Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Diogenes von Apollonia, war ein kiülosoxüur, welcher inder ÜXX. OlMp. II. L. 2^4- L. N. ;484- H- L- ;o°. lebte,und dafür hielt, daß die luft ein element, daß mehr als eineweit, und das Vacuum unendlich sey, daß die luft, wenn siedünne und dichte gemacht worden, neue wetten hervor brachte;daß nichts aus nichts werden, und nichts m nichts verändertoder zertheilet werden könnte; daß die erde oval-rund sey, undihre znsammenhängung von der Hitze, damit sie umgeben, ihredicke und dichtigkeit aber von der kalte habe.

Lc. *

Diogenes, ein klüloloxüus LMCUS, welcher L. X. ,41.SIvmp.xLl.4. H.N. ;;?r- -k- L. 4 iz. zu Synope gebohrenrvorden. Nachdern man ihn aus seinem vatterlande verjaget,wachte er die stete der Lhmcomm so berühmt, daß, ohngeachtetAnlisthenes, sein lehrmeister, derselben stifter war, man nichtsdestoweniger Diogenem für der Lynicorum Haupt hielte. Ertrwehlte sich eine freywillige armuth, und hielte sich in einemfasse auf. Als Alexander N. zu Corintho war, wollte er ihngerne sehen, gstng oahero zu ihm hin, und verlangte, daß ervon ihm bitten mochte, was er nur wollte. Allein Diogenes be-gehrte nichts mehr von ihm, als nur, daß er ihm aus der sonnegehen möchte, damit ihn selbige bescheinen könnte; woraufAlexander sagte: daß er sich wünschte Diogenes zu seyn, woferner nicht Alexander wäre. Wer von seiner Historie und klugenreden etwas ausführliches zu wissen begehret, kan DiogenemLaertiuin nachschlagen, üb. VI. Einige berichten, baß er ander überlauffenden gälte, andere aber, baß er an einem hun-des-bisse gestorben sey; und noch andere, daß er sich selbst,durch anhaltung des athems, getödtet habe. Hierinnen aberkommen sie alle überein, daß er 90. jähr alt worden sey, undL. k. 4?o. Olxmp. LXIV. l. L. N. ; 66 o. L. e. ,24. dieses zeit-liche verlassen habe. Er hat viele schriften verfertiget, welcheüber alle verlohren gegangen. Er hatte nichts mehr in seinemvermögen, als einen sack, einen stecken und höltzernen becher,welchen letzter» er als etwas überstüßiges zerbrach und weg-schmisse , als er einen knaben aus der holen Hand trincken sahe.Seine reden waren überaus nachsinnlich. Einsmals kam er amhellen Mittage auf öffentlichen marckt, der voller leuthe war,mit einer laterne in der Hand, und als man thu gefraget, wasersuchte, antwortete er: einen tugendhafften menschen.Er verlachte die kramm-niL»-, welche des Ulyßis herum irrenuntersuchten, um ihre eigene irrthümmer aber sich nichts beküm-merten : die Nulisos, welche die zeit mit stimmung ihrer in-strumental, und nicht vielmehr darzu anwendeten, baß sie ihreaffecten in eine gute Harmonie brächten; die Redner aber, daßsie sich zwar der wohlredenheit, aber nicht löblicher und tugend-haffter thaten beflissen. Als Plato einen menschen dergestaltbeschrieben, daß er sey änimsl kipes inplums, brachte er ein-stens einen Hahn, dem die federn ausgerupfet, in die schule, schmißihn vor seinen schülern nieder, und sagte , daß dieses ein Pla-tonischer mensch wäre. Da sich einst ein böses weib an ei-nem öl - bäum gehangen hatte, und er dieses gewahr wurde,sprach er: es wäre gut, wenn alle bäume solche fruchtetrügen. Als ihm jemand vorrückte, daß er in seiner jugendliederlich gewesen, antwortete er: das kommet daher, weilich dasjenige war, was du bist, du aber wirft nim-üiermehr dasjenige werden, was ich bin. Als er voreinen sclaven verkauft wurde, rief er mit lauter stimme:wer will einen Herrn kauften? und zu demjenigen, derihn kaufte, sagte er: du muft bereit seyn, mir zu gehor-chen, gleichwie grosse Herren ihren Aertzten.

Law-r. in ixlius vitalib. VI. in Nex. N.

Üb. IV. 0.ex. 19. ist. 14. ^ cle 1 » vertu

äs Ladens.

Diogenes , Labylonicu8 zugenannt, Weiler von Seleucia,vhnweit Babylon gelegen, gebürtig, war der Stoischen stetezugethan, und ein discipul Chrysippi. Er hat verschiedeneschriften verfertiget, als: äe vivinaüone; Xobiütate; üezi-bus ; Ninerva in welchem letztem er natürlicher weise erkläret,was von der geburt dieser göttin vorgegeben wird. Er brachtesich durch seine geiehrsamkeit in grosses ansehen, dahero ihm dieAthenienstr, nebst dem Carneade, dem Haupte der Lsaäemi-corum, und Critolao , dem vornehmsten unter den ksrixatetisis,ft. N. ;828- II. L. r;6. II. L. 59g. LÜVI. I. in wich-

tigen angelegenheiten nach Rom abschickten. So gelehrteraber war, so bescheiden war er auch dabey, so daß er, da ihmeinsmals ein frecher jüngling ins angefleht spye, nicht die ge-ringste empfindung darüber verspüren ließ. Er starb in deingz. jähre seines alters. vraZ. ich. vi. üb. XVI.

in Nacrob. 6s clivin. üb. I. cle lsnectt. c. 7. cls

Ustura üb- I- äe oüic. üb. III. e. 12. L 2;. üb. IV.

e. 19. üb. XII. c. 6. äs ira üb. III. c. ;8-

Diogenes von Cyzicus, oder Diogenianus, ein Lramma-ricu8, verfertigte 7. bücher von den insuln in seinem vatterlande.Stephanus Lvrantmus führt ihn zum öfter» an, und Voßiushält dafür, daß er eben derjenige Diogenes oder Diogonetes ge-wesen , dessen Snidas gedencket , welcher ein buch äs InüiwrisLv-isl, als seines vatterlandes , geschrieben, äs Kitt.

6ripc. üb. II. s. iz. p. 221. L üb. III. x.

Diogenes Lgerrtus, ein Griechischer geschkcht-schreiber,lebte, wie man dafür hält, zu den zelten Antomni kbiiolbpbl,«nd Alexandri Severi. Einige glauben, daß er den zunahmen

Laertius von der kleinen stadt Laerta in Sicilien bekommen;andere aber meynen, daß Laertius sein rechter nähme gewesen.Er soll seine 6. bücher, äs Vicis kbilolopbornm, vor einsfrauens - Person geschrieben haben, die man für die Arriam hält,welche von den Kaystrn geliebet worden, und deren Galenus inseinem tractat äs Ibsriaca gedencket. Er verfertigte auch einbuch von üpigminmailbuZ, und zweifelt man nicht, daß er derEpikurischer, secte zugethan gewesen, welches man aus vielenorten seines wercks äs Vin« kbiiolopborum erweisen kan. Pho-tius gedencket eines Sopatri, welcher viel aus diesem auclorsgenommen. Unter den eäirionibns ist die vollkommenste, ssNag. Meibvmius heraus gegeben. in bibüotü. coä. i6l.

, äe traft ^äilsipl. üb. V. äs Hittor.

61-ec. üb. II. c. i;. Le.

* Diogenes, oder Diomenes, wie ihn Laertius IX. ;8.Nenner, von Smyrna gebürtig, ein kbiiolbpbus, welcher sichvon Nessa oder Nesso, des Democriti zuhörer, hatte unter-richten lassen. sbron. LxrxLa». tom. I. x. 1088- cVeme»/

ström. I. p. ;ol. Nach einiger Meynung soll er es mitder Cyrenäischen secte, und zwar mit Protagora gehalten haben.MeursiuS, äs Hef^sb. p. i;ü. und Menag. aä ftaert. 1 . L.hatten ihn mit dem Diogene Lpoüoniare für einerley; alleinVa Laertius und Clemens von Alexandri« sie von einander un,terscheiden, und sie auch nicht einerley vatterland und lehrmei-ster gehabt, machen andere zwey besondere kbilolbxbos aus ih-nen. /Äl-tter«,, bibl. 6r. II. 2z. §. l8- p. 776. sey.

* Diogenes Oenomaus, ein Athenienstr, welcher zu deszeit, daAthen von den ;o. tyrannen befreyt worden, ohngefehszu ausgang der XLlV. OlMpisäis, tragödicn geschriebenhatte, von denen Snidas folgende anführet:

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Eben diese, ausgenommen die schreibt Laer-

tius, VI. 80. dem Diogeni L^nico zu, wiewol andere seinenschuler PHUistum Ikginetam, und einige Lucianum Pasiphontemvor den verfertiger hatten. La-NE, VI. 7;. orac.VL

x. 186. bibl. 6rsec. II. 19. x. 64;.

* Diogenes 8oxbitta; unter den vielen Diogenes, welch?in der Historie bekannt sind, und meistens Weltweite gewesen,florirte dieser zur zeit des Kaystrs Titi. Er war von der Cynstscher, secte, und hatte daS Hertz, in dem angefüllten tbemrowider diesen Printzen und die Königin Berenice, seine maitresse,zu reden, weswegen Titus ihn fustigiren liesse. üb. ÜXVI.Der nähme heißt eigentlich .jove nZrus, oder von Jupiter stlb-sten gebohren, woraus der Hochmuth dieser Heybmschen Welt-weiten erhellet, die sich einen so stoltzen nahmen anzunehmen,nicht zu wenig gebaucht haben.

* Diogenes, ein berühmter und in Iudaa sehr angesehenesmann, welcher sich durch seine hertzhafftigkeit besonders hervorgethan hat. Alexandra, die Wittib Alexandri Iannäi, liess?ihn auf antreiben der Pharisäischen stetster tödten, nnd zwarnur aus haß, dieweil er dem König, welcher der ehe-gemahkdieser Wittib gewesen, so lange er geledet, wider die Pharisäertreu geblieben., Dieses geschahe an. 78. vor Christi geburt»Siehe die umständlichere Ursachen dieses Hasses bey Iosepho istseinen antignitat. üb. XIII. sax. 24.

Diogenianus von Heraclea, ein berühmter Lrammaucn»unter dem Kaystr Hadriano, schrieb einen tractat von den Oftst», seen und bergen, und machte eine 'kabelst, welche die städtSder weit in sich begriff. Hesychius versichert, daß er sehr fleißig!und von natürlich gutem verstände gewesen. Snidas gedencketseiner, und Andreas Schottus hat die sprüch-wörter dieses au-clkoris heraus gegeben. xrrsf. aäsg.

Diognetus, ein General der Erythräer in Ionia, welcherden Milesiern wider die einwohner von Naxos beystund,und gleichanfangs in einer strerferey auf die insul Polycritam samt an»dern Weibern gefangen bekam, und sie hernach im lager vor derstadt als seine frau hielte. Aber als diese sahe, daß die Milchetbey einer öffentlichen gasterey sich voll getruncken, nahm sie eistdünn stücklein bley, schrieb darauf etwas an ihre drüber, thates sodann in einen kuchen, und schickte denselben in die stadt/mit erlaudnis des Diogneti, und unter dem schein den ihrigestauch etwas von der mahlzett mitzutheilen. Hierauf thaten dstbelagerten einen ausfall, und erwürgeten alle Mistster, bis amden cinziqen Diognetum, weil er sich gegen das weib in ihrergefangenschafft sehr freundlich erzeiget hatte. Allein, da Post»crita wieder in die stadt hinein gieng, stark» sie unter dem thatvor freuden. äs virtut. inuüer.

Diognetus, ein Baumeister und Ingenieur von Rhodus, lei-stete seinem vatterlande grosse dienste, als selbige stadt L. N. ;68o-ä. 6 . ;<-4. II. L. 4;o. Olvmp. LXIX. I. von dem Demetrioüorsete belagert wurde.Epimachus hatte auf beseht diestsKömEeinen ungeheuren grossen thurn, den man an die mauren schieb^konnte, verfertiget: allein Diognetus erfand alsbald ein mitst'sdenjenigen platz unter wasser zu setzen, darüber dieser thurn paUren sollte, welcher also nicht konnte gebraucht werden, wodurchdem Demetrio alle Hoffnung, so er hierauf gesttzek, zn schände»gemacht wurde, und er daher die belagernng aufheben muM.ob er gleich vorher noch niemals vor einer stadt abgezogen. D,Her die einwohner zu Rhodus dem Diogneto grosse ehre erwiest"?und eine ansehnliche penston gaben, M. V. ^