Dhilonem verlangte. Dieses erbitterte den tyrannen dermas-sen , daß er alle söhne des Crikhonis vor seinen und seinesWeibs äugen wilden und hungerigen thieren fürwerffen , undvon selbigen zerreißen ließ, auch die tochter mit gemalt weg-risse , und seinem söhn beylegte. , Es schlug aber solches fürdes tyrannen gantzes Haus gar übel aus. Siehe phrico-demus. üb. VIII.
Critias , ein söhn Caläfchri, war aus einem ansehnlichen«nd berühmten geschlechte in Athen gebürtig, und ein discipeldes Socratis. Er bezeugte aber gar bald mit seiner auffuh-rung, daß er die lehren dieses weifen mannes wenig bey sichanschlagen liesse, indem er einen von den ;o. tyrannen abgab ,welche der Lacedämonische General Lnsander Olvmx. XOIV.I. N. ;;8o. L. 4°4- über die stadt Athen setzte, nachdemer selbige unter seine botmaßigkeit gebracht hatte. Critiaswar unter diesen ;o. der allerungerechteste, und hatte ei-nen solchen haß gegen still vatterland, daß er nicht nur diestadt Athen, sondern auch das gantze Attische land zu verwü.sten, und in das äusserste elend zu setzen trachtete. Dannen-Hero auch der haß des volcks gegen ihn so groß war^ daß esSocrates selbst entgelten muste; wiewol Critias den VvcratemNicht liebte, sondern ihm vielmehr verbot, jemanden zu un-terrichten. Am allermeisten aber machte er sich dadurch ver-haßt , daß er den tod des Theramenis befördern half, und sichbemühete, daß diejenige, so von den ;o. tyrannen aus Athenverjaget waren, an keinem orte in Griechenland möchten auf-genommen werden. Es war aber dieser verjagten eine ziem-liche anzahl, so daß sie gleichsam eine kleine armee machten ,und sich mit gemalt wiederum der stadt zu bemeistern suchten;wie sie dann unter anführung des Thrafybuli den PvräeischenHafen einnahmen ; und ob sie gleich denselben wieder verlas-sen musten , dennoch den muth nicht sincken liessen; ja sie be-wiesen in r. schlachten grosse tapferkeit, in derer letzter» Cri-tias, da er tapfer föchte, das leben einbüßte. Im Übrigenwar dieser Critias noch wegen seiner beredtsamkeil berühmt,und gab auch einen Poeten ab, wie denn Plutarchus und Athe-uäus seiner elegien gedencken. Äusser zweifel ist er derjenige,der den tractat äs koücis I.3LLäNmuniorum geschrieben. Sex-tus Empiricus setzt ihn in die classe der offenbaren Atheisten.
äs faökis <L äickis Sosrgt. üb. I. <L üb. II. äs AettisOrsecor. in vic. Sopbiil. in lkkL^b.
c. 2 . in lUcibiaäe ; In Limone; In b^curgo.
lih. XI. Lc. Sexe«, , karrst. H^pocb. üb. 111.
k aäversus Mtbem. äs Hist. ürsec. äs kost. Lrsec.
Critias, siehe CrinaS.
* Critias, einer der z c>. mannen, welche die Lacedämo-stier der stadt Athen, die sie eben eingenommen hatten, gesetzethaben. Er war aus einem vornehmen geschlecht, geschickt, be-redt , und mit grossem verstände begäbet» aber darneben geitzig,gefährlich, heftig, und schiene daher seinem vatterland zur zucht-ruthe gebohren zu seyn. Nachdem er bey Lysandro ausgewür-cket, daß die Mauren zu Athen sollten geschleifet werden , er-füllte er alles mit mord und todschlag, und überträfe an grau-samkeit alle seine neben-tyrannen. Auf sein anstiften ward Al-cibiades zum tode verdammet, wie auch Theramcnes, deren bcy-ver tapferkeil und klugheit seine tyranney fast allein zu förch-ten hatte. Er verfolgete diejenigen, so von Athen vertriebenworden, bis an den ort sechsten, dahin sie sich geflüchtet hatten ,Und halte die qrausamkeit, in allen Griechischen städten so vielMöglich zu verhindern, daß sie nirgends ausgenommen würden.Diese gewaltthätigkeit war eine der Haupt - Ursachen , so dieseFlüchtlinge gleichsam nöthigte, sich wieder zusammen zu thun,und eine neue armee zu formtreu. Sie fielen in Atticam"N, und griffen unter anführung Thrafybuli den korrum ky-^eum an, wo Critias, der ihn wider sie beschützen wollte, inersten jähre der XLV. Olympus das leben einbustete,?ns ist ungefehr 400. jähr vor Christi geburt. Philostratus zehsvi Critiam unter die alten Sophisten, andere aurkoren lobenleine beredtsamkeil, setzen aber bey ihm aus, daß er von derAllheit nicht allzu gute gedancken geheget habe. Wir zweifelnwcht mit N. Bayle, daß Critias der söhn Callaschn, welcher; egren und andre getichte geschrieben hat, dieser nemlrche Cr,-uas gewesen, und zuvor, ehe er einer bemeldter ;o. tyran,An geworden, Socratis lehrjünqer gewesen sey.
-A äiL L fasst. Sosraris Üb. II.' ; in vw. Sophist.
, in Tkr-t^bulo L älsibisäe. in
Lr'^a , in Lruto. Oiist-Oritigue.
d-n der urheber eines historischen wercks von verschie.
»,Abn völckern, und unter andern von den Lacedamoniern; Pol-^rgedeneket seiner üb. VII. c.undAthenans üb. II- Cle-^Lxrmärinu8 hat UNs lib. VI. Kromat. ein schönes^,.von ihm aufbehalten. Wem ansehen nach lst es derZwilche, welchen auch Plutarchus in semem Tvsurgo undanziehet.
h.Critobulus, ein berühmter Msäisus, welcher in der LX.lick^k- ^er st. X. 414. lebte; dieser zog mit solcher geschlck-'MM einen pfeil aus des Königs in Macedomen , Phmppt,veE" ' daß man es nachgehends nicht mercken konnte, daß ercrwlmdet gewesen. üb. VII. c.vistsr. L>eEa» //. Theil»
* CritodeMus von Co, ein Nachkömmling deS bekanntenAesculapn, war einer von des Alexandri N. stlsäisi», welcherihn an der wunde, die er in der eroberung der stadt derer stl-ä-lormn bekommen, glücklich curiret, also daß er ihm den grossenund wiedergekehrten pfeil ausgeschnitten. äs 'expeck.
stlex. VI. ii.
Tritognatus, ein vornehmer Arvernier in Gallien, welchersich vor die freyheit ferner nation erklärte, und es mit dem Ver,cingetorix hielte. Denn q,s der Gallier armee von Cäsare inAlesia, so anjetzo Allst Heister, im Hertzogthum Bnrgundienbelagert wurde, und grossen Mangel an Proviant zu leiden an,fieng, riechen die meisten entweder zu einer capitulation, oderzu einem behertztm ausfalle, damit sie als fechtende soldatensterben möchten. Allein Cntognarus sagte, daß er keines vonbeyden gut hiesse, sondern für gut ansehe, daß man bis aufsäusserste aushalten, und m solchem falle den alten Galliernnachahmen sollte, welche , als sie von den Teuwnibus undCimbcrn aufs engste eingeschlossen und in die gröste noch ge-bracht worden, ihre nahrung von dem fleische derjenigen ge,sucht hätten, welche alters halben zu fechten nicht tüchtig ge-wesen wären. Dieser Vorschlag wurde auch angenommen, unddie Gallier erhielten bald darnach succurs, konnten aber den-noch nicht die Römer aus ihren verschantzungen treiben;und nähme die gantze delagerung für sie einen sehr schlimmenausgang. Von Critognato geschiehet fernerweit Meldung.äs bell. 6alüco üb. VII. *
Critolaus, ein Griechischer geschicht-schreiber,von dem mannicht weiß , wenn er gelebet, sondern nur, daß er einen tra-ctat von den Lxirocis geschrieben, davon Plutarchus das drit.te buch anführet, wie auch in dem leben Periclis, des Crito-lai buch von der Astronomie, kkTnomens genannt. AulusGellius, welcher auch seiner gedencket, citiret einen Crito»laum, welcher der Peripatctischen stcte zugethan gewesen,und meldet, daß er samt Diogene, einem Stoischen, und Car.neade, einem Akademischen lstulolbpbo, nach Rom gesandt wor-den , welches auch Macrobius in seinem ersten buche der Sa-turnsllum berichtet. Einige scribenten halten dafür, daß derUlstoricus und kbilolbpbu« nur eine Person gewesen, wel-ches , wo es wahr, die eigentliche zeit des geschicht-schreibersCntolat nicht mehr ungewiß seyn könnte , weil diese Ge-sandtschafft obiger Weltweistn gegen ende des sechsten jahr-hunderts nach erbauunq der stadt Rom eingefallen ist. Essind aber unter den Griechen fast zu allen zelten mehrere Cri-toiai gewesen, so, daß sich hievon gar nichts sicheres schlies-st» laßt. c?rc-. äs Orat. üb. I. L II. üb. VII. L. 14.
üb. XI. c. 9. Saturn. Ijb. I. c. ;.
Critolaus, Reximachi söhn, ein bürqer aus der Arcadk,scheu stadt Tegea , war der älteste unter den brüdern , wel-che mit des Damostrati, eines bürgers von Pheneus, einerandern Arcadischen stadt, söhnen stritten, um durch solchesgefechte den langwierigen krieg dieser beyden städte aufzuhe-ben. Beyde bruder des Critolai wurden getödtet, nachdemsie ihre Widersacher verwundet hatten ; allein Critolaus brach,te seinen gegüer, nahmens Demvticus um, und verwundete die2. andern. Als er aber nach erhalkung dieses sieges wieder zu-rücke kam, und seine schwester Damodice, welche mit Demo»tico ehlich versprochen war, mitten unter dem frolocken dereinwohner in Tegea sich allein nicht freuen wollte, verdroß sol-ches den Critolanm dergestalt, daß er sie umbrachte. Daraufverklagte ihn zwar ihre mutter vor dem Stadt-Rathe, allein dieeinwohner zu Tegea wollten ihn nicht verdammen lassen, inansthung, daß er ihnen ihre freyheit wiederum zuwege gebracht,und sie von ihren feinden erlöset hatte. , in psrall.
Xom-m. A 6r°ecor.
Triton, ein Athenienser, war ein kkilolbpbus, und lebteL. ll. ;zo. 01 )>mp. XLIV. L. N. ;;8c>. L. L. 404. Er war ei-ner von den eifrigsten discipeln des Socratis, so, daß er ihmauch dasjenige, was er zu seiner nothdurft brauchte, darreichte.Critodulus, Hermogenes, Ctestppus und Epigenes seine kinderwaren discipel dieses berühmten kkilolbpbi. Er hat auch 17.älslogos geschrieben, deren titul Diogenes Laertius üb. II. an-führet. Xe»o§Lor., äs taÄis L <ÜÄ>8 Snorst. üb. I. F'/ata , inkb°eäro in Lritone. in vsce Lriton.
Triton, ,(Iacobus) ein Schottländer, war ein söhn Rober-ti, aus der Königlichen Stuartischen familie. Im 21. jähre sei-nes alters hatte er es bereits soweit gebracht, daß erio. spra,chen redete. Er war in der Philosophie, Theologie, Mathe,matic und Humsnioribus wohl erfahren, und dabey in den exer-cmis überaus geschickt. Die innerlichen religions-kriege zwan-gen ihn, sein vatterland zn verlassen ; dannenhero er sich nachVenedig begab, und von bannen eine reise nach Padua that,woselbst er sich bey den Gelehrten in die gröste Verwunderungsetzte. Einige zeit, darauf kam er wieder nach Venedia, unddefendirte daselbst öffentlich einige rbeies aus allen wissenschass»ten, wie Picus Mirandnlanus gethan hat. Zu seinen» nnalückeaber reiste er endlich nach Mantua, dem Hertzoge Wilhelmo vonGonzaga zu gefallen , und wurde daselbst unverhofft aetödtet.Denn da er einsmals des nachts allein mit einer chitarre undeinem degen auf der gaffen gieng, begegnete ihm der Prrntz Bin.centius, und wollte probiren, ob dieser junge mensch so viel
Mmmrnz tapfer.