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capitolium belagert, wiederum abgenommen haben. C. LiviuSDrusus, M. Llvii söhn oder enckel, war L. v. 6c>6. mit ScipioneLkricano dem junaern Bürgermeister. Sonst stammet auchaus diesem geschlechte durch adoption der Kayser Tiberius her.Denn Livius Drusus Claudianus, sein groß-vatter von mütter-licher seile, einer von den nachkommen Appil des blinden, warvon einem Druso adoptiret worden. Es scheinet, daß ein ande-rer Drusus einige aus der familie der ksrikomomm, in welcherder nähme Libo sehr gemein war, adoptirt habe. Denn es istbekannt M. Livius Drusus Libo, der ü. v. 7;y. L. IVl. ;y6y. . 4 .Q i;. Bürgermeister gewesen, und L. Scribonius Libo Drusus,ein kr°ewr, der sich unter dem Kayser Tiberio selbst getödtet hat.in Tiber. c. z-
Drusus, (Marcus Livius) ein söhn dessen, der L. II. 6;i.ll. DI. ;86i. L. ö. I2Z. in dem Trikunstu xlsbis. ein Lollega desC. Gracchi gewesen , und den nahmen eines beschirmers desRaths verdienet hat. Der söhn folgte seinem vatter darinnenmach, daß er sich der kstrisisnim wider das volck annahm, wie-wol auf solche art, daß grosse Unordnungen daraus entstunden.Er war sonst von grosser beredtsamkeit, hohen verstand und vor-treflicher hertzhafftigkeit, welcher gaaben er sich dann auch besserHatte bedienen können, wo ihn nicht sein gar zu grosser ehrgeitzdaran verhindert hätte. Es waren damals in Rom zwey sactio-nen, des Raths und der Ritter, und waren die letzter» jenenin vielen stucken überlegen, hatten auch insonderheit die geeichtean sich gebracht, so ehemals dem Rathe gehörten. Als nunCäpion, mit welchem Drusus ämulirte, die partey der RitterHielte , ergriff dieser im gegentheil die partey des Raths,und damit er auch bey dem volcke desto grösser» anhang bekom-men möchte, wollte er die gesttze der 61-wLkoium von ansthei-lung der acker unter dem volcke wieder aufbringen,und versprachden Lateinern das Römische bürger-recht. Als sich der Bür-germeister Philippus widersetzte, ergriff er ihn auf freyer strassebey der kehle, und würgete ihn, daß ihm das blut zu der naseund den äugen heraus sprang; wiewol zeinige meynen, daß ersolches nicht selbst, sondern durch einen seiner creaturen gethan.Da auch die Lateiner hart darauf drungen, daß er sein ver-sprechen wegen des bürger-rechts halten sollte, geschahe es, daßer in einer Versammlung plötzlich darnieder fiel, als wenn ervon der fallenden seuche einen anstoß bekäm. Ob er sich aberuur so gestellet, oder ob ihm wahrhafftig diese kranckheit zuge-stoßen , wird gezweifelt, zum wenigsten kam ihm solches sehrwohl zu statten, weil sich die Lateiner nicht ferner mit leerenWorten wollten abspeisen lassen, er aber gleichwol nicht im ständewar, ihnen satisfaction zu leisten. Ja er hatte überhaupt inRom die fachen insvlchen stand gesetzt, daß er nicht wohl herauskommen konnte ; daher man glaubet, daß er zu rechter zeit ge-storben sey; indem er, da er einsmals nach Hause gieng, und miteiner grossen menge lenthe umgeben war, in dem vorhof seinesHauses mit einem messer erstochen wurde. Der thäter blieb un-bekannt , daher« einige auf die gedancken gerathen, als wenn ersich selbst getödet, wiewol Cicero denselbigen Barium nennet. Erist von ungezähmtem ehrgeitz gewesen,wie er denn selbst gestanden,daß er von kindes-beinen auf davor nicht ruhen können, und hater noch als ein jüngling , und in der kr°etexm bey den Richternvor die angeklagten intercedirer,und seinen zweck zuweilen erhal-len. Als er sterben muste, sagte er zu den umstehenden: meineanverwandten und freunde, wenn wird das gemeine Wesen einensolchen bürger wieder bekommen, als ich gewesen? seine mutterCornelia hat diesen fall mit grossem muthe ertragen. Seineschwester Livia ist des Cato von Utica mutter gewesen, und nachCatonis vatters tode hat sie sich an Q. Servilmm Cepionem ver-heurathet, und die Serviliam mit ihm gezeuget, des Brutimutter. Als er sich aufdem kslacio ein hgus bauen ließ, ver-sprach ihm der baumeister, er wolle es ihm dermassen zurichten,daß niemand sehen könne, was darinnen vorgieng; allein dieserantwortete: wende deine kunst vielmehr an, daß jederman sehenkönne, was ich thue. tteFe/«, , lik. sl. c. iz.
üb. III. s. ,8- ZV/Zo-', äs vir. illullr. Ä-rec«, äe brev.
viUs. 6. Ncero, äs nst. äeor. c.
Drusus, (Nero Claudius) ein bruder Tiber«, stammte fo-wol von mütterlicher als vätterlicher feite von dem Appio Clau-dio dem blinden her. Er war einer von den grösten leuthen,so jemals Rom gesehen, und bewies sowol zu krieges-als frie-dens-zeiten ungemeine geschicklichkeit, dabey war er redlich, undvon sehr grosser Höflichkeit. In seiner jugend erlangte er dispen-sation des alters, daß erjähr eher die ehren-steüen annehmenkonnte, als sonsten in den gesehen erlaubet war. Da er tzu-s-stor war, wurde er nebst seinem bruder ü. I). 7)9. ü. U. 5969.P. L. 1;. abgeschickt, die Rhätier zu bezwingen, welches er auchwohl ausrichtete, und dadurch die erste probe seiner tapferkeitablegte. Hierauf gieng er nach Gallien, und brachte daselbsteinige aufrühristhe provintzen wieder zum gehorsam. Er schlugauch die Teutschen, die sich jenseit des Rheins begeben hatten,gieng darauf über diesen fluß, überwand die Sicambrer in ihremeigenen lande, erhielt auch zu wasser auf der Ems einen siegwider die Bructerer, und zwang die Friesen, den Römern tributzu erlegen. Ja er war der erste unter den Römischen Genera-len, der sich auf den Septentrionalifchen Ocermum wagte. Daer nunL. v. 74;. H.U. ^7;. ü. 0 . n. wieder nach Rom kam,wurde er , hielt sich aber nicht lange daselbst auf, sondernbegab sich im frühjahre wieder nach Teutschland, seine siege wei,ter auszubreiten. Er überwand auch unterschiedene volcker bis
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an die Weser, und ließ an einigen orten vestungen aufbauen.Hierdurch erlangte er nun, daß chm zu Rom die ornsmen»triumpliiüla , wie auch die ehre der ovation , und die wurdeeines kroLonluli? zuerkannt wurde. ü. ll. 74;. st. Dl. 197;. ll. 6.9. ward er Bürgermeister, kehrte aber bald wieder nach Teutsch-land , und gieng bis an die Elbe, über welchen fluß er vergeblichzu setzen trachtete; und soll ihm auch zu dieser zeit eine Weibs-person erschienen seyn, welche ihm nicht allein seine unersättlichebegierde mehr völcker zu bezwingen vorgeworssen, sondern auchangezeiget, daß das ziel seines lebens nicht weit mehr entfernetsey. Hierauf gieng er wieder zurück nach dem Rhein, wurdeaber kranck, ehe er noch diesen fluß erreichte, und starb ll. II. 74s-ohngefthr im z o. jähre seines alters. Einige sagen, daß er m»dem Pferde gestürtzt, und ein bein zerbrochen, welches seinen todverursachet. Sobald seine kranckheit erschollen, kam sein bruderTiberius zu ihm, und traf ihn in den letzten zügen an, da er dennseinen leichnam nach Rom bringen ließ, woselbst dem gedächt-nis des Drusi alle ersinnliche ehre erzeiget wurde. Er hinter-ließ auch noch dieses andencken, baß er einen kostbaren canalzwischen dem Rhein und der Psel verfertigen ließ , und alfo denRhein mit der ste verknüpfete, welcher llM DruLns genenn»wird , gleichwie auch der ort Drusenheim in dem Elsaß seinennahmen von ihm bekommen, indem er daselbst eine zeitlanflsein lager gehabt. Es hinterließ dieser Drusus 2. söhne undeine tochter von seiner gemahlin Octavia der jünger«, einer Wal-ter Marci Antvnii und der Octavia. Der eine von den söhnenwar der tapfere Germaniens, der andere der unartige KarMClaudius. Die tochter Livia wurde an Drufum, Tiberii soWverheurathet, und führte sich nicht zum besten auf. , tuss-üb. IckV. L KV. Tik. it. in Llauä. istrcÄ«,, LMist-
lik. III. A slibi. Sg-Ze.
Drusus , ein söhn Tiberii, den er mit feiner ersten gemahlin?der Vipsania, einer tochter Agrippä, gezeuget, war feinem votieran unzucht, trunckenheit, grausamkeit und andern lästern >Eungleich, ausser daß er sich fo verstellen konnte. L. II.764. L. ^11. wurde er (sturxllor, und nach dem tode Augusti schickte innnihn nach Pannonien, die aufrührischen legionen zu besänftig^welches er lauch glücklich ausrichtete. Nach seiner Wiederkunftwurde er st. II. 768. L. L. 1;. Bürgermeister, und an. 77^'wurde ihm das commandv über die armee in Jllyrien aufgetra-gen. Dieses geschahe, theils daß er die zuneigung der soldcEerwerben, theils daß man ihn von den Wollüsten, denen er Mzu Rom gantz und gar ergab, abziehen möchte. Sonst wE,er die Uneinigkeit bey den Teutschen meisterlich zu unterhalten-und sich derselben zu seinem Vortheil zu bedienen, deswegen Eauch die ehre der ovation zuerkannt wurde. L.II. 77;.
20. kam er wieder nach Rom, und im folgenden jähre war-'nebst seinem vatter, dem Kayser, Bürgermeister; ja, es wuw-ihm endlich die äiguims tribunitia. als die höchste würde dergelegt, woraus man schliesset, daß er ohne zweifel dem Tibett-würde gefolget seyn, wenn nicht Seianus, des Kaysersfavorit, solches verhindert hätte. Dieser strebte selbst nachhöchsten gewalt, und hatte über dem eine grosse feindiM^gegen Drusum, weil ihm dieser einsmals eine Maulschelle M,den. So konnte er auch feinen endzweck leichte erhalten,er mit Drusi gemahlin in genauer und unzüchtiger bekann,,schasst stund. Sie beschlossen also, ihn mit gift aus dein wAzu räumen, welches sie auch durch einen verschnittenen, NAmens Lygdus, verrichteten. Also starb er ü. v. 776- L. L. Uund der Kayser Tiberius ließ bey seinem tode die gröste unchpfindlichkeit verspüren. Di», kill. lik. KVI. L LVII.snnsl. lik. I. II. L III. ..
Drusus, ein söhn Germania und der Agrippina, war ÄPrintz von guter Hoffnung, und wurde, sobald es dessenzuließ, aufTiberii recommendation zu ansehnlichen chrenFe» jbefördert, allein hernach durch list und grausamkeit desunterdrückt. Denn dieser durchtriebene favorite des Tlvrr -der durch Hinwegräumung des Drusi ihm den weg zur KaU^Hoheit bahnen wollte, wußte diesen unglücklichen PrinUtt Mdem Kayser so verhaßt zu machen , daß er ihn endlich gefasst,einziehen ließ. Ob auch gleich der tod des Seiani ü- u-ü. L.; r. darzwischen kam, konnte doch Tiberius von seinersamkeit gegen Drusum nicht gebracht werden, sondernde beschlossen, daß derselbige Hungers sterben sollte. Es jUstizwar dieser unglückliche Printz sein leben etwas zu fristen,er die tuchscheer-wvüe, oder vielmehr das stroh, oder den «^fchnittenen röhr aus den polstern seines beths verzehrete,das bey Tacito und Suetonio stehende Wort wmsnniw^bethfutter bedeutet, stroh und röhr aber eben sowol bey den Ei-mern dazu sind gebraucht worden, als tuchscheer, wolle, ^>«einem, der sie verschluckte, eher den tod befördern, als das >verlängern müste. Er brachte aber auch damit fein leben §eweiter als bis auf den y. tag ü. II. 786. ü. L. zz.auch hierdurch das grausame gemüthe des Tiberii nicht gen ^sondern er führte noch nach Drusi tode eine klage widerL^-dem Rathe, und entdeckte zugleich, zu seinem eigenen garten rühme, die unerhörte grausamkeit, die man an dem A jr.ausgeübet. in TiK. , umi^I. lik. III- 0-
lik. IV. c. ?9- 6y.
* Drusus, (Caius) ein geschicht-schreiber, dessennius, da er von Augusto redet, Meldung thut. C, r>ss( sagt er) erzehlet, daß Augusti amme, da sie ihn etNiA„k§