Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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LUS und NsGsmsticus. Er schrieb äs Lontibus csliäis gßriLstsviui, 6cc. und starb den 27. sept. an. i;8o. äs

clsr. kstsv. üb. II. ssp. y. ps§. 20;. sei;. 8ar>«»a»-o/ü, ästliermis.

Donellus, (Hugo) einer der berühmtesten Rechtsgelehr-ten , war zu Chalons an der Saone an. 1527. gebohren. Inder jugend tractirte ihn sein krs-csptor so hart, daß er einengrossen abscheu vor den studien bekam , und weder durch ver-sprechen noch drohworte dahin konnte gebracht werden , dieschule ferner zu besuchen. Als sich aber einsmals sein vatterstellete , als ob er ihn bey einem schweins-hirren verdingenwollte, entschloß er sich ins künftige fleißiger zu studiren. Erbegriff die Rechtsgelehrsamkeit zu Toulouse unter JohanneCorasio und Arnolds Ferrerio, und als es ihm da nicht rechtanstund, zu Bourges beym Barone, Duareno und Balduino.An. 1551- wurde er zu Bourges Üoötor^uris, und lehrte die-se wissenschafft an demselbigen ort nebst Duareno, Holtoman-no und Cujacio, ob er gleich bey antritt seiner krokellion nochnicht das 24. jähr seines alters zurück geleget hatte. Hierauflehrte er zu Orleans, und wäre fast in dem blnt-bade der Hu-genotten, welches an. 1572. in Frankreich angestellet wurde,mit umgekommen, wenn ihn nicht einige 8mäioli aus Teutsch-land, die ihm einen Teutschen Habit anlegten, errettet hätten ,dabey er doch alle seine gedruckte und »»gedruckte bücher imstich lassen muste. Nach diesem hielt er sich einige zeit zuGenf auf, von bannen er sich nach Heidelberg begab, und alldadie Rechte lehrte. Nach Churfürst Friderici II. tobe aber gieri-gen ihm die Lutheraner zu leibe, und ob ihn gleich ChurfürstLudwig als einen so renommirten Juristen gerne behalten hät-te, nahm er doch an. i<;8o. die vocation nach Leiden an.Nachdem er sich aber daselbst in die Leicesterifche faclion mit ein-gelassen , welche die freyheit der Holländischen Republick un-terdrücken wollte, wurde er genöthigel,-an. 1588. Hollandwieder zu verlassen. Er kehrte also wieder nach Teutschland,und wurde Lrofstlsr ^suris zu Altorf, woselbst er an. 1591.sein leben beschlossen, nachdem er 40. jähr die .surr, öffentlichgelehret. Er hat unterschiedene schriften hinterlassen, als Lom-mentsr. äs ,jur. Oivii. lib. XXVIII. Lommsntsr. äs krss-ssriptis Verdis; Ds so, yiioäintsaeü, lidmm lingulsrem; äsVerborum Obligsücmibus, welches ein meisier-stück ist; äeXe-bus creäitis, sä tät. lullst. äs üüionibus; Lommeut. sä titul.Oigell. äs Xebus äubüs; Oommsutsr. sätirul. L. äs ks-Ais L Trsussctionibus , <Lc. , üb. XXXXVIII.

ätk. Lstsv. in snnsl. L'xttAa, elog. ä'tiuom.

Istter. , äs clsr. lcript. Lsbillon. sääit. sux

clog. tr. 2.

Doneschingen, ein kleiner ort in der alten LandgrafschafftBaar, und heutigen Schwäbischen Grafschafft Fürstenberg ,allwo die Fürsten von Fürstenberg Heiligenderg schon seit ge-raumer zeit ihre residentz aufgeschlagen haben, Sonsten ist be-kannt, daß der Ursprung der Donau eben an diesem ort, nachder gemeinen meynung, gesetzet wird. Wir haben aber schon indem artickul Donau gemeldet, wie sich der wahre und natür-liche oder entfernteste Ursprung der Donau noch besser ander-wärts hin verlegen lasse. *

* Donez, oder Doniec Sovieslai, ingleichen der kleineDon oder Tanais, ein fluß im lande der Cosacken in derUkraine, welcher in dem gebürge nicht weit von Bolgovi ,oberhalb Belgorod entspringet, und sich bey Babey nicht garweit von Asaph in den fluß Don ergeust.

Dongallus, der 67. König in Schottland, regierte so stren-ge , daß es seine soldaten nicht länger ausstehen konnten, und da-hero sich zu Alpino, Achaii söhne, schlugen, und ihn nöthigten,ihr General zu werden. Allein, nachdem derselbige eine armeezusammen gebracht, und sich stellete, als ob er nach ihrem wil-len leben wollte, verließ er sie unversehens, und flöhe zu Don-gallo. Dieses machte die rebellen verzagt, und bewog sie, daßsie ihn bey dem Könige als den Urheber ihres aufstandes an-klagten; allein da der König von dem gegenlheil schon zurgnuge versichert worden, ließ er sie alle gefangen nehmen, unddie radelsführer hinrichten. Als nach diesem Dongallus dieSpey paßirte, um die Picten mit krieg anzugreiffen, ersoff er an.880. im sechsten jähre feiner regierung. Killor. 8sot.

* Dongard , ein König in Schottland, ein söhn des Kö-nigs Salvatli, oder Solvathe, folgete auf den Congal an.824. Er ersoff an. 8;°. nachdem er 6. jähr regieret, in ei-nem gewissen flusse, den er paßlren wollte, um Alpino, dem Kö-nig der Picten, m Person hülffe zu leisten.

bist. 8cc>üis. Vor ihm war noch ein anderer König Dongard ,so schon im V. üesulc» regieret hat, und von dem der folgendeartickul handelt.

Dongardus, der 42. König in Schottland, kam an. 4; 2.zur Crone, und war ein sowol zum frieden als kriege geschickterFürst. Ob er schon keine geleaenhett hatte krieg zu führen, soließ er doch seine soldaten unabläßtg m allerley kriegs-künsten un-terrichten, damit sie im fall der noth bereit und geschickt seynmochten. Darneben bemühete er sich, die religion zu resormi-ren, und die noch übrige Pelagiamsche ketzerey vollends auszu-rotten , wider welche der Papst Cölestinus Palladium zu seinesvatters Eugen» zeiten in Schottland geschickt hatte. Dieser

PalladiuS war der erste, welcher in besagtem Königreiche B>-schösse verordnete, da hingegen zuvor die dasige kirche nur vollMönchen oder von den damaligen Predigern versehen worden-Indem nun solcher gestalt die Schottländer mit reformirungder religion beschäfftiget waren, so entgiengen sie immittelst derndamaligen kriegs-feuer, welches zu derselbigen zeit fast in dergantzen welt brannte. Zu dieses Königs zeiten florirten Patri-cias, Servanus, Ninianus und Mungo, des Palladii schüler,die allesamt wegen ihrer wissenschafften und Heiligkeit sehr be-rühmt waren, und unter der zahl der Heiligen stehen. Dongar-dus machte einen bund mit den Picten und Britanniern widckdie Sachsen , und starb an. 457. im 5. jähre seiner regierung»

Dongelberghe, eine Herrschafft in Brabant, davon eine. familie, die von den Hertzogen in Brabant abstammet, an-i;c>z. den nahmen angenommen. Aus selbiger sind entspros-sen Jacob, Drossart von Brabant, ein vatter Philipps, Groß-Forstmeisters von Brabant und Mayeur von Vilvorde, Frantz/Königlich-Spanischer Rath von Brabant, welcher im voriger*l-LLut» sich durch seine gelehrte schriften bekannt gemacht hat»Jacob Philipp Bürgermeister zu Brüssel. Er hat das stamm-Haus Dongelberghe wiederum an sich gekauft, und ist daruman. 1662. zu einem Baron gemacht worden. Sein brrikerCarl aber erhielt an. 1672. den titul und würde eines Vicow-ten von Ziüebeck. äe /ei «l« i. *

* Dongo, lat. Oongum. eine stadt auf der insul Japan /im westlichen theil, welcher Ncoco genennet wird. Sie lieg*an der küste, und hat einen Hafen.

Dom. Das geschlecht Doni hat seinen Ursprung von Flo-rentz, und hat sich eine linie davon in Provence niedergelassen?nachdem sich Lucas Doni an. 1478. zu Aviqnon wohnhafft ge-macht. Von feinem nachkommen sind die Herren von Goulls?Marquis von Baucham entsprossen. Octavins Doni folgAder Königin Catharina äs Medices in Franckreich, und wurdein Cammer-fachen gebraucht. Seine söhne waren Achilles*welcher als ein Jesuite starb; Ludovicus, von dem hernach -und Antonius Marquis ä'Atichi, welcher an. 1617. in Fin-dern im 2;. jähre seines alterS blieb, nachdem er in Italienund an andern orten gedienct hatte. lolcsns kr-m»

qoile.

Dom ä'Atticht , (LudovicuS) Bischoff von R«ez Iund hernach von Autun, war ein söhn des gedachten Oct-EDoni, Herrn von Attichi. Er begab sich in den orden der Mnimen, darinnen er durch feine meriten die vornehmsten sie>len erhielte. Der König Ludovicus XIII. gab ihm an. 162°»dasBißthmn zu Riez, und an. i6;2. erhielte er das zu A"tun. Er starb ums jähr 1668. und hinterließ verschiedene wercke, als I'IIiiloirs äes Mnimes; äs 8. X. L. Lsräiuslibub,6kc. Lai're//. Killor. eccl.. L OsIIis,

Dom, (Latinns) ein Italiänischer Poet, gebürtig von Ro" *war ein mensch von sehr übler leibes-gestalt, und von einerordentlichen aufführung, dabey aber von grossem verständewelchen er in seinen schriften, die er sowol in LateinlWs,als Italiänischer spräche hinterlassen, an den tag geleget. Avseinen Poesien ist nichts als einige zerstreuete stücke vorhanden'und durch seine satyrische art hat er viele Verdrießlichkeit §Macht. piuscotk. >,

Dom, (Ant. Franciscus) war von Florentz gebürtig,ein mitglied der Academie der kerexrini, in der er den navmen Lirsrro führte. Er hat vieles geschrieben, daraus m»siehet, daß er sowol in der Poesie als in prols von gantz 1"derbaren inventionen gewesen. An. 1^47. da er ohngefehr lVjähr alt gewesen, hat er sich zu Venedig niedergelassen,ist daselbst an. i;;4- im sept. gestorben, s-i?/-.

* Doni , (Johan. Baptist») gebürtig von Florentz ,in der mitte des XVII. Is-suII wegen seiner besondern gelehrpnvkeit, und vielfältig heraus gegebenen schriften berühmt. Eseine Wenige zeit kroksllor Üumsniorum, undseiner vatter-stadt, begab sich aber darauf nach Rom, und M *dienste des Barberinischen Hauses, welches ihm zu einerSeck^riats-stelle bey dem Cardinals-Lollesio verhalf, woselbst erum das jähr 1669. gestorben. Nebst der Hebräischen,schen,Lateinischen und andern neuern sprachen,hatte er auch r»grosse känntnis von der Music und Poesie, besonders aber r ^den antiquitäten; wie davon seine schriften zeugen. U» ?,.denselben sind : 'srsrtsro äs 6ensri L äs Noäi äell»

SS , Rom 16;;. in 4. äs Lrsslisntis Nulicsr veteiis ** jFIrcs, Florentz 1647. in 4. DilV äs utrsgue kenuls,

1644. in 8. äs rslkitusnäs Lslubrirsie L§ri Xvmsni,tractat in Salengre smig. Tkek. wm. I. stehet.sum IVlulicum; Lpinicium sä I-uäovisum Lrsncise Xegei" ^reseptsm Xupellsm ; Oistione äelle Xoäi IVIsris äi Xei» ^krsncis; Lsrmlns sä äiversos Ls. Im manuscript sind N^vorhanden: Lolleökio Inscriptionum sntigusruin smpIlUb ^mlliimn; Opus äs Libliotkecis; äs Ldrsere, Orsesse ^I-luZusrum^kronunsistione; und viele andere mehr,

'/bis

Antonius Franciscus Gordus neulichst balde heraus zuversprochen. Sein Trsttsro loprs il genere ensrinonics , .„g,gen anderer geschäffte nicht zu stände gekommen.