andern Leneücio in Sommerset ,nahm zu gleicher zeit den gr^äum eines voätoris 'skeowb.an. Als nun bald hernach die innerlichen kriege angegambegleitete er den König Carolum I. als desselbigen Capl»» ^
' .. ' ids Carolo II. zur
//. x>. »02. , dclp^
her Oxford , diente auch nachgehends Carolo »». .yje-nes exilü auf gleiche weife, und ward nach dieses letzter»dereinfttzung auf den Königlichen thron erst vssanus, u»o ^lkch an. 1670. Bischoss zu Wells und Bath, in welche»» ^j,er auch das zeitliche gesegnet. Er hinterließ einen sov" Jo-ches nahmens, welcher Lsnonicus und Lantor zu Weub,clor IkeologiX, und ordentlicher Caplan des Königs tN ^jÄNd worden. ksüi Oxonisnses wm. I.
Cribreüi, siehe Leodrisius Cribrelli. ^
Criechingen, die Grafen von Criechinqen oder CrehensWesterreich, sind eine Reichs-Gräfliche familie zum Wem.scheu LoUegio, und unter den Oder-Rheinischen kr"s geo ^1.welche an. »617. in diesen stand erhoben worden. -k°Uer po»Baron von Criechingen, war ein vatter Johannis II-seiner gemahlin Jrmgarden, Arnoldi, Herrn von Pm pvertochter, diese nahe bey Lützenburg gelegene Herrscya»zum wenigsten ein theil davon scheinet bekommen MDieser sein enckel Johannes IV. heurakhete Marg^rFriderici, Freyherr», von Beaucourt, tochter, m , pachte,das schloß Beaucourt , so ein Metzisch lehn »st- ^eil AWiewol er die Herrschafft Puttingen verlohr. De» » seinernach absterben Hertzogs Caroli äuäsLir von Dmgm> ch»mtochter Margaretha sich widersetzte , und das -passen -
Könige in Böhmen zubringen
wurde er deswegen von der Margaretha gem»m qestra" .
das lehn Puttws^eschenckel
Luxemburg dem
liano von Oesterreich , um e-ur> iry„ gelcyk"^
selbiges eingezogen, und dem Grafen von B»»m Beatender es dein Marggrafen von Baden vor Ck'
kauffet. Als hernach Johannes V. und Georgs? ^ ^
chingen sich desselben wieder anmassen wollen , »ngrillllt»^neu von Baden zu einem proceß gekommen , av