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Zweyter Theil. Bi - C.
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gedacht. Henricus Lardatu,, Hertzog von Schlesien,hiettzum oftern «Wer Hof, gab auch auf dem hiesigen schlössean. i2;8> seinen geist auf. Seine gemahlin, die heilige Hed-wig, retirirte sich hieher mit den Nonnen von Trebnitz, als an.1241. die Tartarn in Schlesien eingefallen waren. In demMärckischen kriege mit Hertzog Johanne, ist sie an. 1476. bela-gert, und die Vorstadt abgebrannt worden. An. 1482. den 27.jul. hat das feuer die gantze stabt in die asche geleget. An.is; 1.wurde sie durch die Mordbrenner angestecket, und an. i6;z.durch den General Wallenstein erobert, an. 16)4. aber vonden Schweden und Brandenburgern wieder eingenommen.An. 1708. den 24. april ist sie gäntzlich abgebrannt, auf befehlund durch Vorschub des Königs Fnderici von Preussen aber wie-der gantz regulair und die Häuser überein gebauet worden.LÄxoAi Kilt. kolon. gnll-il. 8i1esLucä Schief, chron.

Croftolo, lat Lruttulu«, ein fluß in der Lombardie, wel-cher an den grentzen der Grafschafft Rossena in dem Hertzog-Ihum Parma entspringt, und nicht weit von Guastalla in denPo fällt. Zwischen den beyden flössen Crostolo und Secchiaist ein canal, welcher kollä "krassmara und bisweilen auch koiläTarana , genennet wird. Schaupl. des kriegs in Italien,x. 47°. 47 i.

LKOI-IsLIN, war bey den alten Griechen und Römernein instrument, so aus 2. stückgen ehern blech und einer handha-be bestund, welches gewisse frauenzimmer, die davon Lrot:>Ii-üriL genennet werden, bey vornehmer leuthe tafel rührten unddarzu tantzten. Es hat stinen nahmen von , pulto.LarrrxL, ste cymbsli8 vet. r. /'Är/ö«,, lib. LXOV. OXOVI.

Erotilde, siehe Llottlde.

Croton, siehe Cortona.

Crotona, eine Italiänische stadt in demjenigen theile, soman vor Zeiten magnam Or-eciam nennete,soll,wie einige wollen,von Diomede, oder wie Dionysius Hs 1 icarnailenü 8 berichtet,von Myscello erbauet worden seyn, und zwar U. 0 . 46. Olymp.XVIII. i. H. N. ;276. L. 0 . 708. welches das ?te jähr der re-gierung des Römischen Königs Numä Pompilii war. Siewar sehr berühmt wegen ihrer ringer, unter welchen ihrer 7. aneinem tage den sieg davon trugen; so, daß ein gemein sprich-wort daher kam, daß der schwächste unter den Crotoniaten derstärckste unter den Griechen wäre. Plinius meldet, daß diesesvon der daselbst befindlichen guten tust hergerühret. Milo, wel-cher gleichfalls wegen seiner stärcke berühmt, und Pythagoräschüler war, brachte dieser stadt gleichfalls grossen rühm zuwege.Jschomachus, Tiflcrates, Astolus und noch andere beruffeneringer sind allhier gebohren worden, gleichwie auch Democebes,der berühmte Artzt, welchen Polycrates, der König von Samus,und Darius, der König in Persien, sehr hoch hielten. Gleichergestalt war auch der Poet Orpheus, nebst noch vielen andern be-rühmten männern, aus dieser stadt gebürtig. Thucydides,Strabo, Plinius, Dionysius Hslisarnasssnü«, Pomponius Me-la, Ptolemäus, Livius, rc. thun allesamt der stadt Crotonä Mel-dung, welche vorzeiten 12. meilen im umfange gehabt hat. Obsie wol anjetzo in einem gantz andern zustande sich befindet, sowird sie doch vor eine feine stadt im hintersten Calabria gehal-ten, und hat eine vestung und Bißthum, so unter Reggio gehö-ret. Oro«^s lib. II. IM. lih. VI. lVr«. lib. II.

LSp. 98. l-ler-ostor. lib. III. steter. ImI. Ac.

(twtopus, der achte König der Argiver, succedirte demTriopas N. 2477. L. L. 1507. und regierte 21. jähr.

* Crotoy, (Is) ein Französischer flecken in der Picardie, andem ausfluß der Somme, gegen St. Valery, 4. stunden überAbbeville gelegen. Cluverius meynet, an diesem ort sey ehe-dessen die alte in Oallia Lslßica gelegene stadt Caracotinumoder Gravinum genannt, gewesen, welche doch andere 6eo-Zrspbi ehender setzen, wo heutiges tags Havre ste Grace liegt,und zur ursach anführen, daß dieses Caracotinum, dem irinsra-ilo Antonini zu folge, in Osllia LuZstueenl! gelegen sey, das Cro-toy aber liege, wo vor zeiten Oallia Lelgiea gewesen.

(srotte, (IH ist ein blosses dorf in dem eigentlich sogenann-ten Savoyen, nicht weit von dem flusse Guter le Vive. Esverdient aber deswegen angemerckt zu werden, weil in der-selben aegend der Hertzog Carl Emanuel II. den reisendenzum besten mit unglaublicher mühe und sehr grossen Unkosteneinen schönen weg durch die felsen und klippen zubereiten lastsen, welcher le Zrauä cbemiii ssoisl ste la Orotte genennetwird. A Schauplatz des

kriegs in Ital.?. 74.

Crou, oder le Crou, lat. Orovu« , ein kleiner fluß in Ibisäs krsnce, gehet beym Louvre, bey Chatillon, Gonesse, St.Denys, rc. vorbey, und nachdem er einige dache in sich ge-nommen , ergießt er sich in die Seine. steter, stum.

6 sII.

* Erousaz, (ste) ein alt adelich geschlecht in dem stM-sts-Vsust , in dem Canton Bern, ursprünglich aus dem flecken steCroujäz, bey dem dvrfe Chexbres in dem Bißthum Lausanne,welches von Kayser Conrad III. dem Bischoff Amadeo ist ge-jchencket worden , wie das Okartulsrium 1-lbuIse LpilcopalisLsutsneM« ausweiset. Dieses dorf bestehet aus drey theilen,

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welche in diesem lande 8our§s genennet werden, wormit sieeine anzahl Häuser andeuten, welche in einem ort zusammenunter eine und die nemliche Herrschafft oder Lehen-Herrllchrerrgehören, oder unter Herrschasstlichen schlössen stunden, welchean denselben orten gelegen waren. In diesem verstände bAstunde besagter stecken Chexbres aus drey bürgen, nemttchaus Chexbres, ste Croujäz und ste Blait. Also ist auch diestadt Vevay, welche ohnfern davon liegt, wegen den dasigenverschiedenen Herrschafften, st'Oron stellst«, stDron stessou«,und andern dergleichen, welche vor alters dorten ihre lehen hat-ten , auch in verschiedene solche und noch andere bürgen abge-theilet. In der bürg ste Croujäz ist das alte HerrschafftlicheHaus noch zu sehen, welches in den alten acten stomns stsOralst, Lta in Oroulst heisset, und nach dasiaer landes - art,wie andere adeliche sitze, zum zeichen der darauf stehenden Herr-lichkeit mit schwein- und bären-köpfen und raub-vögeln ausge-zreret ist. Eine linie des Hauses ste Croujäz besitzet es noch alsein lehen, die andere aber hat sich nach Lausanne gesetzet, wosie feit etlichen manns-gedencken die vornehmsten ämter bedienethat, und noch würcklich bedienet. Dieses geschlecht war vorzeiten ihren alten Ober-Herren, unter denen sie bey 544. >ay-ren gestanden, sehr hold und getreue, bis das land dem Can-ton Bern unterworffen worden, wovon ein brief, weichestJsenbrand ste Crousaz, ihr gewesener Vasall, an. 1616. an dieObrigkeit besagten Cantons geschrieben, zeugnis giebet, welchetreue seine Nachkömmlinge nach der Hand bis auf die heutige zerrauch gegen ihrer neuen hohen Obrigkeit, dem mächtigen Stan-de Bern, fortgeführet haben. An. i;88. entdeckten Jsenbrandund Claudius ste Crousaz die grosse conspiration , welche rnLausanne angesponnen, und durch den Hertzog von Savoyen istangefangen und unterstützet worden, wovon Stettler in seinenNüchtländischen geschichten den weiter» bericht ertheilen kan,p. ;;o. Nachher Hand thäte sich auch Abraham äs Crousaz'Obrister und sismenimt-8-stIIivsi zu Lausanne, sein lebtag zuwdienst der Herren von Bern hervor, sonderlich aber bey deinauflauf der bauren in ihren Teutschen landen, und in deinersten krieg bey Villmergen. Man liefet deswegen folgende Wortein seinem epirspluo in dem chor der kirche zu Lausanne, wel-ches in marmor eingehauen ist: Xunguam 6bi, nee tuis, leaUlüce patri-e vixit; worinnen auf ferne gute dienste, die erseinen Gnädigen Herren zu Bern geleistet hat, gezielet wird,welche sie in einem brief, den sie an. 1702. an einen andernaus diesem geschlecht, als den damaligen Landvogt zu Lausamne, abgeschicket, und worinnen sie auch einen andern dieses ge-schlechts, Daniel ste Crousaz, in seinem amt bestätigt haben, mnvielen Worten bezeugeten. Auch haben sie sich nicht betrogenbefunden, sintemal eben derselbe Daniel sts Crousaz, welchernach der Hand an seines groß-vatters stelle ist IsteureiEC-LmMvsl geworden, sich nicht nur in dem zweyten VillmergistlMkriege insonderheit tapfer bezeiget, sondern auch bey entdeckn»»der conspiration des Majorn Davels seine klugheit hat sehenlassen, wovon die mehrern umstände in der Hiitoirs ste« erou-bles äuille«, ä I'occsliori stu Oorckenku« zu finden. , Diese >n-milie hat übrigens ihren Adelstand, so oft es nöthig war,unter der Bernerischen herrschafft dargethan, welches an. 162!?'1671. und 1716. geschehen, wo sie gegen 7°°. jähre hat dartyunkönnen, unter welchen beweisthümmen sich alte stjstungen vo»allären, capellen, ansehnliche Herrschafften, Römisch-Kayie^liehe patenten, rc. befinden. Das dorf, wo diese famine msprünglich her ist, hatte ehedessen dieses sonderliche, daß / ^es schon einseits in dem lande des Hertzogs von Savoyen Alegen, und anderseits an die Bischoffe von Lausanne angreutzete, welche beyderseits Fürsten des lands waren, dE^doch vor zeiten immestists von dem Kayser abhienge. GMUbey dem dvrfe liegt ein Weinberg, 1« V-mx genannt, wem-,

2 . «»nv -kNi» viertel Mk'

Venrer-iee nacy uegi. Ale gegeno va yerum in o«evon der gantzen Schweitz, und stosset fast ein schönes dortdas andere, und ist so fruchtbar, daß diß ländgen, welcher»lpscie 1a Vsux genennet wird, und nur aus vier grv '2,Pfarreyen bestehet, über zwölf Millionen werth geschahet w'

Erouve, (Wilhelm) ein Englischer Prediger, gab zu Awden an. 1672. einen Llenckum 8criptorum In8criptuw ^heraus. Er hat sich um das jähr 1677. aus melanchoiev »Hangen. jugemen« für les srir. hilior. . ^

Crowland, oder Croyland, ist eine marckstadt in s ^colnshire in Engeüand,am flusse Weeland auf einem nwran 8 ^und niedrigen boden. Die besten straffen darinnen wewie in Venedig durch dazwischen lauffende waM -»von einander abgesondert, und die dämme, welchegehen, sind dermassen enge, daß keine wägen danweren können, daher man im sprichwort saget: Erlagen»welche nach Crowland kommen, sind mit silber oei ^ hrrr->Die vornehmste rarität in dieser stadt ist ihre dreyen'»cke, welche nach den drey Haupt-strassen gehet.

Crov, oder Crovy, lat. Oroviacum, war, we>i^„ A-schloß in der Picardie, unter dem gebiethe des Vjdan' hr gjsmiens, nunmehro aber ist es gantz zerstöret, und nlchw e fa-ein flecken, welcher deswegen berühmt, daß eine vorn - Mye