Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
119
JPEG-Download
 

d i t

, dahin man nur durch einen einigen engen weg kom-bl-ennx , von dem eigentlich sogenannten Hvlftem, und msl- ,°' bere dem Amte Rendsburg abgesondert wird. In derW- der Eyder bis an die Elbe hat es 7. Meilen, und dre«E von dreyen zu 4. Meilen. Es wird in den nördlichen^ südlichen theil unterschieben, davon jener dem Hertzoge vonr^"vrp, dieser dem König in Dänemarck zustehet, dte sich m drePfluge, nach denen das land angeschlagen ist, in gantz glet-getheilet haben. Jeder theil wird wiederum mund Marsch, (siehe den artickul Marschlande.) und zwarv^avrdliche theil m die Hardtstedter Geest und NordftranvM Nordmarsch, der südliche in die Tellingsteder Geest und^"derstrand oder Südermarsck aetbeilet. Die Kusse indem

rstrand öder Südermarsch ^M^Ergaw, die

sind die Am. die Thiele, die GKamdie Wowmgaw^^

Mtele,undderMackebeeck oder Sprand. Esckke»mhannn, sondern nur etliche flecken, darunter m dtheil Lunden, St. Annen, Hemm, A^ttken,

Hetdr, allwv die Ditmarschen alwsonnabe^ .

ten, Weddingstede, Henstede, SchllckMg', Dewe,^^—rn dem am-äk."" —

-"-»»tnueoe, Barst, Marne, Sonne, BrunsvutM,Bockelnbvrg, Süderhadtstede, Nordhadtstede, AlverSdorp mevornehmsten sind ^lwey drittel von dem lande ist bey naheGeest, und kaum em drtttel Marschland, welchesetztere ohnevergleichung mehr als jenes einbringt, msgemem aber nwl rrum kornbau, als zur weyde und Viehzucht gebraucht wwd.De

rmwohner sind ihrem Ursprung nach wahre SaMn, darum ueauch zum unterscheid von ddn Frlesisthen MarWa^ern , oleüber der Eyder wohnen,Ditmarschen, d.t. Deutsche Marsclwn,«enennt worden. Sie sind msgemem ang und starck, me wnber, so etwas begütert, werden vor stvltzer, als venachvar^ten gehalten, weil die qememschafft der guther unter den Yleuthen bey ihnen nicht, wie in den nahegelegenenlandengefuhret ist , sondern die weiber ihre guther vor sich behasten.Adeliche geschlechter oder qüther giebt es heut öu tage auch mcymehr allda, obgleich vor alters etliche da gewesen seyn mögen.Den grösten rühm aber haben die einwohner von ihrer streu,barkeit, und der tapfern und langwierigen Vertheidigung ih-rer freyheit. Vor alters machte Ditmarschen einen theu ausvon der Marggrafschafft Stade, mit welcher es vereinigt gebue.den bis auf Marggrafen Rudolphum II. , der von ihnen an.H44. erschlagen worden, (siehe den artickul Stade, Maggraf-schafft.) Stade fiel damals an die Ertz-Bischöffe zu Bremen,aber Ditmarschen ward von Fridericv Larbmosts dem GrafenAdolphs III. von Holstein gegeben, und als dieser sie an Bremenveräußern wollte, hiengen sie sich an Dänemarck, von dem stesich wieder abrissen, als König Woldemarus II. an. 122,;. vonGrafen Henrico von Schwerin gefangen worden. Woldemarusbrachte sie zwar nach einem blutigen gefecht etliche mhr hernamwieder unter sich, sie wurden ihm aber in der schlacht bey Bvrn-hvven an. 1227. untreu, und halfen das meiste ch. seinem umglück. Von dieser zeit an behauptete dieses kleine landgen überjähr seine freyheit wider die Könige in Danemarck und oreHertzoge von Holstein, worzu nicht 10 viel die tapftrkelt dereinwohner, als die situativ» des Landes das weifte beytrug.Denn man konnte demselben nur auf der seite von der Geest anHolstein beykommemaus welcher,weil sie leichtlich emgenommmwurde, die einwohner sich gememlgstch mit allem vermögen ndie Marsch hinein retirirten, und sich bey Meldorp, so dammsvest war, und die Südermarsch verwahrte, versammleten. Vorder Nordermarsch hatten sie die sogenannte Hammen, (em.weder von hemmen, aushalten, oder von hamm, so un an-L)acy.fischen ein gehöltze bedeutet,) welches die einige passe waren, daMan durchreisen konnte, die zu beyden feiten dickes gehöltze, brer.te und tiefe, doppelte auch wol dreyfache graben hatten, und«och Mt starcken wällen und grobem geschutze ver,ehen waren.Auster dem begaben sie sich mit einigen bedmgungen m den«xrk.Bischöffe zu Bremen, welche ihnen zuweilenMtz der Ertz-ViMostv wurden sie von dem Gra-mst Ertegs-vvlck befunden. , ein haase aber, der

skn von lief, unl? LlN

Lttgestcht der beyden in Verwirrung, die den

verursachte, brachte die HEm m ve v„ruW,^^i^ ^

Ditmarschen zu einem grossen sieg m . yh er

Graf von Holstein, führte blutige Errege iUit h ^ ^

gleich derselben in einer schlacht bebs«°o.erkgk vmeurer andern doch. 2000. em. Graf Geryarvuv > r. 2.1404. selbst, nebst mehr als zoo. Edelleuthen, m e ich cywider die Ditmarschen sein leben. Die merckwurdlgste und vmtigste schlacht gieng mit König Johanne von DZemarck an.

vor, welcher deswegen anlas darzu nahm, Mil der R«MrFriedrich III- an. 1474. bey erhvhung der GrafMfft Hvlstemzum Hertzogthum, Ditmarschen zu demselben geschlagen ' unddie einwohner sich nicht unterwerffen wollten. Der Komg kammit einer armer von coooo. mann gegen dieselbe, unv orungmitten im Winter, da die moräfte gefrören waren, tief mö land,weil aber ein mwermnthet thauwetter einsiel, ward die halbe a^wer rumiret,und die Ditmarschen behaupteten ihre freyheit nochbis an. l^y., da sie nach einem dreymal in einem tage wie-derholten treffen, darinn bey 4000. Ditmarschen geblieben, sichan den Hertzvg Adolphen, der jedoch nebst viele» andern jewstverwundet worden, ergaben, und im freyen selbe dre Huldi-gung ablegten. Seit der zeit sind sie ruhig unter Danemarcksind Holstein geblieben, und werden durch zwey Landvogte

dit dtu HZ

regieret. Danckrverths landesbeschr. von Schleßw. und Holst,p. III. c. IÜ. p. 289. leg. topogr. 8ax. inksr. beschreib,

des kriegs mit den Ditmarschen.

Aitmarus, mgenannt Alerisblir^ens-8, weil er Brschoff zuMerseburg in Sachsen gewesen, war ein söhn Siegfrieds,Grafen von Walbke in Sachsen, wiewol er aus demuth seinGräfliches geschlecht verschwiegen. Er war von Person sehrklein, und am lincken backen wegen einer fistel, so er vor zeltengehabt, und die sich hernach oft wieder erhoben, gar ungestillt.Dazu machte ihm die nase, so ihm in der kmdheit zerbrochenworden , ein lächerliches ansehen. Erstlich >var er ein Mönchim kloster Bergen vor Magdeburg, hernach Dom-Herr zu St.Moritz in Magdeburg, folgends Probst zu Malbitz und desKayftrs Henrici II. Capellan; endlich wurde er auf einra-then Daglnonis, Ertz-Bischoffs zu Magdeburg an. loir. vongemeldtem Kayser zum Bischoff von Merseburg erwehlt, unddurch gedachten Ertz - Bischoff eingeweichet. Eichsdorff oderEisdorff, so damals ein flecken, und Heßlingen, welchesseine erb-güther waren, hat er dem Stifte Merseburg gege-ben , welches er auch sonsten noch sehr bereichert hat. Erstarb den 29. nov. an. 1022. im 42. jähre seines alters, nach-dem er io. jähr, 7. monat und 7. tage dem Bißthum vorgestan-den hatte. Sonderlich ist er berühmt, weil er ein LKronicnn in7. büchern. von den thaten der Kayser Henrlei I. OttonisI. II. III. und Henrici II. ein jähr vor seinem tobe zu schreibenangefangen , und wird er von Possevino als der aufrichtigstescribent gerühmet. in cbron. 1 >b. IV. <L VI. /.--»Z.

cliron. Liti?.. Inü. 8sx. gpsigr. Iscr.

äe Rill. 1 . 8 t. üb. III. c.Mers land-chr. tit. 22. P.282.Brotuffs Merseb. ehr. beschreib, der stadt Merseb. c. 9.x. 81. 82.

* Ditton, (Humfredus) ein berühmter N-itKemsticus, warzu Salisbury in Engelland von Presbyterianischen eitern ge-bohren, und legte sich von fugend an mit solchem fleiß auf dieTheologie, nebst den darzu erforderlichen sprachen, daß er nochgar jung zu einem Prediger beruffen wurde. Wiewol er abersonsten einen sattsamen eifer und geschicklichkeit besaß, derglei-chen amt gehörig zu verwalten; so verursachte doch sein kränck-jjcher leibes-zustand, daß er nach einiger zeit auf emrathender ivieäicornm selbst wiederum abdanckte, und so dann dieMathematic zu seinem hauptwerck erwehlte. Als er nun hier-innen gar bald eine sonderbare wissenschafft erlangte, und sichhiernächst von der Puritanischen gemeinde zu der hohen kirchegewendet, wurde ihm die stelle eines öffentlichen Lehrersoder krofelloris an der neuen mathematischen schllle in demHospital Christi zu Londen anvertrauet , die er auch mit gros-sem rühm versähe, bis er an. 1714. oder in dem ansang desjahrs 1715. in dem 40. jähre seines alters das zeitliche geseg-nete. Man sagt, daß er meistens vor betrübnis gestorben,weil sein Vorschlag, die lon^lruclinem zur see zu finden, den erzugleich mit Will). Whiston in einer eigenen schrift : /I nsw

metkocl kor äilcovering tko lonZicucle bock Lt lös anä Isnä,

bekannt gemacht, und auf den sie beyde viele kösten verwen-det , nach einer deswegen angestellten genauern Untersuchungverworffen worden. Ihre meynnng aber bestund darinnen,daß man einige schiffe hin und wieder durch ancker auf dersee bevestigen, und allezeit um Mitternacht eine bombe aus dendaraus gepflantzten Mörsern schnur-recht werffen sollte, worausdenn die schiffer, wenn sie die himmels-gegend erforschet, unddiese bombe aufsteigen sähen, aus den fee-charten die längedes orts, den das schiff erreichet, leichtlich finden könnten.Seine andere schristen sind : Tsisorems 8psisericc>-LstoptriLum,welches an. 170;. in den ktulotopkical TrsnssÄlcE gedruckt,und wegen seiner Wichtigkeit nachgehends auch den Löt. Lruäi-torum Illpilenülws einverleibet worden; ferner: 1 ks ßenerslIsvs ok naturo anä motion vitsi tüeir Application to meckz.nik ; sn Institution ok Kuxions; wovon Jvh. Clarke an 172s'eine neue und vermehrte aussage an das licht gestellet; Tkenecv lav ok kuicls, or a äikcourks conLcrning tke astient okliquors. Den grösten rühm aber hat er sich mit seinem vor-treflichen buch von der Wahrheit der Christlichen reliaion auSder auferstehung JEsu Christi,erworben; welches dahero nichtallein in dem Englischen zum oftern aufgeleget, sondern auchvon Cornelio Coom in das Holländische , von Zl 6s 1^Chapelle in das Französische, und von Gab. Wilh. Gölten indas Teutsche übersetzet worden, da denn auch bey dieser letz-ter« Version eine Nachricht von seinem leben anzutreffen. Lää.

Kit-/. 7«i/o»«ee, tom. I.

^DiU/emeinsul und stadt in Ost-Indien, im KönigreicheGuznrate, welche schon seit an. iz;;. den Portugiesen gehörethat. Die msill ist klein , nicht weit vom lande entfernet, undliegt siegen dem emgange des meer-busens von Cambaia. Siehat emen vortreflichen Hafen, gleichwie auch eine fast unüber-windliche vestung, welche mit 2. graben, die mit see-wasser aus-gefüllet , umgeben ist, und von vielen auf einen fels gebauelenbasteyen bedecket wird. Vor diesem war die Handlung allhierin vortreflichem stände, allein hernach ist sie von den Hollän-dern sehr geschwächt worden. An. r? ;8. und 46. belagerten siedie Türcken vergebens. 0/aE<, ist,. IX. iih. xi. ^

XV. tom. II. rer. »ikp. 2V>^e»or, reffe-beschreib. tom. V.La/ckck, beschreib, von Malabar. rc.

* Diväus,