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Zweyter Theil. Bi - C.
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Und Hauptmann zu Dessau. Dessen tochter Johanna Elisa-beth erwehlte George Ändert, Fürst zu Dessau, zu seiner ge-mahlen. Von den söhnen aber ward i.) Adolph Wilhelm,Heßischer geheimer Raths-Präsident; 2.) George Aribert, Ca-pitain; ;.) Siegfried Hildebrand, Änhältischer geheimer Rathund Qber-Hauptmann; 4.) Heinrich Philibert, Cammer-Jun-eker bey dem Hertzoge Wilhelms zu Weimar. Dieser letzte ver-lohx an. 1642. bey lösung eines pistols den bäumen, welches soübel gerieth, daß er wenig tage darauf seinen geist aufgab. Erstund bey dem obgedachten Hertzoge in solchen gnaden, daßderselbe nicht nur mit eigener Hand in seinen calender dieseniodeöfall mit folgenden Worten nvtirte: Heute ist mein lieberPhilibert von Krosig, der den 7. nov. nach Budstädt gereiset,und unterwegs das Unglück mit abschiessung des daumens be-kommen , seng verschieden; sondern auch zu seinem andenckeneine silberne und güldene müntze prägen ließ, mit der aufschrift:Ein treuer Herr und treuer knecht, sind hier gelobt unddort gerecht. Gebhard Friedrich, der die Erxlebische linieMistet, war ein vatter Matthiä, Chur-BrandenburgischenLand-Cammer-Raths an. 1650. und ein groß-vatter GebhardFriedrichs, Chur-Brandenburgischen Cammer-Junckers. Vol-rad Busso auf Besen, war Fürstlicher Braunschweigischer Hof-meister ; dessen bruder, Bernhard Friedrich, Hertzogl. Wolf-fenbüttelischer geheimer Rath, Ober-MarschaÜ und Obriffer,ward nachqehends Königl. Preußischer geheimer Rath, undstarb an. 1714. in Holland auf seiner erkauften HerrfchafftHerren, 4. söhne hinterlassend. George Rudolph auf Ma-rienthal, war an. 1692. Chur-Sächsischer General-Major, undvermählte an. 1689. seine tochter Charlottam an Ottonem Hen-ricum, Grafen zu Solms-Puch. Lorentz Ludolph auf Ho-Hen-Erxleben, Chnr-Brandenburgischer Obrister, Cammer-Herr und Kriegs-Rath , ward an. 1672. als Abgesandter andie General-Staaten und an den Chur - Pfaltzischen Hof ge-schickt ; An. 167;. hatte er die ehre, alsLnvoyö nach Däne-marck und Schweden zu gehen, jedoch in eben demselbigen jäh-re das unglück, in einem mit dem Obrist-Lieutenant vonStrauß nahe bey Treuen-Brietzen gehaltenen duell sein leben zuverlieren. Er hinterließ 2. söhne, Friedrich Wilhelmen, deran. 1689. als Chur-Brandenburgischer Capitain im stürm vorBonn geblieben, und George Ernsten. Seine HinterbliebeneWittwe, eine gebvhrne Freyin von Closen zu Heydenburgaus Schwaben, wurde an. 1684. Hofmeisterin bey der Her-tzogin zu Sachsen-Cobnrg , hernach bekam sie diese bedienüngbey der Landgräfin zu Hessen-Darmstadt, und ferner an. 1689.bey der Hertzogin zu Gotha. Sie legte aber selbige an. 1694.nieder, und begab sich nach Berlin zu den ihrigen, allwo sieeinige zeit darauf im 69. jähre ihres alters plötzlich am schlageverstorben. Von ihrer gottesforcht zeuget der von ihr ge-schriebene und zu Helmstädt gedruckte tractat, Sabbaths-Mer genannt. Jacob Anton, Änhältischer Land-Rath undUnter-Lireötor, gierig an. 1704. mit tode ab. Sein ältesterWhn, Gebhard Friedrich, Chur-Pfältzischer Cammer-Herr,Heßischer Obriß-Lieutenant und General-Adjutant, zeugte 4.söhne, die sich in Preußische und Kayserl. kriegs-dienste begeben;die übrige 4. söhne Jacob Antons sind, r.) Augustus Lebrecht,ber an. 170z. Polnischer und Chur-Sächsischer Rittmeister ge-wesen , und hernach Fürstlicher Änhältischer Land-Rath wor-ven; 2.) Carolus Wilhelmus, Cammer-Juncker zu Zerbst;?.) Johannes Adolphus, Fürstlicher Änhältischer Ämts-Haupt-"j"""' L? Johannes Lubovicus, Königlicher Groß-Britan-wsther Major und General-Ädjutant. Anhältis.

Wt. llcript. rer. 6erm. tom. III. p. 2Z9. VegaMsche

cyron. sä an. II17. Gpangenb. Adelsp. k. II. Tenzels wo-nach unterred. an. 1692.

-Jtrosnau, eine Polnische stadt in Roth-Reussen, in der-Äoywodschafft Lemberg. Sie liegt unten an dem Carpathi-lZon geburge, an dem ffuß Viaras, nahe an den grentzen vonKlem-Polen und Ungarn.

..Croso, ein kleiner fluß in der Portugiesischen provintzBeira. Er ergießt sich in den Tago. *

Crospiere, oder Cropiere, eine kleine Französische stadtm Auvergne, an dem ffusse Dore, 2. stunden über Thiers und 6.von Clermont ostwärts gelegen.grossen, ein Fürstenthum in Nieder - Schlesien, welchesnorden an die Marck Brandenburg, gegen Westen an^e Laußmtz, gegen südcn an das Fürstenthum Sagan, und- osten an das Fürstenthum Glogau grentzet. Es gehöretKönigliches Böhmisches lehn dem Könige in Preussen,wird daselbst die Lutherische und Reformirte religion geu-unter welchen jene die stärckste ist. In justitz- und andernMkn ist es der Neumärckischen regierung unlerworffen. Die-Fürstenthum hat 8. weilen in der länge, und 6. in der brei-ik/. und wird in den Croßnischen und Züllichischen kreis einge-het. Es gehörte sonst zu dem Glogauischen Fürstenthum,«no die Glogauischen Hertzoge liessen es durch einen Landes-hauptmann regieren. Als an. 1271. Hertzog Conradus UI. anTOWUtam, Theodorici Marggrafen zu Meisten tochter, sich ver-»>ayiet, und ihr ei» grosses gegen-vermächtnis verschrieben, mu-seinem schwieger-vatter, Marggraf Theodorico vonMeis-^'^Jle Herrfchafft Crossen, (wie man sie damals nennte) und^nWtikein verpfänden. Weil er nun selbige nicht auslösen«nie, nahm gedachter Marggraf Crossen ein, und besaß esÄlsisv, //. Theil»

;. jähr, da es ihm aber nicht länger mehr anstund, verpfändeteer es an. i27?.dem Ertz-BMoff zu Magdeburg, der es 2. jährbeherrschte. Allem weit die Schlesische Hertzoge nicht länger zu-geben wollten, daß ihre lander ausländischen Herren sollten un-terwürfig seyn, so legte sich Hertzog Henricus kiobu« von Breß-lau ins Mittel, zahlte darauf 6000. gülden, und nahm Crossenan. 1277. in besitz ; behielt es auch iz. jähr , bis er an. 1290.starb, und dieses land fernem vetter, dem obgedachten LertzoaeConrado III. vermachte, der es einem von seinen;. söhnen,Hen-rico kickeii. vornemlich hinterließ, welcher Primislao II. einemvon seinen 4. Printzen, Glogau und Crossen im testament leair-te. Dieser starb an. i; z 1. ohne erben, und hatte seinen bruderHenricum IV. von Sagan zum Nachfolger, welchem an. irr,sein söhn Henricus V. zugenannt der eiserne, succedirte, der,ahr bis an. D69. regierte. Dieser hinterließ söhne, welchebis aufs jähr r;8c>. in eingetheilten guthcr« blieben, da der äl-tere söhn Henricus VI. Sagan, Crossen und Schwiebussen über-kam. Weil er aber an. 1; 88. ohne erben starb, st» succedirte ikmsein jüngerer bruder Henricus VIII. Sperling zugenannt, vonFreystadt; und als er an. 1)95. gestorben, überkam Crossen seinsöhn Wenceslaus, welcher dem Könige Mdislao in Polen einezeitlang als General wider die Preussen im kriege gedrenet Re»seiner zuruckkunft aber, da er einmal aufdem Croßnischen schlos-st einiges geschähe probiren wollte, zersprang eines, und beraub-te ihn seines lebens. Da denn sein bruder Henricus X. (welcherauch, da seines vatters bruder Henricus VII. ohne erben abge-gangen, Glogau erhalten) den Croßnischen antheil bekam. Die-ser hinterließ an. 1467. einen söhn und Nachfolger, HenricumXI. welcher mit des Churfürsten zu Brandenburg, zugenanntAchilles, zehen-jahriger Printzeßin Barbara beylager hielte, 2.jähr darauf aber ohne erben den 21. febr. an. 1479. mit todeabgieng, und seine gemahlin zur völligen erbin seiner länder ein-setzte; weswegen auch ihr vatter, Churfürst Albertus, possessiv»davon nahm. Solches aber wollte Johannes, Hertzog zu Woh-lau, des verstorbenen Henrici XI. vattern bruders söhn, keinesULmMben. Hstrzu kam noch, daß der König von Ungarn,Matthias, und der Komg von Bohmen, Uladislaus, als ober-ster Hertzog von Schlesien, ernen anspruch auf diese erbschafftwachten , und alle vier Competenten trugen auf dem zu Frey-stadt gehaltenen Land-tage ihre prTtsnllcmes vor. Weil aberdurchs Recht dieser streit nicht konnte beygeleget werden,so nahmder Hertzog Johannes des Königs Matthiä, und der ChurfürstAlbertus des Komgs Madislm partey an. Es vermählte auchdieser letztere stme tochter, die verwittwete Hertzogin Barbaram,an Madrslaum, mtt der bedlngung, daß diese ihrem gemahl, alsBöhmischen Könige, das Fürstenthum Glogau an statt einerHeimsteuer abtreten sollte; welches auch also geschahe, da unter-dessen der Hertzog Johannes einige trouppen zusammen brachte,und damit Crossen und andere hierzu behörige städte beunruhig-te, auch in der Marck ziemlichen schaden that, weil der KömaUladislaus sich dieser fache nicht annahm. Endlich wurde an.i48i. zu Camcntz in der Ober-Laußnitz ein friede geschlossen, mitder bedingung, daß der Hertzog Johann dem Könige MatthiaCrossen, Zulichau, Sommerfeld und Bobersberg cedirte, welchedieser hinwiederum des Churfürsten tochter Barbarä an statt derHeimsteuer, die sich auf 50000. ducaten erstreckte, zu einem Un-terpfand einraumete. In solcher qualität eines pfandschillinasist das Croßnische land auch bis an.i;;8. bey dem Haufe Bran-denburg geblieben. Da der Konig Ferdinandus I. dem Chur-fürsten Joachims II. durch einen vergleich die souverainität hier-über, und daß er es erblich besitzen sollte, conferirte, wodurchCrossen von Schlesien getrennet wurde. Jedoch behielt sich dassämtliche Haus Brandenburg vor, den titul und das waren ei-nes Hertzogs m Schlesien zu führen, und nunmehro wurdendie Croßnischen gewesenen Weichbilder des Fürstenthums Glo-gau mit dem titul eines Furstenthums belegt. Der erste, wel-cher es als ein besonderes Fürstenthum besessen, war MaraarassJohannes, der bruder Churfürst Joachimi ll. welchem sein dat-ier Joachimus I. die Custrimschen und Croßnischen lande zu sei-nem antheil gegeben hatte, da er denn Crossen durch einenLands-Hauptmann oder Verweser regieren ließ. In solchemzustande ist es auch bisher geblieben, ungeachtet die Fürsten undStande m Schlesien verschiedene mal um retractation der Croß-nischen souveramltat und feparation ansuchung gethan. An.1708. wurde dieses Fürstenthum des damaligen PreußischenCron-Prmtzen Friedrich Wilhelms gemahlin, Sophia Doro-thea, zu ihrem leibgeding ausgesetzt, da ste auch den ;i. jan. deßselbigen jahres die Huldigung daselbst eingenommen. D/«ea//7Kill. kolon. c7«^r rmnrll. Ales. Schles chron.

/» Lilellogr. renov. cum not. kib-x. Marck. chrvN.

Lucä Schles chron.

CroOn, lat. Liosn4 , die Haupt-stadt des vorher gedachtenFürstenthums gleiches nahmens, hegt an der Oder, wo der Ra-ver-fluß hinein fallt, 6. meilen von Franckfurt, und 12Groß-Glogau m einer lustigen gegend. Sie ist wohl bewohnt,mit vesten thurmen und mauren, wre auch mit eimaen Man-tzen, und aufder feite gegen Franckfurt von Mchen mit weM-und obst-garten bepffantzren bergen umgeben. Das schloß all,hier hat verschiedene mal den Churfürsslrchen Wittwen zu ihrerrefldentz gedienet; wie denn unter andern an 16-17 ChurfürstGeorae Wilhelms hinterlassene wrttwe sich Mier aufgehalten.Sie ist eine alte stadt, und es wird ihrer schon um das jähr n6;.

Nnnn z Macht.