Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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ten : äs 8ymdolo stpoüolorum; äs 8acramentis; äs krTseptlsDivinis; äs Lonülüs Lv^nZelisis; äs Oecumsaico Lemsilio.

, biüoir. äes Larä. 8ox^«»r A /«/kr»r«»r, Icrit. äsUs 1.i-xur. pe-»»a»re//«»a.

* Dolesus, ein Jud und angesehener einwohner -er stadtGadara. Er rieche seinen mit - bürgern, daß sie sich lieber denRömern und Vespasiano gutwillig ergeben, als das äussersteerwarten sollten; wurde aber darüber von chnen ermordet, ^s-

äs bell. ^uä. IV. r;>

Dolet, (Stephanus) ein gelehrter und in Humanioribuswohl geübter mann, war gebürtig von Orleans, und gab zuLyon einen buchdrucker ab, war aber dabey ein guter Poet, Red-ner und Lriticus. Er hatte viel femde, worunter sich insonder-heit Julius Cäsar Scaliger sehr heftig erzeiget, wurde auch be-schuldiget, daß er seinen Lommenrsnum äs I-mgus I-stina ausCaroli Stephani rkeksuro, und Nizolli observsüombu» garzu mercklich vermehrt, und also einen gelehrten diebstahl began-gen ; worüber ein ziemlicher streit entstund. Dem ungeachtetwurde er wegen seiner gelehrsamkeit von vielen, und insonder-heit von Petro Castellano, der bey dem Könige Francisco I. ingrossen gnaden stund, sehr hoch gehalten. Dannenhero , alser wegen der Protestirenden religion, zu welcher er sich bekann-te , eingezogen wurde, brachte es Castellanus dahin, daß erwieder los kam, und kan wohl seyn, daß er damals verspro-chen , dir Catholische religion anzunehmen. Nachdem aber sol-ches nicht geschahe, wurde er aufs neue eingezogen, und dempeinlichen Religions - Gericht überlassen, auf dessen befehl manihn zu Paris den z. aug. an. 1546. zuerst erwürgte, und hernachverbrannte. Einige, unter welchen Calvinus und Julius Cä-sar Scaliger sind, wollen glaubwürdig vorgeben, als wenn erwegen des Ltkeikmi, weshalben er auch schon das erste mal ein-gezogen wäre, diese strafe hätte leiden müssen. Von seinen schril-len hat man eine ziemliche anzahl, und unter denselben befindetsich ein tractat äs Xe XLV-äi; viLlc>8U8 äs Imü-Uione OiLeronrs-ns pro Xongolio conlrs Lralmum; Lpillolsruni lib. II.; Lsrmi-num lib. IV. ; Lommenr. länguse lUnL rom. II. kormulse I.o-LMioiwM I-arinLrum. La ä« öc ä« p'eräre»'

, bibl. krsnc. Lärmet , jugsm. äs8 8av.

tom. IV. äe Kitt. äs 1 'Imprimeris. *

* Dslfaro, eine stadt im glückseligen Arabien, der vornehm-ste ort im Fürstenthum Hadramuth, am Arabischen meer, all-wo der beste weyhrauch angetroffen wird»

* Ddlgen - see, in der Ucker - Marck bey Templin, von darman in die Havel schiffen kan. Er ist fast eine Meile lang. 2 «-ier. iänörar. 6erm. comin. I. c. 17.

* öder Dolgoi, Dolge», Delgoy, eine insulin dem fluß Wolga - darauf die stadt Astracan liegt. Sie ist zurrechten über den ström sandicht und unfruchtbar, zur linckenaber nach osten soll sie gute vieh - weide haben» Persis.teis. IV. iv. p. z'72.

* Knblgorucky, einRußisches geschlecht, welches ehemalsin grossem ansehen gestanden. Der nähme bedeutet so viel alsTonAmanus, oder Langhand. Ähre Voreltern waren Herrenvon der Ukraine, und hatten ihre residentz zu Czernichow»Das geschlecht theilte sich in dem XVIII. üeculo in vier linien,von welchen folgendes zu mercken ist. Alexius Dolgoruckyeugte Iacobum, Wolodimirum und Alexium, von welchenKe beyden letzten zu beobachten sind. Alexius zeugete Lucam,und dieser 1.) Basilium, würckiichen geheimen Rath, Rittervon dem Elephanten - orden, welcher in Frankreich, Polen,Dänemarck, und in Schweden als Rußischer Botschaffter be-rühmt worden ist. 2.) Alexium, dessen söhn Gergius, alsMinister stch im Haag eine zeitlang aufgehalten, wolodi-miri kinder waren ) Fedor. r.) Juri«, der von den Co->sacken ist erschlagen worden, z. ) Jacob, Gouverneur vonSiberien. 4.) wasily, General-Feld-Marschall, welcherdurch seine bey der Inquisition wider den Czaarowitz erlebte Un-glücks - fälle bekannt ist. Erstgedachter Fedor zeugte den, alsLnvove in Polen geweßten Gregorium, und dieser denAlexmm Gregorowitz, welcher Petri II. Gouverneur war,und gezeugt: i.^> Gergium, Rußischen Cammer - Herrn undAbgesandten in Polen, dessen gemahlin eine tochteroes Vice-Cantzlerö Schaffiroff gewesen, r.) Ivan, Ober - Cammer-Herr Petri II., dessen gnade er fast allein befaß. Catharina,welche mit Petro II. wurcklich verlobet worden, aber eben da-durch sich und ihr haus in das unglück gebracht , indem siemehrentheils von der Kayferin Anna ihrer ehren beraubet, undan entlegene orte verwiesen wurden. Dem Knees wasilpDolgorucky wurde zwar anfänglich seine Feld - Marschall - wür-de gelassen. Doch, als er wider die regierung der KayserinAnnä sich mißvergnügt bezeugte, ward er entsetzt, und nachder vestung Schlüsseiburg geschickt. Sie fuhren aber insge-samt fort, unter sich heimliche anschlüge zu führen, auch fogar eine conspirätion zu errichten, welche, nachdem sie an. i7;y»entdecket worden, einen grossen theil derselben um die köpfe ge-bracht. verändertes Rußland r xslkm. Neue Europäi-sche Fama rc.

* Dolicha, eine kleine stadt in der Asiatischen Türckey. Sieliegt an dem Euphrate, zwanzig stunden von Antiochia, nord-est; sie hatte unter sich den Bischofs von Edessa, als ihren 8uk-jrsßsnsum; doch ist sie nur schlecht bewohnt» Hckatz,, vlst'ion.

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DoUart, wird ein theil von dem Teutschen meer genennet,zwischen Gröningen und Ost-Frießland, nahe bey der stadt Em-den, gegen dem einfluß der Emß in die see. Es wird auch sonstder meer - busen von Emden genennet.

* Dolling, ein schloß in Ober - Bayern;. meilen von In»golstadt, ins Rent - amt München gehörig. Es ist das stamm«Haus des im XVIII. iXsulo abgestorbenen adelichen geschlechtsvon Dolling.

Dolmar, ist einer der höchsten berge in der gefürsteten Graf-schafft Henneberg , zwischen Meinungen und Sula gelegen.Mauritius, Hertzog von Sachsen - Zeitz, hat auf dessen spitzeein jagd - und tust - Haus bauen lassen, welches sonderlich, we-gen des auf viel meilen in Thüringe«» Francken und Hessen sicherstreckenden sehr angenehmm prvspects, zu ästimiren ist.

* Dolmatschorva, oder Dolmaziowa, ein kleiner fleckenin Siberien, und zwar im Werchvturischen districte; an die-sem ort ist ein eisen - Hammer, wo die eisen - blatten vor die So-likamskifche saltz - siederey und ihre saltz - pfannen geschmiedetwerden. Von Strahlenbergs beschreibung des nord - undost- theils von Europa und Asia, XIII. p. ;4y.

* Dolomim, ein dorf in dem Dauphins, zwischen Mero-

fel und 1s Tour äu Pin gelegen; dieser ort ist seit an. i68c>. sehrbekannt worden, da ein Pachter der Präsidentin von Mussy,Jacob Tirenet genannt, einen fliegenden brachen (wie mansagt) umgebracht hat, welcher in seinem Haupt einen hervor se-henden carfunckelstein gehabt, dessen glantz das gatttze thier wiefeuer soll haben scheinen machen. Die erfinder dieser fabel thunnoch hinzu, daß die besagte Präsidentin diesem Pachter schöneländereyen, ja Herrschafften anerboten, so er ihro diesen edel-stem verkauften wollte; der Bischvff von Bellay habe ihm auchgrosse gcld - summen zu, dem nemlichen zweck angetragen, erhabe aber beständig gelaugnet, daß er was dergleichen gefun-den. Es soll auch memand als der Herr von Dilaveüa, Erb«Herr zu Belmont, die Wahrheit von ihm haben heraus bringenkönnen, der es dahin gebracht, daß er ihm den besagten steingewiesen, welcher ihm auch so schön vorgekommen , daß errhm auf der stelle dreißig tausend thaler dafür geboten , indem zweck, ihn dem Könige zu geben. Der Pachter versprachdaraufhin schriftlich, den stein um Den gemeldten preis zu er-lassen , und der bemerdte Herr von Belville berichtete es demKönig, welcher befahl, daß man den bauren nach Hofe brin-gen sollte. Der bauer aber ist niemals erschienen ; auch ist-er carfunckelstein niemals gesehen worden, und kam endlichheraus, daß die gantze fache nur ein getichte gewesen. Diengattung steine sind sehr rar, und werden den schönsten Orien-talischen rubinen gleich geachtet. Ein gewisser Opanier solleinen solchen brachen umzubringen , stch in ein faß, von aussenmit eisernen spitzen beschlagen, gelegt, und sich auf denselbenwältzen lassen, und ihn alsi» umgebracht haben, vor dem ge-stanck des sterbenden thiers aber si> bald erstickt worden seyn»Dieser fliegende brach von Dvlvmieu aber soll über». ellen langgemessn seyn, einen katzen - köpf, Maulthier - ohren, flügel wieeine fleder - Maus, und auf dem rückgrat wie ein igel eine reihestacheln gehabt haben ; sonsten sey er gantz schüppicht und sodick wie ein schenckel gewesen, und was Mehr dergleichen thor-heiten davon gemeldet werden. a« -Ei.

* Dolon, des Eumedis eines Herolds zu Troia söhn, ließsich durch grosse Verheißungen von dem Hectöre bewegen, oderbot sich vielmehr selber an, gegen Versprechung der Pferde undwagen des Achillis der Griechen lager zu verkundsthaffteu»Massen er denn auch daher seinen bogen und köcher umhiLNg/eine wvlfs - haut darüber schlug, eine rauhe Mütze auffetzte, ei*neu wurf-spieß in die Hand nahm, und also nach der

chen lager bey nacht - zeit zuwanderte. Allein weil Ulysses undDivMedes in gleicher absicht auf die Trojaner auch ausgegan-gen waren, versteckten sie sich unter die todten, als ste ihn st>"hen, und liessen ihn also vorbey marschiren. So bald sie ihngber solcher gestalt von der stadt abgeschnitten hatten, warensie hinter ihm her, und trieben ihn dergestalt immer nach ihremlager zu, bis sie ihm auch endlich so nahe kamen, daß D'd«medes ihm zurief, stehen zu bleiben, oder gewärtig zu seyst'daß er ihn mit seinem spiesse durchwekffe, wie denn auch die-ser würcklich nach ihm schmiß, und ob er gleich mit fleißner fehlte, ihn dennoch so erschreckte, daß er halte machte'allein auch für furcht zitterte und bebete. Er bot auch aEfort für sein leben ein starckes löse-geld, weil sein vatter fwgar reicher mann war, und verrieth anbey alles, warum iv"Ulysses und Diomedes fragten, zuvorderst aber gab er anlas'den Rhesum in dessen lager zu überfallen, und nicht nur des-sen fatale Pferde zu erbeuten, sondern ihn auch selbst HMUrichten. Nichts destoweniqer aber machte ihn doch DiomedAauch nieder, damit er nicht etwan ein ander mal in seinemspioniren glücklicher seyn, oder auch im gefechte den GriE»schaden könnte. Ilmä. X. ,14. , II-

XIII. 14. Einige wollen, daß Aihn so lang an einen bäum gebunden , bis sie gesehen, ob aEseine aussag der Wahrheit gemäß sey, allein ungeachtet sie am"w. befunden , hatten sie auch dennoch ihn bey ihrer »Xruckkunft hingerichtet» aä VitLil. Ln. XII. ^

zwar rühmte sich anderweit Ulysses stlbst, daß er solches Lthan habe. inetam. Xlll. -44. Jndesten gieng dell^