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* Crinls, ein Priester Apollinis in der insul Cretci, wurdegestraft, dieweil er den dienst seines gottes versäumet hatte,denn die ratzen und mause frästen ihm alle seine früchte aufdem selbe dermaßen ab , daß er ein gantzes jähr lang davonnicht das geringste sammlen konnte. Dieser Priester wurdedurch diesen Unfall so sehr gerühret, daß er sich wieder seinerPflicht erinnerte, und mit grossem eifer Apollini die gewöhnlicheopfer brachte. Dieser gott war aber auch nicht undanckbar,denn er verziehe dem Priester seinen begangenen fehler, undtödtete alle diese schädliche thiere mit ftinen pfeilen, welches einschöner zeit-vertreib für diesen gott der wissenschafften war, undein handgreifliches beyspiel ist, wie die Priester mögen zu ihrerPflicht gebracht werden. Von dieser begebenheit soll Apolloden beynahmen Lmymksus bekommen haben, denn in der Cre-tischen spräche wurden diese schändliche thiere Lm^nrkes geheif,sen. Viäe Texis. (lniv.
Crinisus, oder vielmehr Crimisus, ein fluß im westlichentheile von Sicilien, welcher anjetzo il öelici äettro genennet wird,entspringet im thäte Mazara, 28. Meilen von Palermo, und er-zeugt sich in das meer von Tunis. Virgilius fabuliret vondiesem flusse, daß er mit Aegesta, einer tochter des Hippotes, ei.nes vornehmen Trojaners, Acestem, den König in Sicilien ,gezeuget. lib. V. Lneiä.
Crimtus, (Petrus) von Florentz, lebte um das jähr 1504.und war wegen seiner gelehrsamkeit berühmt. Sein eigentlicherNahme war Riccius, wie Paulus Iovius berichtet. Er warein schüler des Angeli Politiani und Hugolini Verrini , undnach des ersten tobe docirte er die lärems elegsnuore8 zu Flo-rentz, hatte auch unterschiedene junge Edelleuthe unter seinerInformation, mit welchen er aber gar zu familiär lebte, undalle unanständige dinge mitmachte, wodurch er sich auch seinentod zugezogen. Denn als er einsmals mit ihnen in compaguiewarf und gar zu frey redete, schmiß ihm einer von seinen Gü-tern , der sich betruncken hatte, eine kanne voll, weins ins ge-sichte; welchen schimpf er sich dermaßen zu gemüthe zog , daßer von Verdruß im 40. jähre seines alters starb. Er hat ver-fertiget 2. bücher von getichten : äs boneiis vilciplins libr.XXV. äs koetis I/ätini8 lib. V. und auch versprochen, das le-ben der Lrammaücorum nebst andern fachen heraus zu geben ,die aber niemals an tag gekommen. , in eloZ. s. 55.
5^er-!',»«,, äs iliutkr. klorent. lib. II. lib. I.
äs kosc. kui temp. bibl. tom. II. p'o//,,« , äs lliü.
Tat. lib. III. c. ir. bibl. sntig. 170;. *
LRkOKOTITM, von sries, lind /Z«'-V^ü>, jscio,war ein opfer, da man der msgnD Ast» Osorum, oder auchder göttin Isis einen Widder brachte. Es muste derselbe erstangebunden, und hernach mit einer axt oder keule todt geschla-gen werden. Dergleichen opfer geschahen nur bey gar sonder-baren gelegenheiten , vornemlich für die Wohlfahrt der Kay-ser und ihres Hauses. Einige geben vor , die Heyden hät-ten dieses von dem Abraham gelernet. ^»//H, äs iäob II.clitti I. c. t'r/r/c««, lib. OXLIV.gpuä 6rut. *
(srioles, ist ein nähme', welcher den familien, so von denersten Spaniern herstammen, die sich in dem Amerikanischentheile Mexico niedergelassen, anfangs gegeben worden. Manhat aber denselben seither» auf alle die erstrecket, welche von Spa-nischen eitern in America gebohren sind , weil man diese fürkeine rechte Spanier haltet , auch ihnen deswegen nie keinwichtiges amt anvertrauen will, aus forcht, sie möchten eiu-rnal'helffen, America, so in der that ihr eigentliches vatterlandist, von dein Spanischen Reich abreißen. Es lasset sich auchin der that schon seit mehr als hundert jähren ein ziemlicherhaß und eifersucht zwischen diesen Criolen und den wahrenSpaniern verspüren , welches vielleicht schon zu vieler Un-ruhe anlas gegeben hätte , wo es den Criolen nicht so garsehr an hertzhafftigkeit mangelte. , voisgs äs
1'Lmer. *
* Erionera, lat. Lrioners, ein fluß in Natolien, der auf demberge Taurus entspringt, die stadt Landelar in Caramanienvorbey fließt, und hernach zu Süden in das Mittelländischemeer fallt.
* Cripius, (Wilh.) ein Niederländischer Rechtsgelehrter,
lebte in dem XVI. fteculo, und war erstlich 8ynäicus in Delft,hernach ein mitglied des Raths von Flandern , endlich aberCantzler zu Geldern. Er hat Lpigrsmmsrs, und ein artig büch-lein pro Lonlolstione Lcscorum geschrieben. bibl. ksIZ.
Sein söhn gleiches nahmens war ein guter Poet und Hiüoricus,und gab das leben St. Gerlaci, welches ein Anonymus um dasjähr ir;o. geschrieben, in einem compsnäio zu Cöln 1607.heraus, ärben.
* Crisconus, oder Grisconus, (Barthol.) ein Neapolita,
ner vom Adel , war. anfangs V. 8. Xekerenäsrius, hernachBischofs zu Umbriatico , von dar ihn aber Jnnocentius X.well er die zu Cantanzaro von neuem rege gewordene sogenann-te 8eckam chäsi?^ntium auf verlangen des Inquisitions-Lolle.zü gantzllch ausgetilgt, an. 1647. nach Caserta versetzte. Erbrachte allhier den Bischöfflichen pallast, nahmens Is Lsvslle-» 23 , vollends zu stände, und starb zu Neapolis den l6. aprilan. 1660. ' Irsl. Lcr. wm. VI. L IX.
Crispalt, rst ein hohes Alp-gebürge in Rhätien, zwischen
dem land Ury und Urselerthal und den Graubündtnern. Dervordere Rhein hat seinen Ursprung auf diesem berge. *
* Erispinus, ein Griechischer geschicht-schreiber, und der ur-Heber der ledens - beschreibung des H. Paternii, Bischoffs zuLampsacus, welche wir in Simeone Metaphraste, auch in Latei-nischer spräche haben, wie auch in Surio und Bollando row. l-7. ksbr. Wen» er gelebet, ist ungewiß.
Crispo, (Tiberius) Cardinal, Ertz-BWoff von Amalsi,war zu Rom den ;i. jan. an. 1498. gebohren. Er hatte eine son-derbare Neigung zu den 8wäiis elegsmioribus, machtedarinnen grosse progressen, da er denn wegen seines guten Ver-standes von dem Cardinal Farnese in dienste genommen ward.Als selbiger unter dem nahmen Paust III. den Päpstlichen thronbestiegen, suchte er auch den Crispo , welchen er jederzeit Mästimiret hatte, zu erheben; gab ihm dannenhero unterschiede-ne wichtige bedienungen, und endlich an. 1544. im dec. dchCarbinals-Hut. Nach diesem erlangte er auch das Ertz - Bw-thum zu Amalfi, die Bißthümmer Sutri, Sabina, rc. undstarb zu Sutri den 6. oct. an. i;6S. bist. äesklara.
§-L.
Crispus, oder Flavrus Julius Crispus, Kaysers Consta»-tini N. söhn, welcher ihm von seiner ersten gemahlin Minss-vina zu Arles gebohren worden. Lactantius Firmianus war Mlehrmeister, und Constantinus A. welcher ihn sehr liebte, mach'»ihn wegen seiner lugenden an.zum t.Llsr, welchen titule»auch damals Constantino, den er mit der andern gemaMFausta erzeuget, gab. Er hielte sich auch dabey sehr wohl/schlüge die Francken und Alemanmer ums jähr z-o. «vozwang sie den frieden zu begehren. Auch einige jähre daraus/als lein vatter wider Licinium in krieg verfallen war, zerrEtete er dessen flotte gäntzlich, und trüge also zu dessen unterdru-ckung ein grosses bey. Wegen diesem allem fürchtete Fausta/daß Crispus ihrem söhne Constantino, weil er ihm an tapferm'«nd klugheit überlegen war, nachtheilig fallen möchte; stcusssich daher, als wenn sie ihn, Unzucht mit ihr zu begehen, ra-tzen wollte, und als er hierein v'cht willigen wollte , verklEsie ihn,bey ihrem gemahl, als wenn er ihr mit gemalt Wehre hätte rauben wollen ; worüber Constantinus dermalst"entrüstet worden, daß er den Crispum zu Pola , einer stadkJstrien, umzubringen befohlen. Ais aber seine Mutter Helm"den betrug der Faustä entdecket, hat der Kayser sie an.in eine bad - stube einsperren , und darinnen durch Hitze u>Udampf ersticken lassen. Dieser Herr hatte eine aemahlin,auch Helena hiesse, wegen deren glücklichen embindung C0"stankinus in einer lexe, die noch in Loä. Tbeoä. befindlich, u §gefangenen ihre Missethaten erlaßt. in Lonst. öl- "
8- in SLtal. Ls. *
Crispus, (Johannes Baptista) ein Tbeologus und Poet AXVI. ÜLLulo, war von Galstpoli in dem Königreiche NeapE'Er hat sich durch unterschiedene schristen bekannt gemacht, wor-unter sonderlich sein Merck äs Ltbnicis kbüosopbis csuts 1.'xenäis bekannt ist, welches zu Rom an. 1594. in folio gehM"worden. Man hat auch von ihm das leben Sannazarü - 'Orationes von dem kriege Wider die Türcken ; äs Aeäici sstäibus ; Orstionem sä Live» stiv8 Lsllipolitsnos Ls. -k'oA'evsxpsr. 8. tom. II. T'o/'M bibl. blespolit. p. i zr.
* Crissa, eine alte Griechische stadt in Achaja, liegt zwE^den ruinen von Delphis und dem Golfo äi Salona gerat»mitte, anderthalb stunde von beyden ab. , vicl.
* Crißamis, ein schäfer aus der insnl Co. Alldieweil er st'ner schaafen hütete, warb er eines grossen brachen, gew^mder ihm etliche derselben wegnahm, und hatte das gluck ryn ^erlegen. Die nacht darauf träumete ihm, als begehrtebrache von ihm, daß er ihn begraben möchte. Crissamw
es für einen gemeinen träum, und thäte folglich nichtihm darinnen anbefohlen worden. Er gieng aber bald dar» ^mit seinem gantzen Hause jämmerlich zu gründ. Suldas vdiese fabel.
Critheis, des Homeri Mutter, war aus der stadtAeolien , einer provintz in Klein-Asien, gebürtig, einedes Atelles, welcher bey seinem tobe seinen bruder Mao» »^,Vormund über sie setzte. Dieser verliebte sich in seine o«und schwängerte sie ; damit sie aber noch bey ehren ery» Ge-werben möchte, verheurathete er sie an Phemium, e"W" chrühmten Lrsmmstisum aus der stadt Smyrna. A-lewo«Herodotus der Critheis Melanopum zum vatter , gvcKmund aber einen Argiver nahmens Cleanactem gieber »dabey meldet, daß sie nicht von ihrem Vormünder , w.^rkvon einem andern, den er nicht nennet, wäre gejw»»»worden. Wie dem allem, so bekam das kind, das v»gebohren wurde, den nahmen Melesigenes, weil es ' §,gterüftr des flusses Meles , welcher bey den mauren ^^csstadt vorbey lauft , gebohren worden. Dieser 'Mit-nahm hernach den nahmen Homerus an, welcher .chischen so viel heißt als blind , weil er sein M*
ren hatte, wie Plutarchus solches erzehlet , davon ässtoteles gantz anderer meynung ist, lib. III. kost.vits llomeri. * . „
Crtthon, war einer von den vornehmste» bürgeAchaischen stadt Oeanthus, welcher seine tocMr > ^hn.dem tyrannen Phricodemo versagte, der sie vor Ph,l^