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Zweyter Theil. Bi - C.
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jetzund fürs tage - licht getreten. ÄreraE äs la

6 ranäs - Lretagne, rom. IV. Gelehrte Zeitungen. *

LI/iVl/Lä, ist der zunähme derjenigen Sibylle, welche auchdie Welsche genennet wird, weil sie in Welschland prophezeyethat. Sie soll von Cimmeria gewesen seyn , einem kleinen sie-chen bey Cumä in Campanien. Sie lebte einige zeit nach ero-berung der stadt Trojä , wo man Virgilio glauben sott. Vonder geburt Christi hat sie dergestalt geweiffaget, daß,der KayserJulianus ihre bücher verbrennen lassen, weil er dafür gehalten,daß sie den Christen gar zu wohl zu statten kamen, wie Ammia-nus Marcellinus berichtet. Es ist aber nur zu gewiß , daß alleunter dem nahmen der Sibyllen herumgehende verse in dem an-dern seculo seil Christi geburt durch eine gemeiniglich , obwolsehr unrecht, genannte pism krsuäsm von einigen Christen auf-gesetzt , und den Sibyllen untergeschoben worden. Einige su-rkorss halten dafür, weil zwey städte gleiches nahmens gewe-sen, Cuma in Aeolien und Cumä in Italien, daß es auch zweySibyllen gegeben, davon die eine Humana, die andere Oumseggenennet worden. tVxZr/. üb. VI. Lneicl. üb. I. 6 i-

vin. inliit. c. 6 . ü 6 e 8 ik^ 1 üs.

noc. in 6 rat. Lvnes. in orac. 8 ib. äs ora-

cul. 8 ibM.

* Eumo, (Wilhelmus) ein Französischer Rechtsgelehrter,welcher im ansang des XIV. üecuü gelebt, zu Orkans docket,und verschiedenes super Oig. vetus üb. XXIV. und in Laä.üb. IX. <Lc. geschrieben hat. Viä. T'irk/'Ei«»«.

* Cumptich, eine in Brabant, in dem gebiethe von Tille-

mont, gelegene Herrschafft, welcher Philippus IV. König inSpanien, an. 1660. den 17. aug. Alphonso Henrico von Dkqzu ehren, den titul eher Baronie beygeleget. Vormals gehörtesie der familie Uykenlimingen , die unter den ssrriciis zu Lovenin grossem ansehen gestanden. Johann Uytenlimingen erhieltsie an. i-; 6 i. von dem Könige in Spanien, und hatte zumNachfolger erstlich Robertum, hernach Anlonium. Diesesletzter» tochter, Philippina von Uytenlimingen , Frau vonWange, besaß sie an. 1610. tropb. äs Lrab. tup-

xlem. rom. II. p. w 6 .

Guna, ein städtkin oder marckt-flecken, nebst einem feinenschlösse anderthalb stunden von Görlitz, in der Ober-Lausitz,grentzt mit des städtleins Schönberg bezirck. Grossers Lausitz,merckwürd. ?. III.

Cunäus, (Petrus) ein berühmter Rcchtsgekhrter, warzu Vlißingen in Seeland an. 1586. gebohren. Er brachte essehr hoch in seinen üucük, sonderlich in der Griechischen , La-teinischen , Hebräischen, Chaldäischen und Syrischen sprächeunter Johannis Drusii anweisung, und gelangte auch durchdessen anführung zu einer grossen wissenschafft in den Jüdischenantiquitäten. Nachgehends legte er sich auf die Rechtsgelehr-samkeit , und nahm darinnen dermaßen zu, daß er an. 1615.für tüchtig erkläret wurde, auf der Universität Leiden die .surszu profitiren, nachdem er schon vorher eine Zeitlang die Lateini-sche spräche und Loüücsm daselbst docket hatte. Seine letzterekroksüion continuirte er bis an. 16;8. da er im nov. starb, nach-dem er von den Staaten von Seeland zu ihrem Hilkoriogrspkowar ernennet worden. Seine schrifteu sind: äs üepubücaIlebr-eorum üb. III. ; 83161 venale« , butvia iVlenippsw in luikecuü komine8 inepw eruäiws ; Ilesponsum in L'-mla potkümi-nü, <Lc. Orstion-Z, welche Christophorus Cellarius Mlt an-merckungen erläutert hat. Es hat auch Cunäus des JulianiLselarss Latemisch und noten über Xonni llionz-siLL» heraus ge-geben. orstio funebrk in exeg. peeri Lunsei.

-leben. Latav. ^« 6 ,. bibl. öeig. 6 e script.

Lec. XVII. <Lc.

* Cunames, ein wildes volck in Neu-Mexico; die Spa-

nier , welche in ihrer gegend gewesen sind, melden, daß siedort fünf grosse flecken gefunden haben, davon der wichtig-ste Cia sey genennet worden. Es seyen darinnen acht öffent-liche marckt-platze gewesen, und habe der flecken wol zwanzigtausend seelen fassen können. Die Häuser seyen mir kalck gepfla-stert , und mit verschiedenen färben angemahlet gewesen. Diewilden einwohner haben ihnen schöne mäntel zum Willkomm ge-geben , und speisen aufgetragen, welche sehr niedlich und säu-berlich seyen zugerüstet gewesen. Es habe sich gezeiget, daßihr land reichlich an metallen sey, und die einwohner habenihnen die gebürge gewiesen, wo sie dieselben zu graben pfleg-ten rc. dslcript. äes In6. OcLiä. Iiv. VI. c. 2;.

Di«k. deogrsxb.

* Cuncari, ein Königreich und land der Indischen halb-in-sul dissett des Gangis ; es ist aber nur eine provintz desKönigreichs Decan. Gegen norden liegt ihm das eigentlichsogenannte Decan, gegen morgen die provintz Balagnate, vonwelcher die gebürge Gote es absondern. Gegen mittag flössetdas Königreich Canana daran, und der Oceanus Imücus ge,gen abend. Die vornehmsten städte darinnen sind Visapor,Saliapor und Paranda (welche alle drey an dem flusse Man-dona liegen) und endlich Goa, so an der see - küsse liegt,und bekanntlich von den Portugiesen besessen wird. -l/ay,,

vickionnaire.

* Eundistus, (Godofredus) ein Lutherischer l'beologus,wurde zu Rabeberg m Meisten, allwo sein vatter, Matthäus,Lsüor war, der hernach Superintendent zu Pirna worden,

und an. isrr. nachdem er zuvor io. jähr blind gewesen, rmttobe abgegangen, den n. sept. an. i<?99. gebohren. Nach-dem er zu Leipzig und Wittenberg studirt, auch an dem letz-tem orte die würde eines DoÄorK angenommen, ward er erst-lich zu Leißnick, und hernach zu Merseburg Superintendent,endlich aber Professor sskeologixe zu Jena, allwo er an. i;6i.den 25. jul. als ihn der schlag auf der cantzel gerührt, mittobe abgegangen. Man hat von ihm noten über llmteri Lom-penäiurn; Lollegium antüropologicum; üxe^estn Lantici Hsn-NL; lVIatTologiam ksrLsnsm äejscktam; Oiatriben NatLolo-ßiX OurseanL, U. a. m. vitse prokess. ^eriens.

Cunerus, (Petrus) siehe Peter.

war bey den Römern, wenn die soldaten inder schlacht-ordnung so geftellet waren, daß in den ersten glie-dern wenig, hernach immer in den folgenden mehr zu stehen ka-men. Es hat den nahmen von der gestalt eines keils, und mangebrauchte solche form um der feinde Wacht - Ordnung an-fangs zu zertrennen und in Unordnung zu bringen, da danndie vordersten glieder immer aus den besten und geübtestensoldaten bestunden. Wider diese Lmieos bediente man sich ei-ner ordnung, so die figur einer schär hatte, und auch deswe-gen kvrceps genennet wurde; wormit man also den spitz des sch-nei einfaßte, und zugleich von vornen und von beyden feitenbeschädigen konnte. Sonsten hieß man auch also die sitze aufdem tüesrro, welche unten sehr schmal waren, je weiter sie aberin die höhe giengen, je breiter wurden sie. , äs milk.

Xom. A -impkiit. I V. 7. et^mol. /Vissi«'.

Cunha, (Rodriguez 6 e> Ertz-Bischoff zu Braga in Portu-gal!, war zu Liiabon an. 1577. gebohren, und brachte es in demÜu 6 io Lanonici sehr weit. An. 161;. wurde er zum B>-schoff zu Portalegre, und ;. jähr hernach zu Porto ernennet.Endlich an. 1627. erhielt er das Primat von Portugall und Ertz«Bißlhum zu Braga, welches er aber aus liebe zu seiner vatter-stadt wiederum aufgab, und das Ertz-Bißlhum zu Lisabon an-nahm ; woselbst er auch starb, nachdem er vorher an. 1640. demHertzog von Braganza auf den Königl. thron zu setzen viel bey-getragen hatte. Man hat von ihm in Lateinischer spräche Wer

piimLM ksrrem Oecreti Lrsrisni Lomment. 6e Oonkeilionsri^solücicsntil>u8; 6e Primat» kcclelis- Lrackanensts; und in Por-tugiesischer, eine Historie der Bischöffe von Porto; eine kirchen-lg-storie von Braga; eine von Lisabon, rc. Kitz!. Hilf».

Cunibertus, Pentariti, des Königs der Lombardier, sohchwurde an. 68--. mit zum regiment gezogen, und an. 689. da seMvatter starb, fieng er an allein zu regieren. Alahis, der Hertzogvon Trident, dessen leben er vor einiger zeit errettet, machte an.691. wider ihn einen aufstand, und eroberte die stadt Pavia, be-hielt sie aber nicht lang. Darauf ergriff er zum andern mal dieWaffen wider Cmübertum , wurde aber geschlagen, und wü-ste auch sein eigen leben in der an. 694. gehaltenen Wacht ew-büssen; worauf der König im frieden vollends regierete, bis eran. 701. starb. 6e geli. üon^ob. 6e Ilo-

gno Itsüse

Cunicia, (Maria) oder Cunitzin, ein ungemein gelehr-tes frauenzimmer, die älteste tochter des berühmten Henrici E»-nicii, lVIecüciriM Vvikori« zu Schweidnitz in Schlesien, und beyvortreflichen lVlstüematici und Kelliei zu Pttschen im Brichtscheu Fürstenthum, Eliä von Löwen oder ä Leonibua, eheftawSie war in der Historie wohl erfahren, redete 7. sprachen, st'/Teutsch, Polnisch, Italiänisch, Französisch, Lateinisch, Grie-chisch und Hebräisch, und konnte ein nettes gemählde verftru-gen; dabey war sie der Astrologie sehr ergeben, und machteM3M Mnechlkcs. Sie brachte die nächtliche zeit meistentyelimit sternsehen, und den tag gemeiniglich im bethe zu. A'.unternahm auch das grosse werck der Rudvlphinischen tavAlen auf eine leichtere art, und in einen kurtzen begriff Z«fassen. Weil aber damals der zc>. jährige krieg Schlesienunruhigte, so begab sie sich mit ihrem manne nach Polen , N"Hielt sich mit ihm einige jähre bey der Aebtißin in dem klomOlobocz auf, da sie über ihren tabellen fleißig arbekete, und a>.164;. den ersten und andern, und an. 1646. den dritten theilfertigte, welche zusammen sie an. 1650. zu Oelßne unter seititul: Iksni 3 lkllpitia, in folio drucken lassen, und deinser Ferdinands III. dediciret, wobey ihr mann eine vorredefertiget. Sie starb als wittib zu Pirschen in Schlesien den ^aug. 1664. / «6 6e kosm. erucl.

7. gxnsec. p. ; 2.

LLMU . heißt ein unter-irdischer graben oder nun .wenn die Römischen soldaten ein bollwerck untergruben, onvhernach einfallen müsse. Oft machten sie auch dergleichenter - irdisch? gänge unter den feindlichen wallen und mau Xdurch, bis in die belagerten städte, welche sie so dann unvhens öfneten, und daraus sich der städte von innen bemew" ^alldieweil die besatzung ihre stadt-mauer und wälle gege'von aussen erwartenden ober zum schein angestellten he-verwahren meynte. Hingegen gruben auch bisweilen be-lagerten solche wege bis unter die feindliche aperer"'tereyen , unterstützeten diese mit holtz , bis alles feeug' Lgitzten hernach das von vielem hartz und pech überstrleye»mit feuer an, wodurch die aAgeres, welchetheils aus holtz und faschinen gemacht waren, theils verten, theils einsancken. Die Jüden gebrauchten""' -