Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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corpo unter dem General-Lieutenant Mackay zu fuhren, undverordnete ihn zwey jähr hernach zum Cammer-Llss-llore inSchottland. Nach seines vatters an. 1695. erfolgten« tobe leg-te er seine kriegs-chargen nieder, und ward hingegen zum LordPrivat-Siegel-Bewahrer in Schottland; wie auch zum äusser-ordentlich sitzenden Lord ernennet. An. 170°. ward er König-licher Ober-Lommillsrius bey dem Schottischen Parlement,und an. 1701. empfieng er den orden des Hostnbandes. An.1702. ernennte ihn die Königin Anna zu ihrem Staats-8ecre-tario, und hatte er sowol in diesem als folgenden jähre die ehre,die stelle eines Königlichen LommilLni bey dem SchottischenParlement zu vertreten. An. 1704. brachten es seine feindedahin, daß er von allen öffentlichen bedienungen entsetzet wur-de , welche er aber an. 1705. wieder bekam. An. 1706. war erabermals Königlicher Bevollmächtigter bey dem Parlement,und half an. i???- dre union zwischen Engelland und Schott,land zu stände bringen, da ihm denn die Königin nicht nur einejährliche pension von zooo. pfund ausmachte, sondern ihn auchan. 1708. den 26. may zum Baron Rippon und Marquis vonBeverley, ingleichen zum Hertzog von Dover erhub. An. 1709.ward er als Schottlandischer Staats - SeLiewrius in Pflicht ge-nommen, und gieng an. 1711. den 6. jul. mit tode ab.

Lnr. somx. tom. II. p. izr.

Dualas, (Galvin oder Gavin) Bischoff von Dunkeld inSchottland. Er hat in Schottischer spräche unterschiedliche ge-tichte heraus gegeben, und selbige dem Könige Jacobo IV. be-dienet , auch eine Historie von seinem vatterlande geschrieben.Einige andere stücke, die er heraus gegeben, zeugen von stinerberedtsamkeit und gutem verstände. Pvlydorus Vcrgilius, wel-cher mit ihm grosse freundschafft hielte, berichtet, daß er umsjähr an der pest gestorben. lib. II. Kill.

Lag. ditkor. 8aot.

Duglas, (Robert) Graf zu Sköningen , SchwedischerGeneral-Feld-Marschall, war aus dem alten Gräflichen ge-schlechte derer Duglas in Schottland entsprossen. Weil er auseiner abgetheilten linie war, und also nur vor einen Edelmanngeachtet wurde, kam er in seiner jugend in Schweden, und wardKönigs Gustavi Adolphi Edelknabe, dem er hernach in seinenkriegen diente, und mit ihm an. i6;o. in Deutschland gieng. Erstieg von einer charge zur andern, führte als Major dragoner,und war unter der armer, die der Hertzog Wilhelm zu Sachsen-Weimar in Königl. diensten commandirte, Oberst-Lieutenant.Als an. nach dem frieden zu Präge dessen regiment zu demSchwedischen General Banner gekommen, machte ihn derselbezum Obersten, und gab ihm ein regiment zu Pferde, zu wel-chem er mehr mannschafft warb, und sechs jähr unter diese-Generals commando stunde. Von dem General Torstensohnward er zu dem vergleich verordnet, wie die gefangene Kayser-liche und Schwedische Officierer und soldaken durch ein cartelranzioniret und ausgewechselt werden sollten. Eben in diesemjähre an. 1642. litte sein regiment, bey welchem er sich damalsnicht befand, nebst den regimentern deS Obersten Dewitz undBörners, in einem einfall in Mähren, von den Kayserlichenziemlichen schaden. Er ward an. 164z. General - Major, undthat den zug in Holstein, wider den König in Dänemarck,ward von dem General Torstensohn in Iütland einzufallen com.mandiret, und befand sich an. 1644. in dem lager bey Beren-burg, wider den Kayserlichen General GallaS, rückte hernachmit dem General Torstensohn in Böhmen, wohnte an. 1645.der schlacht bey Jancow bey, nahm das Haus Liebnitz ein,tractirte mit denKayserl.Deputirten zu Ulrichskirchen wegen dengefangenen, und gieng darauf mit einigen ihm untergebenen re-gimentern in Ungarn, sich mit dem Fürsten in Siebenburgen,George Ragoczy , zu conjungiren, gestalt auch solche conjun-ction erfolgte, und von ihm Tirnau eingenommen, doch auchwieder verjähren ward. Nachdem er an. 1646. wieder zu derarmee unter dem Feld - Marschalt Wrangel gekommen war,nahm er Bracke! ein, berennte die stadt Heilbrunn mit 6000.mann, denen die gantze Schwedische armee folgte, muste abersolche stadt wiederum verlassen; wohnte den kriegs - Verrichtun-gen in Bayern und am Bodensee bey, und ward zu den neutra-litäts - tractaten zwischen Schweden und Bayern in der stadtU!m gebraucht, die er, nebst dem Schwedischen General-Lieu-tenant Mortaigne, und den Französischen Deputieren Fracy,Croyssy und Avangour, mit den Chur-Bayerischen LommilL-rüs auch zum schluß brachte, und als Schwedischer Gouverneurder in Schwaben besetzten örler verordnet ward. Hieraufreisete er selbst in Schweden, die ratification über solche Chur-Bayerische Neutralität und srnMitwm abzuholen, und münd-liche relativ» zu thun, da ihn die Königin zum General-Lieu-tenant der cavallerie bey ihrer armee in Teutschland erklärte,und nachdem er wieder zurück gelangt, belagerte er an. 1647.das von den Kayserlichen volckern eingenommene schloß Glei-chenstein auf dem Eichsfelde, vor welchem er einen gefährli-chen schuß empfieng, half die stadt Eger in Böhmen einneh-men , war bey dem zug in Hessen, und an. 1648. bey dem an-dern einfall in die Chur-Bayerische lande, bis in solchem jähreder friede zu Münster und Osnabrück geschlossen, und ihm miteinigen regimentern, bis zu dem schluß der executions-tractatenzu Nürnberg, woselbst eine zeitlang gewesen, die quartiere indem Schwäbischen kreise aßigniret worden. In seiner gegen-wart evaeuirten auch die Kaysrrl. völcker die stadt Lindau am

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Bodensee; er aber begab sich hernach in Schweden, da er an-i6;o. der Königin crönung beygewohnet, die ihn an Ha»>Wachtmeisters statt an. 1652. zum Reichs - Stallmeister, u»ovorhero an. 1651. zum Freyherr« von Schelby , auch folgen/»zum Grafen zu Sköningen gemacht. Er führte auch den titmeines Erb-Barons von Wittingheim, und eines, Herrn zu Mbon, Heysitten und Sundgartcn. Mit dem Könige Carolo Gu-stave that er an. 1655. den zug in Polen, war bey der eroberungWarschau, welche stadt er nebst dem General von der Linde,in seines Königs Pflicht nehmen muste, schlug nebst PfaltzgratPhilippen von Sultzbach einige Polnische völcker zwischen ihremlager und der stadt Warschau , half die stadt Cracau einnehmen,und eroberte das schloß Landscron. Wie er wieder zu dem Enig nach Bochna gefordert ward, und ihm unterwegs etlichetausend bauren den paß verwehren wollten, schlug er dieselbe»meistentheils, führte eine zeitlang ein eigenes corpo, wardaber durch abfall der Quartianer, sich nach Warschau zürnnzu ziehen, genöthiqet, führte in dem glücklichen treffen beyGolup an. i6?6. wider den Polnischen General Czarnezky denlincken flügel, griff die stadt Pozewiszlie an, muste aber M»Verlust von ;oo. mann abziehen , und sich zum Könige ins la»ger bey Iaroslaw begeben. An. i6;ü. suchte er WarstlMund den darinn belagerten Feld-Marschall Wittenberg zu entie-tzen, kam auch bis an das Polnische lager dafür, ward aber z»weichen genöthiget, und fiel die stadt wieder in des Königs vo»Polen gewalt, wornach er Ticoczin einnahm, welches Radll'wilische schloß, als es derMasurijcheund Podlachische Adel wHder belagerte, er zu entsetzen vom Könige befehl erhielte, es aumglücklich mit Verlust 2000. feindlicher völcker effectuirte, wolMhierauf der schlacht bey Warschau bey, kam hernach mit demKönige in Preussen, der ihn auch in dem Dantziger Werderbey seiner abreise, seine völcker zu commandiren hinterlEda er der stadt Thoren einigen Proviant und andere nothdEzubrachte. An. 1657. ward er in Schweden gesendet, »n»von dar aus gieng er nach Norwegen, wider die DänEvölcker, nahm auf dem Lindholm zwey schantzen ein,agirte wider den Dänischen General Iverkrabben. An.ward er mit frischen völckern in Lieffand gesendet, und ll>mals Feld - Marfchalln daselbst eine armee wider den ErUund König von Polen anvertrauet, belagerte und eroberte f'sstadt Wollmar, wie auch Wenden, Ronnebnrg und BelM-"und auf seines Köuigs befehl überfiel er die stadt Mietau ve«;o. septembr. unvermuthet, nahm sie durch einen ansclMIden der Oberste Jacob Jrkul verrichtet, ein, und den HeWzu Curland Jacobum mit seiner gemahlt» und lindern Estgen, führte sie nach Riga , von bannen erste nach Narva st«orte, und erlangte damals einen schätz über eine Million gossf-,rverth, bemächtigte sich auch Coldingen, Bauschcke, des sEses Doblehen und des gantzen Curlandes, und schlug das1659. zusammen gebrachte Curländische land-volck und dievc>'selben aßistirende Polen. In solchem jähre führte er auch,'

Liefland den krieg wider den Polnischen General Komoron ,,dem er einst einen einfall in seil« lager gethan, Libau undport eingenommen , und als der Curländische General-LstMpnant Friedrich von Bawyr den Polen zu hülste gekommen, «'den Schwedischen General - Major Aderkaß geschlagen und ö.fangen, litte er einigen schaden, und verlohr Curland USemigallien wieder, gestalt die stadt Mietau den 2;. jul. d«'einen anschlag ihm wieder abgenommen, Coldingen ott ,^ret, Libaw und Grebin aber verlassen < und das schlossMietau den zo. decembr. selbigen jahres nach harter bEUrung vom General-Major Mayer aufgegeben worden.seines Königs tode, und dem zu Olivä getroffenen Polum^frieden, stellte er an. 1660. den Hertzog zu Curland mit st''Agemahlt» und Andern wieder auf freyen fuß, begab sich ^Schweden, und starb daselbst den 28. may an. 1662.des vorigen tages zu Stockholm angelangt, und sich gcMMbethe gelegt, plötzlich an einem steck-flusse. Von seiner geufav,,des Königlichen Schwedischen Hof-Marschalls und G,o" chneurs zu Abo in Finnland, Otto Helmhard von Mörners,/ter, dre er an. 1646. geehelichet, hinterließ er einige kinver-

Duglas, (Wilhelmus äs) ein Schotrländischer Edel»*Mwar im ansehen unter dem Könige Roberto cls Bruis , WLein gelübde gethan hatte, nach Palästinam zu gehen, n».,Wder die ungläubigen zu streiten, weil er aber solches nicht ^len konnte, befahl er dem Duglas, nach seinem tode stU'Mdahin zu bringen. Als nun der König an. i z s?. stach/dieser Duglas, in begleitung vieler Edelleuthe, eine reist ^dem heiligen lande. Einige sagen, er wäre in SpachA^dem Könige Alphonso aufgehalten worden, um wider dstccnen zu streiten, allwo er mit seinem gesolge das leben*büsset; allein andere wollen, daß dieses auf seiner zur»"von Jerusalem geschehen.

Duglas , (Wilhelmus) ein Schottländischer Graf^Man. 1554. gebohren, und kan nebst seinem nahen anverw/ EGrafen Archibaldo, zu einem Muster des veränderlichen-^ d»dienen. Der König Jacobus VI. gebrauchte ihn an,streitigkeiten mit dem Grafen von Huntley und dessenso des entleibten Grafen von Murray tod rächen wollten/legen, ohngeachtet er kurtz vorhero in einer conspiratlon ,, ^ihn war betroffen worden. Ja noch eben dieses jähr wach'.M«nen neuen anschlag, und gedachte durch selbigen der Eatv