86 dic dld
, äs mirsb. Lukdult. PV^r/r«,, lib. XU. ^sineiä.c. i. 6s xoenit.
VILsässOft, war die oberste Regiments-person bey denRömern , welche ausser der ordnung von einem der Bürger-meister bey einiger obschwebenden grossen gefahr pflegte er-wehlet zu werden; und stunde, so lange diese Dictatur wah-rere, aller anderer Römischen amter Lewalt still. Der Bür-germeister T. Lartius Flavus wurde ü. ft. r;6. ä. R. ;486.L. o. 498. um einen aufruhr zu stillen, zum ersten Victorerwehlet. Diese Regiments-personen aber regierten aufs höch-ste nur 6. monat, auch viel kurtzer, wann sie die geschaffte,wegen denen sie erwehlt wurden, eher zu ende gebracht, wtewoles endlich Svlla und I. Casar dahin brachten, daß man sievor DlNsrores perpsiuos erklärte. Der unrerftheid zwischendem Victore und Bürgermeister bestund darinnen , daß dieBürgermeister nur i r., die üiÄawres aber24-beile vor sichHertragen liessen. Ferner durften die Bürgermeister ohne desRaths authorität und bewilligung viel dinge nicht thun; derViÄ-rcor aber war absolut, und alle andere Regiments-perso-nen hatten nach seiner wähl keine gewalt mehr, ausgenommendie Zunftmeister des volcks , wie Polybius ük. !H. anmercket,welcher auch gedencket, daß dem Q. Fabio Maximo, als manihn zum viötswr erwehlet, noch ein anderer beygesellet wor-den , welches zuvor noch niemals geschehen. iik. III.
Lrv. Iik. II. ?E/-. , äs Iftsgiftr. 1 <om. c. 6. NZ.
äs gnt. lur. Liv. ftom. lib. I. L. 20. Lar. äs Nag.L.om. *
* Dictinms , ein Bischoff zu Astorga in dem IV. ssculo,wurde als ein Priscillianist angeklagt, und auf dem Lonciliozu Saragossa verdammt. Ambrosius hat zwar seine parteygenommen, in Hoffnung, daß er sich bessern würde. Aber die-se schlug ihm fehl, und Dictinms wurde auf das Loncilmmzu Toledo imjahrChsisti 190. nebst Sympholio, der ihn or-diniret, geladen, sie erschienen aber nicht; doch stellten sie sichim jähr Christi 400. auf,einem 8>nsäo ein, und wurden bey-de, nachdem Dictinms öffentlich seine irrthümmer abgeschwo,ren, abfolvirt. Seine schriften aber sind dessen ungeachtet „achfeinem tobe im jähr Christi ;6;. auf dem LonLiKo zu BragaVerdammt worden. O« bibl. sccl. siecle IV.
Dictynne, eine Nymphe aus der insul Creta, welcherman die erfindung der jagd-und fischer-netze beylegt; dahersie auch den nahmen bekounnen , indem fle vorhero Brilo-martis geheissen.
* Dictys, ein söhn des Magnes, Königs der insul Seri«phos, woselbst er nebst seinem bruder, dem König Polyde-ctes, wohnte. Er nahm an dem ufer die Danaen und denkleinen Perseum zu sich, welche Acrisius am meere hingelegthatte. Polydectes Heurathete die Danae wegen ihrer schön-heit, und trug sorge wegen auferziehung des Perfei, welcher,als er zu erwachsenen jähren gekommen, viel sonderbare tha-ten verrichtete. AlS er aber sahe, daß Polydectes die Danaeübel hielt, verwandelte er, wie man sagt, den König in ei-nen stein, indem er ihm das Haupt der Medufä wiese, undließ den Dictys zum König von Seriphos crönen. ^-^a-
Dictys, aus der stadt Cnosso in der insul Creta, daher ererstens!« zugenennet wird. Suidas meldet, er habe Lpks-meriäss, oder von den fachen , so Homerus in Versen verfas-set , in ungebundener rede 9. bücher geschrieben, und sey mitbey dem Trojanischen kriege in deqleitung Idomenei eines Kö-nigs von Creta gewesen, daher Tzetzes berichtet, daß Home-rus in seinem getichte diesem Dicty gefolget. Es gestehet auchJohannes Malelas, daß, was er von Troja geschrieben, erhieraus genommen. Vorjetzo aber ist dieses werck nicht mehrrn Griechischer spräche vorhanden, sondern nur eine LateinischeVersion mit einer vorhergesetzten epistel L. Septimii, der sieins Lateinische will übersetzt haben ; wiewol es nur zu gewiß,daß auch diese Lateinische Übersetzung bey weitem nicht aus ei-nem so alten Griechischen original herzuleiten sey. Die besteedition ist, welche Anna, Tanaquiüt Fabri tochter, zum ge-brauch des Delphins an. 1680. zu Paris heraus gegeben. 7^.
, ilisä. V. Kill. ;c>. , in ckronoZr. p. izq.. L«-
«isi,. , äs trsäsnäa äilcipl. lib. V. , äs Hilf.
Oi'TL. lib. IV. c. i. äs Hüt. kat. üb III. c. 2.bibl. 6 rLS. Üb. I. c. §. z. ksg. <L bibl 1 . 3 t. p. Z. vklerv.
Hsl. tom. III. obs. l. §. 6 . -k'ei'rLov. äillert. äs Oi<ltys
Lret. *
Didacus oder Diego, Bischoff zu Osma in Spanien, istwegen seiner gelehrjamkert und gottesfurcht berühmt. Er rei-fttean. 1206. tn angelegenhett des Königs Alfonsi lX. von Ca-Men nach Rom, und als er selbige ausgerichtet, bat er vonJnnocentio III. daß er sich fernes Bißthums los machen möchte,damit er den ungläubigen desto besser das Evangelium predigenkönnte. Allein der Papst befahl ihm, daß er wieder in seinBißthum gehen sollte. L- -206. n. z.
* Drdaokalio , öder Märe, sind die heutigen nahmeneiner sehr kleinen, zwischen den insuln Cephalonia und Jtha-eus, die nunmehr Klein - Cephalonia genennet wird, gelege,«en insul.
Didier, stehe Desiderms.
d i d
Didier äs In LOM, ein berühmter Benediktiner, der diegenaue beobachtung der ordens-regul von neuem in die höhegebracht, war zu Manzeville nicht weit von Verdun an.von adelichen , aber sehr armen eitern gebohren, die ihn an.1567. nach Verdun schickten, allwo der Bischoff sein «urver-wandter war. Er bekam da bald lust, ein Mönch zu werden,und gab steh deswegen bey dem Benedictiner-kloster zu St.Vtton an, ward auch auf Veranlassung des Bischoffs, der zugleichAbt in dem kloster war, unter die Lkorsles aufgenommen,wiewol er sich wegen seiner Unwissenheit von den andern sehrmuste drücken lassen, bis sich endlich der Prior über ihn er-barmte , und ihn so viel Latein theils selbst lehrte, theils durchandere lehren ließ, daß er nach einigen jähren auf die Uni-versität nach Pont-s Mousson ziehen, und daselbst seinem studi-ern abwarten konnte. Als er wieder in sein kloster kam, nahmer sich gleich vor, die verfallene zucht zu bessern, ward aberdurch die kloster-brüder unendlich gehindert, so gar, daß sieihn einst, um nur seiner los zu werden, unter dem vorwandeiniger nöthigen Verrichtung, nach Rom sprengten, hernachaber stecken liessen. Er war darüber bald in den orden derMinimorum getreten, es starb aber gleich der alte Prior indem kloster von St. Viton, und auf dessen Vorschlag hattenihn die Mönche zum Nachfolger erwehlt, wiewol sie sich viel-leicht mochten eingebildet haben, er würde die stelle nichtannehmen. Solches geschahe an. 1596. und brachte er end-lich diese lange abgezielte reformation zu stände, indem er siemit jungen Mönchen vornahm, die er selbst nach seiner Handzog, da die alten, welche sich nicht hatten ergeben wollen,aufPäpstlichen beseht in das kloster St. Hidulsi gehen mu-sten, wiewol auch dieses bald hernach reformirt ward, dadenn an. 1604. der Papst Clemens VIII. die beyden klöster ineine Congregation zusammen verknüpfte, davon der ?. Di-dier kiTle8 ward, und nach deren beyspiel hernach viele klösterin den Niederlanden ebenfalls reformirt wurden, welche her-nach in die Congregation St. Placidi zusammen traten. In-gleichen sind aus dieser quelle in Franckreich die Longreg-maüriäkioris Observ3ntiL von Clugni, und sonderlich die berühm-te Benedictiner-Gesellschaffr von St. Maur entstanden. Derk. Didier starb im nov. 162;. L-r. in älls. Kilt.
xrremill. bikl. Leneäict.
Dtdius Iultanus , (M. Salv. Severus Commodus )Römischer Kayser, war von seinem vatterlichen grvß-vattevher von Mayland gebürtig, ein söhn Petronii Didii Severi,und urenckel Salvri Juliani, welcher zweymal Bürgermeister,kereksÄns der stadt Rom, und ein berühmter Rechtsgelehrterunter dem Kayser Hadriano gewesen, auch das Läiüum psr-xetmnn verfertiget. Seine Mutter war Clara Aemilia, und inansehen Domitia Lucillä, des Kaysers Marci Aurelii Mutter,bey deren er erzogen wurde, gelangte er zu unterschiedenen eh-ren-stellen. Nach Pertinacis tode kaufte er die Kayserlichewürde von den soldaten. Als er aber ihnen das versprochenegeld nicht liefern konnte, und auch dem Rath und volck we-gen anderer Ursachen verhaßt war, kam solches Septimio Se-vero wohl zu statten, den die Iüyrische armee zu gleicherzeit zum Kayser aufgeworffen hatte. Dann als dieser sich derstadt Rom nahete, wollte sich des Juliani niemand annehmen;daher jener alle von Julians vorgeschlagene Vergleichs - be-dingnissen verwarf, und dennoch ohne schwerdt-streiche zuRom einzöge. Julianus wurde aus befchl des Raths in sei-nem pallast den29.sept. an. 19z. seines alters 60. jähr, 4.monat und 4. tage von einem gemeinen soldaten umgebracht,nachdem er nicht völlig drey monat regiert hatte. Mit seinergemahlin Scantilla, einer sehr heßlichen Dame, hat er einevortreflich schöne tochter, Didiam Claram, gezeuget, welcheer an Cornelium Repentinum vermählet, den er an des Sul-pitiani stelle zum kr-xse«fto der stadt Rom gemacht.
«« . Dra As.
Drdo, sonst Elissa, war des Beli oder Methris oderMuthgonis Königs von Tyro tochter, welche um ihres bru-ders Pygmalionis tyranney , da er ihren gemahl Sicharban,oder nach andern Acerban, Anherban oder Sichäum ermor-det , zu entgehen, sich in Africam begab, und daselbst die stadtCarthago aufbauete; wiewol andre wollen, daß selbige langezuvor von dem Zorus und Carchedon erbauet worden. Die-ses wird vor gewiß gehalten, daß sie das schloß Byrsa -o.jähr nach ihrer ankunft, 296. jähr nach Zerstörung der stadtTroja , und i?;. jähr vor gründung der stadt Rom, gebauet,wo es anders der Wahrheit gemäß ist, was Josephus meldet,daß es 144- jähr nach der ersten gründung des tempels «salo-monis geschehen. Die Gelehrten haben über dasjenige,was Virgilius von der Dido erzehlet, nicht einerley gedancken rdie meisten halten es für ein getichte, womit er nur sein wer»ausschmücken, und dem hasse, welchen die Carthaginen-ser wider die Römer, und diese widec jene hatten, eine fär-be anstreichen wollen ; welches fle daher erweisen, weilim siedenden jähre der regterung Pygmalionis, 126. jährnach gründung deS tempels Salomonis, L. N. ;o98. und886. jähr vor Christi geburt in Afrrcam gekommen. Dar-auf erbauete sie Byrsa 29z. jähr nach eroberung der stav»Troja, und r;4- jähr vor ansang der stadt Rom. Also Mj»96. jähr zwischen dem 2802. jähre der weit, da Aeneas lebte,und zoyL. da Dido regierte, und solcher gestalt ist Aen^