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ges aufs erste mal wegen derverurtheilungdes Cardinais mitdem Ober-Haufe nicht gleich stimmen wollte. Diß großmüthigebezeigen gefiel dem Könige fo wohl, daß er Cromwellen an seinenHof nahm, und ihm bald die höchste stelle in seiner gunst einräu-mete. Er stärckte den König in der kirchen-ändernng, auf die erbey feiner damaligen zwistigkeit mit demPapste ohne diß gefallenwar, und beförderte es, daß er sich zum Haupte der Englischenkirche machte, wobey er sonderlich auf die einziehung der klo-ster und aufhebung der Mönchs-orden antrieb. Der Königübergab ihm auch das gantze religions-werck, und machte ihnan. 15;;. zu seinem Vice-Regenten in kirchen-fachen, zum Ba-ron von Okeham, und geheiinen Siegel-Verwahrer, gab ihmauch den rang unmittelbar nach den Printzen vvm geblüte.Krafft dieser gemalt beförderte er die Unterdrückung der klöster,und die reformation der Englischen kirche aus allen kräfften,präfldirte bey der Versammlung der Geistlichkeit an. i;;6. undwar hauptsächlich Ursache, daß die Bibel dem volcke in Englischerspräche in die Hände gegeben ward. Rechst dem diente er demKönige mit dem ersinnlichsten eifer,war den mißvergnügten undaufrührern scharf auf dem dache, und machte, daß Parlementeund Geistlichkeit sich dem willen des Herrn nicht widersetzendurften. Alles dieses aber zog ihm einen allgemeinen haß zu,das volck schrieb alles auf seine rechrmng , was von der Herri-schen art des Königs herrührte. Der Adel aber war über sei-ner erhebung eifersüchtig , und weil die Grossen noch meist andem Römischen glauben hiengen - konnten sie nebst dem gröstentheile der Geistlichkeit seinen eifer vor die reformation nicht ver-tragen. Sonderlich war der Hertzog von Norfolck, ein heftigervorstand der Römischen kirche, sein feind, und diese alle, ge-brauchten sich endlich wider ihn der gelegenheit, da der Konigüber seine Vermählung mit der Printzeßin von Eleve mißver-gnügt war. Denn diese hatte Cromwel, sich selbst zu bcvestigen,und den König mit den Protestanten in Deutschland desto ge-nauer zu verbinden gestiftet, und den Herrn durch falsche Vor-stellungen von der schönheit und artigkeit der Printzeßin dazuverleitet. Da nun Henricus VIII. an ihr nicht fand, was er ge-hofft, hingegen aber auf Catharinen Howard aus dem Norfol,cktschen Hause eine liebe warf, bedienten sich feine widerwärtigen,und sonderlich der Hertzog von Norfolck dessen / ihn zu ftürtzen.Diesemnach ward er an. 1540., da ihn der Konig kurtz vorherzum Grafen von Essex, und obersten Cammer-Herrn gemacht,m arrest genommen, und ihm bald hernach der proceß gemacht,da man ihn denn vieler aufrührischen reden wider den König,Und eines durchgängigen mißdrauchs feiner gewalt beschuldigte.Es gieng zwar bey dem Processe sehr unordentlich zu, und wardCromwel nicht einmal über die ihm beygemessene Puncte gehö-ret , worinnen man mit ihm nach einem gesetze verfuhr, so erselbst vor kurtzen auf die bahn gebracht, daß man die, fo sichan der Majestät vergriffen, ungehört verurtheilen könne. Soerfolgte also das todes-urtheil wider ihn, und nach demselbenward er sieben Wochen nach seiner verhafftung enthauptet.Währender gefangenschafft soll er sich sehr niederträchtig aufge-führt haben, in Hoffnung, seinem söhne feine güther und wür-den durch solche demüthigung zu erhalten. Auf der sterbe-büh-ue hat er sich zu dem Catholischen glauben bekannt, aber mitfleiß ein fo vieldeutiges Wort gebraucht, da er sonst im hertzenein Lutheraner gewesen. Er hatte nicht studirt, war aber vonfo gutem natürlichen verstände, daß er alles unternehmen konn-te, dabey überaus arbeitsam und von einer grossen treue gegenden König , dessen befehl er in allen dingen vor sich hatte, dieihm aber in seinem Unglücke nichts halfen. Kilt. ä'ltn-
xlet. tom. II. kiltorx ok rekormstion.
nsl. rer. Lnglic. , äe ltst. reliZ. 6 c reip. ,
cke 8 ckilm. Änglic.
Cronach, ist eine bevestigte stadt, nebst einem gleichfallsbevestigten schloß, auf einem kleinen berge, in dem nördlichentheil des Stifts Bamberg, zwischen den Coburgischen undBayreuthifchen grentzen gelegen. Der vorbeygchende fluß,welcher allda den kleinen fluß Haßlach, und nicht weit davon dieRadach, in sich nimmt, wird gleichfalls Cronach genennet, ent-springt in dem Bayreuthifchen gebiethe, und fällt endlich nacheinem lauf von ungefehr zehrn Meilen bey Lichtenfels in denMayn.
Cronay, ein dorf, schloß und Herrfchafft im Welschen Ber-ner-gebieth, unweit Averdun gelegen. An. 157;. hat NicolansManuel, bürger zu Bern, selbige von dem Grafen von Baken-bis erkauffet, und ferner auf seinen söhn Albrecht, Schultheißzu Bern, an. 1597. gebracht, dessen nachkommen sie bis dahinbesessen haben. *
Cronberg, oder Lronburg, ein fein und wohl erbautesstadtlein, 2. Meilen von Francksurt am Mayn, liegt unten aneinem hohen gebürgt, in einer schönen und fruchtbaren gegend,und ist mit doppelten mauren umfasset. Mitten auf der Höhe«egt das schloß mit sehr alten und dicken mauren umgeben. Ja-cvbus Schopperus bildet sich ein, Torquatus habe diesen ortwider die Catten erbauet, welcher daher Trajani bürg genennetworden, woraus endlich der nähme Cronburg entstanden. An.1,89. gerreth d,est stadt in streit mit denen von Francksurt, undgieng im that vor Cronberg zwischen beyden theilen ein treffenvor. An. 152z. als Frantz von Sickingen den Ertz-BifchoffRichardum von Trrer bekriegte, und deswegen in die acht erklä-ret wurde, Hartmuth von Cronberg aber sein vetter bey ihm
gewesen, fo kündigten ihm gleichfalls der Ertz-Bsschoss vonTrier, Ludwig Churfürst von der Pfaltz, und Philipp, Landgrafvon Hessen, den krieg an, und eroberten im oct. selbigen jahresCronberg. Wiewol es nachgehends an. 1541. durch einen ver-trag mit dem Hause Hessen denen von Cronberg wieder überla-sen worden. Das geschlechte der Freyherren und Grafen vonCronberg führet hiervon feinen nahmen. in ckron.
8 ponkeim. lib. I. cbronogr. c.io. p. 178-
äe obliäione Ireviior. Leoci,'«,, äs dello inter Irevirenk. är>cbiexilcop. 6kkrancilc. a 8inclckngen. Lro-rverr simsl. 1rev»>lib. XX. x>. ;46. 2er/err toxogr. Hasti».
Cronberg. Das uralte und berühmte geschlechte der Rit-ter, Freyherren und Grafen von Cronberg ist schon zu den zeitendes Kaysers Henri« I. unter welchem Vipertus von Cronberggelcbet, in ansehen gewesen. Andere wollen hieher Rudolphm"von Cronenberg, einen bruder Judithä, des Römischen KaysersLudovici I'ü zweyten gemahlin, welcher um das jähr 86°'Groß-Cantzler von Franckreich gewesen, rechnen, und suche"solches aus einem alten exirspbio zu behaupten; wie denn auchder Kayser Ferdinandus II. in einem an. 162;. diesem geschlechteertheilten Uiplomare hierauf reflexiv» gemacht. Wilheimusvon Cronberg war an. 942. auf dem turnier zu Rotenburg a"der Tauber. Wilheimus der jüngere hat auf dem turnier z"Braunschweig an. 996. sich grossen rubm durch seine tapferke»erworben. Henricus ist auf dem zu Zürich, Emeritus auf demzu Nürnberg, dessen söhne Franco und Philippus auf dem i"Worms, und Johannes von Cronberg auf dem zu Würtzburflan. 12;;. gehaltenen Ritter-spiele erschienen. Das ordentlich/geschlechts-register aber kan nicht eher als von Hartmuto, wel-cher an. 1266. gelcbet, hergeleitet werden. Seine gemahlt"Agnes, Gräfin von Hanau, gebahr ihm einen söhn gleiches nah/mens , welcher sich mit Margaretha von Waldeck vermählet/von welcher er ein vatter worden Johannis, dessen söhn Hart-mulus III. zwey gemahlinnen gehabt, Elisabetham von Weins'berg und Elisabetham von Strahlenburg. Die erstere gebahrihm Hartmutum IV. welcher sich mit Adelheid, Gräfin vo"Nassau, die ihm Elisabetham gebohren, vermählet. Die an-dere gebahr ihm nebst ;. tochtern Hartmutum V. Dieser zeug'te von Walpurgis, Gräfin von Jsenburg, Johannem, welche-an. i;?«. gelcbet, und von seiner gemahlm Margaretha vo"Randeck Hartmutum VI. und VII. wie auch Johannem ge-zeuget. Hartmutus VII. zeugte mit einer gebohrnen von Cron-berg , Johannem, welcher Lsnonicus zu Mayntz worden, »",an. i4?9. gestorben; Waltherum den ältern, dessen töchter a"Ulricum von Rosenberg vermählt worden; ferner Harti'Etum VIII. und Waltherum den jünger», welche beyderEausser, ehe gestorben, und Franconem von Cronberg, nev"drey tochtern. Diefer Franco, welcher um das jähr EAgelcbet, hatte zur gemahlin Agnes von Stockheim, die iMHartmutum IX. und Johannem, welcher Prior des Prediger-ordens in Francksurt und Heidelberg worden, gebohre"'Hartmutus IX. starb an. r;or. und hinterließ von seiner ge-mahlin Elisabeth« von Sickingen, Johannem, welcher ""'1596. gelcbet, Und von feiner gemahlin Clara von Heimst"»/ein vatter verschiedener kinder worden, darunter Hartmutuszu merckcn. Dieser war ein eifriger Verfechter der Lutherische"lehre, und überschickte an. 1521. dem Kayserlichen Ministe»Frantz von Sickingen, auf den Reichs-tag nach Worms sei"dencken, wie einigen in der kirche eingerissenen mißbräuche» Ästeuren. Er schrieb auch an den Papst Hadrianum, und Mdemselben die Ursachen an, warum er sich von der CatholE"kirche aetrennet. Endlich hatte er in dem kriege, welche»vetter Frantz von Sickingen mit Chur-Trier angefangen, Uungluck, baß er seine güther mit dem rücken ansehen um"»weiche aber nachgehends seinem Hause wieder zugewandtden. Er starb an. 1549. in dem 61. jähre seines alters,hinterließ von Anna, Philippi von Cronberg aus dem stM,stamm töchter , Philippum, Waltherum und Hartmutum ^welche drey unterschiedene linien und an. 1563. einmiliL xerxetuum aufgerichtet, davon die letztere erstlich x,Freyhcrrn- und nachgehends in den Grafen-stand erhoben w"den. Philippus hatte;. töchter und so viel söhne, davon H" §mutus XII. das geschlecht fortgepflantzet, und nebst tvckt^Philippum Eberhardum und Wolfgangum Adamum gef"L,„Waltherus, der andere söhn Hartmuti X. und PhilM v,ndder, starb an. i;;8. und hinterließ Hartmutum n
Waltherum. Hartmutus XIII. starb an. 1608. nachdem erseiner gemahlin Elisabetha von Muderspach , der letzten'^,geschlechts, 6 . söhne und 4. töchter gezcuget. Unter den t ,ncn ist nebst Johanne Suicardo, welcher in seinem ,7.hanne Nicolao, Freyherr» von Cronberg , an. l 7 " 4 -"» sichjulii ausgestorben , Johann Daniel zu mercken , weiw^^emit Maria Elisabetha von Partenheim vermählet/ .^get,ihm Hartmutum XIV. und Johannem DanieleM L°.^an-worauf er an. 1621. gestorben. Waltheri söhn war// Bur-nus , welcher 6. söhne hatte; Hartmutus XI. aber/Mayntzifcher Marschall und Groß-Hosmeister, ei» dasmutt X. und bruder Philippi und Waltheri, lebte pjejähr 157;. und vermahlte sich mit Barbara von Slsrn'»ihm Franciscum, Hartmutum XV. Johannem S»»" ^1"Churfürsten und Ertz - Bischoff zu Mayntz, und W ,6-6'Georgium, gebohren. Diefer letztere, welcher §§