Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
104
JPEG-Download
 

IO4 din dio

i;i?. bekommen. Er hinterließ 2. söhne: i.) Johannem.2.) Ioachimum, den Abt zu Montier Rainey. Johannes vonDinteville war an. 1552. bey der belagerung von Metz. Erzeugete Ioachimum, und Renatam, die Aebtißin von Remire-mont rc. Joachimus, General-Lieutenant in Champagne undBrie, Ritter der Königlichen orde», starb ohne erben, ober schon zwey gemahlinnen halte, also endete sich auch mit ihmdiese linie der Herren von Dinteville, von Spoy, Fouge-rolle rc. und bliebe die andere linie, so man die Herren von Po-list und äs8 Chenets nennet, welche von dem obgedachten Jo-hanne 6s Jcancourt abstammen. Johannes zeugete unter an-dern söhnen Johannem, der diese linie nicht fortpffantzte, undum an. 1 ;?2. gelebt hat. Erhard, der zweyte söhn jetzt-gemeld-ten ersten Johannis, zeugete auch keine männliche erben. Alsofiel die Hoffnung des Hauses auf bis. Dinteville, welcher Clau-dium gezeuget. Claudius kam an. 1497. in der schlacht beyNancy um, und war des Hertzogs von Burgund Ober-Auf-seher der Finanzen; er zeugte zehen söhne und vier töchter,davon die ersten fünf bis auf Gaucherium sich dem geistlichenstände wiedmeten, und Abteyen hatten, etliche aber waren Rit-ter von Rhodis, und Calatrava, und stürben also ohne ehe-liche erben ab. Jacodus ward Ober-Jägermeister beydemKönig Ludwig, da er noch Hertzog von Orleans war, und starban. 1506. Gaucherius pflantzte diese linie der Herren vonPolist rc. fort, war Ober-Hofmeister bey dem Könige, Baillivon Troyes, Francisci des Dauphins Gouverneur, überlebte alleseine brüder, und starb an. ifzy. Er hinterließ unter seinensöhnen Wilhelmum, der diese linie fortführte; Franciscum,Bischoff zu Auxerre, welcher an. 1512. als Amdassador nachRom gefchicket worden, und an. ';;4- das zeitliche gesegnet.Ludwig, einen Rhodiser-Ritter, Commandeur zu Tupigny rc.Gaucherium, der nach adgang dieser linie, die linie der Her-ren von Vanlay fortgeführet rc. Wilhelm von Dinteville hin-terließ etliche söhne, die aber in der jugend gestorben, und nurseine töchter wurden vermahlet, daher auch diese linie der Her-ren von Dinteville von Polist mit ihm ausgieng. Gaucherius,der die linie der Herren von Vanlay angefangen, kam bey demKönig Francisco in Ungnade, und muste sich nach Venedigbegeben , bis Henricus II. auf den thron gekommen, dessenGouverneur er in der jugend gewesen, dieser setzte ihn wiederin seine vorige ehren und gnther ein, worinnen er auch bliebe,bis er an. i z z 0. den geist aufgegeben. Siehe weitläuftiger vondieser familie des ?. Kill. 6ss siranäs (Meiers Lc.

und ssVarer, in dem artickul VM1LVILI.L, eciit. Lakiliens.tom. III. paZ- ;68-

Dinus, gebürtig von Mugello, einem flecken in Tosca-nien, war einer der berühmtesten Rechtsgelehrten zu seiner zeit.Er schrieb einen LommeMLrium über das 6. buch der Lesre-inlium, machte eine collection der Lonsiliorum, und gab auchnoch viele andere zu der geist - und weltlichen Rechtsgelehrsam-keit gehörige wercke heraus. Er war Professor zu Bononicn,und sagt man, daß er an. izvz. vor Verdruß gestorben, weil ernicht Cardinal worden, wie er sich solches wegen seiner Ver-dienste eingebildet. Wrrhcm. 6e keript. scsl. Let/ar,». ÄM/ernr.

steksript. It.rl.

Ainuo 6e Garbo, ein Florentinischer IVleäicus, war einsöhn des berühmten Lkirurgl, nahmens Brun, und schrieb Lom-mentsrios über den Hivpocratem, Galennm und Avicennam,auch ein werck von maas und gewichte. Er lebte zu ende des XIII.oder im anfange des XlV. Lculi, und scheint derjenige zu seyn,dessen Petrarcha gedencket, üb. II- vlwr. illuttr. c. z. 6s küsst.L 4. 6s iron. sntkrop.

* Dmzius, König der Hunnen, Attilä söhn, herrschte

über die Ultzinguren, Angiscirer, Bittugaren und Bandoren,mit welchen er den Ostro-Gothen in das land fiel, und die Pan-Uvnische stadt Baßianam belagerte, wurde aber mit grossemVerlust zurück geschlagen, also , daß er nichts weiter wider sieunternehmen konnte. Ost. Von Bunaus

Teutsche Reichs-Historie, th. I. B. II- ?- 564.

Diocäsarea, siehe Anazarbus.

* Diocäsarea, war vor diesem eine Biscböffliche stadt inCappadöcien, 6 z. meilen von Cäsarea gegen Westen.

blss. nst. VI.;. Sie soll jetzt Tisaria heissen.not. orb. nntig. III. 8- §. 10z.

Dio Laßius, mit dem zunahmen Coccejns und Coccejanus,von Nicäa aus Bithynien gebürtig, lebte im III. steeulo.Sein vatter war vermuthlich derjenige Caßius Avronianus, sounter Hadriano Bürgermeister, Gouverneur von Dalmatien,und hernach keosonkul in Cilicien gewesen. Er selbst , nachdemer bereits andere bedienungen gehabt, war Bürgermeister mitdem Kayser Alerandro Mammäo an. 229. Er commandirte inAfrika , und hatte das Gouvernement über Pannonien. Nach-gehends verfertigte er eine Römische Historie in 80. büchern, undbrachte damit 22. jähr zu. Die ersten ,4- bücher find verlohrcnworden, bis auf etliche wenige kragmema; die folgenden 20.find noch aa»N vollkommen vorhanden; von den letztem 20.aber hat man nur noch ein sompsnclium übrig , so von Tiphi-lino zusammen gezogen worden. Es fieng sich aber seine Historie

d i 0

von Aenea an, und gieng bis aufAlerandrum Severum. Matturtheilet von ihm, daß er sich darinnen parteyisch vor JuliumCasarem wider Pompejum, und für Antvnium wider Cicero-nein bezeuget, auch Senecam übel tractiret habe; sonst aber ister ein fürtreflicher geschichr-schreiber, und hat man ihm vieleumstände der Römischen fachen und begebenheiten allein zuverdancken. Es werden ihm noch andere wercke zugeschrieben, alsvon dem Snida das leben des ktsslolopbi Arriani, von den tha-ten Trajani und etliche reise-beschreibungen.Raph. Volaterranuslegt ihm ;. bücher unter dem titul krinceps, und etliche morali-sche tractate bey. Dio begab sich endlich um das ende seines le-bens nach Nicäa. bibl. oo6. 71.

antbrop. üb. XV. cis Iliss. 6rNS. lib. II. s. 1;.

Lk juZein. 6er kliss. s. ic>. bibl. bist. L. L. 2;o.

6s Kom. rsr. kcrixt. k. I. LII. c. 20.

Dio Lhryfoftomus, ein Redner und?hilokopkus, warein söhn Pastcratis aus der stadt Prusta in Bithynien, und erhieltdurch seine beredtsamkeit den zunahmen Chrysostomi. Der Kay-ser Trajanus hielt soviel auf ihn, daß er ihn zum öftern mit inseine sanfte sitzen ließ, sich mit ihm zu unterreden. Er affectirteeine so grosse strengigkeit, daß er sich vielmals öffentlich mit ei-ner löwen-haut bekleidet sehen ließ. Er schrieb viele Orationes,davon aber schon zu Photii zeiten nur noch 80. übrig gewesen,desgleichen werden ihm auch einige andere wercke zugeleget.

in Olons. Vrirctan co6. 209. sn-

tbropol. üb. XV. *

* Dioclea , eine alte stadt in Dalmatien, und vatterlandKaysers Diocletiani. Sie soll die Haupt - stadt eines gewissenvolcks, welches Plinius bist. ngtur. III. 22. Doclestes nennt,gewesen seyn, und sonst auch Doclea geheißen haben,

III. 17. epit. ;9- n. 1. not.

orb. snt. II. 8- §. 125. Gregorius lVI. erwehnet episs. XI. z z. ;4-eines Pauli, der daselbst BilAioff gewesen. Das Bißthum sollvon dar nach Antivari, welche stadt daher» selbst einige vordas alte Dioclea oder Doclea halten, (siehe Antivari) ver-leget worden seyn. Andere hingegen wollen, daß an. 990. derBifchöffliche sitz von dar nach Ragusa verlegt, und die stadtselbst bald hernach zerstöret worden seyn, an deren stelle dasheutige Medon, nahe an dem see Scutari stehe,

Oa/marr«, p. ;; 9. KrscMr«,, Ill^rio. läse-

-a6 nn. 1062. n. 6.

Diocles, ein redlicher mann zu Snracnsa, änderte nachdem Athenienstschen kriege, die gantze regierungs-art in der stadtSvracusa, und gab gantz neue gesetze, mit einwillignng desgantzen volcks, welche von ihm vioslsL sind genennet worden.Dieses geschahe OI^mp. XLII. i. v. L. ^42. ü. HI. L. 6.412! Die Svracusaner hielten soviel auf ihm, daß sie ihnnach seinem tode mit einem neugebauten tempel verehrten, wel-chen Dionystus aber bey anlegung der neuen bevestigungs-werckeniederreißen ließ. Es haben auch viele andere Sicilianischestädte seine gesetze, ihrer grossen billichkeit wegen, freywilligangenommen. Ls«/»/, Üb. XIII. c. ;4. >L;c.

Diocles , ein Iliüoricus, war der erste unter den Griechen,welcher von dem Ursprung der stadt Rom geschrieben. Plu-tarchus gedencket seiner in dem leben Romuli. Es war auchnoch ein Diocles von Elea, ein lVIulicus ; ein Comödien-schrei-ber von Athen z einer zugenannt Carystus, welchen Pliniuszum öftern anführet; man weiß aber nicht, zu welcher zeit ergelebet , und andere mehr. 6 s Hiss. 6 rMc.

üb. III. x. z; 6 . 6 e Alcithemllt. c. §. 4. c. 52. §. 4-s. 54 - §- 19. 6 e koetis OrTs. c. 6 . bibl. ssttisa. Fa-

bibl. OrTS. x>. 489. 770.

Diocletianus, ein Römischer Kayser, war von Dioclea ausDalmatien gebürtig', und wurde von Annullino, einem Rats-herrn , frey gelassen. Man sagt, daß ihm, als er durch Gal-lien gegangen, eine Wahrsagerin prophezevet habe, daß er Kayserwerden wurde, wenn er ein wild schweln umgebracht hatte.Nach dieser zeit hielt er gemeiniglich schweins-jagten; allein erverstund die prophezeyung nicht recht: denn er kam nicht eherzur Kayserlichen Crone, als bis er Aprum, des Numerianischwieger-vatter, welcher aber diesen seinen schwieger-sohn tren-loser-weise ermordet, und sich an dessen statt zum Kayser auf-werffen wollte, hingerichtet hatte, dessen nahmen im Lateini-schen ein wild schwci» heißt. Die wahrscheinlichste meynung ist,daß er an. 284. Kayser worden. Nachgehends nahm er zu seine»College» in der regierung an Marimianum Herculium, Con-stantium Chlorum und Galerium Armentarium, gab seinetöchter diesem letztem, und Theodoram, des Marimiani schwie-ger-tochter , Chloro zur ehe. Also brachte er durch seine klug-heit alle rebelten wiederum zum gehorsam, und das Reich truhe. Darauf gieng er in Egypten, und ob er schon die regle-rung getheilet hatte, so ehrte ihn doch Marimianus als sei-nen Herrn , die andern zwey aber als ihren vatter. Sein Hoch-muth und thorheit war so groß, daß er als ein Gott angebatelzu werden verlangte, und seinen Unterthanen befahl, ihm diezähen feiner fusse zu küssen. Die Christen hastete er so heftig,daß er die allergreulichste Verfolgung wider sie aiifieng. Allein,je mehr er sie verfolgte, je mehr vermehrten sie sich, welche/

wachs-