Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
65
JPEG-Download
 

d e m

dem 6;

angetrieben wurde, ferne keuche aber im lande zu plündern an-fügen , xZ im finstern zu einem harten gefechte gerreth , undDemophvn den seinigen zu hülffe kam, das krMämm erbeute-D und damit sieghafft zurück kehrte, daß fern Pferd euren men-schen dergestalt unter die füffe trat, daß er starbe - weswegena «bun zu Athen öffentlich angeklagt wurde, sich auch daselbstßellen und verantworten muste. Er war sonst der zwölfte unter

Athenienfischen Königen, und soll in dem "sten mhre vonraffen rrgieruna Troja erobert worden seyn / wogegen anderesolche eroberung in das 22. jähr des Menesther letzen. Wo-bey er aber m allem;;, jähr, nemlich von an. k-r.M. ;;°8.bls;e;i. regieret haben soll. Wie er nun insonderheit denMenestheum auf diese art verdrungen, daß er eher von Trozazurück gegangen, als dieser, und solchen hernach mcht wiederws land gelassen; also hinterließ er hingegen das Relch sememsöhne Orynthi, so es wiederum ir. rahr besaß. Sonst wirdvon solchem Demophonte noch geruhmet, daß er des Hercuüskmdern sichern aufenchalt zu Athen gegeben , und ehe er solchedem Eurystheo ausgeliefert, es lteber mtt solchem zum knegekommen lassen, in welchem er denn auch so glücklich gewesen,daß er seine feinde überwunden, und besagter Eurystheus auchselbst mit umgekommen. Auch hat sich Demophon durch er-bauung einer stadt auf der insul Cypern einen nahmen gemacht.

8olvn. x. 92.

* Demophon, ein Hauptmann bey dem kriegs-volcke desAntiochi LupLwris, welcher in Judäa gelassen wurde, nachder Macht, die zwischen diesem Könige und dem Iuda Mac-cabao vorgegangen war, und der das seinige zu verunruhlgungder sonst geplagten Iüden treulich mit beygetragen, daß alsoseiner zwar wenig, doch auch mit schlechten ehren gedacht wird.L. XII. 2. . . .

Demosthenes, ein General der Athemenser, zur zeit desPeloponnesischen kriegs, that erstlich seinem vatterlande grolledrenste wider die Aetolier und Ambracioten, hatte darnach gu-ten fortgang in Pelvpvnneso, und bevestigte sonderlich Pylos,welches den Lacedemoniern und Argivern ein beschwerlicherdorn im fuß war. Sein einfall in Böotien war nicht so glück-lich , weit er bey Delium in einer ziemlichen Macht aus demselbe geschlagen worden. Aber am elendesten gieng es ihm mSicilien, allwohin er mit einer starcken flotte und mehr als5000. mann land-völcker dem Niciä zu hülffe geschicket worden.Gleich nach seiner ankunft griff er Epipolas zusamt demdabey stehenden Syracusischen lager bey nacht an, um dieseletztere stadt von allen feiten einzuschliessen. Allein obgleich an-fangs ein theil der feinde in Unordnung gebracht ward, thatendoch die andern eine tapfere gegenwehrdie Athemenser selbstverirreten auch wegen der finstern nacht, und weil sie die gele-genheit des orts nicht kannten ; so daß alles auf die flucht ge-rieth, und Demosthenes gegen 2z 00. mann mistete. Damitsanck den Atheniensern der muth vollends; schädliche seuchenrissen unter der armee ein; und als sie letztlich noch eineMacht zur see wagten, wurden sie aufs Haupt erlegt. Auchwie sie sich nach verlohrenen schiffen landwärts gegen einigen mitihnen verbündeten Sicilianischen städten zu retiriren vergeblichgesucht, aber auch da theils grosse Niederlagen erlitten, theilssonst den weg versperret gefunden, musten sie sich an ihre er-bitterten feinde aus gnade und Ungnade ergeben. Woraufnach kurtzer berathschlagung sowol der gröste theil der gemei-nen , als insonderheit die zwey Generale Demosthenes undNicias umgebracht worden. Wahr ist, daß die Atheniensischearmer allem ansehen nach diesen Untergang hätte vermeidenkönnen , wo man eben dieses Demosthents rath gefolgt hatte,welcher gleich nach fehl geschlagenem angriffe auf Epipolas, in er-sehung des schlechten Zustands der trouppen und macht des fein-des nie unterlassen hatte zu rathen, daß man mit der noch ingutem stände befindlichen flotte aufs eilfertigste zurück in Grie-chenland schiffen sollte rc. Der tod dieses Kriegs - Oberstenfällt um L. U. ;;?r. tt. L. 41;. L. II. ;4I. Ohmx. XLI.

Lr-ä. lib. XIII. Üb. IV. V. VI. L VII.

lib. IV. *

^ Demosthenes, ein berühmter Atheniensischer Redner, wel-cher k. M. ;6c>;. L. L. M- v. ;7I- Ohm?. XLIX. 4. dreyiahr nach dem Aristotele gebohrm, hernach da er sieden jähr altwar, seines vatters von gleichem nahmen beraubt, und dar-auf von seinen Vormündern um seine Mittel gebracht, auch sehrverabsäumt wurde. Er war Isocratis, Platoms und,Isäkschuler. Als er 17. jähr alt war, belangte er seine Vormündervor Gerichte, welchen sodann zuerkannt wurde, ihm ;o. mlentszu geben, die er ihnen aber schenckte. Er soll seine reden, wieman berichtet, vor einem grossen spiegel haben herzusagen pfle«gen, um solcher gestalt seine geberden desto besser zu regierenund einzurichten. Auch hat er fast ungläubliche mühe genom-men, bis er seinen mund an eine rechte aussprache gewöhnet.^ widersetzte sich Milippo, dem Könige in Macedonien, mitallen krafften , und befand sich L. ;646. ä. L. ;;8- L-v- 416.

?^OX.;. in der Macht bey Chäronea, darinnen er abervre Mcht nahm, und unter anderm seine schlechte courageMete, daß er , als sein kleid an einem dornbusch be-Unv blieb, alsobald, m Meynung es wäre ein nacheilender

Kanter stimme um quartier rüste. Er widerstundsem/w^^PMppi söhn dem Alexandro IVl. und that durchirrne wohlredenheit das meiste dabey, daß sich gleich zu ansang

"tstor. /II. Theil.

dessen regr'erung die Thebaner und Athenienser wider ihn verei-nigten. Das schlimmste in dem allem ist für Demosthenis re-putation, daß er sich zu solchem beginnen von Dario mit geldbestechen lassen, welcher durch diese diverflonen den Macedo-niern zu Hause wollte zu thun machen. Als er von Harpalogeld genommen, und deswegen seine zuvor gehabte meymmgaüzuschleunig geändert , so daß man die bestechung mit Hände»greissen mochte, ward er um ;o. oder wie es andere fetzen,um ;o. talente gestraft, und sollte in ermangelung deren nachdem gefängnis wandeln, welches ihn zur flucht veranlaßte.Nach Alexandre N. tobe, als die Athemenser von neuem zumgewehr greissen wollten, rüsten sie Demosthenem vom elendzurück, und liessen ihm die strafe der;o. talente nach. Under seiner seits ließ sich wider Antipatrum und Craterum tapfergebrauchen. Aber eben dadurch beförderte er sich den gäntzli-chen Untergang. Denn sobald Antipater die Griechen beyCranon geschlagen, und die vestung Munichia nächst beyAthen eingenommen, verdammten die Athenienser daselbstdie Urheber des krieges , und Antipater ließ dieftlbige allerorten aufsuchen. Dieses verursachte, daß Demosthenes seinezuflucht in die insul Calauriam nahm, allwo er den gift ansich sog, welchen er in einer feder bey sich führte, damiter nicht seinen feinden lebendig in die Hände gerathen möch,te. Also starb er L. AI. ;66r. L. L. ;22. II. X. 4Z2. OI7MP.LXIV. und hinterließ 67. reden. , in ejus vim,

L äs X. Orot. s. 7. , coä. 26;. bibl. Lr-

tics. bibl. 6r. lib. II. c. 26. *

Demosthenes, ein Iliiwricus von Brthynien, schrieb einwerck von diesem lande, davon Stephanus ö7Wnrinu8 dasneunte, zehende und zwölfte buch anführet. Er verfertigteauch einen tractat von dem Ursprung der städte. Man weißnicht, zu welcher zeit er gelebet. Ein anderer dieses nah-mens, aus Thracier», machte Lommemsrios über die llis-äem Homer,, über die Tbeogon. Ueüoäi, und schrieb nocheinige andere fachen. Äääa,. äs Ililioric. Ors:ciz

lib. III. p. ;c4.

* Demosthenes , war unter Kaystr Justins in den jähre»Christi 521. ;22. und 52;. krLksÄus krsetorio. An ihn ist diebekannte Constitution ergangen, die von einigen aus irrthumder abschreiber fälschlich dem folgenden Kayser Justiniano zu-geschrieben wird, und in Ie§. 2;. L> äs Xupt. befindlich,

vä IVoco/,. p.;7- sei;. , ->ä I-SA. lul. L kgp.

koxp. II. ». §. 4- äe /-«NeiMZ, vit. ßuüiniLN. c. 9. §. lo.not. 6r.

* Demosthenes, ein berühmter Neäicus zünden Zeiten

Neronis in dem I. üeculo, war von Marseille gebürtig , undwird dahero von Galeno zuweilen schlechthin der Marseiller ge-nennet. Er war ein schüler Alexandri Philalethä von der stetedes Herophili, und brachte sich durch seine kunst in solche Hoch-achtung , daß er auch selbst Philalethes zugenahmet wurde. Erschrieb in Griechischer spräche lib. III. äs Osulis, durch welcheswerck er sich, nach Galeni zeugnis, grossen rühm erworben,davon aber nur gar wenige IMmenes in den schriften des Aetiiübrig sind ; ingleichen äs OiMrentüs kulsuum, welche jedochauch nicht mehr vorhanden. rem. per. Fen. lib. V.

L3P. i;. x. ;n. bibl. 6rXLL, tom. XIII. Hiüoirs Ir-

rer. äs iL krmiee, rom. I. k. I. x>. 280. s.

* Demotica, oder Demotico, Demuitocca, eine sehr

unmuthige stadt, und vestes berg - schloß in Romainen, naheam Nrrre NaMore, am fluß Marizza, ungefehr sechs Meilenvon Adrianopel gelegen. Sie wird von den Türcken insge-mein Demotica, von andern nationen aber Timvrtvcca oderDemuitocca genennet. Die stadt ist offen, hat aber ein aufeinem berge gelegenes vestes schloß. Als an. rzir. SelimTürckischer Kayser wurde, bat sich sein vatter Bajazet wei-ter nichts als diese stadt aus. An. 171;. ward König Caro-lus XII. aus Schweden dahin gebracht, als ihn die Türckenvon Bender mit gewalt wegführten. , Ottomanni-

sche Pforte II. x>. 86.

Dempfter, (Johannes) welchen andere Temistor nennen,ein anverwandter des Thoma Dempsteri, war vEor zu Paris,und XeNor der Universität. Er wurde Libliotkecsriti« bey derbibliotheck zu Venedig, und starb an. i?9o. Siehe die slleksmbey Thoma Dempstero.

Dempfter , (Thomas) ein gelehrter mann, war gebürtigaus Schottland, von bannen er sich in Franckrerch begeben.Denn er hatte sich von der Protestirenden zu der Catholischen re-ligion gewendet, worüber er auch, seinem vorgeben nach, sei-ne grosse güther eingebüsset. Er rühmte sich seines adelichen ge-schlechts, trug aber wegen feines Zustandes kein bedrucken,schul - bedienungen anzunehmen, wie er denn zu Tournay,Toulouse und an andern örtern, ja endlich zu Paris in demLolleZio äe Beauvais gelehret hat. Er war aber dabey der-maffen hitzig, daß er sich nicht allein zum öftern zanckte, sondernauch schlug und duellirte, und gieng fast kein tag hin, da ernicht dergleichen Händel vorhatte. Als er zu Paus lehrte, tractir-te er einen jungen von Adel so übel, daß dieser drey von seinenunverwandten, so unter der Königlichen garde waren, zu sichnahm, um sich an ihm zu rächen. Als sie nun m das LoIIe-Zium einbrechen wollte», sttzte sich Dempsterns mit den seinigendergestalt zur gegenwehr, daß nicht allein ihre Pferde, so sie

F; draussen