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oder, wie Witte setzet , an. 1689. erfolgte. iksZ. »st
üill, Vimür. k. II. p. 20;. TiVoi'I'o/. polyb. stisr. biogr.
Deutschland, siehe Teutschland.
' Deutschmann, (Johann) dieser gelehrte IKsoloZus wurdean. i6r;.zu Jüterbock, allwo sein vatter, Jeremias, Gerichts-ssüellbr war, gebohren. An. i6,y. kam er auf das Oymns-s-um zu Halle, und an. 164?. aufdie Universität nach Wit-tenberg, allwo er in den wiffenschafften also zugenommen,daß er an. 1648. Nagisser, und an. 1652. Lstjunstkus kkilolo.pki» worden. An. 16^. gieng er von Wiltenderg durch dieMarck nach Pommern , und hielte sich eine zeitlang zu Gryps-wald auf. Von bannen wendete er sich nach Stralsund, undferner nach Rostock. Demnach gieng er über die Ost - see inDänemarck, und von dar wieder zurück auf Rostock, Wismar,Lübeck, Hamburg, Slade, Bremen, Oldenburg, Jevern undAurich, auch ferners in West-Frießland, Holland, Spani-sche Niederlande, besichtigte die städte am Rhein - ström, unddie snrnehmste Universitäten, und kam an. 16; 6. wiederumzu Wittenderg an. An. iü?7. wurde er allda Istcemistu8 undkrofsüor extrgorstinarius, an. i6z8> Postkor. und an. 1662.krokellor Ilieolo^ixe, wie auch Lpkorus der Chur-SächsischenStipendiaten, und an. 1688. krXpoütus der schloß-kirche.Er hat über die ioo. mal disputirt, und gepflegt zu sagen :Er sey niemals vergnügter und gesünder, als wann er dispu-tirte. Auch in seinem grösten steinschmertzen sagte er: Dasdisputiren wäre sein bestes remestium wider den stein. Er istendlich an. 1706. gestorben. Vist. Ooncio ku-
nebr. *
* Dewanapatnam, oder St. David, eine ferne Malaba-rische handels-stadt und vestes castell auf der Malabarischen ku-ste Coromandel in Ost-Indien in Asien, zwölf weilen vonTran-quebar, und 24. Meilen von Mandras. Sie gehöret denEngelländern, welche daselbst einen Gouverneur und Secret-Nath haben. Die Dänischen Nüüonarü haben daselbst eineEvangelische schule angelegt.
* Dewerdeck , (Gottfried) ein gelehrter Prediger in Schle-sien, war an. 167?. zu Liegnitz gebohren, besähe, nachdem erseine studier, zurück geleget, und zu Leipzig an. 169z. in derWeltweisheit promoviret, und in eben demselben jähre daselbstunter Rechendergen ste (Molo Oivis Lürüüsni ergg IVineipsm,und als Nagister ste Oüieio krincipis Lbristiani erga Livemdisputiret hatte, Holland, Engelland, und Italien. Darauferhielt er in seinem vatterlande die stelle eines kailoris, Lsses-loris Lonüstorü und krXÜäis Lcüolsrum, welchen ämtern erbis an sein ende, das an. 1726. den iz. nov. erfolget, mitrühm vorgestanden. Er übersetzte Joh. Wilkins discurs vonder gaabe zu bäten; ingleichen Jeremiä Dykes Vereinigungder gläubigen mit Christo in 8- aus dem Englischen insTeutsche; und gab Matth. Thiessens Teutsche und EnglischeGrammalick heraus. Am meisten hat er sich mit seiner 8ils-Iis dlumilmütics, Jauer i?n. in 4. bekannt, und um sein»atterland verdient gemacht. Gel. Zeitungen 1727. p. ;i.
Dervitz, eine adeliche familie in Pommern , welche da-selbst unterschiedliche adeliche affter-lehn - leuthe hat, ist nichtallein in dem XIII. steculo in grossem ansehen gewesen, son-dern hat auch in dem gleich darauf folgenden den Gräflichentitul von Fürstenberg geführet. Denn es schenckten die beydenFürsten zu Mecklenburg, Johann und Albrecht, ihren Hof-Räthen , Ottoni und Ulrico von Dewitz, das Amt Fursten-berq und Slrehlitz, brachten es auch dahin , daß der KayserCarolus IV. selbige in den Grafen-stand versetzte. Nachgehendsaber, da einer aus diesem qeschlechte den Hertzogen von Pom-mern in einem kriege wider Mecklenburg beyqestanden, ist ab-gedachtes Amt wiederum eingezogen , und hierauf die Gräfli-che würde verloschen. Eggard war an. 1)20. bey HertzogWratislao IV. in Pommern Rath , dessen söhne, Ulrich undBernd, haben sich Grafen von Fürstenberg, Herren zu Wesen-berg , Strehlitz und Daber, wie auch Ritter des goldenenVliesses, und Landes-Hauptleuthe geschrieben. Jost, Haupt-mann zu Wolgast, brachte Hertzog Philippum in Pommern,als dessen vertrautester Rath , dahin, daß er sich zu der Aug-spurgischen Confeßion bekannte. In dem jährigen kriegediente Joachim der Cron Schweden als Obrister, und wardan. 1640. auf einem schlösse, nebst seiner gantzen familie, vondem Brandenburgischen Obristen Goldacker gefangen. Joa-chim Balthasar, Chur-Brandenburgifcher Obrister, hielte sichan. 1678. in Preussen wider die Schweden wohl, und ver-mählte sich, als General-Lieutenant, an. 1690. mit Louisen,des General-Feld - Marschalls von Dörfling tochter. Frantz-Voachim, Königl. Dänischer geheimer Rath und General-Lieu-tenant, hat sich in dem Nordischen kriege wider Schwedendurch seine tapferkeit bekannt gemacht, wie er dann an. 171?.zum General-Gouverneur über Rügen und Pommern gemachtworden Er starb in Pommern im sept. 17,9. Eckhard Ul-rich lebte an. 1717. als Königl. Preußischer geheimer Hof-Cam-mer-Gerichts-und Regierungs-Rath. Er war auch Ritter desH. Röm. Reichs Jäger - ordenS, und Erd-Schloß - gesessenerzu Daber. in oriß. kam. Pommerland. F«.
äs rsb. Zsü. kr. dk. *
Dexicrates, von Athen, ein Griechischer Comödien - schrei-ber. Man weiß nicht, zu welcher zeit er gelehrt, sondern nur
dex bey
allein, daß er einige schau - spiele verfertiget. Man hat nochetwas bey dem Athenäo und Suida von dem tractat, welchener von denjenigen, so sich selbst betrogen , geschrieben,
in bibl. iUtics.
* Dexicreon, aus der insul Samos gebürtig , ein gewisser
schiffmann, kam seiner Handlung wegen in Cypern, und alser sonst einige waaren in sein schiff laben wollte, hieß ihnVenus nichts als Wasser dafür einladen. Ais er solches that,und sich hernachmals eine »„gemeine wind-stille erhub, Mu-ster, endlich alle andere, wegen abgegangenen Wassers, auf denandern schiffen verschmachten, wogegen er seines austhat,und es dermaßen theuer verkaufte, daß er ein grosses gelb da,für löstte, allein der Veneri dafür zu ehren auch wiederum ei-ne statue errichtete, so daher Venus Lexicrsomis genanntwurde. - puselt. Orsec.; 4. p. ;o;.
Dekiphanes, ein berühmter Baumeister, gebürtig aus derinsul Cypern, arbeitete in Egypten vor die Königin Cleopalram,ohngefehr a;. jähr vor Christi geburt, N N. ;9?9.0. L. 729.Olymp. LÜXXXVIII. 4. Er reparirte den Pharns zu Ale-xanderen, und vereinigte ihn mit dem vesten lande, da er vor-hin 4. üsäia, das ist, eine vicrlel-meile davon entfernet gewe-sen. TVerse,, cbiüast. II.
Dexippus, von Cos, ein Nesticus und discipul des Hippo-cratts, lebte ums jähr der stadt Rom ,40. Olymp. XL!.ü. N. ;?7o. L. O.414. und schrieb ein buch von der Medicin,desgleichen 2. andere von erkänntnis der kranckheiten. Manerzehlet, als ihn Hecatomnus, der König in Carien, zu sich beruf-fen, damit er seine cheyde söhne Mausolum undPixodarum ,die man fast verschätzt, curiren möchte, habe er solches än-derst zu thust geweigert, als, wann auch der König hinwie-derum den krieg wider die insul Cos, den er eben anfangenwollte, rückstellig machte. *
* Dexippus, ein Philosoph,is, Jamblichi schüler, nicht abersöhn, wie Franc. PatricinS stilcurk. periputer. p. 140. meyntzlebte zu den zeiten Gallieni, Flavii Claudii, Taciti, Au-reliani und Probi, und hat Dexippi Herennii
continuirt, und drey bücher Ouskionum in keTsticamentaLMowüs geschrieben. , cost. 77. äs üitt. Or.
71/tzibi. litt. äst V. Das letztere werckist bis auf unsere zeiten übrig geblieben, und Lateinisch vonJo. Bernardo Feliciano übersetzet worden, welche Übersetzungzu Venedig an. 1546. i;66. in fol. und zu Paris an. 1549.in 8. heraus gekommen, kolybist. rom. II. Üb. I.
L. 9. n. 10. bibl. 6r. IV. 26. p. 185- sog.
Dexter, (Lucius Flavius) prDkecius krXwrio in Orient,war ein sohl, Paciani, Bischoffs zu Barcellona, und lebte zuende des IV. Leisti , und im ansang des fünften, zu den zeitendes Kaysers Theodolit N. und des Poeten Prudentii. St.Hieronymus dedicirte ihm sein werck ste Lcriptoribus ÜLels-üsst. Er scheinet eben derjenige zu seyn, von welchem Hiero»nymns in dem gedachten buche meldet, daß er eine Historiegeschrieben. Es ist auch würcklich ein Lbronicon vorhanden ,unter dem nahmen Dextri, welches Franc. Bivarius, ein Ci-stercienser, zu Lyon mit anmerckungen ausgegeben an. 1627. Al-lein da die chronick selbst voller fabeln, ist solche von den Ge-lehrten längst diesem Dextro abgesprochen worden, und Pape»broch hat gar den würcklichen Urheber davon Hieron. ste Hi-guera einen ziemlich neuen Spanier entdeckt, der hier in diefußstapfen des verschreyten Annii Virerb. treten, und unter ei-nem allen berühmten nahmen seine liederliche getichte verkauf-ten wollen, ö-, 70 «. L. e. ;88- , ste Hist. ÜLl. üb. II.
e. 10. <Lc. prosop. L. ssbeost. Lo. *
Dey, ist der nähme des Commendanten zu Tunis sowol alsauch zu Algier und Tripoli in Africa, welcher fast eben sogrosse gemalt hat, als ihre alten Könige. Der TürcksscheSultan hat einen Bassa daselbst, welcher aber dem Dey nn-terworffen ist, und zwar dieses seit dem die Mohren rebelli-ert, und ihren ersten Dey, welcher Osman hieß, erwehlet haben.Wenn sich die fremden Abgesandten bey dem Sultan über dasunrecht und die gcwaltthatigkeit, die ihnen von dasigen see-räubern nicht selten widerfahret, beschweren, bekommen sienichts anders zur antwort, als daß sie repressalien gebrauchenmüsten, weil sie nicht eigentlich seine Unterthanen wären.Wenn der Dey stirbel, so folgen ihm nicht gleich seine lin-der, wenn er sie nicht schon vorhero zu Deys gemacht hat»weswegen sie den Adel darum ersuchen müssen, wann sie zusolcher würde gelangen wollen. Die Cadis und andre be-diente bringen dem neuen Dey bey nächtlicher weile grosse schus-seln voll fruchte oder vicrualien zum geschencke, um das geldzu ersparen; daß sie es aber bey nacht bringen, geschieht des-wegen , weil er es nicht würde annehmen, wo es bey tagegeschähe, um dem volcke weiß zu machen, daß er nicht un»ter die zahl derjenigen gehöre, welche geschencke nehmen.Ein anderes amt dieser orten, und zwar, das dem T>eVam nächsten kommt, ist das amt des Bey. Ja nach einergantz neuen relation soll seit den innerlichen Unruhen, ssvor jähren zu Tunis gewesen , der Bey viel mehrwalt haben als der Dey. 7 , voyzAe sts üevsnr.
Nein. pour lbrvir » Lbist. sts Tunis stsns le II. WINS stnvoyags ste /.»cai. *
MZ/