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Borneburg, gewesen, bezeugen die epistelnwelche jetztgevach-1er Baron an ihn geschrieben, und Meelfuhrer an. 170;. andas licht gestellet hat. Man hat von ihm unterschredene schuf-ten , worunter sonderlich bekannt ünriguitstes öiblicse, dieJohannes Justus Pistorius nach des Dieteriü tobe heraus ge-geben ; Lrevisrium biüoricum L geogrspiücum ; Lrevisriwnkontiücum; Oiicurius kiüoriLo-poliricus äs kerexrinsticme 8tu-üiorum; Orsecis exulsns, f. äe Irckelicitste iuperiori's Iseculi,in 6rTcsrum litersinm ignorstione; Lntiguit-ltes Xomsnse,
und andere, , mem. kliilof. clec. vü. il. äisr. bioxr., in lkestr. k. IV.
* Dietericus, (Helvicus) ein Ooeioi Nsälcinse aus Hes-
sen, war erstlich Heßisther, hernach Brandenburaischer, undendlich Königlicher Dänischer Leib - lvieäicus. Er starb an.I6>6. und schrieb Llogium klsnetsrum coelellium L terre-ürium Älscrocotmi Nicrocofrni , Straßburg 1627. in 8.Nesponts Neäics äs sciäulis 8vs1bsLeiiflbu8 ; kuerxeriuniNsrtib. Dritte , bioer. Lero/r». äec. II. vo-
luin. IX.
^ Dtetericus , (Joh. Wolfgang) war zu Tübingen an.,6;6. den 8. nov. gebohren. Nachdem er in seiner vatter-siadt studiret, ward er anfangs Visconn8 zu Göppingen - her-nach zu Stuttgard , folgends vecsnus zu Neustadt, und dar-auf zu Vaihingen Superintendent, folgends zu Stuttgard Hof-Prediger, und Lileilor des Lonllüorü, endlich kr-epolicus undGeneral - Superintendent in Denckendorff. Er starb den 27.sept. an. 1706. in dem 70. jähre seines alters, und 4;. seinesamts. memorak. Tkeol. Würtenb.
* Dietericus, (Samuel) gebohren an. 16^7. den n. ian.zu Templin in der Ucker - Marck, stndirte zu Rupin, Berlin ,Leipzig und Wittenberg, wurde daselbst an. 1676. NsMer,an. 1678. kcctor zu Havelberg, an. 1680. Prediger in Aulo-sen uud Deutsch, an. 1690. ksstor und InfpeÄor zu St. Ru-pin, starb daselbst an. 1697. und ließ krogrsmmsts; Pest-pre-digten ; Sendschreiben von dem alten und neuen Avendseischenerdfaü; Homiletische quellen; Lornn Lopire vilguilirionumIlomileticsrum; Gedächtnis-kunst ; kastoiem extsmpors-Neum ; Tdeoloßism kutebiansm ; ksnsrstum, oder Haus-Zucht-und Tugend-büchlein. Mart. Dieterich, in der Nach-richt von den Grafen zu Lindow und Rupin.
Dieterlin, (Wendelinus) war ein fürtreflicher mahler undBaumeister zu Straßburg, welcher verschiedene gute Archite-ktur - bücher in den druck gegeben hat. Lcsä. k. II.
üb. III. p. ;io. *
Dietfurt, ein feines Bayerisches städtlein im BißthumAichstädt, wo der fluß Laler und die Altmül zusammen kom-men , hat ein eigen Land-gericht, und ein Franciscaner - klo-sier. An. 170;. wurde der Kayserliche General Styrum vonden Bayern um diese gegend geschlagen. Chur-Bayern, p.;22.
Dietfurth, eine adcliche familie, welche in dem Stift Gan-deröheim in dem Braunsthweigischen floriret. Deren stamm-haus Dietfurth liegt an der Bode im Quedlinburgischen , undgehört zur Abtey Quedlinburg. Heinrich von Dietfurth istErb-Marschaü des Stifts Quedlinburg gewesen. Dessen söhnHans hat an. 1209. als Schaumburgifcher Rath und Land-Drost zu Stadthagen gelebet. A8r. Zenesl. ksm. nob.
Dietherus, siehe Dietericus.
Diethmar, siehe Ditmar.
Diethmarsen, siehe Ditmarschen.
*Dietho, Dieth, Dioto, Thioto, oder Theodo, voneinigen auch Dieterich genannt, Bischofs zu Würtzburg,soll nach den gemeinen LKronicis ein Mönch zu Neustadt gewe-sen seyn , weil aber in den ältesten Nachrichten nichts davonzu finden, hält von Eckhard rer. krsnc. xxxill. i. vor wahr-scheinlicher , daß er Abt daselbst gewesen , als er im jähr Chri-sti 908. zur Bischöfflichen würde erhoben wurde. Im fahrChristi 915. hielt sich der Kayser bey ihm fast den gantzensvm-mer über zu Würtzburg auf, und Dietho erlangte bey diesergelegenheit unterschiedene privilegi» vor sein Stift. Er starbim jähr Christi 9^2. den ioct. ^ I. c. XXXIII.42.
Unter ihm fielen die Hunnen in Teutschland ein , welche auchdie stadt Würtzburg eroberten. Angleichen brannte zu seinerzeit im jähr Christi 922. das Dom-Stift ab. Frtesens Histo-rie der Bischoffe zu Wurtzburg, in Ludwigs Würtzb.gcschicht-fchreibern, ?. 4;<r. tegg.
Dietickon, isteindorf mit zugehöriger Vogtey, eine wei-le unter per stadt Zunch, auf der lincken feite der Limmatgelegen , rn die Graffchafft Baden gehörig. War vormalseine sonderbare Herrfchafft und alte Reichs - lehn der Grafenvon Habspurg , welche selbige an. 1259. an das kloster Wet-tingen um 540. marck silber verkauft haben. Aber an. 1419.kam sie im Conüliums-kriege an Zürich, und folglich an diesieben alten Orte. lib. VI. x. 1-9. b.
cliron. Nler. k. I. sä sn. 1259. *
Dietrich, siehe Theodoricus.
Dietrich , (Theodoricus) Marggraf zu Müssen und Land-graf m Thüringen, wurde wegen seiner starcken leides - staturder fette beygenannt. Sein vätter war Heinrich der erleuch-
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tete, die Mutter aber Constantia , Hertzogs Leopold! vonOesterreich tochter. Als sein bruder, Albrecht der unarti-ge , seine gemahlin verflossen, nahm er dessen Printzen, Frie-drichen und Dietzemannen, zu sich, und ließ sie nebst feinemsöhne auferstehen, wodurch er zugleich den beynahmen be-weisen soll erworben haben. In seiner jugend gieng er nachPreussen, trat in den Creutz-orden, und legte unterschiedlicheproben seiner tapferkeit ab. Nach 4. jähren kam er wie-der zurück, und gerieth mit dem Ertz-Bischofs zu Magde-burg , Erico, in grosse weitläuftigkeit. Dieser war mit sei-nem bruder Ottone, Marggrafen zu Brandenburg, an. 1276.in Thüringen eingefallen, von Albrechten aber mtt Verlust zu-rück getrieben worden, welche- jenen dergestalt verdrossen,daß er von der zeit an nichts mehr wünschte, als sich andem Landgrafen in Thüringen zu rächen. Weil es sich aberöffentlich nicht wollte thun lassen, fieng er es hinterlistiger wei-se an : Denn als er nebst den Fürsten zu Anhalt, Siegfrie-den und Bernharden, das dem Grafen von Falckenstein zu-gehörige schloß Reine an. 1282. belagerte, ersuchte er Marg-graf Dietrichen und seinen bruder Albrechten , ihnen mit ei-nigem volcke beyzustehen; da denn Dietrich in eigenerperfon , an Albrechts statt aber dessen söhn Friedrich ihnenmit einigen trouppen zu hülffe kamen. Indem sie sich aberalles guten versahen, nahm der Ertz-Bischoff Dietrichen,nebst seinem vetter und einem Burggrafen von Leißnig , ge-fangen , und setzte jenen auf das schloß Werben , diese aberauf Lippene. Dietrich muste sich mit einer grossen summagelbes losen; allein Friedrich entkam nebst dem Grafen vonLeißnig aus dem gefangnis, und fielen darauf das Fürsten-thum Anhalt an, steckten Cöthen in brand, und rissen diemauer nieder , nahmen auch Delitsch und Bitterfeld ein,das Haus Werben aber machten sie dem erdboden gleich, wor-auf es wieder zum stieben kam. Dietrich starb hierauf an.i28;. und wurde zu Seufelitz in dem von ihm neu-erbau-ten kloster begraben. Mit seiner gemahlin Helena , Marg-graf Johannis zu Brandenburg tochter, zeugte er Friedri-chen , welchen man wegen seiner schweren zunge Tatta oderTeutha genennet. Derselbe starb an. 1291. als er beyHirschstein auf der jagd vergiftete kirschen empfangen hatte,und hinterließ von feiner gemahlin, Hildegard aus Bayern,keine erben. Mit seinen vettern, Marggrafen Friedrichenund Dietzemannen , hatte er zu Erfurt einen vergleich auf-gerichtet , daß einer des andern land auf erledigten fall er-ben sollte ; es scheinet aber, daß er ihnen noch bey leb-zeiten das Marggrafthum Müssen abgetreten, indem dereine bereits an. 129». von dem Kayser damit belehnt worden.
Meisn. land - chr. x. 222.2;406. schaupl.
Beckmanns Anh. hist.
Dietrich III. Marggraf zu Müssen, war ein söhn Otto-nis des reichen, welchen derselbe mit Hedwig, Alberti vrstChurfürsten zu Brandenburg tochter, gezeuget hatte. Seinbruder Albrecht der stoltze, welchem die gemachte vätterlichelandes-theilung nicht anstund , nöthigte ihn mit der Graf-schafft Weiffenfels vorlieb zu nehmen, wiewol er ihm dieselbeauch bald wieder entzog , und dadurch verursachte, daß erm Thüringen fliehen, und sich mit dem nahmen Lxul bele-gen lassen muste. Hier ersuchte er den Landgrafen Her-mann um deystand, und erhielt endlich denselben , dochmit der bedingung, daß er sich mit dessen tochter Judith,die nicht sonderlich schön war , und dazu triefende äugenhatte, vermählen muste. Nachdem er solcher gestalt wiederzu dem seinigen gekommen, zog er mit dem Kayser Henri-eo VI. in Syrien wider die Saracenen zu selbe, und hielt sichbey allen begebenheiten ungemein tapfer. Mitlerweile starbsein bruder ohne männliche erben, und da fiel ihm das gan«tze Marggrafthum Meisten, nebst dem Osterlande, heim.Doch diese erbschafft wurde ihm anfangs ziemlich schwer ge-macht. Denn weil der Kayser längst auf Meisten wegender reichen silber - bergwercke ein äuge gehabt hatte, so truger kein bedencken , ihm nach dem leben zu stehen, wie erdenn zu dem ende unterschiedliche meuchel - Mörder bestellte,auch seine eigene bediente bestochen hatte. Doch Dietrichsahe sich so wohl vor, daß man ihm nicht beykommen konnte,und bey seiner abreise aus Syrien bediente er sich einer besondernlist, indem er sich in ein saß stunden, und zu schiffe tragenließ. Solcher gestalt langte er glücklich in Meisten an, fandaber das gantze land mit Kayserlichen Voigten besetzet, wel-che er durch hülffe seines schwieger-vatters fortjagte, und weilder Kayser;. jähr hernach starb, sich keiner raache zu besor-gen hatte. Bey der darauf erfolgten neuen Kayfer-wahl hielter es mit denjenigen, welche ihre stimme Philippo, KaystrsHenrici VI. bruder, gaben, ungeachtet er wohl wußte, daßfein schwieger-vatter sowol als sein schwager, Primislaus, Kö-nig in Böhmen, aufOttonis IV. Hertzogs zu Braunschweig/feite stunden. Es nahm aber solches der gedachte König so übel/daß er ihm deswegen seine schwester Adelam, die er zur g(-mahlin hatte, nach Hause schickte, und dabey sagen ließ : wensie nicht freunde seyn konnten, wollten sie auch nicht schwägekseyn. Nicht lange hernach gerieth Dietrich mit seinen eigenenUnterthanen in grosse Verdrießlichkeit. Denn nachdem erunterhalb Meisten, nahe an der Elbe ein kloster zum heiligencreutz erbauet hatte, wollte er ein gleiches zu Leipzig bewerckstel-
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