bicki an. r6oo.; Johannes 3 Lipie Lipski an. I6j4.; Andrea-Lefzcvnsky an. 1647. ; Andreas Olszowski an. 1661.; Johan-nes Malachowski, welcher an. 1678. ein patent publiciret,darinnen er den Teutschen grosse freyheiten versprach, wenn siesich zu Culm niederlassen würden, damit er diesen fast zerfalle-nen ort wieder volck-reicher machen mochte. OE--»-«,,.!!!), VII.rer. soloir. in erklärnng der Preußischen land- tafel»
« äe Idebusp. Hsnseat. ?. III. «ap. 24. f. 546.
topoxr. ?rullise p. 1;. Hartknochs Preußische chronickund kirchen-historie, lib. I. c.x. 160. leg. äissert. äs
rebu» krulsicis, p. ;y. 22!. ;26. z;i. feg. Lc.
* Culma, oder Chulm, eine kleine Böhmische stadt imEgrischen kreise, an der grentze des Voigtlandes, dem Rit-terlichen Creutz-orden mit dem rothen sterne zuständig, allwoauch ein Probst dieses ordens ist. Sie wird wegen des daselbstbefindlichen Marienbildes, dahin deswegen jährlich eine «rossewallfahrt geschiehet, insgemein Marien-Culm genennet.
Culmbach, die vormalige refidentz der BrandenburgischenMarggrafen, die das Burggrafthum Nürnberg oberhalb ge-bürges besessen , liegt an dem sogenannten meisten Mayn , ineinem angenehmen und sehr fruchtbaren thal; und auf des da-bey liegenden schönen Weinbergs spitze hat sie das trefliche vrsteschloß plassenburg, welches zwar an. 15;;. in der unruhemit Alberto Alctbiaoe durch Hunger erobert und rafirt, dochbald hernach von Marggraf Georg Friedrich wieder neu aufge-führet , und von Marggraf Christiane an. 1603. mit einemnoch höhern karr, die Christian»! genannt, verstärcket, auchseit dem nicht wieder eingenommen worden. Es hat sehr star.cke mauren, die meistens 40. völlige werck-schuhe dick, tiefe ingantzen felsen gehauene grüben , ist auch inwendig mit gutengebäuden besetzt, und übertrift dem umfang nach die stadt selbst,hat auch sehr tiefe zieh-und verschiedene quell-brunnen; auch sindso viel wasser-leitungen dahin gebracht, daß sie einen stehendensee formiren , der auch im heißesten sommer nicht vertrocknet.Hier wird das Marggräffiche archiv verwahret. Die stadtCulmbach ist. an. 14;°. von den Hußiten und an. vonMarggraf Alberti feinden abaebrannt, doch gar fein wiederangebauet worden ; wiewol Marggraf Christian an. 1604. sei-ne refidentz von hier nach Bayreuth verleget. Nach der zeit hatsowol dieser Marggraf, nachdem Banreuth durch eine feuers-brunst sehr ruiniret worden , sich wieder eine zeitlang hier aus-gehalten ; als auch eine besondere linie der Marggrafen vonBayreuth ihre refidentz allhier genommen. Von den letztem istNachricht unter dem artickul Bareuth zu finden. Von der al-ten linie aber, die im 16. jahrhundert hier gewöhnet, siehe denärtickul Brandenburg.
Culmbach, die abgetheilte Marggrafen von Culmbach oderBayreuth stammen her von Georgiv Alberto, Christian!,Marggrafen von Brandenburg, anderm söhne. Er war denro. wart. 1619. gebohren, und diente anfangs dem Kayser un-ter dem General Gallas, nachgehends aber dem Churfürsten zuPfaltz als Oberst - Wachtmeister. Allein da sein älterer bruderErdmann Augustus mit Hinterlassung eines unmündigen Prin-tzen mit tode abgieng , auch der vatter Christianus bald daraufverstarb , so übernahm er des gedachten unmündigen Printzenvormundschafft und die landes-regierung, refidirte auch inwährender vormundschafft zu Culmbach. Als aber MarggrafChristian Ernst die regierung selbst antrat, begab er sich auf einschloß und laud-gnth Schretz ohnweit Bayreuth, und starb da-selbst an. iS66. den 16. scpt. An. ,6;i. vermählte er sich mitMaria Elisabeth, Philippi Hertzogs zu Holstein-Glücksburgtöchter; als aber selbige an. 1664. den 27. may gestorben, schrit-te er im folgenden jähre den i.nov. zur andern ehe mit MariaSophia, Gräfin von Solms , Georgii Ernesti, Freyherr»von Schönburg, wittwe, welche an. 1668- gestorben. Mirder ersten hat er gezeuget 1.) Erdmannum Philippum , so deni. may an. i6;y. gebohren ; nachdem er an. 1674. und in denfolgenden drey jähren vier feld-zügcn wider die Franzosen beyge-wohnet, stürtzte er an. 1678. zu Bayreuth mit einem Pferde,worüber er den 26. aug. das leben einbüssere. 2.) ChristianHeinrich , von dem hernach; z.) Carolum Augustum, welcheran. 166;. den 18. mertz gebohren, Dom-Herr zu Magdeburgworden , und einige jähre in Kayserlichen kriegs-diensten gewe-sen , nach diesem aber sich nach Nürnberg begeben. Von derandern gemahlin dieses Georgii Alberti, wurde nach dessen todeein söhn gleiches nahmens den 27. nov. an. 1666. zur welt ge-bracht ; (siehe Georgius Albertus ) Christianus Henricusnun war gebohren den 19. jui. an. 1661. und erwiese bey dementsatz der stadt Wien an. 168z. seine.tapferkeit, wohnte, her-nach zu Schretz bey Bayreuth, trat an. 1706. dem KönigeFriderico von Preussen sein recht auf die succcßion in dem Ober-Fürstcnthum zu Bayreuth, gegen eine tährliche pension vor sichund dieseinigcn ab, bekam seinen sitz zu Weverlingen im Für-stenthum Halberstadt, und starb den so.mart. 1708. An.1687.den 14. aug. vermählte er sich mit Sophia Christian», AlbertiFriderici Grafen zu Wolffstein tochter, mit welcher er verschie-dene kinder gezeuget, davon einige gestorben; zu erwachsenenjähren aber sind gekommen Georgius Fridericus Carolus, soan. 1688. den 19- >un. gebohren, und sich den 24. nov. ««.1709.mit Dorothea, Hertzogs Friderici Ludovici zu Holstein-Becktochter, vermählet, und einige kinder erzeuget. Albertus Wolf-
gang , gebohren den 8. dec. an. 1689.; Dorothea Charlotta,gebohren den 4. mart. an. 1691. vermählt mit Carolo Ludovico,Grafen von HohenloeWeickersheim, den 8- jul. an. 17H.starb den 2. april an. 1712» Christianus Augustus, gebohrenden 4. aug. an. 1699. und Fridericus Christianus, so den 17.jul. an. 1708. nach seines vatters tode zur weit gekommen.Rentschens Brandend, cedern-hayn. bl. k. Imp. üb. IV.
c-n. n.
f Georgius Wilhelmus, regierender Marggraf von Culm-dach oder Banreuth, starb den 18. dec. an. 1726. ohne männ-liche erben. Daher folgte ihm sein nächster Vetter, GeorgiusFridericus Carolus , ein söhn Christian! Henrici. Derselbigestarb den 17. may an. 17; 5. Sein söhn Fridericus , welcherihm in der regierung nachgefolget, ward gebohren den io. mayan. 1711. und vermählte sich an. 17; 1. mit Friderica So-phia Wilhelmina , Königs Friderici Wilhelm! in Preussen äl-tester Printzeßin, von welcher eine Printzeßtn, Elisabeths So-phia Friderica Wilhelmina den ;c>. aug. 17^2. gebohren wor-den. Friderici, erstgedachten regierenden Marggrafen schwe-stern waren: i.) Sophia Christian« LoMsa ,' gebohren den4. jan. an. 1710. ward an. 17^1. vermählt an Alexander Ferdi-nand , Printz von Thurn und Taßis, nahm an. 17;;. die Ca-tholische religivn an, und starb den n. jun. an. 17^9. 2.) So-phia Charlotte Albertine, gebohrm dm aug. an. 171;.ward an. 17^4. mit Ernesto Augusto, Hertzoq zu Sachsen-Weimar, vermählet, z.) Sophia Wilhelmina, gebohren den4. jul. an. 1714. ward an. i?;«.. an Carolum Edzardum Für-sten von Ost-Frießland vermählet. Genealog. Handbuch.
Culmberg, ein berg bey Wurtzen , worauf man zu zeitender alten Marggrafen von Meisten unter freyen Himmel die all-gemeine Land - und Cvnvent - tage gehalten. xioär.
Wln. p.; 2.
Culmsee oder Lulmensee, ist eine kleine stadt in demPolmfchen Preussen, in der Woywodschafft Culm, nicht weitvon Thoren gelegen. Es pflegen daselbst die Bifchöste von Culmzu refidiren.
Culpeper, siehe Lolepeper.
* Culroß, eine stadt oder flecken aufder insul Fife in Schott-land , dessen nähme gleichsam so viel heißen soll, als der rü-cken oder hintertheil des, landes Rvßiä. Es ist allda ein koh-len-bergwerck, so viel gänge und gruben unter dem see, oderLllusrio korrbsL hat, der an diesem orte eine Teutsche metlebreit, und zwölf klafter tief über dem berqwerck ist. Mankan darinnen ziemlich nahe unter das meer-wasser gehen, und aueinem andern ort in dem wasser, durch ein steinern gebäude vonquater-stücken heraufsteigen, so wie ein schövf-brunnen sehrgroß und weit formiret ist, und etliche klafter hoch aus demwasser herauf gehet, darauf ein höltzern gerüste stehet. Auchfindet man zu Culroß einen saltz-kessel, da das saltz mitstein-kohlen gesotten wird. Es hat in selbiger grübe zwey wastser-räder, da eines 41. und das andere ;4. eymer schöpfet,durch welche das wasser künstlich heraus gebracht wird.
* Cultebeque, ein kleiner ort in Nord-America , in Neu-Svanien, nicht weit von Mexico, allwo die Spanischen Vice-Könige ihr begräbnis und Escurial haben: welches ein grosserwohlgebauter pallast ist.
Cuma, eine stadt in Aetolien, so anjetzo kova novs genenntwird , liegt an dem meer-busen von Smyrna in Klein - Asien,zwischen Smyrna südwärts und Pergamo westwärts. Sie hateine vestung und einen guten Hafen. An. i6zc>. wurde nichtweit davon die Venetianifche flotte von den Türcken geschlagen-Es ist auch noch in Jonien eine stadt dieses nahmens, und anvielen andern orten, deren Strabo , Plinius und Stephan«»L^snrinus gedencken.
Cumä, ist eine alte Italiänische stadt, nicht weit von Nea-polis. Vor zeiten war daselbst ein Bischöstlicher fitz; allein an-jetzo ist solches Bißthnm dem von Averfa einverleibet worden.
Die alten , beydes Griechische und Lateinische scribenten gedem
cken oft dieses orts, wie denn insonderheit Virgilius von dessenden vorlreflichem tempel, so dem Apollini gewiedmet gewesen,und von dessen vestung Meldung thut. Leander Alberti gremNachricht von den übrigen merckmälern der allen gebäude, un»einigen andern antiquitäten , so zu Cumä gesehen worden, n>»die grottc der Sibyllen, und andere mehr.
* Cumana, eine provintz in dem südlichen America, grA"dem Capo Araya, und der insul Margaretha über gelege?-Dieses land ist von den Arayischen faltz-psannen durch de>>genannten Golfo äs Cariaca, oder ä« Commenv abgesonoei'und war ehemals von Amertcanischen Wilden bewohnet,che dem ufer des meeres nach ihre Hütten hatten. Wann >völcker, welche gleich andern nackend einhergehen, gegenander zu selbe ziehen, so bedecken sie sich die schultern ^nem kleinen mantel, und zieren sich mit verschiedenen taus; bey sreuden - festen aber beschmieren sie sich die g^sstidermit einer gattung leim, wie vogel-leim, und blasen .-„Mvoll junger federn und flaum, bis sie gäntzlich wie M«feder-fell ausgeschmücket aussehen. Sie raufen Maus , und scheren die haare rund um den köpfherum ^ohren ab. Die unverheuratheten wetbs-bilder gehen gar yckend, und wisse» von keiner schamhafftigkeit nichts,