970 cro
c r o
lich mit »»ermüdetem fleiß bis an sein end besorgte; welchessich an. 1709. den 27. sept. ereignet. Er hatte sich zweymal ver-heurathet, und hinterließ aus beyden ehe» einige kinder; vonwelchen aus der erster» ehe Jacobuo Lrollius an. 1740. beydem oberwehnten zu Herschfeld LonreÄor, und
Johann Philipp Crollius zu Zweybrücken Ober-Consisto-rial-Meklor, auch bey dem daselbsten üsctor und
krokssior war. Er war ein guter Redner, wie davon zeugenseine Or-ttio k2HL87riL2, die er an. 1687. auf die Vermahlungdes Königs in Portugal! mit der Chur-Pfältzischen PrintzeßinMaria Sophia Elisabeth» den 4. iul. zu Heidelberg, im nah-men der gesamten Universität, gehalten ; ingleichen seine Mo-cuUo an Churfürst Johann Wilhelm zu Pfaltz, als derselbe desberühmten Grämt bibliotheck erkauft, und der Universität zuHeidelberg gefchenckt; die beyde in den druck ausgegangen,jene an. 1687. diesean. 170;. rc. (2) k. V. üisioriss
L^innLliorum L 8LlioI-rrum selebrium, x>. 60. ora-
rione parentsü ejus memoriL 6ic2t2, p. 6. 7. (b)
6. l. p. 8- 9- (c) tum Herbornse e'imm. (6)
6. I. p. n. (e) cl. 1. p. 12. " ( f) 6. I.
cum HsiäelbergL säitum. (g) cl. I.
x. 16. (ti) ttE , cl. 1. p. 16. L feg. (i) /aler« , 6. I. p. 21.
Cromartie, ist eine ftadt an der östlichen küste der Schott-ländischen Grafschafft Rosse, an der spitze eines meer-dusens ge-legen , welcher davon tbs kMk of Lromsrtie genennet wird ,und 1?. Englische meilen lang, an manchen orten aber zweybreit ist. Der allda befindliche Hafen wird wegen seiner grosseund sicherheit vor den besten nicht nur von gantz Schottland,sondern auch von der gantzen östlichen küste von Groß-Britan-uien, gehalten. Man findet auch, daß er deswegen bey einigen6eossr3phi8 den nahmen korws f-ämis bekommen. Im übri-gen sührt dieses Cromartie, nebst der benachbarten gegend, dentitul einer Vice-Grafschafft, wovon sich das geschlecht der Her-ren von Urghard schreibt. Lrltgim. n-üb tbe 26-
clitions. ökevere//, 6süc. 6s kLcasse, p. 1286.
* Lromdach, eine kleine studt und amt in der GrafschafftNassau-Siegen , an dem sogenannten Rothen berge an dergrentze des Hertzogthums Westphalen, nicht weit von der stadtSiegen gegen norden.
* Cromelin, (Petrus) gebürtig von Lyon , allwo er an.168;. gedohren worden , ward in seinem zweyten jähre schonvon seiner immer nach Lausanne gebracht, allwo er auchuachgehends seine studien anfienge, solche aber zu Genf absol-virte, und auch an. 1706. allda pro Mmilscko examiniret, undmit rühm admittiret wurde. Nachdem er drey verschiedenekirchen auf der landschafft bedienet hatte, ward er an. 1718.in die stadt beruffen , und versähe allda die ihm aufgetragenestelle mit allgemeinem beyfall; kaum aber war er diesem amtein jähr lang vorgestanden , als ihm an. 1719. die kroksssioIfitsmrum bumsliiorum ist aufgetragen worden , dazu ihn seineungemeine erfahrenheit in der Griechischen und Lateinischenspräche sowol als die deutliche lehr-art, welche er befasse, vorandern tüchtig machte. Ein unglücklicher fall, in welchem erden einten schenckel auseinander gefallen hatte, war der anlasseines todes. Er verlvhre von tag zu tag seine brassten, undda endlich ein fieber dazu geschlagen, starb erden ir. jenneran. 1719. seines alters 56. jähr und etliche monat. Es hatihm zu nicht geringem tröst gedienet, daß sein söhn sich in demstände gefunden, an seine statt, während seiner kranckheit, seineIsÄione« zu versehen. Wenige tage nach seinem tode hat derRath der stadt Genf den gelehrten söhn eines so wohl verdien-ten vatters zum krofsifore Honomrio Hiüori-e Livilii- ernennet.
Cromer, (Martinusl Bischofs zu Warmien oder Werme-land, war gebürtig von Biecz, einer stadt in der CracauischenWoywodschafft. Er legte den gründ seiner studien auf der Cra-cauischen Universität, unter anführung Johannis 6s Casimiria,wurde auch beyder Rechten voökor, und damit er sich noch voll-kommener machen möchte, that er eine reist durch Teutschlandund Italien, nach deren Vollendung er sich des Cron - CantzlersJohannes Chomsky, welcher auch Bischofs zu Cracau war,sonderbare gewogenheit zuwege brachte. Es schien zwar durchden frühzeitigen tod dieses Cron - Cantzlers das glück MartiniCromeri einen grossen stoß zu leiden ; allein dessen Nachfolgerin dem Cracauischen Bißthume Petrus Gamratns nahm sichseiner nicht weniger an, wodurch dieser gelegenheit bekam, indem 8;mo6o zu Petrikow eine rede 6e Di§nit2te 82cer6ot2Üzu halten, welche auch gedruckt ist. Eben dieser Bischoff gabihm ein Canonicat zu Cracau, und verschaffte ihm unterschied-liche andere Leneksia, bis er endlich Königlicher 8esretariu8wurde. Der König Sigismundus Augustus befahl ihm dar-auf, das Reichs - archiv zu revidiren, welches er nicht allein mitsonderbarer gefchicklichkeit verrichtete, sondern dadurch auchgute hülffs-mittel bekam, sein Lbroiüsori 6s Origine <L üebusxsst>8 polcmorum, so in 10. büchern bestehet, und bis auf diezelten des Königs Sigismundi I. gehet, zu verfertigen; welches.werck von den Gelehrten mit grossem vergnügen aufgenommen,und unterschiedene mal gedruckt worden. Der König Sigis-mundus Augustus erhub ihn auch in den Adel - stand, undbrauchte ihn zu unterschiedenen Verrichtungen; denn er schickteihn nebst andern als Legaten an den Kayser Carolum V. undals dieser dem Reiche abgedanckt, verwaltete er das amt eines
ordinär! Ambassadorn bey dem Kayser Ferdinands sieben jährtnachdem er auch vorher an dem Päpstlichen Hofe dergleichenverrichtet hatte. Nächst diesem wurde er auch an die Hanste-städte geschickt, und ferner wohnte er an. 1570. den friedens-tractaten zu Stettin zwischen Schweden, Danemarck und derstadt Lübeck, als Abgesandter des Königs von Polen, mit bev.Endlich als der Cardinal Hosins, welcher dem TridentinischeneonsiUo (aufwelchem sich auch Cromerus befunden) im nah-men des Papsts vorgestanden, und aufs neue von dem PapstePro IV. nach Rom beruffen wurde , in seinem BißthumeWarmien nicht gegenwärtig seyn konnte, wurde er an. r;74.zu seinem Coadjutorn in besagtem Bißthum verordnet, nach-dem er bereits vorher» auch in demftldigen ein Canonicat vondem Hosto empfangen. Als der Cardinal Hosins an. i?Rom starb, bekam Cromerus die völlige posscßion des Warumscheu Bißthums, und besaß solches bis aufs jähr i;8s- daer den-i.mertz im 77. jähre seines alters gestorben, nachdemer vorher an. 1584. Andream Bathori zu seinem Coadjutorn an-genommen. Über das bereits gedachte werck hat er noch heraus
gegeben 6s 8im kolonise K 6 SMS ko1on2 üb. II. ; OisIogorulN6e vora L fzlst Xeügions Üb. IV.; 6s OonjuZio L Losüb-NU82csr6otum Lommentstionsm; 6s lVInlisa ; und andere mehr-Auch hat er einige homilien des Chrysostomi aus dem Griechi'sehen ins Lateinische vertirt. , prsek. ckron. 6s cms-
reb. gest. kolon. , 6s Lpifsopscu eccleliL Vurmien-
6 s p. 11;. fsg. <L in continuatione cbron. 6s viris Lpilc. Vsr»inienf. per lo. ksüvig. p. 47. Ä«^v7,o//crr eloUL cenlum iüulst-kolonise fcriptor. p. 24. feg. Oä'o/lA orbis kolon. lom. I. ?'499 - fsg- rerum Ösnic. 2 Lri6erico II. geüaruni bistori^p. 141. L 266Ü. Hartknochs Preußis. chrvn»6e bist. , 6s fsr. fsss. XVI. ko//er-r«. in 2px^'
tbeatr.
* Cromerus, von Krippendorff, (Wenceslaus) war zu
Reiß in Schlesien an. r;4i. gebohren. Er legte aufden hohe»schulen zu Wien und Jngolstadt, auf welcher letzter« er die M-xistsr-würde erhalten , auch auf andern Teutschen Universitätenden gründ seiner wissenschafften , und brachte es dahin , dasihn bald nach seiner zurückkunft in Schlesien der Bischoff r»Breßlau, Martin Gerstmann, zu seinem Rath und 8scrsrs"0aufnahm, welche würde er auch bey dessen Nachfolgern bekimdtte, da ihm besonders Bischoff Johannes VI. aus dem ademchen geschlechte von Sitsch, zum kro-Cantzler des Bißthumsund Hauptinann zu Freywalde ernennete. Es erklärten Eauch die Fürsten und Stände von Schlesien zu ihrem Landesbestellten, wozu Kayser Rndolphus II. als er in einer Gesangschafft nach Wien kam, den Ritter-stand mit dem prädicat vonKrippendorffdeysetzte. Doch alle seine ämter hinderten ihn kmmswegs, daß er nicht der genauern erforschung der landeEschichte mit äusserstem fleiß hätte obliegen sollen, daher er msbewilligmig Bischoffs Martini eine Schleflsche Historie zu sclE'benanfieng, und als der Bischoffan. i;8i. starb, vermEer ihm in seinem letzten willen zu derselben Vollendungthaler, mit der bedingung, daß solche hernach im druck erMnen sollte. Cromerus sparte seinen fleiß nicht, und schrick»geschichte seines vatterlandes nach der reihe der BischömJ.Breßlau, da er denn den i. dec. an. 1606. dieses zeitliche iVMnete, als er in der mitte des XV. L-cuIi bey den geschicktenschosss Conradi, gedohrnen Hertzogs zu Oels, stille st^"müssen. So viel nun davon verfertiget gewesen, wurde reschönen bibliotheck auf dem Dom zu St. Johannis einveriebet; allein bey dem einfaü an. 1612. wurde diese insul derge-stalt verwüstet, daß auch dieses werck darüber, bis aufwenw.anfangs blatter verlohren gegangen , welche noch zu seiner;^der grosse Schleflsche Geschicht-schreiber Henelius gesehen, n>in Händen gehabt. 8 i 1 stlL wgota manufsripra, iw-
* Cromerus , eine Englische stadt und ein Bißthum in
folkshire, wo man diese provintz North - Erpingham nen»"'Sie liegt an dem meer, 102. Englische Meilen von Lon^''Heute wird der Bischoff in drestr provintz der Bischoff voÄorwich genannt, und hat seinen sitz zu Norwich-Palace «>zu Ludham-Hall in Norfolk. OE '
8t2te okOrest-Lrittsin. -m. 172z. <
Cromwel, (Olivier) krocsSor der Republick vonland, Schottland und Jrrland nach dem tobe des KonEroli l. Er stammte aus einem adelichen ansehnlichenin Engelland her, und war bereits Thomas Cromwel zu " -zelten des Königs Henrici VIII. in grossem ansehen, derzuerst den nahmen Cromwel soll gefuhret haben, welchen v.nach seiner schwester söhn Richard Williamson ihm zu ge> ^len angenommen, von welchem Roberkus hergestammer, ^ein vatter des Olivier war. Dieser wurde zu HuntMEder Grafschafft Glamorgan in Süd-Waüis den 2;. apr"i;99. gedohren; wiewol andere vorgeben, daß er nn-. ^h^heben an dem tage und der stunde, da die Königin ^'"ssviegestorben, gebohren sey. In seiner jugend legte er NAMrcmstudien, welche er zu Cambridge und Oxford mit som - ^ uiwrühm tractirte, doch fo, daß er sich mehr auf die U r^ereHistorie, als auf die Rechtsgelehrsamkeit legte, wem) ? ^er zum öftern unnütze, oder auch einem Staateseyn, erachtete. Es ist auch von einigen angeiner«« ^er«daß er schon in seiner jugend einige zeichen seinesfahrens von sich verspüren lassen^ Dann da er zu Oxw»