Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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deo dep

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aufrichtiMt wegen sehr hoch geachtet worden. In dem an-des XVlll.LcuU litte er zu Constantinopel als ein Mar-iyrer m,t eben der beständigkeit, als die Christen der ersten zet-«n gelitten haben. Er hat das der Armemer abge-

ichworen, und sich in die schoos der Römischen kirche geworf-welches abschwören ihm von feiten der 8 ckitzi 3 ricorum ,verlassen, viele Verfolgung zugezogen hat. Sechs mJnak"vv fernem tode wurde er auf die galeeren verdammet, die sur-nehmsten Armenier aber erkauften ihn davon um eme gewls-'e summa gelds. Deo - Johannes , der Patriarch dieser 8 cM-, nachdem er zuerst den Groß-Vezier gewonnen, undWider die, so sich seinem gehorsam entzogen, aufgehetzet hatte,den Patriarchen Sury und bcnebcn ihm 40, oder Ar-Memsche Catholicken gefangen fetzen. Dieser Patriarch und nochfvben andre wurden mit ihm zum tobe eondermmr, aberzu erhalten, gaben sie ihren glauben auf »und kehrten sichzu der Mahometanisthen religion. Deo-Gumrdas war bestän-diger : Denn nachdem der Groß - Vezier leuthe ausgeschicket,am thu zu arrestiren, und diese abgeschickten, da sie ihn nichtgleich gefunden , in verschiedene Häuser mit gewalt emgebro-Aeri, grosse Unordnung gemachet, und gewalt geubet hatten ,horten den lärmen, und ob er schon wußte, daß es auf chnabgesehen, stellte er sich unter das thvr des Hauses, und fragtesie: wen sie suchetm ? Da sie sprachen, den Deo - Gumr-das , erwiederte er : M di"s, laßt diese andere mitfrreden. Also wurde er hinweg geführet, und zwey tage darausdem Groß - Vezier in dem Divan vorgestellet. Der PatriarchDeo - Johannes, nebst mehr als zoo. schismatifthenArmemern,fanden sich dabey ein; der Groß - Vezier fragte Deo-Guml-dwn: warum er ein Franck (d. i. ein Nömlfth -Cachoil-Uer) geworden? Er antwortete : Dieweil ich als Prie-ster verpflichtet bin, die religion zu lernen, damit ichdieselbe andere lehren könne; da ich nun in der Arme-nischen sectc viel irrthümmer gefunden, die ich »n mei-nem gewissen falsch glaube, hab ich dieselbe verlassen,und darum werde ich verfolget. Der Vezier fragte ihnWetters: was dieses für irrthümmer wären ? Darauf mach-te Deo - Gumidas an den Groß - Vezier eine gegen - frage, undsagte: Bist du in der Christlichen religion geschickt, ge-nug , um davon zu urtheilen? Der Vezier wurde darübererzvrnt, und sprach : weift du wohl, daß ich dich kansterben machen ? Darauf versetzte Deo - Gumidas uner-schrocken : Du wirst mir eine grosse gnade thun; aberwisse , daß du mein blut , der religion wegen , derendu nicht zugethan bist , mit unrecht vergießen wirst ,und GOtt am,tage des Gerichts darfür wirft rechen-schafft geben müssen. Auf diese harten worte spränge der Ne-uer m dem zorn auf, kehrte sich zu Deo-Johannes , undMach : Du wirst um das blut dieses mannes rechen-schafft geben. Deo - Johannes aber erwiederte , es falleauf den, der ihn gefangen genommen hat. Hierauf setz-te sich der Vezier wieder, und redete Deo - Gumidam an , wiefolgt: Siehe da die leuthe, die dich anklagen, und spre-chen , du habest ihre secte verlassen, und hängest einerandern an. Der beklagte antwortete dem Vezier wiederum:Melche ist dann die beste darunter? Der Vezier sprach:^ch halte beyde für böse. So liegt es dir dann nichtsdaran, (erwiederte Deo - Gumidas) welcher von beydentch nachfolge. Diese letztere Worte erzürnten den Vezier der-maßen , daß er sofort orore stellete, daß er getödtet wurde,worauf er gleich an den ort seiner straft geführet worden.Zwey andere Armenier wurden mit ihm zum tode geführt.Da sie auf den richt - platz gekommen , ermähnte er seinezwey mitbrüdrr zur beständigkeit, und versprach ihnen miteinem guten exempel vorzugehen, fiele hiermit auf die knie,legte noch mit lauter stimme feine glaubens - bekänntnis ab ,und aüweilen er daran war, hieb ihm der scharfrichter denköpf in einem streiche ab im nov. an. 1707. Zeitung vom7 . april an. 1708.

* Deals , eine Französische stadt in Berry; ein gewisser

Herr dieser stadt verschenckete dieselbe an die Abtey St. Gildas ,zu Chateau - Rvux, und der söhn dieses Herrn, Raoul (d. r.-Adolph) genannt, ließ das schloß in der nemlichen stadtChateau-Roux aufbauen. Das land um Deols ist sehr wem-uud wollen - reich, die gerichtsherrlichkeit der stadt erstrecketsich bis auf 20. stunden, und sollen bey 1200. lehen und after-Ichen davon abhängen ; dieses veranlassete Carvlum IX. eineGrafschafft zu gunsten des Freyherr« von Aumont daraus zumachen , weicher Lkev-ttier äs t'Oräre und Capitain - Lieute-nant über die 50. sogenannten Hommss ä'ärmes des Hertzogsvon Montpensier gewesen, §z>e»e, -wüg. äe8 vil-

lss äs krsnoe. , Diät.

* VVOXss?, ein recht, so den Prälaten der provintz Nor-mandle zusteht , und ein jeder Bischofs in seiner viosce« gemei-nt; es bestehet darinnen, daß der Prälat, so ein Leneüciumwvlg wird, wo eine Lura snimsrnm ov-o a>-l - M-ie daran van-

voer rauicy, oder erlassung dessen, der esbatte,oder auf andere weise ledig werden, die einkünften des erstenlstyrs davon zu gemessen hat, es mag alsdann so bald bestelletwerden, als es will. Man kan von dem Ursprung diel es rechts,warum es nemljch diesen Normannischen Prälaten vor andern

zugekommen, (dann sonsten ist es ein bekanntes , aber entwe-der dem Papst, oder dem Kayser, oder einem andern Sou-verainen, in dessen lande das Leneßemm gelegen, zustehendesrecht) äuMouiin, Choppinum, Lvuetum, und andereCano-nisten nachschlagen. Molinaus glaubet, dieses recht kommedaher, dieweil ehedcssen die Lrcittämconi bey den vacirendenkirchen die Vorsorge gehabt, und auf die einkünfte acht habenmüssen, die in ihrem Archidiacvnat von dergleichen ksnollciisgefallen, so daß sie als OsLoliomi nsv der künftigen Llericn-rum gewesen seyen. In Engelland ist dieses sus cieporrus inverschiedenen LoneN-is eingeführet worden, welches ohne Zwei-fel von diesem Normannischen recht ist hergenommen worden,nachdem sie Engelland eingenommen haben. Die rrgul ist al-so in der Rormandic für den Prälaten, und sind- diesem rechtalle kirch - spiele unterworffen, es sey dann, daß sie die exem-ption durch ein oder andern freyheits - brief darthun, oder esdurch einen jährlichen und unablöslichen zins abgekauft zu ha-ben , erweisen können. Es erstrecket sich dasselbe so gar dahin,daß während dem jähre der vacantz man auch nicht das ge-ringste von den einkünften des Lenesscü nehmen kan, wannes schon könnte zum besten desselben angewendet werden, alszu nöthigen reparationen und dergleichen, da sonsten doch eintheil der geistlichen güther (wie es in dem Canonischen Rech-te genennet wird ) sä KMricsm gehöret. So hat auch der Ds-pormariu8 das recht vor demjenigen , der eine Pension aufein solches Lenekcwm hat , wie es durch ein Parlements-urtheil vom rg. apr. an. 1620. ist bestätiget worden , in«auft des Bischoffs von Bayeux und des Pfarrherrn zu Fon-tenay lur je Xsss. Doch so es geschähe, daß in dem nemli-chen jähre das Leneücinm öfters ledig wurde, st> wird dennochdieser äeporm« nur für ein jähr abgezogen. Das einkom-men dieses jahrs, so von dem füre cksponu8 fällt , wird un-ter den Bischofs und LreKittiLLonum also ausgetheilet, daß je-ner zwey drittel, dieser aber einen drittel davon beziehet. Die«L-momLi der Cathedral haben auch das Zn8 äeporrus in denPfarreyen , die unter ihrem k-monsm stehen.

^ , bitt. cku OivLele clc Ls^eux , an. 170;. in

der präfation.

* Däprä, (Joh. Fridertcus) ein ssleäicu», gebürtig von

Mayntz, woftlbst er auch den grsäum eines NaLiüri erlanget.Er begab sich anfänglich in die Gesellschafft der Jesuiten, undunterrichtete nach gehaltenem Novitiat verschiedene jähre sowolin Erfurt als in Würtzburg die studirende jugend , trat aberhernach in den Augustiner - orden, in dem er jedoch auch nichtlange verblieb, und legte sich endlich zu Erfurt an. 1701. aufdie Medicin, worinn er in dem nächstfolgenden jähre die wür-de eines voöloris erhielt. Bald darauf verheurathete er sich,und wurde sodann zu Neustadt an der Hardt Stadt - und Land-kk7iicu8, an. 1717. aber Inüitutionum jVleclicsrum , und nachEyselii tode änatomiX, LotNMLX und Ltiirurgise ?roftlior zuErfurt, wobey er denn auch in der medicinischen Facultät alsorä. Lllsüor eine stelle bekam. Jmmittelst setzte er sich bey demChurfürsten zu Mayntz, Lothario Francisco , in so besonde-re gnade , daß ihn derselbe nicht allein an. 1722. zu seinemRath und Leib - IVieäiLo, und an. 1724. zum würcklichen Hof-Rath ernennte, sondern auch kurtz darauf mit vvrbehaltungaller derjenigen äniter, die er in Erfurt bekleidete, zu sich anseinen Hof berief, welche ehre er aber nicht lange genoß , in-massen er den 22. oct. an. 1727. zu Mayntz mit tode abgieng.Er war nicht allein in der Medicin , sondern auch in anderntheilen der gelehrsamkeit wohl bewandert, und hinterließ einebeschreibung oder bericht des bey Edenkoben gelegenen gesund-brunnens ; Untersuchung vom brauch und mißbrauch deSbrandtenweins, welches eine Übersetzung einer von ihm geholte,nen disputation über diese Materie ist; äs UsLkms lwmsnrVi6errstione8 X. nebst verschiedenen andern , wovon er aberdie wenigsten selber verfertiget, Lrkoräm Irrerem

k. VI.

* Depsan, eine Afrikanische, auf einem Hügel, drey stundenvon dem fee Dembec gelegene stadt. Es ist ein sehr angeneh-mer ort, wo chedessen eine Abyßinische Kayserin residiert hat.Gegen über zwischen fud und norb ist ein berg, den sie Duo As-ri» nennen, dessen sich die einwohner in kricgs - nothen bedie-nen , sich darauf vor ihren feinden in sicherheit zu flüchten, dannes sehr schwer ist darauf zu kommen. Gegen morgen liegt aufdiesem gebürge das kloster des Abts Eustachii. In der stadtDepsan hat man einen pallast für den Patriarchen Mendez ge-dankt. , Gegen Westen stehet die stadt in den see Dembec, undgegen sud und ost wird sie von den gebürgen eingeschräncket.Übrigens liegt sie 27. weilen von Neu - Georgien, und 18- vonPancation. Delcript. Imxerü krste - sosmiis. 2V>o»E c?a^«k, 7 -

Oiction. Oeogr.

* Deputations - tage, Lonvenius vepuMionum, wer-den in dem Teutschen Reiche diejenigen Versammlungen genensnet, wenn nach einer, im nahmen und aufansuchung des Kay-sers, von dem Churfürsten zu Mayntz geschehenen ausschreibungdie sämtlichen Churfürsten, und einige von den übrigen Reichs-Ständen, und zwar von beyden religronen m gleicher anzahlzu Franckfurt oder an einem andern dem Kayfer und Ständenbeliebigen ort zusammen kommen/ diejenigen geschäffte, so aufdem Reichs - tage nicht ausgemacht werden können, abzuhan-deln , ingleichen allerhand bewegungen und Unruhen in dem Rö-mischen