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natur ohne zierrath walten, ohne daß sie die schönheit in grostsen schenckeln suchen. An. i;i8. baueten die Dominicanerund andere orden etliche klöster dahin, die Wilden aber, die zu-vor von den Spaniern grausam aehalten worden, ersahen ih-re gelegene zeit aus, und brenneten bald hernach beyde ab,ohne selbsten diesen Vättern zu verschonen. An. 1522. dar-auf schickte Iago 6s Castellos eine garnison dahin, um die-ser Franciscaner tod zu rächen, und legte eine kleine vestungdort an , welche er gleich bey dem einfluß der Cumana anbaue-te, um zu gleicher zeit die einwohner von Gubagua zu bede-cken , welche dorten pflegten Wasser zu holen. Seit dem sinddie Spanier nicht mehr von bannen vertrieben worden; der fle-cken von Cumana oder Comara, liegt landwärts auf dem fuß-vesten lande, ungefehr zwey Meilen von der see. In dieserprovintz giebt es neben den wilden thieren, die auch an an-dern orten von Süd - America bekannt sind, etliche besonderegattungen, worunter gezehlet mögen werden , der Capa, wel-cher schwartz, zotticht, und grösser als ein esel ist: der Aca-nata, so einen langen bart hat, wie ein bock; seine grössegleichet einem gemeinen jagd-hund; und dieses thier klettertauf die höchsten bäume, seine speise darauf zu suchen. Es istnoch ein gewisses wildes und sehr rasendes thier daselbst, ander grösse wie ein Englischer dog, das sich aber des tages sel-ten sehen läßt, wann aber die Wilden des nachts ausgehen, sotragen sie immer einen glimmenden brand mit sich , sintemaldieses thier sich vor dem feuer fürchten soll. , clelcripc.des In6e8 Occi6. liv. XVIII. c. 4. , Ditck.
Oeogrspk.
Eumanien, wird derjenige theil der Wallachey und Mol-dau genennet, welcher von dem flusse Alt oder Olt zwischen denAlpen und der Donau gegen die Tartarey zu lieget. Die ein-wohner hat man vor diesem Lumsnos nigros genennet. Indem XIII. üeculo ward der Cumanier König , Cuthenus vonden Tartarn vertrieben, da er sich denn nebst den setnigennach Ungarn retirirte, und unter den schütz des Königs Be-lä IV. begab, welcher ihm die gegend um die Theisse einrau-mete. Allein die Tartarn folgten ihnen auf dem fusse nach,und nöthigten Belam, daß er sein Königreich mit dem rü-cken ansehen muste. Nachdem aber dieser wiederum zu dembesitz seines Reichs kam, machte er Cumanien vollends frey,und setzte einen Woywoden dahin, der für die fortpflantzung desChristlichen glaubens besorget seyn sollte. König Ladislaus 1 V.hielt sehr viel auf den Cumaniern, nichts destoweniger ward ervon selbigen in einem tumull ermordet. In der that hatte die-ses volck gute courage, und ist der nähme der Cumanischenreuter berühmt gewesen. In dem krieg Ottocari wider Ru-dolphum I. bestünde die gröste macht des erstern aus diesen wü-then. Bey der Ungarischen crönung, wird noch heut zu tageeine sahne mit einem gecrönten löwen von dem CumanischenReich vorgetragen. k. I. p. 5. *
* Eumano, (Raphacl) ein gelehrter Rechtsgelchrter nachder gelehrtheit seines steculi, welcher um an. 1420. zu Paduaflorirct hat. Er hat verschiedene wercke hinterlassen, und un-ter anderm Lomment3rio8 über gewisse gesetze der Pandectenund andere fachen, welche in der Lolleckione vsrisrum rs-xetiriormm teu Lommenwriorum äunn Livilw ( worinnen bey200. dergleichen alter Juristen in VIII. volum. in fol. zu Lyone;;;. zusammen gedruckt sind) nachzuschlagen sind.kilrlioch.Jurw csx>. 6. H. 7. ^jense 172c.
* (tumanus, ein Gouverneur von Judäa, der auf den Tl-
berium Alexandrum folgte. Zu seiner zeit entstund eine gros-se aufruhr zu Jerusalem, als ein Römischer soldat währen-den Oster-festes einige grobe excesse begieng , indem er vor derthür des tempelö sich aus muthwillen entblössete. Die Judenwaren darüber sehr ergrimmet, und gaben vor, daß diese be-schimpfung ihres gottesdiensts auf anstiften des Gouverneursgeschehen sey. Sie nahmen seine entschuldigung so wenig an,daß er sich vielmehr auf die bürg Antonia retiriren muste,sonst aber bey dieser gelegenheit über 2000. seelen erdrückt,oder zu tode getreten wurden. Cumanus hatte sonst wider?ie Jüden sowol als die Samariter grosse grausamkeiten ver-übet , welche sich daher mit den erstern vereinigten, und ihnbey Quadrats, Gouverneur von Syrien, deswegen verklag-ten, QuadratuS ließ darauf Cumanum greiffcn , und nebsteinigen seiner bedienten in ketten und banden nach Rom vorden Kayser Claudium bringen. Cumanus ward also ms elendverjagt, und Claudius Felix an seine stelle zum Gouverneurvon Judäa gesetzt, antiq. XX. 5.
Eumberland, lat. Lumbris. ist eine Grafschafft in Engel-wnd , welche nord-westwärts lieget, und von Schottland theilsdurch den fluß Kirsop, theils auch durch Sollom Mos bis anden see-arm von Solway abgesondert wird. Ostwärts gren-zet sie an Northumberland und Westmorland, südwärts an<ancashwe, und westwärts an die Irländische see, so daß sielast einem halben monde ähnlich siehet. Von norden gegen iu-oen mag sie 4;. Englische meilen lang, und von osten §cgm we-Ittn kaum zo. meilen breit seyn. Diese provintz wird nicht gleichoen andern in Hunderte, sondern in quartiere eingetheilet , de-.,v '»-sind, worinnen 16.marckt-städte und 8;- kirch-spiele an-Dtreffen. Zur zeit der Römer wurde diese landschafft unter an-m,rn von den bewohnet. Zur zeit der Engellandi-
"Xn Heptarchie war sie eine provintz von dem Königreich Nvr-
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thumberland, anjetzv gehört sie unter die Dioec-8 von Carlisle.Die nvrd-und südliche gegenden sind sehr bergicht, unter beydenaber ist die nördliche die schlimmste. Darinnen liegt Gillesland,so an Schottland grentzet, gleichwie in der südlichen gegend Cop-land, welches von den spitzigen Hügeln also genennet wird, unterwelchen einer ist,den man Wry-Nose heißt,auf dessen höhe an derfeite,da die grosse land-strasse ist, drey steine, deren jeglicher einenschuh breit von dem andern stehet, gesetzt sind, unter weichen ei-ner in diese Grafschafft, der andre in Westmorland, und derdritte in Lancashire stehet. Die mittlere gegenden sind viel ebe-ner und besser bewohnet, weil sie weit fruchtbarer als die übrigensind. Jedoch sind auch die Hügel und berge nicht so gar un-fruchtbar , sondern es haben auf selbigen grosse heerden vonfchaasen und anderm viehe ihre gute weyde. Es giebt auch sehrviel und mancherley vögel allhier, und ist wol keine Grafschafftin Engelland besser mit frischen und gesaltzenen fischen versehen,als diese. Darneben sind in dieser gegend viel bergwercke, dar-innen man stein-kohlen, kupftr und schwartz bley findet. Diesekupftr-gruben lagen vor zeitcn wüste, bis endlich jm ansang derregierung der Königin Elisabeth der Lspi8 calsminari8 in Engel-land gefunden wurde. Was die Römischen antiquitäten anlan-get , so hat Cambdenus deren in Cumberiand und Northumber-jand mehr gefunden, als sonst in dem gantzen übrigen theil vonEngelland. Die Ursache ist, weil diese 2. Grafschafften an dieunruhigen Schotten und Picken grentzeten, dahero die Römergenöthiget wurden, viel vestungs-wercke darinnen aufzuführen,in welchen sie starcke besatzungen hatten, um ihre disseits lie,aende provinnen in ficherhett zu erhalten. In dieser Grafschafftsind der Edelleuthe Häuser gemeiniglich wie castelle gebauet,welches die Schottländische nachbarschafft vor dieses Reichs Ver-einigung mit Engelland veranlasset hat. ^ Die marckt-städte aus-ser Carlisle, welches die Haupt-stadt in der Grafschafft ist, sindAbbey-Holm, Alstvn-moor, Bowlet, Brampton, Cockermouth,
^ Egremont, Jreby, Keswick, rc. unter welchen die beyden stadteCarlisle und Cockermouth allein das xrivilegmm haben, jede 2.Deputtrte zum Parlement zu schicken. Nachdem diese provintzzusamt Westmorland, von der Sachstn Könige Edmunds,Malcolmo I. dem Könige in Schottland, wegen seines beystan-des, da er Northumberland wiederum zur Crone bringen hels-fen , gegeben worden, nahm selbige Henricus II. König vonEngelland, nach der AInwickischen schlacht Wilhelms, dem Kö-nige von Schottland, wieder weg. Unter Königs Henrici VIII.regierung an. r; 2;. wurde eine Grafschafft daraus gemacht, undHenrico, Lord Cliffvrd, der titul davon gegeben, in dessen ge-schleuste er auch geblieben, bis an. 1642. aus der Grafschafft einHertzogthum in der person des Printzen Ruperii gemacht wurde,welcher Friderici, des Churfürsten zu Pfaltz, söhn war, dener mit ferner gemahkin Elijäbeth, des Königs Jacobi I. einigertochter, gezeuget, und der an. 1682. den 29. nov. ohne rechtmäßi-ge erben zu Londen starb. Nachgehends ist dieser titul auf PrintzGeorg von Dänemarck , den gemahl der Königin Annä vonGroß-Britannien, transferiret worden, als welchen der KönigWilhelmus III. zum Baron von Ockingham,Grafen von Kendalund Hertzvg von Cumberland den io. apr. 1689. gemacht hat.
Eumberland, (Richard) Bischoffvon Peterborough, war zuLonden an. io;2. aus bürgerlichem stände gebohren. Nachdemer daselbst in der Pauls-schule, und darauf zu Cambridge studirthatte, wurde er Capellan bey dem Siegel-Verwahrer, Bridg-mann, der ihn sehr werth hielte. Dabey that er sich auf derUniversität durch disputiren hervor, die er aber verlassen muste,als er von Joh. Norwich die Pfarrey zu Bramton erhielt, wel-che er hernach mit der zu Stamford in der provintz Lincoln ver-wechselte. Ob er gleich wöchentlich ;. mal zu predigen hatte, be-hielt er doch noch zeit gmig übrig, verschiedene wichtige wercke zuunternehmen, und seine philosophische, mathematische und phi-lologische studien fortzusetzen, dabey er sich bey der UniversitätCambridge in solches ansehen gesetzt, daß sie ihn an. 1682. ersuch-te, bey einer gewissen solennität ein paar rkeles wider die Römi-sche religion, und die absonderung von der Englischen kirche zuvertheidigen. Sein eifer für das gemeine beste war so groß,daß er aus bekümmernis über den verwirrten zustand unter Kö-nig Jacob dem II. in eine gefährliche kranckheit fiel, daher er un-ter dem Konig William, der nur gelehrte, exemplarische und ei-frige Geistliche zur Bischöfflichen würde zu erheben suchte, beycinsetzung des Bißthums von Peterborough, vor andern in Vor-schlag kam. Doch, er war so wenig auf weitere beförderung be-dacht , daß er feine ernennung zu diesem Bißthum nicht eher er-fuhr, als bis er mit Verwunderung in den zeitungen davon Nach-richt fand. Die sorge für seine vicsces ließ er sich so angelegenseyn, daß er auch in seinem 8°. jähre noch eine Visitation ange-stellet. Als Wilckins das Covtische Neue Testament heraus gab,nahm er noch gelegenheit in seinem 8;. jähre Coptisch zu lernen,und machte viel nützliche anmerckungen über diese Übersetzung.Endlich wurde er vom schlage gerühret, und starb an. 17,9. jm87. jähre seines alters. Man hat von ihm: vilhumtionem 6sTegibu8 X-ltur-L, so vornemlich Wider Thomam Hobbesium ge-richtet, und eine Untersuchung vom MÜKS und gewicht derHebräer. Nach seinem tode aber kam Sanchonimhons Phönici-sche Historie heraus, die er aus dem Eusebio, Eratosthene und Di-cäarcho zusammen getragen. Über diß hat er auch noch verschie-dene 6i6ertÄtione8 von der ältesten Historie und zeit-rechmmg un-ter dem titul: Origmes anüciuMmX, hinterlassen, welche auch
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