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furth wider Marggraf Albrecht aus Brandenburg. An. 1554.Melchior, war Fürstl. Sächsischer Cammer-Juncker. An. 1656.Johann Eitel war Kayserl. wie auch Heflen-Darmstadtischergeheimer, und nicht minder der Ober-Rheinischen unirtenStande Kriegs-Rath, Burggraf zu Friedberg, der RheinischenRitterschafft Hauptmann, gesamter Hof-Richter zu Marpurg,und Ober-Amtmann zu Nidda. Sein söhn Georg Ludwig waran. 1716. Königl. Groß-Britannischer und Chur-Brandenbur-gischer Rath. *
DiedMhofeN, lat. sskeoäom's Villa, Französ. sskion-vills, eine stadt in dem Hertzvqthum Luxemburg,an der Mo-sel, ;. Französische meilen von Metz gelegen. Sie liegt vor-theilhafftig, und ist vortreflich bevestiget, daß man sie einelange zeit für unüberwindlich gehalten. Der Hertzog vonGmse eroberte sie an. r;;8.; allein nachgehends wurde sieden Spaniern wieder abgetreten. Die Franzosen wurden an.r6zy. davor geschlagen; doch an. 164;. machten sie sich unterdem Hertzoge von Enguien Meister davon, und behielten siehernach rrafft des Pyrenäischen sriedens. In dieser stadt ver-sammlete Carolus N. gemeiniglich die Prälaten und weltlichenReichs-Ständeseiner Königreiche. Allhier wurde auch an. 8;;.eine Versammlung von Bischöffen angestellet, welche, nachdemsie ihren abscheu an dem gottlosen verfahren Ebonis, des Ertz-Bischoffs von Nheims, und seines anhangs wider Ludovicumkium , dessen entsetzung und gefangen - nehmung durch sievornemlich befördert worden, an den tag geleget, gedachtenPrälaten, als den rädelsführer dieser bösen that, absetzten.Carolus Lalvu«, Lotharius und Ludovicus, Ludovici kü söh-ne , wohnten an. 844. einer andern versammlnng allhier bey.
tom. IV. «L V.
eirculi LurZunäici x>. ;2?.
Diedo, eine von den alten adelichen familien zu Vene-dig. Sie hat unter andern zwey krocurawres von SänMarco, nemlich Antonium an. 1457. und Dominicum an.1464. gehabt. Vincentius Diedo war an. i;;;. Patriarch zuVenedig, und an. 160;. ist einer aus diesem geschlechte alskrimiceriub von Sän Marco gestorben. Von Francisco Die-do handelt der folgende artickul. /« bist.
Louvern. äs Vensse x.
Diedo, (Franciscus) ein Nobile von Venedig, war einklülolopKuL und Redner, auch in geist-und weltlichen Rech-ten sehr wohl erfahren. Er schrieb Listoriam 8. ssocki Lon-kessoris; Orationes ; Ipillolas Lc. und starb an. 148;. zu Ve-rona. äe lcript. kcclek. , lib. II. bistor.
Vincent. , äs bist. 1.3t. lib. III. e. 8-
*Dieffenbach, oder Difenbach, (Martin) warzuFranck-furt am Mayn an. 1661. den ;i. jan. gebohren. Nachdemer zu Wittenberg und Straßburg studiret hatte, lehrte er einezeitlang in dem Lymnssio zu Franckfurt, kam hernach in dasMinisterium, und starb an. 1707. im junio. Seine schriftensind: Lissert. äe veio mortis genere, guo Henr. VII. abist,Franckfurt 168;. in 4. Imp, luäXu« convertenäus; it. )u-äseus conversus; von den Pflichten Christi. Schul-Lehrer, diean dvmnsiiis stehen; Anmerckungen über Georg Grabowssendschreiben an L. Adam Rechenberg, betreffend die rettungBuceri. Von Seelen kbilocal. epist. 9;. 94.
Diego von Jepes, einem flecken in Spanien , also ge-nannt , wurde anfangs ein Mönch des ordens St. Hierony-mi, hernach aber Bischofs zu Albarazim, und starb an. 161;.im 8;. jähre seines alters. Man hat von ihm in Spanischerspräche eine Historie der Verfolgungen in Engelland; das le-ben St. Theresiä, und eine relation von dem tode Philip-pi II. Königs in Spanien, ve , IM. lolsä. lib. V.c. ;i. Carres, in aimal. bibl.
Diego, siehe Didacus.
* Diego, (Villa) lat. Liegt Villa, eine kleine stadt in Alt-Castilien rn Spanien, an dem Ursprung des flusses Pitzuergagegen Leon und Asturien zu. Sie soll vor diesem Moroca ge-heiffen haben.
* Diego, ( Gundisalvus äs Villa) ein Spanischer Rechts-
gelehrter, aus einem städtlein gleiches nahmens, in der vioscsavon Burgos gebürtig, wurde erstlich zu Salamanca l)o<storund Professor luris , nachgehends aber an. 1476. Lanonicuzzu Toledo, und endlich stuästor stotre zu Rom, woselbst erauch gestorben, nachdem er kurtz vorher von dem König inSpanien zum Bischofs von Oviedo ernennet worden. Seineschriften sind : Ls ll-erscicis ; äs Irrezularitate; äe Lrssxeissio-lie L Intcräicto ecciestakico; äs Origine L koteüate Lar-äinalium <Lc. bibl. Ilitz,.
Diego-Ruys, eine kleine, aber sehr fruchtbare insul imAethiopischen meer, unweit Madagascar, liegt unter dem 19.grad der mittäglichen breite, und hat etwa» 20. stunden imumkreis. Sie ist an. 164;. von den Portugiesen entdecket,und hernach vom ;o. apr. 1691. bis den 20. may 169;. von8. Französischen ssekugles, so auf einem Holländischen schiffanherv gekommen, bewohnt worden, davon einer von ihnen,Franciscus Leguat, an. 1707. eine relation zu Londen herausgegeben. Ein sehr grosses stück Amber-gries, so einer ausdieser gesellschafft einmal am ufer des meers gefunden, kanzu erkennen geben, daß man noch wol einigen nutzen von anle-gung einer kleinen colonie auf dieser insul ziehe« möchte, welche
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im übrigen fruchtbar genug ist, eine proportionirte anzMeinwvhner mit aller nothdurft zu versorgen. *
Drehr, siehe Dyhrr.
* Diekirch, Diekirck, Dikirch, eine kleine stadt an demflusse Säur, in dem Hertzogthum Luxemburg, ungefehr 5.meilen von Luxemburg. Es wächset daherum eine grossemenge weins. Zeillers Reichs-Geogr. II. x. i?8-
Diemantstein, eine alte adeliche Schwäbische familie, soheut zu tage den Gräflichen character führet. Heinrich istals Abt des klosters Neresheim an. 1446. verstorben. Ludwigist an. 1562. mit dem Hertzoge Christoph von Würtemberg aufdem Kayserlichen wahl-tage zu Franckfurt am Mayn gewesen.Franciscus florirte an. 1650. als Bambergischer Rath, Land-Richter und Pfleger zu Kirch. Johann Conrad war an.1658. als Chur-Collnischer Cammer - Herr, oberster Silber-Cämmerer und Capitain von der leib-garde bekannt. Adam,Graf von Diemantstein, florirte um das jähr 171;. alsKay-serlicher und Chur-Pfältzischer geheimer Rath und obersterCammer-Herr. in Oerm. lacis. Hertzogö Elf chrvn.
s Diemar, eine adeliche familie in Thüringen, deren or-dentliche stamm-rcihe in 6otka äiplomatica mit Philippo an.1474. angefangen wird. Dessen söhn Wolf ist mit dem ze-henden zu Uttendorff, und mit dem schlösse zuWolldorff belie-hen worden. Er war ein vatter Jürgens, welcher an. iz;6.die landerey zu Melckers und Wasungen zu lehn erhalten,und zwey söhne nach sich gelassen : i. )Conraden zu Wasun-gen , von dessen urenckcln Johann Adam und Ernst Hart-mann zu unsern zeiten gelebet, und 2.) Sebastian auf Wal-lendorf, der ein groß-vatter worden Caspar Christophs aufWallendorf, welcher an. 171;. als Fürstl. Sachsen-Gothai-scher Obrister und Commendant der stadt Gotha verstorben.Johann Adam von Diemar war an. 17; 7. Königl. Polni-sther und Chur-Sächsifcher General-Lieutenant von der infan-terie. Heinrich, Baron von Diemar, war um eben diese zeitKayserl. General-Feld-Marschall-Lieutenant.
Diemens, siehe Anton van Diemen Eyland.
* Diemens, (Wilhelm) ein Niederländischer Juriste, waran. 1508. zu Rotterdam von adelichen eitern gebohren. Nach-dem er zu Löven studiret, und noch andere Universitäten be-suchet, gieng er nach Orleans, woselbst ex den vocktor-hut inden Rechten empfieng , und da eben Kayser Carolus v.durch Orleans reisete, ihm als krocurawr der Teutschen na-tion aufzuwarten die ehre hatte. Nach seiner zurückkauft wur-de er in das Hof-Gericht zu Mecheln als mitglied aufgenom-men, und bald hernach zum Rathsherrn zu Utrecht, undKayserlichen Rath gemacht. Er stunde dieser bedienung 48.jähr lang vor, und starb den 9. nov. an. i;8z. nachdem ereinige zeit vorhero blind worden. Sein söhn Arnold hat vonseinen schriften folgende zum druck befördert: ve Vormulisguibu8äam copnlsris L äisjunÄi« aä Lslvii fuliani locum äsambiguitatibus, Löven 160S. aä ssexulas suris Horn. Lom-ment. Leiden 1616. Seine noch »»gedruckte schriften aber sind:Lamm. aä lnüit. für. futtin.; ssr. äe Imperio <L furisäictioire;äe Oikcio ejus cui manäata est furisä.; äellerum ao VerborumsigriiÜLaticme; äs Vxeäum prselcriptione iron ludlata; Lnti-parstitla contra Lujacium; dlotN sä Lsrtolnm, LccurstriM
Lc. bibl. Lelx. Altenhammer, von Süd-Holland,
x. 48;.
* Diemerbröck, (JsbranduS äe) ein voökor Neäicin» vonMontfort aus der provintz Utrecht, war Professor MeäicinX zuUtrecht, und starb an. 1674. Er schrieb äe kelle lib. IV.welche schrift zu Genf an. 1721. in 4. wieder aufgelegt wor-den ; I)isp. xraöt. k. II. ssnstomen Lorporis Iiumani, Utrecht1672. in 4. Es sind aber alle seine schriften zusammen ge-druckt zu Utrecht 1685. in fol. heraus gekommen,
biogr. orat. funebr. Stoll. hist. der Medicin, gelehrth.
I. i. §. 29.
Dienheim, Dinheim, eine adeliche familie am Rheine,davon einer, nahmens Petrus, um das jähr 1260. gelebet,welchen die Grafen von Leiningen verjaget, und sein stamm-haus zu Dalheim zerstöret haben. Sein söhn, Wigand, stundbey dem Kayser Ludovreo m grossem ansehen, und bekam dasin der Unter-Pfaltz gelegene schloß Schwabsberg an. r; 16. zulehne. Wigand, Groß-Hofmeister bey Chur-Pfaltz und Ntz"thum zu Mayntz, gieng an., 1521. in dem 8;. jähre seines altersmit tode ab; von dessen söhnen ward Paul Wigand KaysersMaximiliani I. Rath und Hofmeister, fiel aber letztens in Un-gnade, und gesegnete an. 1544. das zeitliche. Er hinterließJvhannem, ChurrPfaltzischen Rath und Groß - Hofmeister;dessen söhn, Eberhard, ward Kayserlicher Rath und Cani-mer-Richter, wie auch Probst zu Weissenburg, endlich abererhielt er an. 158;. das Bißthum Speyer. Er nennte sichzuerst einen Bischofs zu Speyer, nachdem sich seine vorfah-ren von Speyer geschrieben, und starb an. 1610. Philipp Adam,Chur-Mayntzischer Cammer-Herr, Rath und Ober-Amtmannzu Höchst, wie auch zu Hofheim , lebte noch an. 1707^ unvhatte drey söhne, die waren i.) Anstlm Frantz Anton , r.)Ernst Frantz Georg, ;.) Ludwig Carl Friedrich. Humbr-v. R. A. ratz. 17- 18.
Dtepenau, ein vestes schloß und Amt-Haus in der Gral-
schaff»