Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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den

SR»W<>« u»«r ^ gebracht, sch-nckke er di«

E Henrico Lacy, dem Grafen von Lincoln, welcher ihnmauer umgab, und an der südlichen feite mit einemUAe bevestiate; allein, erließ solches werckunvollkommenweil fein söhn in dem daselbst befindlichen brunnen er-NZ- Es wurde also nicht eher die Haupt - stadt rn der Graf-bjs ^ des Königs Henrici.VIII. retten, da dre"Un Dhires oder Graffchafften dem übrigen Walles mttbey-Mllet wurden , unter welchen diese auch eine war. ZuvorAres nur die Haupt-stadt in der Freyherrlichen «errschafftKnbigh, welche weit mehr Edelleuthe unter sich zur lehn hatte,als einige andere. An. 1564. wurde der Baron Robert Dud-U. der Königin Elisabeth zum Baron von Denblgh undLasen von Leicester gemacht; mit dem aber dieser Mut wiederUsstarb. An. 1622. ernennte Jacobus I. Wrlhelmum denBurggrafen Fielding zum Grafen von Denbigh, welche wurde«achgehends dessen enckel geerdet hat. in Lritsmus.

, in tbesrr. magnss Lritsnn.

Denbiah - Shire, lat. venbigsnlls Lomimw«, ist eine amMeer gelegene Grafschafft in Nord - Walles, welche von ihrerHaupt-stadt Denbigh diesen nahmen führet, und m der langeohngefehr-o. in der breite aber von norden gegen suden 18. Mei-len begreiffet. Sie grentzet gegen Westen an Caernarvan , wo-von sie durch den sink Conwy abgesondert wird, gegen suden anMerioneth und Montgommery, gegen osten an. Sbrop undAester, und gegen norden an Flint und das Jrrlandische meer.Sie gehöret unter die viwcss von St. Asaph, und vor zeiten ha-ben die Orciovices selbige bewohnet. Die tust in dieser gegendist rwar gesund, aber kalt. Der erdboden ist ziemlich bergichtund unfruchtbar , sonderlich in der westlichen gegend , daman zu sagen pfleget, daß der bauersmann sein brodtausdemfeuer holen müsse: Denn wenn daselbst getreyde wachsen soll,so muß man die oberste erde umgraben, sodann Haussen darausmachen, dieselbige zu asche verbrennen, und solche aus demunfruchtbaren bodeu herum streuen, welches dann verursachet,daß eine grosse menge körn darauf wächset, so von den emwoh-nern Amelcvrn genennet wird. Allein, die östliche gegend istum ein gut theil besser, sintemal sie zwischen den beyden AussenAllen und Dee lieget, und nicht so bergicht ist. Auf den Hü-geln und bergen in dieser provintz ist gute weyde für das Vieh ,weswegen man daselbst viel ziegen, wie auch einige kuhe undschaafe hat. Die thäler tragen an den meisten örtern, sonder-lich aber in den ostwärts gelegenen qegenden sehr viel getrey-de. Cambdenus berichtet, daß die leuthe, welche darinnenwohnen, fthr gesund sind. Indem kirch-spiele Lansaimansoll, wie Speed erzehlet , an der feite eines steinernen Hügelsein runder ort seyn, so aus einem grossen seifen gebauet ist,worinnen 24. sitze sind, unter welchen einer grösser oder kleinerals der andere ist. Dieses wird von dem gemeinen manne Ar-thuri runder tisch genennet. Auf der westlichen feite des flus-sss Dee, so an Cheshire grentzet, stehet ein berühmt castell,Holts - Castle genannt. Die marckt, städte in dieser Grafschasstsind, ausser der Haupt-stadt Denbigh, Lhanrust, Ruthin undWreram.

* Denck, (Johannes) ein Wiedertäufer, aus Bayern ge-

bürtig , hielte sich eine zeitlang zu Nürnberg auf , und unter-richtete die jugend; wurde aber aus dieser stadt unruhe wegenverwiesen. Hierauf begab er sich nach Augspurg , war eifrigstbemühet, nebst Ludwig Hetzern , die Wiedertäuferische lehredaselbst auszubreiten, und machte sich einen starcken anhang.AIs aber die Wiedertäufer aus Augspurg durch die Obrigkeitausgetrieben worden, gieng er mit Hetzern nach Worms, undvon dar nach Basel, wo er von Oecolampadio endlich zurechtgebracht worden, und an. 1528- gestorben ist. tt»ttr«K^r bitt.oocl. liLc. XVI. , tumms oontrov. AkNSldS kss-

chen-undketzer-Historie, k. II. üb. XVI. osp. 21. §.15. Lk. IV. legt. L n. ;i.

* Denckendorff, ein Evangelisches kloster nebst einem dorf

mitten im Hertzoglhum Würtemberg, zwischen Stuttgard,Kirchheim, Nürtingen, und Eßlingen. Das kloster, so aufeinem Hügel südwärts liegt, wurde schon an. 1124. von ememGasen von Calw oder Beutelsbach, nahmens Berchtold derlungere, gestiftet. Dieser that eine reisezu dem herstgen grab,und schrnckete demselben die Arche zu Denckendorff. Woraufder damalige Patriarch zu Jerusalem , Waramandus, den er-sten Probst der kirche zu Denckendorff gegeben. Dieser erbaueteem kloster allda, und besetzte es mit Lsnonicss, dienach Auqu-stlm regul lebten. An. 112z. hat Papst Hvnvrius II. dieses Rö-ster beßatlget. Eben dieses geschahe auch von vielen nachfolgen-den Päpsten ; wie auch von den Kaysern, und den Grasen vonWürtemberg. An. 12^4. versetzte Graf Wilhelm von Holland,als Römischer Kaystr, die Advocatie über dieses kloster an GrafUlnch von Würtemberg. Ein gleiches thäte auch Kayser Ru-vvlphus l. an. 1284. gegen Diepoldo, einem Edeln von Bem-ausen. An. izzz. hat Hertzog Ulrich von Würtemberg selbi-», Lutherl lehre zu reformiren angefangen, nachdem esA.dls 26. Pröbste gehabt. Es bekam hierauf Evangelischess/°°lie, beren der erste Battholomäus Caseus gewesen. Unterdern ^ berühmte, und zum theil in beson-

Maawu?^ beschriebene Theologen, Ja .'1 Schropp, Johann

Heerbrand, Christoz Zelter, Johann Frie-vrlch Hochstelln rc. An. 171;. wurde diefts kloster an statt des

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an. r6y». von den Franzosen zerstörten klosters Hirsthau zu ei-nem klösterlichen L^mnsüo und vierten Fürstlichen land - schulein Würtemberg gemacht, und mit 25. LKnnms besetzt, derenProbst noch an. 1741. der durch viele schuften berühmte JohannAlb. Bengel war. Le/ö/cir ciocumsntL rsäiv, Älonsss. Mür.rsmb. snnsl. 8uev. Mosers erläutertes Würtemberg»

(AI. Steinweegs manuscript.)

Dmdermond, Tenermund, lat. lensrsmunäs, eine so-wol von natur wegen der Moräste, als auch von der kunst sehewohl bevestigte stadt, an der Dender, wo sie in die Scheidefällt, 5. weilen von Gent in dem Kayserlichen Flandern gelegen»Sie wird samt ihrem gebiethe unter die besondere Landes-Fürst-liche Herrschafften gerechnet, als welche durch Heurath an Flan-dern gekommen. Es werden auch daselbst gar feine wollene tü-cher verfertiget, und grosse Wochen - märckte gehalten, so wegendes flachs - Handels berühmt sind. In der Stifts - kirche zu St.Maria werden die gebeine ihrer Patronen, des heiligen BischosssHilduardi und der heiligen Jungfrauen Christianä, eines Kö-nigs in Engelland tochtcr, verwahret. An. 148;. bekamen siedie Brabanter, die es noch mit des Ertz - Hertzogs Maximilia-ni von Oesterreich partey hielten, mit list ein. An. 1572. ließ sieder Printz von Oranien ausplündern. An. iz 8 ;. eroberten sie dieFranzosen, und war dieses ein kleiner theil des von dem Hertzogvon Älermon gemachten treulosen anschlags auf die Niederlän-dische städte, der noch geriethe; aber die Spanier nahmen sieihnen, unter dem Hertzog von Parma, das folgende jähr wie,der ab. An. 1706. gieng sie r. tage nach eröfneten transcheen andie Missten über. ösc^rr», in kissor. narrst. prokectionis L in.sngnrst. Lelgü krinLipnni lllksrti Iläbell-L. äs«

icript. Lslgii. , in tsit. Lelg. in ttekeript, ssu-

urbls. Topogr. circuli LurZunä. p. 169. *

* VLIssOXOkslOKI, von , arbor, und chltz«,

fern, waren bey den Griechen und Römern diejenige, welcheeinem gewissen gott, als dem Sylvano, Baccho, der Cybele,zu ehren einen bäum umhieben, und ihn in der stadt herumtrugen. Der gott Sylvanus hat deswegen auch den beynah-men vsnäropKoru8 erhalten, weil bey den Vorstellungen derBacchischen prvceßionen der, so den Sylvanum bedeutete, ei,nen bäum trug. Andere meynen, es seyen diejenigen , welcheholtz zu dem kriegs - geräthe gehörig, gefallet haben, welchesaber keinen gründ hat. In Italien waren auch gewisse Lotte,ßis venttropiwrorum, welche die Wälder umhieben,kohlen brann-ten , holtz herzu führten und andere besorgung in holtz - fachenhatten. , ialcr. 7. x. 17;. 6. x>. ;;o. Otto, äeLciil.

Lolon. LNunioix. y. §. 4. x. ;i 8 - lLg. , sä 8Ltum

äe LsLLksnsl. p. ;i, 52. 8- ^

* Denelage, oder Dane - Laws , wurde in den mittlern

zeiten das stück von Engelland genennet, welches die provintzienund Shires Zorck, Derby, Nottingham, Leicester, Lincoln,Rorthampton, Bedford, Buckingham, Hertford, Esser, Mid-dlesex, Norfolck, Suffolck, Cambridge und Huntingdon un-ter sich begriff. äiviüon vILrirsin. p. 168.

* Dmewulfus, war anfangs ein blosser schweln - Hirte inSommersetshire^, auch schon bey jähren, und beweibt, gelang-te aber um das -ahr Christi 879. auf folgende weise zum Biß-thum von Winchester. Es geriethe nemlich der West - Sächsi-sche König Alfrevus, zu der zeit, als er vor den Dänen flüch-tig werden müssen , ungefehr in die gegend, wo Denewulfusdie schweine hütete, weil er nun daselbst am sichersten zu seynglaubte, nahm er bey Denewulfv Hirten - dtenste, verrichteteauch solche so lange , bis er durch hülste seiner freunde sich desthrons wieder bemächtigte. Hierauflteß er seinen alten Wirthzu sich holen, und zu Oxford erst noch in den lüteris unterrich-ten , begnadigte ihn hernach, weil indessen seine frau gestor-ben , mit obgcdachtem Bißthum. Ooävvr». äe Lxile. ängl. k. I.x. 26z.

* Dmgelstadt, oder Dmgelftadt, eine kleine stadt aufdem sogenannten Eichsfelde, an der grentze von Thüringen,beym Ursprünge der Unstrut, nicht wett von Mühlhausen. Ge-höret Chur - Mayntz, und ist Catholischer religion» Onsor.jetzt florssendes Thurmgen, x>. 9.

* Dmger, oder Denga, Dmninger, ist eine bekannteRußische muntze, so einen halben kopeiken oder drey gute Pfenni-ge ausmachet. Vor diesem wurde diese müntze von silber geschla-gen , und stund auf der einen feite des Regenten nähme, auf derandern das wapen. Diejenigen, welche in der stadt Moscau ge-muntzet wurden, hatten das Moscowitifthe wapen, nemlich ei-nen reuter mit einem sabel in der Hand, daher sie auch Mos-kowka genennet wurden. Jetzo werden diese Dengi von kupfergemacht. Von Strahlenbergs nord - und östliche theil vonEuropa und Asia, c. 1;. p. ;49.

Denhoff, siebe Dönhoff. . .

Denia, lat. visnium, eine kleine und vormals Blschoffli-che stadt in Spanien, an den kästen des Königrelchs Valentingelegen. Sie ist mit einem schloß und Hafen versehen, undan.1484. zu einer Marggrafschasst gemacht worden. Zn dem Spa-nischen succeßions-kriege ward dieser ort an. 1704- von dem Kö-nige Carolo lll. erobert, und an. 17°?- von Phlltppo V. verge-bens belagert, jahrs darauf aber von demselben eingenommen.Nahe dabey ist eine kleine insul gleiches nahmens, so von denAlten Planasia genennet worden.

F 4 * Dmigu,