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don
Repnblick die gratulation abzulegen. Desgleichen vernchteteer verschiedene Gefandtschafften in andern angelegenheiten andie Päpste. Dem Türckischen Kayfer, Mahomet III. musteerebenfalls bey antritt seiner regierung, und Henrico IV. Königein Franckreich, wegen seiner Vermahlung gluck wünschen, wieauch dem letztem den verlangten Venelianischen Adel-standüberbringen. Nach dem tobe des Hertzogs Marini Grimamwurde ihm diese würde aufgetragen, darinnen er aber mitPaulo V. wegen gefangennehmung einiger Geistlichen, in grosseUneinigkeit gerieth, fo, daß die Repnblick darüber in den bannfiel, daran sie sich aber im geringsten nicht kehrte, sondern viel-mehr gegen-mLnikslla heraus gab, und andere anstalten dar-wider machte. Endlich wurde die gantze fache verglichen, unddie gefangenen Geistlichen, Saracenns und Brandolinus ,dem Französischen Gesandten, dessen Principal Lurch denCardinal Joyeuse den gütlichen vergleich zuwege gebracht hat-te, ausgeliefert , worauf er an. 1612. den jul. in demTasten jähre seines alters, mit grosser betrübnis der gantzenRepublick, gestorben. L ssripts varin controverÜL in-rer Lnulum V. A Vsriecos. lid. LXXXVIl.
lib. XXVII. gä hunL ä. cte /a , bist.
äu Louvsrn. äs Veniss Win. I. x. ,24. LU-SlphS schaubühnec. r. x. ;8i. Ls.
Dsnato, (Hieronymus) ein Venetianischer Edelmann,war wegen seiner verschiedenen dienste, so er dem vatterlandegethan , ingleichen wegen seiner wissenschafft und grossen auf-richtigkeit berühmt. An. 1496. commandirte er in Brescra,nachdem er schon seine Übersetzung von dem buche AlexandrtHpkroäiiienlik,' äs Lnima heraus gegeben. Zwey jähr hernachcommandirte er in Ferrara. An. i; 12. war er Abgesandterbey Julio II. bey welchem er die Republick Venedig wiederumaussöhnte, und starb zu Rom , nachdem die Franzosen wie-derum Italien verlassen hatten. Unter seinen schriften sind dievornehmsten seine Episteln, darunter eine von dem erdbebenin Candia, welches sich zu derselbigen zeit zugetragen, als erdarinnen commandirte; ferner eine Apologie vor den Primatder Römischen kirche, welche an. heraus gegeben wor-den. Die andern schriften aber, welche er wegen seiner staats-geschäffte nicht hat vollenden können, haben seine kinder unter-drückt. Er war in Igteris eleZ-mtioriKus und sprachen wohlerfahren, /ov/«/, In elog. cox. ;6. Lemö«,, Spill. 6. lib. II.
äs Intel. 11 t.
* Monats, (Nicolaus) ein katriciub aus Venedig, warBischoff von Cittannova, als ihn der Rath von Aquileja zuihrem Patriarchen an des vertriebenen Hermolai Barbari stel-le einschobe, er konnte aber nicht eher besitz davon nehmen ,als bis ermeldter Herm. Barbarus gestorben war, darauf ihnAlexander VI. den 4. nov. an. 149;. dazu erwehlte. Er hatbis an. 1497. gesessen. UZt-s//«,. It-ä. Lara WM. V. p. r;i.sc 249.
* Donars, lat. vonaws , ein kleiner flnß in Calabria oltra,welcher sich in das Ionische meer ergeust.
Donatus, Bischoff von Carthago, und Donatus , Bi-schoff zu Lasl8 Xigris, siehe Donatiften.
Donatus , (Aelius) ein 6ramm»tlcu8 , lebte an. ; ;4. zuRom, und war einer von den lchrmeistern des heiligen Hie-ronymi. Et schrieb Lommenmrios über den Terentium undVirgilium, desgleichen eine Grammatic. Voßius sagt auch,daß die leben Virgilii und Terentii dem Donato 6rgmmaricobeygelegt worden , und glaubet, daß das erstere von TiberioCkaudio Donato, und das andere vonSuetonio verfertigt worden.
In cliron. an. Lkr. ;6o. antllrop, Ilb. XV.
^^«5, orsr. Inst. lib. VII. c. 2. cle IIIII. I.at. 11b. I. c. ;i.L Ilb. III. c. 2.
Donatus , (Marcellus) Graf von Ponzane, Ritter vonSt. Stephans, war von Florentz, begab sich aber an den Hofdes Hertzogs von Mantua, und erlangte ansehnliche bedienun-gen. Er starb zu ansang des XVII. Lsull , ehe noch seineLcnolm in I-srinos Uiüorise Xom-lnse 8crlxtore8 völlig gedrucktworden : Sein unverwandter, Fridericus Donatus, trugsorge für den übrigen druck, und an. 1604. kamen sie zu Ve-nedig heraus. Gruterus inserirte sie an. 1607. dem VI. wmoseines Thesauri critchi.
* Donatus, Bischoff zu Ostia, welchen Oldoinus mit un-ter die Cardmale zehlet, war wegen seines grossen Verstandesund treflicher Staats-erfahrenheit in ansehen; deswegen brauch-te ihn Papst Nicolaus I. im jähr Christi 866. mit bey der Le-gation nach Constantinopel, welche dem Kayser Michael denMuß der Römischen kirche in der fache Jgnatii und Photiihinterbringen stellte. Mein er wurde nebst den andern, so-bald er die grentzen der Bulgarey betreten, auf des Kaysersbeseht angehalten, und muste, nachdem er 42. tage lang einschimpfliches rractament genossen, unverrichteter fache wiederzurück kehren, doch im jähr Christi 869. oder wie Hardninuswill, 872. wurde er von Adrians II. welcher indessen den Päpst-lichen stuhl bestiegen , aufs neue nach Constantinopel geschickt,wo Basilms mittlerzeit auf den Kayserl. thron erhoben worden,stellte daielbst zu ausceutung der Photinianischen ketzerey einenLxnoclum an , welcher nachgehends der achte allgemeine ge-
nennt worden , und wohnte demselben als Tegatub äpollollcvsprxeliäenäo bey. Lara»,«/, annal. essles. Iral. sasr.
tom. I. x.
* Donatus , (Franciscus) gebürtig von Rom, trat an'1612. in den Dominicaner-orden, und ward darauf auf seinansuchen von der Congregatiou äs propsganäe Käs mit alsAlilllnnsriub nach dem Orient geschicket. Anfangs predigte erzu Goa, hernach zu Iacca, und endlich zu Solar in China ,unter vielfältig erlittenem ungemach, das Evangelium; kamaber an. 16)4. nach Goa wiederum zurück. Das folgendejähr war er willens nach Persien über zu gehen , hatte aber dasUnglück, daß das Portugiesische schiff, auf welchem er seinereise dahin antrat, Türckischen see - räubern unter die Händefiel. Diese forderten von Donato, daß er entweder sein lebenverlieren, oder den Mahometanischen glauben annehmen soll-te. Er erwehlte aber das erstere, und ward im april an.16;;. enthauptet. Er hatte sonst eine grosse kenntnis der He-bräischen spräche, von welcher er bereits im 22. jähre seinesalters eine probe ablegte, indem er zu Roman. 16c;. in 4»einen Hebräischen tractal unter dem titui: koma aurea, her-aus gab, darinnen von den Hebräischen accenten, und ab-breviaturen gehandelt wird. Sedastianus, Bischoff zu Bisigna-no, hat zu Rom an. 1669. in 4- llascomo äella Vim, mis-60ns e morte glorios, äel Lransesco Lon-al drucken lassen»
hihi. XomLn. bist. provins. Xom. p. zc>7-
blbl. krseäisat. tom. II. p. 482.
* Donatus, (Marcellus) ein berühmter Pbilolopbu8 und
IVIsäisus zu Mantua, in seiner vatter-stadt , auch HertzoglicheeRath, lebte zu ende des XVI. llesull, und schrieb äs Varlo-iis, äs iVlorbiIIi8 äs Hsäiss iViechioassn , Mantua i;6y.jn 4. äs IVIsäisL Hiiioris mirabiii iidron VI. Venedig i; 38 'in 4. welche Gregorius Horstius mit dem 7. buch vermehrtzu Franckfurt 161;. in 8. heraus gegeben. bibl-
cur.
Donau, lat. vMudw8, einer der grösten ströme in Eu-ropa , ist bey den Allen unter dem nahmen Ister bekannt ge-wesen. Von seinem Ursprünge sind verschiedene meynungen.Die gemeinste ist, daß er in Schwaben in dem Schwartzwalde,in der Landgrafschafft Baar, unter dem gebiethe der Grafenvon Fürstenberg, in dem marcktflecken Eschingen entspringe,welcher daher Donau-Eschingen genennet wird. Der dortigebrunnen ist mit einer viereckigten mauer eingetastet, welcheim umfange 80. schuh hält. Das Wasser läuft nicht gar starckdurch den schloß-hof, mit einem engen und nicht in pfützenzertheilten ström in das seid hinaus, und nachdem es kaumeine halbe viertel-stunde geflossen, wird es durch ;. andere da-che verstärckk. Indessen kan auch nicht geläugnet werden,daß, wo man nicht der gemeinen benennung , oder alten ei»-,gewurtzelten einbilbung der leuthe folgen wollte, sondern au>den natürlichen Ursprung sähe, oder das von einem ferner«ort, oder ab einer grösser» höhe herab-rinnende Wasserden eigentlichen Ursprung eines flusses halten sollte; oder auch?wo man achtung giebt, wann 2. oder mehr kleine Wasser zMlammen lausten, welches darunter seinem vorher-gehabte«lauf und runs, die zusammengeflossene Wasser eigentlichgen; daß auf solchen fall der eigentliche und genaue urfpr««?der Donau etwas anders müsse gesetzet werden, und mit bel-serm recht die flüßlein Brige und Brcge für die zwey ur-quchlen der Donau zu achten seyen: Dann die quellen wohl 6.bis 7. stunden oberhalb Doneschingen ; sind auch schon zieiMlich wasser-reich an dem ort, wo die Doneschinger quelle dar-ein fället; und endlich gicbts auch nicht minder der klare a>>-genschein, daß, nachdeme sich also diese ;. Wasser vereiniget rdas vereinigte Wasser weit mehr den angefangenen lauf derBrige fortsetze, als den lauf des bächleins, so nur einige hnndAschritt weit von Doneschingen herkommet. Man überlässet aln»eines jeden vernünftigen und land-charten verständigen lest^urtheil. Aus eben diesen land-charten, mit beybehaltungoben-gesetzten grund-reguln, aus welchen von dem genauen un-natürlichen ersten Ursprung der flüsse zu urtheilen ist, mag nu":auch ferner den andern streit schlichten, welches unter denen amfernerer gegend Herrinnenden wassern sich den rühm der ersten u>vrechten quelle dieses grossen flusses zueignen möge; obs diege, oder die Brege, oder auch der dach Kazenstein genanM,so sich mit der Brege vereiniget, sey? rc. Hieraus nilEdie Donau ihren gang durch Schwaben , Bayern, bmvreich , Ungarn, Servien, Bulgarien, und ergießet sich duU6. canäle in das Schwache meer, nachdem sie bey 62.würdige flüsse in sich genommen. Die vornehmsten darumsind der Inn, die Jler, der Lech, die Ens, Morau, WMDrau , Sau, Theis, rc. Man saget, daß er sich mit solw gHeftigkeit in das Schwache meer ergiesse, daß sein wasser^22. Französische meilen ihre süßigkeit im meer behalte.rechnet über 722. meilen von seinem Ursprünge bis an den vda er ins meer fällt. Die vornehmsten örter, welche er"wassert, sind Ulm, Donauwerth, Ingolstadt, RegenlWL,Passau, Lintz, Wien , Preßburg, Cömorren, Gran,OtBelgrad, rc. lib. IV. c. I2. Heiz«,, äs mor. o^'.Kc?r,ver-» 6erm. smiq. proär. Osnukic. Bikcke ^
Donau-strand, rc. Dreuningers som Lsnubü xiimusnamrallr.