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zog er mit selbigem in Italien, besuchte Venedig und Florentz,gieng von dar durch die Schweiß nach Heidelberg zurück, undbegab sich hieraufwiederum in Preussen , da immittelst sein dat-ier an. i6«n. gestorben. Nach diesem that er mit gedachtem sei-nem bruder eine reise in Franckreich , sprach dem berühmtenHerrn von Pleßis Mornay zu Saumur zu, und erhielt auch beydem Könige Hcnrico IV. einen zutritt. Hierauf gieng er nachEngelland über, und als er durch die Spanische Niederlande zuHeidelberg zum andern mal angelanget, machte ihn der ChurfürstFridericus IV. zu seines Chur-Printzen Friderici V. Hofmeister,mit ihm nach Sedan zu geben, und allda den studien obzuliegen.Nach Friderici IV. tode bediente er unter diesem eine geheimeRaths - stelle, bekam von ihm die Hauptmannschafft zu Wald-sassen in der Ober-Pfaltz, und verrichtete hierauf unterschiedeneGesandtschassten nach Wien, Engelland und Dänemarck. AlsFridericus v. zum Königreich in Böhmen beruffen wurde, gienger mit selbigem dahin; nach unglücklichem verlauf der fachen aberbegab er sich in Preussen, da er sich von denselbigen Land-Stän-den an Churfürst Georgium Wilhelmum zu Brandenburg an.1620. abschicken ließ. Wegen seiner treue, mit welcher er unver-brüchlich an dem Chur-Pfaltzischen Hause hieng, wurde er zwey-mal von den Polen gefangen weggeführet. Sonst war er einHerr, der sich in der Philosophie wohl umgesehen, auch in derwohlredenheit sehr erfahren war. Er starb unverheurathet inPreussen den ir. sept. an. 1647. da er bey nahe 66. jähr alt war.
Dohna , (Dietrich,Burggraf zu) ein söhn Achatii und enckelPetri von der Preußischen linie, wurde an. i;8°. gebohren. Inseinen jungen jähren lag er den studien zu Heidelberg ob, undmachte sich die Lateinische,Französische, Spanische und Polnischespräche wohl bekannt. Darauf begab er sich an den AnhaltischenHof, gieng mit dem Fürsten Bernhards in Ungarn, wohnte nachdessen tobe an. 1 ; 97. der belagerung Ofen, wie auch in den Nie-derlanden der von Rees bey, begleitete hierauf Printz Moritzenzu Nassau, General der vereinigten Niederlanden, in verschiede-nen kriegs - zügen über 10. jähre. Nachmals begab er sich inChur - Brandenburgische dienste als Capitain, und nachdem erIülich an. 1610. erobern helffen, gieng er mit Graf Bernhardenzu Sayn und Wittgenstein, als dessen Obrist - Lieutenant, inFranckreich dem Printz Conde zu hülste, siegete daselbst an. 161;.wider die Königlichen,nahm nach Graf Bernhardt tode das com-mando über die Teutschen völcker an, und führte selbige nach ge-schlossenem frieden zurücke. Worauf er sich in des ChurfürstenFriderici V. zu Pfaltz und der Böhmischen Stände bestallungeinließ, wurde aber in einer action bey Rackowitz an. 1620. denso. oct. tödtlich verwundet, davon er den folgenden tag starb.
Dohna, (Fabianus, der ältere Burggraf;») Chur-Bran-denburgischer Ober - Burggraf des Hertzvgthums Preussen, einsöhn Petri Burggrafen von Dohna und Catharinä Zemä, einesWoywoden von Martenburg tochter,ein bruder Achatii, Haupt-manns in Tapiau, wurde an. 1550. gebohren. Als er kaumanderthalb jähr alt war, verlohr er seinen vatter, und nach eini-ger zeit auch seine Mutter; dahero er seine gute auferzirhung denUnverwandten meistens zu dancken hatte. Als er zu Thorn eini-gen gründ im Christenthum und sprachen geleget, berufte ihn Al-bertus , der erste Hertzog in Preussen, an seinen Hof zu Königs-berg , damit er nebst seinem jungen Printzen Alberto Fridericound Lo. andern jungen vom Ade! den studien obliegen möchte.Als er sich daselbst auf eine Academie zur gnüge geschickt gemachthatte, gieng er nach Straßburg, hörte allda Conradum Dasy-podium, und den berühmten Johannem Sturmium. Nach 4.jähren wandte er sich nach Wittenberq, blieb aber kaum ein jährdaselbst. Hierauf gieng er zu zweyen malen in Italien, besuchteFranckreich, gieng von dar zurück in Deutschland, und wohntedem Reichs - tage zu Regenspurg bey, auf welchem Kayser Ma-ximilianus II. gestorben, sahe auch des Kaysers Rudolphi II.crönung, und hielt sich einige zeit zu Wien auf; machte sich aberunterdessen mit den berühmtesten leuthen bekannt. Durch Ver-mittelung GrafLudovici zu Wittgenstein, und Huberti Langue-1 i, begab ersieh in des Pfaltzgrafen Johannis Casimiri dienste,zog mit ihm den vereinigten Niederlanden zu hülste, und hieraufM Engelland, da er sich denn jederzeit so rühmlich aufgeführet,-aß ihn jetztgedachter PsaltzgrafJoh. Casimirus zu seinem Rath,Hof- Marschatt und Abgesandten an verschiedene Höfe machte.Nachdem aber zwischen Polen und Moscau ein krieg entstanden,hielt er es mildem König Stephans Bathori in Polen, befandsich in der expedition bey Polocz und Pitzur, wie auch in der be-lagerung von Plescow, und verdiente bey dem Könige und an-dern vornehmen Personen grosses lob. Als hierauf der friede ge-schlossen wurde, gieng er wieder zurück in die Pfaltz , und ließsich von seinem Principalen in angelegenheiten Gebhardi Truch-stß, Churfürsten in Coln, zu unterschiedenen Höfen schicken,um die sache in der gute beyzulegen. Als aber nichts verfangenwollte, trug ihm Pfaltzgraf Johann Casimir das commandoüber seine dem Churfürsten Gebhardo zu hülste geschickte armerauf, welches er auch führte, bis wegen absterben des Churfür-sten Ludwig zu Pfaltz, und von dessen bruder Johanne Casimi-ro übernommener administration ihm von diesem die völcker ab-zudancken befohlen worden. Hierauf wurde er an. i;8?. de-nen in 28000. mann bestehenden auriliar - troüppen vorgestellet,gieng mit selbigen dem Könige Henrico von Navarra zu hülsteM Franckreich, hatte aber das Unglück, daß er theils durch treu-lösigkeit seines dollmetschers, Michaelis Huguerii, theils durch
Mangel und Uneinigkeit seiner eigenen leuthe , auch weil ihmHenricus IV. wegen sonderbaren zufälligkeiten nicht konnte ent-gegen ziehen, diesen zug fruchtlos thäte, und mit grossem scha-den zurück muste. Damals legte Heinrich Hertzog von Gussegrosse ehre ein, und ist sonderlich der schade, welchen er derarmee dieses Fabiani von Dohna bey Auneau in Beausse durcheinen unversehenen Überfall zugefügt, in den Französischen ge-schichtet« sehr berühmt. Als Dohna bey seiner Wiederkunft inDeutschland die schuld dieses unglücklichen zugs schlechterdingenaufden Konig von Navarra schieben wollte, antwortete ihmder berühmte Bongarsius , damals dieses Fürsten Gesandterin Deutschland, in einer auch ans licht gekommenen schrift garnachdrücklich, und nicht ohne zurückschiebung eines theils derschuld auf ihn den ankläger selbst. An. 1591. führte er unterdem Fürsten Christians zu Anhalt abermals hülfs - völcker demKönige Henrico IV. wider die Ligisten in Franckreich zu, em-pfieng von ihm grosse ehren - bezeugungen, und kehrte daraufwieder in die Pfaltz zurück, aüwo er von Churfürst FridericoIV. dreymal als Abgesandter nach Regenspurg geschickt wurde.Etliche mal blieb er als Statthalter zu Heidelberg in dessen ab-wesenheit, und an. 1494. muste er im nahmen seines Principa-len die lehn von dem Kayser Rudolpho II. empfangen. Als eran. 1604. wieder in sein vatterland nach Preussen kehrte, wur-de er von dem Churfürsten Joachim Friedrich zu Brandenburganfangs zum Hauptmann von Jnsterburg, hernach zu Tapiauund endlich zum Ober-Burggrafen des Hertzvgthums Preus-sen bestellet. Bey dessen Nachfolgern, den Churfürsten JohannSigismundo, und Georgio Wilhelms, war er nicht wenigerin grossen gnaden, und soll zu erlangung des Preußischen lehnsvon Polen sehr viel beygetragen haben. Als er wegen seiner re-ligion angefochten wurde , gab er ein glaubens - bekänntnisheraus, und damit er sein übriges leben in ruhe zubringen möch-te , legte er das Ober - Burggrafen-amt nieder, und starb an.1622. in dem 72. jähre seines alters unverheurathet. Er warvieler ausländischen sprachen kundig, und hatte; 4. heMtioaesrühmlich verrichtet. *
Dohna, (Christian Albrecht, Burggraf und Graf zu)war ein söhn Christophs«, Burggrafen von Dohna, und M-sulä, einer Gräfin von Solms, welche ihn an. 1621. den rc-nov. zu Custrin in der Neumarck zur weit gebracht. Als er nochnicht 14. jähr alt war, muste er unter dem Printzen von Ora-nien den kriegs - Verrichtungen beywohnen, da er dann erstlichCornet, hernach Rittmeister, endlich aber Obrister wurde, unddiese letztere charge bis zu endigung des damaligen krieges ver-waltere. Ausser der tapferkeit besaß er noch andere rühmliche ei-genschafften, so daß ihm nicht allein der Printz von Oranien eineGesandrschafft nach Engellanb, sondern auch der Churfürst vonBrandenburg die wichtigsten ehren - stellen anvertrauete. Nachdem tode des besagten Printzen begab er sich nach Preussen, uMder ruhe zu gemessen, wurde aber bald wieder nach Holland be-ruffen , und muste von dar an. i6?4. die Printzeßin von Ora-nien , seiner mutter schwester, nach Berlin begleiten, aüwoihn der Churfürst zum General - Lieutenant über die infanteriebestellte. Nachgehends bekam er das Gouvernement in Cüstrin,ferner die StatthMrschafft in demFürstenthumHalberstadt,und da der Churfürst mit seiner armee nach Holstein marschir-te, die Statthalterfchafft über die Chur und Marck Branden-burg. Ais an. 1666. der krieg mit dem Bischoss zu Münsterangieng, ernennte ihn der Churfürst zum General, und beydem an. 1672. wider Franckreich vorgenommenen feldzuge zur»General - Feld-Zeugmeister. Bey dem einfall der Schweden indie Marck bekam er das commando über die militz zu Cüstrin,und an. 1677. muste er die belagerung von Stettin mit unter-nehmen ; doch hier überfiel ihn eine todtliche kranckheit, woraner, da er im begriff war nach Cüstrin zu reisen, unterwegcn/zu Gartz den 14. dec. an. 1677. starb, und in sein erb - begrab-nis nach Custrin gebracht wurde. Seine gemahlin war So-phia Thevdora, Gräfin von Brederode, welche ihm 8. söiMund 4. töchter gebohren, davon jene meistentheils im kriege ge-blieben ; von diesen aber Amalia an Simon Heinrich, Gra-fen von der Lippe Detmold, und Ludovica an LudovicuM ,Grafen von Gesims in Hohen - Solms vermählet worden«Friedrich , Burggraf von Dohna, rc. rc. war für den Ma-tzen von Oranien, hernach Konig in Engelland, Wilhelrnuw111 . Gouverneur von Oranien, erkaufte die Herrschasst §op-pet in der Schweiß, an. 1657. Dessen söhn Alexander kamum in der schlicht bey Denain, als General in Holländischediensten. *
* Doi - Caftelli, jetzo zwar nur ein kleiner flecken in NaAlien, am Golfo von Amis», vor alters aber eine stadtunterm''nahmen Lycastum, welche Plinius Kitt. nm. VI.;. und M'
1 .19. also setzen, daß sie Cappadocien nicht weit von der ru!'des komi Lnxini und i;ooo. schritt von Amiso gegen osten M'dem ausfluß des flusses Iris setzen. , not. orb.
in. 8.69.
* Doily, cl'Oily, oder äs Oily, eine berühmte famili^welche aus der Normandie ihren Ursprung hat, und aus w .eher Robert 6s Oily mit Wilhelm» Longuettore nach
land gegangen, und wegen seiner guten dienste bey dieser "pedition zum Baron von Hockenvrtvn gemachet worden ; 'dem ihm der König Wilhelmus den ort dieses nahmens msordshire nebst Pushal, Watlington und andern landcreö^.