Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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ii *^ercon, oder Delcon, eine ehemals Bischöffliche stadt,in Romamen , so eine provmtz der Europäischen Türckeyt! '""/wem see, welchen der siuß Dercon machet, sechs stunden^atvpvilü, westwärts bey vier Meilen von dem Schwartzen

^DercMdas, ein Oberster der Lacedämonier, zugenanntT^MPhus, verrichtete grosse thaten in Asten. Er vereinigte sichMangs mit dem Tiffaferne wider den Pharnabazum, weil er.letztem feind war, aus ursach, daß, als er Dercyllidas,'"ler des Lysandri commando, über Abydum , eine der heuti-W Dardanellen/gesetzet war / PharnadazuS, der die Perst-iwe hulfs-völcker in seidiger gegend führte / ihn bey Lysandro»«gegeben, als hätte er im krieg seine schuldigkeit versäumet;Wer er auch von Lysandro vermtheilet worden / einige zeit ste-N M bleiben, und den schild im arm zu halten / welches derM>re schimpf war/ der einem Lacedämonischen soldaten wieder-Wven konnte. Nachgehcnds li. IN. zzgt- ä. L. ;s9- N. II.

xcv. r. vereinigte er sich mit ihm/ und ließ sich angele-gn seyn / den Griechischen städten, die an der Asiatischen rüsteWEN, die freyheit wieder zu bringen. Er nahm in 8. tagen y.uavre hinweg, und legte allenthalben ungemeine proben seinerMserkeit ab. Als er ä. k. ;?6. in Thracien gekommen / ver-ichloß und beschützte er den Chersones durch eine starcke mauer /und als er hernach in Carien angelanget, arbeitete er an demEden mit den Persern / und schickte die artickul nach Lacedä-">vN/ wie auch an den König Artaxerxes. tust.

IrrM. Ich. III. k I^s. Nc«/. Ich. XIV. ks *

Dercvllus, ein Griechischer IMoricms, welcher einen tra-ttat äs I-ocoruin Origine geschrieben. Man weiß nicht, zu wel-Mr zeit er gelebet. Plutarchus führet das erste buch davon an,Me auch das dritte von seinen Iraliais; ferner hat er geschrieben'Etolica, ssrgc>1icL, Lat^rica, äs Nomibus äs Üapiäibus.l« psesll. miri. c. 17 . ;8- ökc. lib. III.

' äs List. dr. Ich. III. p. ;54.

, vor zeiten ein mächtiges volck unter den In-W"ern. In ihrem lande soll es so grosse ameisen gegeben^en, weiche nicht viel kleiner als ein wolf gewesen. DieseELEN hatten die dasigen gold - minen sehr wohl gewußt zuauch in ihre unterirdische hölen viel los gearbei-Wv gold zusammen getragen, welches man mit besondererhakte erlangen müssen, weil, wenn man es diesen«itt gemalt wegnehmen wollen, sich selbige zur wehreRmt gewesen, ihren eingeholten femd zu-

lamt dem Pferde umzubringen. , xv 7 p. l°;r.

gEr Würtembergischer marckt-flecken,der Pfaltz zu, nebstei-

snnsles ^uevlL düs Ober-Amt Maulbrunn gehörig.

r- a^reing, oder Deering, lat. vsrmgus, (Edward) hiel-te sich der studren wegen in Cambridge in dem Christ - LoUegioM ^ und wurde hernach ein berühmter Prediger in Londen zuHnnlus, war aus einer alten adelichen familie in der pro-K/nt, starb an. 1676. im jun. und gab in EnglischerMache heraus einen Catechismum; ein gebät-buch; L Lriesgnä

itnnver sgschü Raräing; Hormons preacsieä bskors^ Ebs Tvver ok Lvnäon; L LommsntLrv nponoe Lpntls to tste Hebre^s. , rliSLtr. BenthkMS

*^-/rrchen-und schulen-staat, XXIX. §. uz.in n^rm, ehemals ein schloß und darzu gehörige Herrschafft^TAsivhalen, ^ der Lippe, bey der stadt Lünen, in der Graf-ichafft Marck. Aus diesem Herrn-geschlecht von Deren ist sonstremand bekannt, als Betza, welche Canonißin iir dem Stifts-LEn gewesen. Wer! sie nun die letzte ihres geschlechts, soW fie emrge von ihren erb-güthern selbigem Stift zugewendet,vie übrigen aber mögen an das Bißthum Münster kommen

IkYN. opp. p. 67;.

Derenburg, eine in dem Fürstenthum Halberstadt gelegeneHerrschafft, so nur ein stadtgen und Amt gleiches nahmens, r.

und 2. vorwercke in sich begreiffet. Vor zeiten gehörte sie -v«w dem kloster zu Gandersheim, halb aber dem Stifte zuAAerstadt; allein an. 1487. hat letzt-besagtes Stift die andereAnte käuflich an sich gebracht. Nachgehends ward sie denen0-«FMeim verpfändet, welche sich vor dem jährigen krie-N den schütz des Churfürsten zu Brandenburg begaben,kommt es, daß sie von vielen zu der alten Marck gerech-ist sie dem Churfürsten abgetreten worden.

* A E Lrand. Sraats-Geographie.dem oder Derneburg, ein berühmtes kloster in

Cistercienssr-ordens, zur lincken der^ Meilen von der stadt Hildesheim beywelcher Grafschafft sie auch ehemalsAsle .um ^^en zwey bruder, Henricus, Graf zu

das iah??r^!ü? Graf zu Winzenburg, welche es um

fchvff m erbauen lassen. Magnus, Bi-

«uU refvrmwen ^ solches um die mitte des XV. 6-.

tcn / zEilf? -r die Nonnen heftig darwider setz-

sich eine besseiv ^hon reformirte kloster, daß sie

üeß er aus Mn,,!^^^a^Ewvhnm mochten. Unterdessenholen, die ^s Ä»^dE kioster-mnaftauen Cistercienser-ordensfchenckte es kuek?I^"^wgische kloster bewohnen sollten; ra erkurtz darauf der Aebtlßm zu Woltingerode, worüber

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die Hildesheimischen bürger, deren tochter unter den vorigenNonnen gewesen waren, mit dem kloster Martcnrode, bestenAbt sie vor den anstiftet hielten , Händel anfiengen. Es mußaber nach diesem mit Mönchen seyn besetzet worden, wie sol-ches Bucelinus blonder. Lerm. Imp. p. 171. berichtet; undist an. dem Cistercienftr-orden restituirel worden.

Lula eccl. Reichs-Geogr. X. p 144;.

Derflinaer, (Georg, Freyherr von) Chur-Brandenbur-gischer General-Feld-Marschall , war von sehr geringen elteru,in dem Oesterreichischen gebieth, gebohren, und nahm, da er einwenig zu jähren gekommen, eines gemeinen soldaten dienste an.Sein wohlverhalten aber brachte zuwege, daß er unter derSchwedischen armee allmählich höher stieg, und ungefehr an.16;;. Oberst-Lieutenant zu pferde, an. i6;8. aber Obersterward. An. 1642. schickte ihn der General Torstensohn an denSiebenbürgischen Fürsten Ragoczy, und als er mit demselbenim nahmen der Königin Christian gewisse tractaten geschlossen,stattete er von solcher Verrichtung das folgende jähr in eigenerperson zu Stockholm bericht ab. Nicht lange nach diesem er-hielt er die stelle eines General - Majors, in welcher qualitäter sich bey vielen gefährlichen actionen sonderlich hervor that,bis an. 1648. der Westphälische friede erfolgte. An. 1654. trater gleichfalls mit dem prädicat eines Generalmajors, in desChurfürsten von Brandenburg, Friderici Wilhelmi, dienste.An. i6;6. gieng er mit den vereinigten Schwedischen undBrandenburgischen trouppen in Polen. An. 1657. ward erGeneral-Lieutenant, und das folgende jähr Gmeral-Feld-Zeug-meifter, wie auch geheimer Kricgs-Rath. In diesem letzt-ge-meldeten jähre ward er, nebst andern Generals-personen, wi-der die Schweden in das Hertzvgthum Holstein commandirt.An. 1670. erklärte ihn der Churfürst zu seinem General - Feld-Marschall. An. 1674. schickte ihn derselbe, wegen einer pro-jectirten alliantz mit den Holländern, nach dem Haag. Nochin demselben jähre wohnte er der campagne wider die Franzo-sen an dem Rhein bey, und um eben diese zeit ward er nichtnur zum Statthalter des Hertzogthums Hinter-Pommern unddes Fürstenthums Cammin, mgleichen zum Ober-Gouverneuraller vestungen, sondern auch von dem Kaystr, auf seinesChurfürsten Vorschrift, zu der Freyherrlichen würde erhoben.An. 167z. zu anfange des Schwedischen und Brandenburgi-schen krieas überrumpelte er die stadt Ratenau, beförderte denbey Fehrvellin den 29. april befochtcnen sieg - und contribuirtesvwol dieses als die folgende jähre sehr viel zu den »«gemeinenprogressen, welche sein Churfürst wider die Schweden machte.Nach dem frieden, welcher an. 1679. erfolgte, behielt er dievorangedeutete hohe chargen, und verwaltete sie mit sonder-barem rühm bis an sein ende, doch daß er etliche jähre vor dem-selben einen grossen theil feiner zeit mit andachts - Übungen zu-brachte. Er starb den 4. ftdr. an. 1695. nachdem er 88. iahrund n. monaie gelebt. Einer von stinen söhnen, nahmensCarolus, blieb an. 1686. als Volontair vor Ofen. Er hinter-ließ aber einen andern, nahmens Fridericum, ChurfürstlichenBrandenburgischen Obersten zu fuß, und fünftöchter: 1. Bea-tmn Louisen, so an den General-Lieutenant Curt Hildebrandvon der Marwitz, r.) Louisen, so an den General-LieutenantJoachim Balthasar von Dewitz, ;.) Aemiliam, welche anden Obersten, Hans Otto von der Marwitz, 4.) Charlottam,welche an den General - Major, Johann von Ziethen, ver-heurathet worden; ) Dorotheam. IM. 8uec. L

Lrsnäenb. Va»«sv. oral. ftm.

* Derg, ein grosser see in Irrland, welchen der fluß Shan-non machet, an oen grentzen von Connaught und Mounster.

* Derg , oder Derv, Diva, ein fiuß in der Inländischenprovmtz Ulster, welcher der stadt London derry den nahmen giebt,neben derselben weg fliestet, und von dar der see Foyle heißet,bis er sich in einen grossen meer-busen ergeußt.

* Derham , im Sächsischen Deorham genermet, ein klei-

nes dorf in Glocestershire, welches aber wegen des blutigentreffens berühmt ist, da die Sächsischen völcker unter anmh-rung Ceauim die z. Brittischen Printzen Cvmmeail, Condidanund Fariemeiol geschlagen, und die Britten aus diesen gegen-den dcpossedirt haben. Man siehet noch die ruäem von ve-stungs-wercken, welche sonder zweifel damals angeleget wor-den. Dieser ort war ehemals die Baronie Iacobi Newmerckoder äs novo mercatu, dessen schwieger-sohn Ralph-Russel be-kam solche, und brachte sie auf seine nachkommen, bis sie durchdie Heurath der letzten erbin an Gilbert Denkys, und von die-sem an die familie der Winters kam, deren erbin an WilliamBlathayt verheurathet worden. Lrtt. p. 2;8- 248.

* Derham, (Wilhelm) ein berühmter Engelländer, welcheeine schöne wissenschafft der Mathematic und der natürlichendinge besessen, welche er auch zu dem nutzen der reugron,und Überzeugung des irrthums der freygemer sieiW ange-wendet. Er ist 8. Tüsol. voÄor, L-.nomcu8 zu Wmdsvr,und Xeckor oder Pfarrer zu Upmünster, ullb der Grafschafft Eftsex, wie auch ein Mitglied der Königlichen Akademie der wtj-senschafften gewesen, und den ^.apr.an.17^. zu Londengestorben. Bey allen stinen gelehrten arbetten hat er den Ver-richtungen seines Pfarr-dienstes auf das fleißigste vorgestanden.

Hell