Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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XII. aber ernennte ihn auf jenes instantz zum General-Visnnabey dem Ertz-Bißthum Neapel, mit der Vertröstung, daß ernach ereigneter vacantz Ertz-Bischoff werden sollte. Solcheserfolgte auch endlich an. 1413. auf fürbitt der Komgm Jo-hannä, der schwester und Nachfolgerin Ladislm, bey welchemer bisher» die stelle eines Raths versehen , und die wichtigstenReichs-angelegenheiten besorget, auch tue trauungs - ceremo-uien zwischen ihr und Jacobs, Grafen von Marcia , verrich-tet hatte. Hierauf stellte er an. »42;. eine general - Visitationan , und ließ eine genaue Nachricht von der fundation, ein-kommen, güchern, rechten und gerechtigkeiten jeder Archenin seiner gantzen Vi«cs8 m ein gewisses buch eintragen,gab auch heilsame LoiMemiones, und beförderte das wohlder Archen nach äusserstem vermögen. Endlich starb er imjunio an. 14z;. , Itgs stier. tom. VI. p. 142. L 571.

* D'arbeck, Diarbekir, Diarbequir, Diarbeker, d. i.die wohnung des stammes der Araber, eine Türckische land-schasst in Asien, welche gegen norden an Tnrcomannten, gegenosten an Syrien, gegen luden an das wüste Arabien und Ae-rack-Arabi, und gegen osten an Arzerum grentzet. In hiesigergegend soll nach einiger meynung das paradis gewesen seyn,jetzo aber ist daselbst eine wüsteney. Es wird in drey grosseregierungen, oder Bealerbeglic eingetheilet, nemlich Diarbe-kir , Mosul und Robois. Ehemals war sie unter dem nahmenMesopotamien begriffen. Tavermers Pers. reis. III.

Diarbekir, oder Diarbeck , eine grosse stadt nahe bey demfiusse Tigris in Mesopotamien, ist mit einer gedoppelten mauerumgeben, unter welchen die äusserste 72. thürne hat, die den72. lungern Christi zu ehren sollen gebauet worden seyn. Sieist wegen des rothen Türckischen leders berühmt, gestalt dasWasser des Tigers die besondere lügend hat, daß das leder da-von eine schöne rothe färbe bekommt. Es befinden sich darin-nen Über 20000. Christen, wovon der gröste theil Armenia-uer, die übrigen aber Nestorianer oder Jacobiten seyn. DerBassa oder Beglerdeg zu Diarbekir kan über 20000. reuter auf-bringen , und hat neunzehen Sanaiacs oder geringe Gouver-neurs unter sich. Tavermers reise.

* VIV8I^, ein gewisses fest, welches die Athenienser zu eh-ren ihres Jupiters feuerten, wie es Snidas und Lucianus inseinem ckuriäsmo melden: Aristophanes gedencket desselbenauch, und Hesychius mercket an, daß bey diesem feste eine ge-wisse besondere und gcheimnis-reiche traurigkeit aus dem ge-sichte aller derjenigen , so es gefeyert, hervor geblicket habe.

* Diavoli, eine kleine alte stadt in Macedonicn,stundenvon Cogni gegen dem see Lacryda. ^-7 , viLon.

Diaz, (Bartholomäus) ein Portugiesischer Schiff - Capi-tal» , der von der entdecknng des Lspo bc>n°e lpei ein ewiges an-drucken hat. Siehe das wortJohannes II. Konig in Portugall.

O/ö»,«,, sts rsbus Lm-ni. lik. I. p. 1;. Kilt. Inäic.

lib. I. p. 22. , inviw .jobAnnis II. p. 140. kegg. O«-

, in äelsript. urbis Olillpon. p. 880.

Diaz, (Bernhard) zugenannt äel Castello, war von Me-dina äsl Campo , und schrieb an. I?y8. 1 a Aistoria veräüäerLäs 1 a Longuista äs 1 a nueva Llxanna. , äs lsripr.

lib. I. bibl.

Diaz, (Johannes Bernhard) zugenannt äo Lugo, Bi-schofs von Calahorra, war ein natürlicher söhn aus einem vor-nehmen Hause in Sevilien, oder zu Lugo in Spanien gebohren.Nachdem er auf der Universität zu Salamanca studiret, wur-de er in den wissenschafften, sonderlich in der geist-und weltli-chen Rechtsgelehrsamkeit sehr geschickt. Er trug damals einengeistlichen Habit, und besaß ein Lsnestcium zu Huelva in derviosses von Sevilien. Nachgehends wurde er Groß-Vieariusdes Bischosss von Salamanca und Cardinals von Talavera ,Ertz-Bischoffs von Toledo. Der Kayser Carolus V. machte ihnzu einem mitgliede in dem grossen Rathe von Indien, undgab ihm endlich das Bißthum zu Calahorra. An. 1552. be-fand er sich auf dem Loncilio zu Trident, und bey seiner zurück-kunft stund er seinem Bißthume löblich vor, bis er an. i;;6.starb. Er hat den rühm vieler berühmten leuthe erworben, undverschiedene schriflen in Lateinischer spräche hinterlassen, als:kralstisam criminslem; O-momL'iUN; kegulss.juris; Lom-rnentar. in LLzÄM; InstruLion äs krelaäos; äs la l'ieäsäsviko paru las cur^s äs animss; <Lc. ,/a^. äs lliss. ab

intsst. c. 15. n iy. Oe in ää krSLS. Lausn. Oiar. 0.14.

bibl. IIiss>.

Dia; , ( Johannes) war in Spanien gebohren , und hieltsich zu Paris über i z. jähr studirens halber auf, da er dann we-gen seiner wissenschafft, sonderlich in der Hebräischen spräche,vor andern in ansehen kam. Er legte sich dabey fleißig auf dieTheologie, und nachdem er die H. Schrift, nebst den büchern Lu-theri gelesen, verließ er seine vorige religion, und begab sich nachGenf, woselbst er mit Johanne Calvins redete, gieng von darnach Basel, gleichfalls mit den Ideolog sich daselbst zu unter-reden , und endlich wendete er sich nach Straßburg, etwas län-ger daselbst u, verbleiben. Als nun aühier Martinus Bucerusseine geschicklichkeit erkannt, schlug er dem Rathe vor, daß sieihm denselben auf das Lolloguium nach Regenspurg, so an.1546. gehalten wurde, mit geben möchten, welches auch ge-schahe. Daselbst suchte ihn Petrus Malvenda, ein Spanier, wel-chem die Päpstlichen angelegenheiten in Teutschland anbefohlen

waren, sowol durch bitten, als durch drohen , von den Prote-stanten wiederum abzuziehen, und als beydes nichts verfangen- wollte, schrieb er solches an des Kaysers Caroli V. Beicht-vat-ter, Jacobinum äs Diazio, welcher diesen brief dem Päpstli-chen krosumwri am Kayserlichen Hofe Marquina zejgete, deres des Johannis Diazii bruder Alphonso, so Advocat bey derKow Komsnn war, hinterbrachte. Dieser reisete auf dasschleunigste von Rom nach Regenspurg, und von dar nachNeuburg an der Donau, allwo sich Joh. Diaz nach endigungdes LoUoguü aufhielt, um ein buch von Bucero drucken zulassen , und ließ ihn daselbst durch seinen diener, der vorher mRom ein hencker gewesen, umbringen. Denn indem ihm der-selbige von seinem bruder früh morgens einen brief überbrachte,und Johannes selbigen zu lesen, weil es noch etwas finster war,an das fenster trat, hieb er ihm mit einer unter dem mantel beysich gehabten axl in den rechten schlaf, daß er gleich zur erdennieder fiel; worauf man ihm und dem Alphonso Diaz bis nachJnsprnck nachsetzte, woselbst sie zwar in arrest genommen, aufinterceßion des Papstes und der Cardinale aber wiederum losgelassen wurden, und nach Rom zurück kehreten. Man kanhier als einen sonderbaren umstand anmercken, daß einige Spa-nier noch diese that, als gar rühmlich, anziehen dürfen : wiedann Dom. Agostin Zarate in beschreibung der einnähme Peru,wm. II. p. 247. zu einem nahmhaften beweise gebrauchet, wiesehr den Spaniern die ehre ihrer geschlechter pflege anzulie-gen , daß Alphonsus Diaz eine weite reise gethan , seinen bru-der mit eigener grösten gefahr des lebens umzubringen, (dannso redt Zarate, als ob dieser den mord mit eigener Hand gethanhätte, wiewol ohne gründ) nur damit sein aeschlecht die schändenicht hätte, daß einer davon sich unter den retzern befände. Undschliesset der Spanier mit folgenden Worten: So viel vermagdie ehre bey generösen gemüthern , daß sie nicht nur alle bluts-freundschasst hindansetzen , sondern auch darüber die eigene le-bens-gefahr verachten. Wäa««,, äs Ilse. relig. n««. biik.

skstg. "Ideolog. p. 71. 72. LVocr/ marr^rol.tbeatr. x>. 14;. Vita )od. Aiacii per *

* Diaz , (Hernando) ein Spanier von geburt. Er hatteeinen bruder, von welchem er fett langem nichts gehöret hatte,und ihn für verlohren achtete. Da er sich aber an. 1599. beyder belagerung Bomel befunden, hörte er von ungefehr dennahmen Ercisso nennen, welches der zunähme seiner muttergewesen, und erst-bemeldter sein bruder unter den sremden an-genommen hatte. Auf dieses hin redte Hernando diesen Ercif-so an , und ersähe so bald nach etlichen frag-und antworten,daß er derjenige wäre, den er gemuthmasset hatte. Die freude,die beyde halten einander anzutreffen, war unbeschreiblich , siefielen einander um den hals, und küsseten sich hertzlich. Wäh-rend dieser freud-bezeugung aber kam eine stück-kugel, die bey-den miteinander den köpf wegnahm , und so fielen auch beyde,wie sie die ärme in einander geschloffen hatten, todt zur erden.Coloma, in seiner Historie der Flandrischen kriege.

Ue , memoires Lc. com. II.

* D»az, (Emanuel) ein Portugiese zu Alpathao gebohren.Er muß aber mit zwey andern Jesuiten, die beyde auch Ema-nuel Diaz hiessen, seine onclen waren, und wovon einer zuCastello Kranco , der andere auch zu Alpathao gebohren wor-den , nicht verwechselt werden. Er war auch ein Jesuit, wieerstgemeldte, und wurde ihm auch wie seinem vettern das Evan-gelium in Indien zu predigen aufgetragen. In diesem entfern-ten lande nahm er an. 1612. einen cometen gewahr, über wel-chen er einen kleinen tractat geschrieben. Er war in seiner Mil-lion so eifrig, daß er in der härtesten jahres-zeit eine reife antrate,worinnen er öfters in gefahr gestanden, sein leben zu verlieren.Doch ließ er sich weder durch die wilden thiere, die in diesemlande die straffen gefährlich machen, noch durch die grosse wü-steneyen, die er bald gantz ausgedörret, bald mit Wasser über-schwemmet paßiren muste, noch durch anders ungemach ab-schrecken. Andere glauben, daß seine gefahr eben nicht so großgewesen, und daß die Mlllonarü ihr ausgestandenes ungemachinsgemein um etwas zu vergrößern pflegen. Dem sey aber,wie ihm wolle, so starb er an. i6;o. in dem Königreich Mo-range, und hinterließ bey den Catholicken einen grossen ruf derHeiligkeit. Nachrichten aus Portugall.

* Diaz, (Michael) ein Aragonier und geführte Christo-phen Colombi, den dieser schickte, um die gold-minen zu St.Christoph in der neuen Welt zu entdecken. Dieser fand undentdeckte dieselben in der that in dem fluß Hayna, allwo, nach-dem er hatte nachgraben lassen, sich aller orten gold-körner zeig-ten , von welchen er auch etwelche dem Admiral Colombo zuMMuster brachte. Dieser ertheilte hierauf alsbald den befehl, daßman allda eine gute vestung anlegen, und ihr den nahmen St.Christoph geben sollte. Dieser nähme erstreckte sich hernachauch auf die in dasiger gegend angegrabene bergwercke, auswelchen man unschätzbare schätze gezogen hat. Die entdecknngdavon geschahe an. 14?;. Als einige zeit hernach Diaz sich nmeinem Spanier geschlagen, und denselben verwundet hatte-nahm er die flucht, und kam bis an den ausfluß des ström»Ozama, allwo er sich ein wenig aufhielte. Er fand in ichbiger gegend einen Indianischen flecken, dessen Oberhaupt eineweibs-person war, die ihn sehr wohl empfienge, und ihm an-erböte , den Spaniern in ihrem dasigen gebieth eine woh"nung zu gestatten; die gegend des landes war sehr angenehm^