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Zweyter Theil. Bi - C.
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dennoch bey vorfallenden zweifeln und fragen sich kein bcdenckenmachte, die antwort oder erläuterung bis auf den andern tagauszusetzen. Er starb zu Bourges den 2?. sept. an. 1590. im68. oder 70. jähre seines atters , woselbst ihm den tag nach derbeysttzung von Claub. Mareschallo, Königlichem Parlements-Rath zu Paris und ehemaligen discipel, eine trefliche lob-rede ge-halten worden. Er hat sich zweymal verheurathet, das erstemal an Magdalenam äu Roure, eines iileäici von Avignvntochter, mit der er Iacobum , einen söhn von der grösten Hoff-nung , gezeuget hat, der sich aber durch sein übles leben vor derzeit zu gründe gerichtet; das andre mal an Gabrielle Herv-,von der ihm eine wegen ihrer Üppigkeit und unzncht verschriehe-ne tochter Susanna gebohren worden , die aber in dem viertenjähre ihres alters den vatter verlohren, und ihn also mit ihrenUntugenden nicht geärgert hat. Besser sind ihm seine schrittengerathen, aus denen man sich noch diefe stund überzeugen kan,daß es ihm in der Iurisprudentz keiner, weder vor noch voll-kommen nachgethan. Die accurateste und vollkommenste edi-tion ist diejenige, so Carolus Annibal Fabroltus zu Parisan. 1658. in zehen wmis in fol. hat drucken lassen,in vits ^scobi Lujscü. in elog. in bist. L

sllllic. >»//«,, äs clsris HP. intsrpret. s. 190.in musLO bilkor. x. 100. äs ortu L progrellu

stur. Liv. §. iZo. p. 267. leg. O« -lcfnwe. tzitzj.

Irsng. ckescr. , äs Icript. stec. XVI. d'n-

Lo.

Cujavien, eine landschafft in Groß-Polen an der Weichselgegen Preussen zu gelegen, wird sonst auch Wladislavia ge-nannt, welchen nahmen die Haupt-stadt darinnen führet, die ander Weichsel zwischen Morasten liegt, und einen Bischöffltchensitz hat, und wird der Bischoff insgemein Bischofs von Cuia-vien, ingleichen auch von Pomerellien genannt. Es begreiffetdieses land zwey Woywodschafften in sich, nemlich Brzest undInowloc;, in der ersten sind die städte Brzcesty, Wladislaw undCruswick, in der andern aber ist die stadt Inowlocz.

waren hey den Römern küssen von federn,flocken, hexel, oder anderer materie gestopft, auf welchen siejagen, wenn sie essen wollten. Die soldaten borsten dergleichennicht mit ins lager nehmen, sondern musten sich nut ein wenigftroh behelffen, darauf sie schliefen. Scipio hat solches vor Nu-mantia aufgebracht, die soldaten hart zu gewöhnen, auch selbstnur ein küssen mit Heu gestopft gehabt, worauf er gelegen.Man brauchte auch dergleichen polster bey belagerungen , wenndie feinde mit den seiet!bus an dic mauer stvssen wollten, sohielten die belagerten dergleichen sacke vor, damit geschahe denMauren nicht viel schaden. In den mittlern zelten war eine ge-wisse art von dünsten, culcitrsrum Lxsläione8, oder pr«bicio-nes, da die Vasallen ihrem Lehn-Herrn, so oft er reisete, mitbethen und küssen an die Hand gehen musten. uciv.

7- 22. , sä Vegst. 4.2;. / O« .

Culenburg oder Cuylenburg, eine Grafschafft in der Nie-derländischen provintz Geldern, deren lehn sie auch ungezweifeltist , wie denn der jetzige desitzer solche per msnästsrium recogno-scirt hat, doch ist auch etwas Utrecht - und Holländisch lehen ;diests aber schadet der souveramitäl nichts, worüber auch dieStaaten von Geldern dem Fürsten von Waldeck ein besondersckploma gegeben, und ihn dabey gegen jederman zu schützenversprochen. Sie bestehet aus einer stadt gleiches nahmens undden örtern oder dörfern Golverdingen, Everdingen, Zyderwelt,Redishem oder Renoy, Beest und Marienwert. Die stadt liegtlincker feite des flusses Leck eines arms des Rheins, eine merlevon Vianen, und eben so weit von Büren; sie bestehet aus dreytheilen, deren jeder seine mauren und gräben hat, woran dasGräfliche schloß mit angehänget ist. Das reglment der stadtführet der Drost, zwey Bürgermeister, sieben Schöppen undein Schultheiß, die von dem Grafen gefetzt werden. Schonvon etlichen üesulü her ist Culenburg durch eigene Herren guber-nirt worden , wie denn Heuterus des Roberti Bosichemi, soan. 1164. gestorben und der erste gewesen seyn soll, gedencket.Seine Nachfolger haben ihre güther durch heurathen sehr ver-mehrt , sonderlich Gerhardus ll. der Elisabetham, Frau zuBuren, Borfel, Zül, Sintmardensdyck, und Doddendal ge-heurathet. Ihr söhn Caspar hat zwar keine männliche erben,aber fünf tochter verlassen, unter welchen die zweyte Anna an^vhannem von Palant, Drost zu Valckcnburg, verheurathetworden; aus solcher ehe ist Florentitts I. entsprossen, welchenver König Philippus 1 !. von Spanien zum Grafen von Culen-burg gemacht. Nachdem sich aber dieser mit unter dem Adel be-fand , so sich der freyheit ihres vatkerlands annahmen, und des-mlls an. i;66. der Königlichen Gubernantin, HMogm vonParma, eine bitt-fchrist überreichten, fiel er in des Komgs un-gnade, wurde auch von dem Hertzog von Alba in die acht erklä-rt , sein prächtiges Haus zu Brüssel niedergerissen , und an des-sen stelle eine marmel-säule mit einer aufschrift in vier sprachen,varmnen die Ursache dieses Verfahrens angezeigt wurde, aufge.ächtet; es ist aber hernachmals die säule wieder weggerissen wor-^rn. Florentius II. Florentn I. söhn, gieng ohne leibes-erdenuv , und setzte im testament seiner schwester tochter söhn, GrafPhilipp Dietrich von Waldeck, zum erben der Grafschafft Cu-Murg, und der Herrschafft Mitten , Palant und Werth ein.Mv ist diese Grafschafft an d,e Grafen von Waldeck Wtldungi-'cher lmre gediehen. Als aber gedachter Graf Philipp Dietrichs

söhn Henricus Volrath an. 1664. ohne erben starb, fiel sie anFürst Georg Friedrich von Waldeck, Philipp Dietrichs bruder,des H. Röm. Reichs und der Staaten von Holland General-Feld-Marschall. Nachdem aber auch dieser den 19. nov. 169,.ohne männliche erben verstorben , kam sie an seine Printzcßin-nen. Er hinterließ aber solcher drey, nemlich Ludovicam Ama-jiam, Sophiam Henriettam und Albertinam. Die erstere wur-de an Graf Georg von Erpach vermählt, mit dem sie doch keineerben aufbrachte. Die andere, Sophiam Henriettam, nahmHertzog Ernst zu Sachsen-Hildburghausen an. 1680. zur gcmah-lin , von der er auch verschiedene erben erzeugte; und dadurchkam diese Grafschafft Culenburg an die Sachfen-Hildburghaufi-sche linie, nachdem Ludovica Amalia, Graf Georgs von Er-pach wittwe, so ihren sitz darauf gehabt, mit tode abgegan-gen, wie dann Hertzog Ernst Friedrich, gedachten Ernesti söhn,an.i7i4. die Huldigung zu Culenburg angenommen.äslcr. Lelgü, k. III. p.Z2. leg. ellron. Lelg. säsu. 55

p. 41z. snnsl. LliviN, p. 4^6. /»rt'o/.X. k.

lib.V. c.12. n. r. Lermsnis llsmm. k.III. Ieü.2. p.24.

* Culenburg, (Ahasverus äs) Bischoff zu Utrecht, warein söhn Gerhardt, Herrn von Culenburg in Geldern. Erstund dieser würde sieben jähr vor, ward aber darauf, weil erdiesen ort verlassen, und nicht wieder kommen wollte, von denStänden von Utrecht abgesetzt, welches auch Papst Eugemus IV.consirmirte, ihm aber davor den titul eines Bischoffs von Cäsa-rea gab. Er gab zwar deswegen eine appeüation an das Lou-Lüium zu Basel ein, starb aber vor austrag der fache an. 14;-.

nilt. IIIcrsjeÄ.

LLIHLI8, war bey den Römern ein gepichter lederner sack,in welchen man diejenigen, die ihre eitern oder andere bluts-freunde umgebracht hatten , steckte, und also ins Wasser warf.Es ward zugleich ein Hahn, äff, schlänge und Hund hinein ge-steckt , daß sie ihn recht plagen, und auch zugleich seine grosseundanckbarkert andeuten sollten. Lulsus war auch ein maas,damit man liguiäs messen konnte, und hielt 20. smplwrss.pro 8. Holcio ümer. , Ismslkr. 2. 7.

Onnx/leE, all Kokn. 8- 24. IVrrss«r. *

Culiacan, oder St. Miguel äs Culiacan, ist eine Ameri-kanische provintz in Neu-Spanien. Sie gehört eigentlich unterdie Luäisntis Guadalajara, und grentzet gegen norden an Neu-Mexico, gegen Westen an das meer Vermejo , gegen osten anNeu-Biscaja, und gegen süden an die provintz Chiamelan.Der vornehmste flecken darinnen ist Culiacan. Die andern sindSt. Miguel, Quinoia, rc. Sie hat durch und durch vielberg-wercke, wie auch einen grossen Überfluß an fruchten undbaumwolle.

* Culitz, oder Culitsih , ein schloß in Servien in Ungarnan dem fluß Morava , wo sich selbiger in die Donau ergießt, na-he bey Passarowitz.

CuUen, ist eme alte und kleine stadt, an der küste der Nord-Schottiändischen Vice-Grafschafft Bans. Sie hat in den ehe-maligen Parlementen von Schottland sitz und stimme gehabt,und ist mit keinem Hafen versehen, befindet sich aber in einer sehrfruchtbaren gegend.

* Cullera, ein flecken auf dem eben sogenannten Capo Cul«lera, an dem cmffusse des Tacars , gegen norden, in dem Kö-nigreiche Valencia, in Spanien. ^7«Oiekionnsirs.

Cully, ein kleines, aber lustiges, BernerischeS städtlein amGenfer-see, zwischen Lausanne und Vevay gelegen. Es ist an.1440. mit mauren umgeben , und von den Bischöffen von Lau-sanne mit einem jahr-marckt begäbet worden. Es gehöret indie Vogtey Lausanne, und hat den besten wein-wachs am gan-tzen see. *

Culm, oder Colmen, lat. Lulms oder Lbelmum, eine stadtin dem Polnischen Preussen , fünf messen von Thoren an derWeixel auf einer höhe gelegen. Sie ist die Haupt-stadt der Woy-wodschafft dieses nahmens , und wird selbiger district insge-mein das Culmische land, Lulmigeris, genennet. An. 12,9.soll dieser ort seyn erbauet worden. Denn obgleich Cromcrusmeldet, daß bereits an. 1222. Hertzog Conrad von Moscau einBißthum allhier angerichtet, und zum ersten Bischoff einenCistercienser-Mönch, nahmens Christianum, daselbst eingesetzt,dessen er sich gebraucht hatte, die Teutschen Ritter wider diePreussen ins land zu bringen, so ist doch dieser Christiaiiusvielmehr Preußischer als Culmischer Bischoff gewesen, indemerst an. 124;. Preussen in vier Bißthümmer eingetheilt worden.Es übergab auch Bischoff Christianus das Culmische land demTeutschen orden; es ist aber solches hernach wieder von demsel-ben abgewichen, und an die Eron Polen gekommen. Suanti-polt, Hertzog in Hinter - Pommern, belagerte Culm, konnteaber nichts davor ausrichten. An. 1457- brachte der Teutscheorden diesen ort durch verratherey wieder unter sich ; allein mitder zeit kam er wieder unter Polnische botmäßigkeit. AIs dieTeutschen selbigen beherrschten , war allhier das Ober-Gerichtvon Preussen, daher man noch das Recht, welches die Teut-schen in Preussen haben, das Culmische Recht nennet. Eshat auch Culm die muntz-gerechtigkcit, und wird für eine Han-ste-stadt gehalten. Der Bischoff residirte sonst zu Culmste, einerstadt nicht weit von Culm, nunmehro aber zu Lübau oder Alt-hausen. Unter den Bischöffen allhier sind sonderlich berühmt,Nicolaus von Bück, Petrus Tiliki an. 1577.; Lanrentms Gem-

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