Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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gestorben, war Chur-Mayntzischer Rath und Ober-Amtmannzu Höchst und Hoffheim, und vermählte sich mit Anna Mar-garetha Cämmerin von Worms, Dallbergin zugenannt, undzeugte mit ihr 2. töchter, und söhne, darunter 2. jung gestor-ben , Adamus Philippus aber, Graf zu Cronberg und Hohen-Geroldseck, so Kayserlicher Cammer-Herr, auch Kayserlicherund Chur-Bayrischer Obrister und General-Wachtmeister war,hat durch Vermittelung Churfürstens Joh. Suicardi zu Mayntz,seines nahen anverwandten, von dem Kayser Ferdinando 11 .erstlich den Freyherren-stand, und darauf gar die Gräfliche wür-de , auch sitz und stimme in dem Gräflichen Schwäbischen Lot.Istzio erlanget, sich Poritschen in Bohmen und andere ansehnli-che güther angeschaffet, auch Geroldseck zum lehn bekommen.Seine gemahlin Maria Sidonia von Daun, Gräfin von Fairckenstein, gedahr ihm einen einigen söhn, Cratonem Advlphum,Grafen von Cronberg, Hohen-Geroldseck und Falckenstein,Herrn in Poritschen, Borbi, Flerchingen und Abenheim, Kay-serlichen Rath und Cämmerer, welcher an. 1691. den 1. aprzlohne Hinterlassung einiger kinder, deren er 4. gehabt, gestorben.Darauf zwar Geroldseck wieder dem Reich Heimgefallen, dieübrigen güther aber Johannes Nicolaus, Freyherr von Cron-berg, welcher, wie schon gedacht, als der letzte dieses gefchlechtesvon dem Cronen-stamm, an. 1704. gestorben, erhalten. Zu denreiten Hartmuli I. lebte ein verwandter dieses geschlechts Fran-ko von Cronberg, Ritter, an. 12; 6 . welcher den Flügel-stammfortgepflanzet, daraus Eberwin von Cronberg von an. 1299»bis izo;. Bifchoffzu Worms, und Waltherus der ;z. Groß-meister Teutschen vrdens in Preussen entsprossen, der an. 154z.verstorben, und ist der letzte aus diesem Flügel-stamm, JohannEberhard von Cronberg, Amtmann zu Altzenau, und Burggrafzu Friedberg an. 1617. im 75. jähre seines alters mit tobe abge-gangen. Die benennung dieser 2. brauchen ist daher entstan-den, weil die vom Cronen-stamm eine crone im schtlde, die vomFlügel-stamm keine, aber auf dem Helm flügel geführet.

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co Üb. 1 .0.19. Humbrachts höchste zierde Deutschlands, n.10.n. 12. nstit. Lrocer. Iwper. 11 b. VII. c. I.,

re-rrar-I. sn. 1702. L 1704.

Crone, Kayserliche, war vor diesem nach der dreyfachenrrönung der Römischen, Lombardischen und Teutschen, die dieKayser empfiengen, dreyerley. Denn was einige von der crö-nung in dem Reich Arelat, und in dem Bayerischen Reiche an-führen , ist zum theil überaus ungewiß, zum theil gantz undgar ohne gründ, nachdem wir von der erstem weiter keine um-stände auszuweisen haben, als daß sich Heinrich 111 . zu Solo-khurn, und Carl IV. zu Arles cronen lassen; und das, was diegesthicht-schreiber von Heinrich II. und Friderico 1 . melden,baß sich dieselben nach empfangener crönung zu Aachen auch zuRegenspurg crönen lassen, allem ansehen nach von nichts an-ders zu verstehen ist, als daß sie in ihrem schmuck gecrönet, eineroleunLm Luriam daselbst gehalten. Was also erstlich die Rö-mische anlangt, so kan man weder eigentlich sagen, wo dieselbehingekommen,' noch aus Mangel des originals, davon eine ge-naue beschreidung geben. Wie man insgemein glaubt, so be-stehet sie aus einer crone und Persischen Priester-Hut,also daß dernnttelste bogen abgesondert ist, und eine doppelte öfnuna giebet,auch oben einen kleinen apfel und creutzlein hat. Auf beydenfeiten erhebet sich der Priester-Hut, oder Bischoffs-mütze, mit ei-ner gewöhnlichen oder gemeinen crone unten. Diese crone em-pfiengen vordem die Römischen Könige (die nach solcher crö-nung erst den titul als Römische Kayser annahmen) von denPäpsten, die sich dieser ehre so sehr mißbrauchten, daß sie so garAre ihnen zustehende wahl-gerechtigkeit, und die macht Römi-sche Könige und Kayser abzusetzen, davon herleiten wollten, wor-lnnen ihnen aber die Teutschen allemal mit grossem eifer wider-sprochen, weil die Kayser anfangs den Römer-zug blos zu be-Miptung ihres obersten rechts über den Römischen stuhl, ange-stellet hatten. Nach Carln V., der an. izzo. von Papst Cle-mens VII. zu Bononien die güldene crone, scepter, Reichs-apfel,und das blosse schwerdt empfangen, hat kein Teutscher Kayservle Römische crone wiederum empfangen, so sehr folches auchme Papste, sonderlich Paulum lV. verdrossen, der den KayserFerdinand 1 . deswegen lange zeit vor keinen rechtmäßigen Kay-erkennen wollte. Ob nun schon in den folgenden wahl-capi-«nationen bis auf Leopoldi wähl, die neu- erwehlten Königesprechen müssen, daß sie allen fleiß anwenden wollten, die Ro-chstche Kayserliche crone neben der Königlichen zu empfahen,m hat gleichwol solches keiner von ihnen würcklich verrichtet,sie es für eine allzu kostbare und gleichwol in der that un-Mlge fache angesehen, daher man auch endlich in der Leo-Ubmrschen, Josephinischen und Carolinischen capilulationU UEe zu nichts weiter als zu förderlichster empfangung.Er Römisch- Königlichen crone angehalten hat. Die andere

ro„e ist die Lomvardische, welche auch die MayländischeNennet wird, weil viele Kayser dieselbe von dem Ertz-Bi-z,, Mayland daselbst empfangen, wie es eigentlich nach»"onis 1. einfetzung seyn soll; daher auch die Mayländer

^ erklären,äiaäsmatis,

^ zu Mozza geschehene crömmg vor ungültig erUn!> Ein kleiner goldener ring, in form eines äiaäe

^wendig einen kleinen eisernen ring , der aus einemhxZEt von Christi creutz gemacht seyn soll, und der fabel gelegen-n gegeben hat, als wenn die crone eisern wäre. Weil der Ertz-HMor. //. Theil.

Bischöff von Mayland, der auch einen Nagel aus gedachtemcreutz besitzt, nicht leiden will, daß die zu Mozza denselben inihrer crone haben wollen, führt er deswegen zu Rom einenproceß mit ihnen. Die gründe beyder parteyen können in denendißfalls zwischen Muratorio und dem Abt Fontanini gewech-selten schriften ersehen werden. Man sagt, es habe GregormSVII. des Conftantini AI. crone, als in welche er eben den nagetvon Christi creutz machen lassen, von Constantinopel geschencktbekommen, und sie hernach einem Longobardischen Könige verm-ehrt , daher sie nach der zeit die Longobardische Reichs-croneworden. Es scheinet aber diese erzehlung aus unterschiedenenumständen nicht viel Wahrscheinlichkeit zu führen, weil die Grie-chen ohne zwrifel diese crone viel rarer würden gehalten ha-ben. Wie sich Heinrich VII. wollte zum Könige von Italiencrönen lassen, wollte kein mensch wissen, wo die alte crone,nach der lange zeit nicht war gefragt worden, hingekommenwäre, daher er genöthigt ward, eine neue verfertigen zu lasssen , die er dem kloster St. Ambrosii aufzuheben gab. Aberbey Carls V. crönung fand sich endlich die alte crone wieder,die jetzo eingeschlossen liegt, und von niemand kan gesehenwerden. Der Ursprung dieser crone ist ungewiß, weil man nichteinmal weiß, ob mit einander die Longobardischen Könige ge-crönt worden. Die Kayser aus dem Carolingischen stammhaben sich nicht cronen lassen» Otto 1. ließ sich zuerst zu May-land, und Otto III. den Mayländern zum Verdruß zu Mozzacrönen. Etliche mal haben sich auch die Kayser, nachdem siezu Mayland schon gecrönt waren, zu Mozza noch einmal crö-nen lassen. Solche crönung verrichtet ordentlicher weise inMayland der Ertz-Bischoff von Mayland, und in dessen abwe«senheit der Abt des klosters St.Ambrosii, in Mozza aber der Lr.cki-kresbywr St. Johannis» Zu Mayland empfängt der Kö-nig die crone kniend, in Mozza aber auf dem stuhl sitzend»Sonst aber trift man bey dieser solennitäl keine erb-amter an.Von Kayser Carls v. zelten an, der mit dieser crone freywilligzu Bononien, und zwar von dem Papst selbst gecrönt worden,hat man bisher in den capitulationen derselben mit keinemWorte gedacht. Die dritte Kayserliche crone ist die TeutscheRönigliche, die zu Nürnberg verwahret, und die der Könignach der goldenen bulle zu Aachen empfangen soll, wiewol mattsich eben daran nicht sonderlich gekehret, aber doch, wenn die crö-nung in einer andern stadl, als z. e. zu Franckfurt, Regenspurg,Augspurg,rc. geschehen, der stadt Aachen Privilegium durch dar-über ausgestellte reversalien verwahret. Die crone ist gülden,einer kleinen Halden elle hoch, mit perlen und edelgesteinen nachart der alten sparsamkeit besetzet, der quer-bogen aber mit buch-staben, die des Kaysers Conrads nahmen vorstellen, und ausperlen zusammen gesticket sind, gezieret. Sie ist geschlossen wieeine mütze, auf welcher fornher aus der ersten feldung ein mit17. edelgesteinen versetztes creutz erscheint. Sie wieget 14. Pfund»Daß sie eben diejenige sey, die Carl der grosse getragen/scheinet nicht gläublich, weil theils die crone dieses Kaysers so-wol auf dessen müntzen als in verschiedenen insiegeln gantz an-ders ausstehet, theils es kaum zu begreifen, wie dieselbe inTeutschland gekommen, und nicht vielmehr bey der ältesten liniein Frankreich geblieben. Zu dem hat die crone, die Hein-rich I. auf den alten ügllli» führet, gantz eine andre gestalt,und da wir finden, daß der Kayser Conrad die crone, die er beyseiner crönung aufgehabt, zu Rom vor dem altar geopfert, soist es sehr wahrscheinlich , daß er darauf eine neue verfertigen,und in dieselbe seinen noch darinne befindlichen nahmen fetzettlassen. Das recht diese crone aufzusetzen, kömmt von un-dencklicher gewohnheit und nach der Verordnung der goldenenbulle dem Churfürsten von Cöln zu. Es ist ihm aber solchesvon dem Churfürsten von Mayntz, der etliche crönungen hin-ter einander verrichtet, streitig gemacht worden. Es warddieser streit sonderlich bey des Römischen Königs Ferdinand!IV. crönung rege, da sich. Chur-Mayntz derselben würcklichunternahm, und Chur-Coln, so dawider aufs heftigste pro-testirte, entgegen setzte, daß Ehur-Cöln die crönung in Aachettun- in dem Cölnischen sprenckel wohl verrichten könne, daßaber solches recht ihm, Chur-Mayntz, alsdenn zukäme, wenndie crönung an einem andern ort des Reichs geschähe. Diedaher entstandene zwistigkeiten, die Conring und ein Lnony-mu8 in gelehrten schriften untersucht, wurden endlich bey Kay-sers Leopolds crönung also beygeleget, daß die crönung in derCölnischen Dirsces von Ehur-Cöln , in der Mayntzischen abervon Chur-Mayntz verrichtet werden sollte, ausserhalb dieserbeyden kirchen-districten sie mit einander wechseln wollten«Franckenb. Europ. Herold, wm. I.

Crone, (Ritter-orden der Königlichen) soll nm das jakr802. von dem Kayser Carolo N. den Frießländern zu gefallen«als sich selblge wider die Sachsen ungemein wohl verhalten, an-stiftet worden seyn. Andere hingegen behaupten, es sen Ugeistlicher orden unter der regel des heiligen Bastln gewesenund deswegen aufgerichtet, werk gedachter Kayser den Lnsgobardischen Komg Desiderium gedemüthiget. Dasordms-zetchen tst, wie man vorgrebt, eine Kayserliche göldenö krönegewesen, welche die Ritter auf der brüst getragen UbböEmmius gedencket drests vrdens mit keinem Wort/, und marchel ihn dadurch ziemlich, verdächtig; Hgmconius hingegenführet das Kayserliche darüber ausgestellte äipiom» än. Mistaber nur zu gewiß, daß drests alles falsch und errichtet, undNnnn» über-