Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
132
JPEG-Download
 

IZ2 dom

dom

Papst der auslegung der heiligen Schrift, wie auch der censi-rung der bücher könnte überhoben seyn, welche stelle zuerst demDominico anvertrauet wurde. Endlich, nachdem er die auf-nähme und den Wachsthum seines ordens nach allen krafften be-fördert, starb er zu Bononien den 5. aug. an. 1221. und wur-de von Gregorio IX. an. 12;;. canonisiret. Er hat keine schrit-ten hinterlassen; denn ob ihm gleich Possevinus, Malvendaund andere gewisse Lommentarioa inLvsngelium Mattksü;wie auch über die Episteln Pauli, und andere Lpiüolss Lano-nica8 beylegen, so geschiehet dieses doch ohne gründ. Sein le-ben hat Theodoricus äs Apoldia in VIII. büchern beschrieben,welches sich bey dem Surio sindet in vicis 8snökorum äissugusti. , liiü. psrt. III. tic. rz. c. 12.

Kassr. 6s vitis illustr. orä.

Domin. Os cliron. Dnminic. Kssr-r«,.

»a/ä«,, in annal. eccles. Lullarium tom. I. conüit. 2. HonvriiL 8- Oregorii IX. cllron. 8pir. lib.V. c.ioo. 8z>a«-

kiüor. esc!, stec. XIII. Lrnröarct'. trist. Iirguik. lib. I.siche Dominicaner.

Dominicus 61 Sangeminiano, ein berühmter Rechts-gelehrter ums jähr 1440. Er war aus dem flecken Sangemi-niano in Toscanien gebürtig, und wurde zu seiner zeit für einender gelehrtesten leuthe in der geist-und weltlichen Rechtsgelehr-samkeit gehalten. Man hat von ihm Oommemario8 in VI. Ii-bros Decrstal. Lonlultationea, Lc. 2 V,rl-e»rrr<,, 6e scrixt.cccles. 6e script. Itai.

* Dommicus, (Ludovicus) ein Mu8, kkilologua und Por-

te im X VI. Lculo, von Piacenza gebürtig. Er begab sich nachFlorentz, und übersetzte des Pauli Jovii Opera Historie», in-gleichen des Augustini tractat 6 e Oraris, äs übero LrbitrioL äs kerseverantia; auch einiges von Lenophonte; er hatauch Vialog08; Istoria Varia; staZionamsirto lopra I'imprells;äella Xobilta äslls vonne, welches werck sehr ästimiret ist, wieauch getichte, comödien und andere tractatcn in Italiänischerspräche verfertiget. tlrsatr.

* Dominicus von Jerusalem, wurde um das jähr 1550.daselbst gebohren, und in der Jüdischen schule zu Saphet er-zogen , woselbst man ihn auch zum Rabbi gemacht, und einegeraume zeit den Talmud erklären lassen. Darauf legte er sichaufdie Artzney-kunst, und wurde von dem Groß-Sultan nachConstantinopel berussen. Endlich verließ er im 50. jähre sei«nes alters den Jüdischen glauben, und kam nach Rom in dasKollegium ?ro1elvtoruin, da er die jugend unterwies, undLas gantze Neue Testament in die Hebräische spräche übersetzte.

bibl. Rabbinica. Lch-raZe, bistoire äS5 suif8.

" Dominicus - der gepanzerte zugenannt, ein Einsiedler,der in dem XI. steculo gelebt, und von welchem man eineabentheurliche Heiligkeit erzehlet. Da er alle stufen des Cle-ricats, oder alle orden durchlauffen, ward er endlich auch Prie-ster ; als er aber erfahren, daß seine verwandte dem Beschös-se- seine otdinatwn zuwege zu bringen, eine Verehrung gege-ben > so hatte Dominicus ein solches abfcheuen vor diesem la-sier seiner artverwandten, (so man Simonie nennet) daß er sichselbsten tondemnirte, irregularib zu seyn, und keines der stü-cke , so das Priesterthum ihm sonst erlaubet hatte, zu verrich-ten - und begab sich deswegen in eine Einsiedeley auf dem Ä-penniNv, wo er ein sehr hartes und rauhes leben anfienge. Erwar unter dem stabe eines Priorn aller Einsiedler, so daherum sich befunden, welcher Johannes äs Monteferrato hies-se. Hernach begab er sich unter Petrum Damianum, wel-cher sich in seiner einsamkeit ohnferne Fontavelle in Umbrienaufhielte. Man hieß ihn den gepanzerten, dieweil er be-ständig einen eisernen Panzer auf dem blossen leib zu tragenpflegte, welchen er niemals abthäte, als so er seinen leib mitrutyen oder ledernen riemen casteyen wollte. Er soll täglichetliche psirlmen abgesungen haben, zwischen welchen er sich al-lezeit 15000. ruthen-ftreich gegeben. Gegen dem ende seineslebens bediente er sich der leder - Züchtigung, und band an-ie riemen eiserne spitzen oder stachel, mit welchen er sich zugesetzten Zeiten, welche oft wieder kamen, bis auf das blut ab-geisselte. Neben dem trug er grosse eiserne ringe an den schen-ckeln und armen ; endlich qber starb er an. 1060. den 14. oct.Siehe sein leben durch Petrum Damianum beschrieben exist.

19. , V1S8 äe8 8aints mens. 0Ä0K.

* Dominicus, ein mahler, lebte in dem XV. steculo, undwar ein lehrjünger Antonii von Meßina, welcher einer derVornehmsten Italiänischen mahler gewesen, und der erste, so inItalien mit ol zu mahlen gewußt, gewesen seyn soll, und diesessein kunsi-stück Dominico zur Vergeltung gezeiget haben, die-weil dieser grosse Zuneigung gegen ihm gewiesen. Er wurdenach Florentz berussen, um etliche grosse stücke zu mahlen, undda dieser angekommen, traf er Andream äsl Castagno daselbstan, welcher von einem bauren zu einem mahler geworden, undda er gesehen, wie hoch diese neue art zu mahlen geachtet wur-de , sich durch unterthanigkeit und allerhand gefälliakciten beyDominico einzuschleichen gesuchet, um seine freundschafft, unddadurch sein geheimnis zu erhalten. Er kam auch zu seinemzweck: Dominicus ward ihm gewogen, wollte ihn bey sich be-halten, und entdeckte ihm nach etwas zeit alle feine wissenschafftrc. die gewinnsucht aber liesse diesen Andream nicht lange in derruhe. Er setzte sich in den köpf, daß wann er allein wäre,aller gewinn, den er nun mit Dominico, seinem mit-Un-

ternehmer theilen mäste, ihm allein zufallen wurde; deswe-gen , ohne zu bedrucken, ob er allein in dem stände wäre sol-ches fortzuführen, nahm er sich vor, seines gutthäters aufdie allertreuloseste weise sich los zu machen; er verfügte sichzu dem ende des abends auf die straffen, und erwartete Do-minici an einer ecke, da er des nachts pflegte vorbey zu ge-hen, verwundete ihn dort hinderlistiger weise, und begabsich eilfertigst, als hätte er es nicht gethan, in sein zimmer,und sieng eine arbeit an, wormit er (ohne was böses gethanzu haben) wollte scheinen beschäfftigt gewesen zu seyn. Erhatte aber seinen streich so schlau vollbracht, daß Dominicusseinen mörder nicht mercken konnte, und da er auf niemandweniger als auf Andream einen argwohn gemorsten hatte, sichliEe zu ihm tragen, und daselbst in seinen armen den geist auf-gäbe. Es blieb auch verschwiegen, bis es endlich Andreaslange zeit hernach sechsten auf dem tod-dethe geoffenbaret hat.Dieser Andreas wurde hernach Andrea äs gkimpiccati genen-net, dieweil er zu Florentz an dem pallaste des Podesta, aufbeseht der Republick, die execution der zusammen-gcschwor-nen, welche wider die familie von Medicis sich aufgelehnet ha-ben, gemahlet hat. Oe fr/n, abrege äs la vie äe8 keintte8.

. * Dominicy , (Marcus Antonius) war Königlicher Fran-zösischer Geistlicher Rath und Historiograxtru», und starban. 165«. Er war einer von den ersten, die wider Chiffle-tium geschrieben; seine schriften sind: itälenor 0allicu8 contraVinäicia8 folr. Jacob! Lbiistetii, live Historie» Oilcspratio, guasrcana regia, polirics, L gsnealogica Hispanica rekmantur»krancics stalriiiuntur, Paris 1646. in 4. Lnzberti k'smiliarsäivivs, conrra k,uäovicunr Lbsnterelli L loarmin ffacobrLtiiKetü objeetione8 vinäicata, stvs Innsa luperior 6t in-ferior 8temmatis 8. Lrmilpiri, ib. 1684. M 4. Ausser derNhat man auch noch von ihm visier. aä Lanonsm II. L V. LoN-cilü Üg»tbenll8 6c ultimnrn IIeräensl8, leu äs Lorninunioneperegrina, ib. 1645. in 4. äs krscrvZativa Moäiorurn in pro-vincÜ8, gu°e ^urs Icripto reZuntur, Xarbonsnst 6t LguitaM-va, ib. in 4. äs Ireuga L kace ejusgue Origins L bäu in Heiligxrivatia, ib. 1649. in 4. äs 8uäario LaxitiV Lkristi, Cahvr-1640. IN 4. bibl. Loälsj. bibl. HÜbnevS Bib«'

geneal. 6. p. i;6. ssg.

Dominique, siehe Domingo.

Dominiquin, ein berühmter Italiänischer mahler, so ei»gentlich Domenico Zampieri hieß, und von den Caracci warerzogen worden. Er war zwar etwas träge, aber ein vorlreftsicher künstlcr. Den heil. Hieronymum mahlte er so wohl ab/daß der berühmte Poußin selbiges stück vor eines von denfeinsten in Rom hielt. Sonderlich that er es in diesem stu«randern wert vor, baß er derjenigen, so er abmahlte, unter-schiedliche affecten und Zuneigungen überaus wohl vorstellenkonnte. Gregorius XV. machte ihn zum Baumeister des PaEiichen pallasts. Er starb den 25. april an. ,641. im 60. jähr*seines alters. , enrret. lur Ie8 keim.

Dominis, (Marcus Antonius äs) Ertz-Bischoffzu So^latro in Italien, ist sowol wegen seiner sonderbaren geletV'samkeit, als auch wegen der besondern fälle, so ihn betroffen'gar sehr berühmt. Er war aus dem geschlechte TheobaldiPlacentia, der unter dem nahmen Gregor« X. Papst gewesen'entsprossen. Da er in seiner jugend bey den Jesuiten stm'ret, war er willens, wie etliche melden, sich in ihren ordenzu begeben, allein der Cardinal Aldobrandini hielt ihn davonab, und brauchte ihn zu wichtigen Verrichtungen, denen Aauch wohl vorstund. Etliche sagen, daß er in der that ewJesuite gewesen, und da er eine zeitlang in diesem orden ver^harret, wäre er erst Bischofs zu Segni, endlich aber EZBischofs zu Spalatrv worden, und solches durch hülffe dvEardinals Borghese, der ihn gerne von Rom entfernen wo«'len. Denn er war schön, und machte sich, wie man melde»!mit dem frauenzimmer gar zu bekannt. Er soll sich insondE'mit einer anverwandtin der Cardinäle Landini und Melinomiliar gemacht haben, welche daher eine feindschafft auf w'wurffen, und also verhinderten, daß er keine Nuntiatur e>,hielte, wodurch sie ihm den weg zur Cardinalö--würde absäwVten. Da er zu Spalatro war, that er einst eine reise na^Rom, um sich bey Paulo V. wegen allerhand dinge, Aman ihm vorgeworffen, zu entschuldigen. Auf dieser reifes,rieth er mit 2. Edelleuthen aus Engelland in ein gespräch,innen man auf die frage siel, ob man in allen Christliche" ^ligionen selig werden könne; da dann der eine und zwar derlehrteste dieser Edelleuthe endlich mit einein sonderbar.Nachdruck sagte, daß es einmal der klugheit gemäß wäre,ne solche religion zu erwehlen, da man die wenigste gesay" ^

te, in allerhand Unordnung und fehler zu fallen, und dab"^seine ewige seligkeit zu verschertzen. Dieses that einen soA§eindruck in das aemüthe des äs Dominis, daß er von der ze« ^diese meynuna öfters zu behaupten pflegte; zu Rom wuror ^von dem Papst und Cardinälen gar schlecht empfangen,che Verachtung bey ihm einen solchen Verdruß erweckte,^er nur geleaenheit suchte, mit den Lutheranern, unterverwand, sie zu widerlegen, umzugehen, auch bald m« S ^sem Mißvergnügen wieder zurück reisete. Er ward aber S'Vh,bey der Inquisition angegeben, und dahero zurück,V> »,ren beordert. Die Puncten, worüber man ihn antwo^waren diese: daß er von dem banne, den der Papst gegen^