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ärgerliche- und unzüchtiges aus den alten büchern vorkommenMogte, deswegen er loc6i6orum Verborum kgrrsginem schrieb,»»d den comödien des Terentii seinen ^okepkum salkum ent-Segen setzte. Als er von dem Könige in Portugall bey aufrich-rung der Academie zu Coimbra dahin eingelagen wurde, schluger solches seiner alten Mutter zu liebe aus, bey welcher er auchvts in ihr 8». jähr geblieben. Nachdem aber der Magistrat sichNicht danckbar genug gegen ihn ausgeführet, trat er rm ;ostenlahre seines alters eine reise zu fuß nach Rom an , allwo ervon dem H. Jgnatio in die Societät aufgenommen wurde. Er<It aber, weil er zu einer ungesunden jahrs-zeit daselbst an-kommen , bald kranck worden, und in wenig tagen, an. > ;;c>.gestorben. Sonst ist seine schreib - art wegen ihrer artigkeitvnd reinigkeit lobens-würdig. /««« L-itav. bidl.
bibl. Leig. , jugemens cies 83V3NL sur Iss
vrsmm. üaftnL.
LKOOO, ein abgott der alten Sachsen, welcher inson-derheit auf dem schlösse Hartesburg auf dem hohen bergeiwrschen der stadt Goslar und dem Blocks-berge verehret wur-de , und daselbst abgebildet war als ein alter mann, welcherauf einem fische, den man einen barsch zu nennen pfleget, stun-de , und in der lincken Hand ein rad, in der rechten aber ri-tten eymer mit wasser, rosen und andern fruchten hielte. Ersoll der alten Teutschen Saturnus gewesen seyn, welches auchnicht unwahrscheinlich. Denn zu geschweige», daß das wortLroäo, dem Griechischen , welches 8-itnriium bedeu-tet , etwas gleich klinget, so kommen auch die andern umstän-de des Lroäoni» mit dem, was dem Saturns pfleget beygelegt-u werden, überein. L ««rr. 8nxc>n. üb. n. SAP. 12.Sächsische chronick. Arnkiels Cimbrische Heyden - religion.Valvasors Crain, UK. I. x. 56. feg.
. Crodon, ein ort, welcher an der see-küste von der Fran,-osistyen provintz Bretagne, zwischen Brest und Quimpercoren-tin, läge, und von einem nächst dabey gelegenen dorfe dennahmen hatte. Dle Spanier und Ligisten hatten eine ziemlichstarcke vestung daraus gemacht, und zwar in der form eines ir-reguliren brevecks, welches auf einem jähen seifen stund, so«»fallen selten von dem meer umgeben war, ausgenommenein strich landes, welcher ungefehr r;o. schritte lang war,Nnd an dem ende durch 2. bastionen, so man auf die art vontenaillen ausgeführt, beschützet ward. Das Haupt-absehen beydieser fortification war dieses, daß man von daraus capereytreiben, und die vorbey paßirende kauffarthey-flotten zu entrich-tlmg eines gewissen zolls zwingen wollte. Den Engelländernstünde dieses so wenig an, als dem Könige von Frankreich,Henrico IV dannenhero auf dieses letztem bitte jene , unterAnführung des Ritters Norris, an. i;94- mit behülflich wa.ven, solchen ort den Spaniern abzunehmen. Der FranzösischeMarschaü ä'Aumont commandirte die belagerung. Es lagtin alter Spanischer Obrister, nahmens Praxedes, mit 400.Mann von seinen landsleuthen darinnen, welche eine verzweifel-te gegenwehr thaten. Allein nachdem viel brave leuthe, wor-unter der berühmte Ritter Martin Forbisher war, ihr re-tten davor eingebüßet, gieng die vestung, vvrnemlich durchder Engelländer tapferkeit, mit stürm über, und zwar erst imvierten anlauf, nachdem andere nach einander vergeblichgewesen waren; und fast die gantze garnison muste über dietlinge springen. Der Spanische General, Don Juan 6sAgvjla, machte anstatt, mit 4000. mann auserlesener troup,pen diesen ort zu entsetzen ; allein er kam zu spät, und allevestungs - wercke wurden gleich nach der eroberung der erdegleich gemacht. Oe hilf. 6'6ngl. tom. II. g. ;44-ver'»?, bist. äs srsncs tom. III. p. 1124. *
* Eröstus, (Gerhardus) war zu Amsterdam den 25. apr. an.;?4r. gebohren, und wurde von seinen eitern gleich dem 8m-Mc> Tkeoiogico gewiedmet. Als er demnach die Kumsniors inUlnem vatterlande unter Hadriano Junio und Arnolds Sen-guerdo wohl begriffen, kam er nach Leiden, allwo er in llceolo-des Johannis Cocceii nnd Iohannis Hornbeccii, in kki-'owFicis aber des Joh. Friderici Gronovii und Georgii HorniiUnterweisung sich mit vielem nutzen 4. jähr lang bedienet. Dar-zwt nahm man ihn zu Amsterdam unter die O-mäläsws Tl>ec>-auf,als es sich bald hernach fügte, daß er, als SchiU-Pre.vrger, milder flotte des Admirals Angelii 6s Ruiter nach Qmyr-A §u gehen, den beruf erhielte. Er folgte auch demselben, undumte unterwegens gelegenheit einen theil von Engelland, Spa-? fn, Mauritanien, Italien, Sicilien, und den Griechischen m«'"ch auf dem LrsKipelaM zu besehen; auch zu Dmyrna denUm Tanf-sÄum an einem Griechischen kindezu üben, deralei-Mn er auf seiner rückreise in Spanien an einem mann aus Ba-;avla auf dem schiffe verrichtete. Nach seiner zuruckkunft wur-Um als Prediger nach Norwich in Engelland verlanget, erM 'ä es aber aus, und nahm dagegen den dienst eines Garm.!?n.Predigers zu Ypern an. Nach einiger zeit, a s er ohnge-reyr bey Albla, einem in Süd-Holland unweit Dordrecht gele,»men flecken, durchreisete, und sich auf verlangen der cinwoh-
im predigen hören liesse, gefiel er denselben so wohl, daßdjD" auf der stelle zu ihrem Pfarrer ernennten, er trat auchgesamt an. 1678. an, und verwaltete dasselbige bis ihn derU M Dordrecht an. 1710. den 2. may hinweg raffte. Ausser^ bekannten Mstoria tzuslcerorum, und dem K/Sg«,«
^ justorla Ksbr«orum ab Komsrs ja 06 /üea S: Illsäs coa.
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kcripts, welche gedruckt sind, hat er noch Kamen LKmiranristomnm sltsrum, ingleichen 8carum Lotsnl-V, ssu Helstionem6s Origine, kroZrellu, XeZimine, üeliZions, liloribus, öellis6cc. krovincinrum Intel Menum L Moüun aä snaum ei-gne 1710. in manuscript hinterlassen. Lff-Lst-!,.
«I. II. kille. II. p. )8r. kegg.
Crösus, König in Lvdien, folgte aufAkyatten seinen vatter
AI. Z42ö. 6. L. 558. lll. L. ry6. OI7MP. n und war ei-ner der mächtigsten und reichsten Potentaten zu feiner zeit. Erwar der erste, welcher die Griechen in Asten ihrer fceyheit be»raubete, und alle deren stadte bis aus meer zinsbar machte.Desgleichen brachte er auch die Phrygier, Mysier, Paphlago-nier, Carier, die damal m Asien wohnende Thracier, undverschiedene andere völcker unter sich, war aber dabey sehehochmüthig, wie aus dein discurst, den er mit Solone gehalten,erhellet, da er ihn einsmals gefraaet, was er dann von seinerehre und glückseligkeit hielte, und ob er wol dächte , daß einglückseligerer mensch, als er, in der weit wäre, worauf aberSolon geantwortet: daß seinem beduncken nach , Tellus , einÄtheniensifcher bürger, welcher, da er verschiedene wohlgera»theile kinder vor sich sahe, und sein Haus in guten stand gesetzet,zuletzt nach gewonnener schlacht für das vatterland in dem siegfeldsten das leben verlohren, weit glückseliger wäre, weil mankeinen menschen vor seinem tobe recht glückselig nennen könn-te. Aus einer andern ebenfalls gar vernünftigen Ursache setzteaus ferners befragen Solon den Cleobis und Brton unter dieglückseligsten, welche er noch gekennet. Dieses verdroß damalsden Crösum heftig, und wollte er nicht viel von SolonisWeisheit halten. Allein nicht lange darnach begab fichs, daßer in dem wider Cyrum, den Konig in Persien, angefange-nen kriege geschlagen, und in der Haupt-stadt seines KönigreichsSardis gefangen wurde, N. 7440- 6. L. 544- V. 0. 210.Olxmp. ÜIX. I. im l4. jähre seiner regierung und im 170.nach Gvgis regierung, welcher der erste von der linie der hier.mniMsrum war, aus welcher Crösus entsprossen. Weil nunCvrus des Crösi gern los seyn wollte, ließ er ihn auf einen gros-sen fcheilerhauffen setzen; da dann dieser, als er seinen tod voräugen sahe, anfieng dasjenige, was Solon von der menschli-chen glückseligkeit mit ihm geredet, zu bedencken, und des-wegen ausrüste: 0 Solon, Solon. Als man dieses Cyro hin-terbrachte, befahl er, alsobald das feuer wieder auszulöschen,schenctte ihm das leben, behielt ihn bey sich, und bedientesich seines raths bey allen gelegenheiten, recommendirte ihmauch, da er sterben wollte, seinen söhn Cambysen. Jedochwie dieses letztere, daß Crösus, nachdem er in der Perser ge-malt kommen, bey Cyro und Cambyse wohl gehalten worden,und stets in ansehen gewesen, unstreitig wahr; also soll mairnicht vergessen, daß schon Plutarchus in nachrcchnung der rei-ten befunden habe, wie das gantze gespräch des Solons mitCrösv nicht wohl könne platz haben, Massen der erstere seinereisen vor der I>. Ot^mpislls geendet, Crösus aber vor der ülV.sein Reich nicht angefangen. (Siehe auch Lyrus. ' Wenn aberCrösus gestorben, ist unbekannt. Er hatte im übrigen ?. söh-ne , welche zwar dem nahmen nach unbekannt, jedoch in derHistorie berühmt sind. Der erste war an Cyri Hofe, als eingrifft, ließ sich aber mit in eine cvnspiration wider diesen Kö.nig verwickeln, und wurde hernach, als er offenbar worden,vor seines vatters äugen umgebracht. Der andre war stumm,und als man das Orseulum um die Ursache dieses mangelsbefraget, wurde zur antwort gegeben, daß der König nichtursach hätte ru wünschen, daß er reden möchte: denn das wür-de der unglückseligste tag in seinem gantzen leben seyn , an wel-chem dieses kind würde anfangen zu reden; welches auch ein.getroffen. Dann an eben demsclbigen tage, da Sardis ero-bert , und der König gefangen wurde, begab stchs , daß einPersiamscher soldat sein schwerdt über den Crösum zuckte, wo-rüber sein stummer söhn bermassen erschrack, daß er durch ei-nen wunderbaren zwang der natur ausrief: Soldat, halt in-ne, und schlage nicht todt; es ist der König. Von welcher zeitan er auch vollkommen reden konnte. Bey dem jüngsten söh-ne des Crösi war sonderbar, daß, so bald er war gebohrenworden, er auch anfieng deutlich zu reden, welches als einetraurige Anzeigung des bevorstehenden Untergangs des König-reichs Lydien aufgenommen wurde. N^oä.Iib.I.
I. c. 7- in 8»ione. ^l«.
/«, Lc. *
ckroft, (Iacobus) ein Engeüändischer Ritter. Unter -erregierung Eduarde VI. ließ er in beschhtzung der stadt Habingtonin Schottland wider die Franzosen eine sonderbare tapferkeitsehen. Itztgedachter König machte ihn darauf zum Lord-De,puty in Irrland. Die Konigin Maria erklärte ihn in die acht.Allein die Königin Elisabeth restituirte ihn, und machte ihnzum Gouverneur von Berwick, wie auch von der östlichen qe-aend, ingleichen zum Controleur ihres Hauses, und an. 1-88.zn einem von ihren Bevollmächtigten bey den friedens-tractaten,welche zu Bourbourg zwischen Spanien und Engelland ange-stellt wurden. Weil er hierbey (wrewol aus guter Meynung)seine commchon überschreiten, so ward er nach seiner zu-rückkunft gefangen gesetzt , jedoch bald wieder auf freyenfuß gestellt. Im udregen erweckten ihm seine Verdienste vielneider bey Hofe; er halte aber das gluck ajlczfttüber siezn tri-umphiern. Endlich starberan. izyo. m einem hohen alter ,Mmyiy, 4 ' in