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wittibten Königin Catharina. Er gieng an. 1709. in dem Erstenjähre seines alters mit tobe ab. Kilt. üb. XXXIII. L
I.XVIII. /Mo/^eueal. ksm. 6M. k. II. tsb. y;. IM.
IMs. p. 619.
* Duras , eine Grafschafft in dem Stift Lüttich, welche
von dem schlösse Duras, so nahe bey Leeuwe gelegen, undehemals wohl bevestiget gewesen, den nahmen bekommen, undvon dem Hertzoge in Brabant zu lehn gegangen. Es hat sicheine liüie der Grafen von Los davon geschrieben. ,
tropli. äs Lrab. tom. II. p. ;;r.
Durazzo , eine grosse bevestigte, aber wegen der ungesun-den luft schlecht bewohnte stadt, an der käste von Albanien inGriechenland, nebst einem vortreffichen Hafen und Ertz - Bi-schöfflichensitz. Ihr alter nähme war Epidamnus, welchendie Römer in Dyrrachium verwandelten. Sie wurde von denenvon Corfu um das jähr II. L. i;o. gebauet, und ö.. II. ;i;. voneinem Haufen ihrer eigenen bannisirten bürgern belagert. Alsnun die cinwohner von den Corinthiern succurs erlangten,schlugen die von Corfn denselben zurück, und die Athenien-ser nahmen die partey der letzter», woraus der bekannte Co-rinthische, und hernach aus diesem der Peloponnesische kriegentstund. In dem XV. LLuIo nahm sie der Türckifche Kay-ser Bajazeth den Venetianern ab. Von dieser stadt führte Jo-hannes , der jüngste Printz Caroli II. Königs zu Neapolis, ausdem Hause Anjou, den Hertzoglichen titul/ nachdem er sich miteiner Printzeßin von Achaja vermählet hatte. Dessen ältestersöhn Carolus war ebenfalls Hertzog von Durazzo, und wurdean. ^47. aus beseht Ludwigs, Königs in Ungarn, weil erzu dem tobe dessen bruders Andrea, Königs von Neapoli,sollte geholffen haben, und zwar in eben dem gemach zu Aver-fa, darinnen Andreas war getödtet worden, in beyseyn Ludo-vici, von einem Ungerer erstochen, und ihm der hals fast garabgehauen, hernach, eben wie vormal Andreas , in den dar-unter liegenden garten gestürtzet. Worauf ihm sein bruder Lu-dovicus , Graf zu Gravina, in solchem titul folgte, undCa-rolum ?arvum, König in Neapolis und Ungarn, hinterließ.Baudrand meldet, die adeliche familie von Carlowiz sey ausKöniglichem Französischen geblüte entsprossen, und habe denFürstlichen titul von Durazzo geführet. üb. I. feg.
, üb. V. , in Linon.
Zsogr. , geogrLph. eccl. öco. *
Durazzo, (Marcellus) ein Cardinal, war aus einem an-sehnlichen adelichen geschlecht zu Genua an. 16;;. den 10. sept.aebohren, und erhielt an. 1686. von Innocentio IX. denCardinals-Hut. Er ist zu Carpentras und zu Rimini Bischoff,Ertz-Bischoff von Chalcedonien, Mneius in Spanien, undLegat zu Bologna gewesen. Sein tod erfolgte zu Faenza imapr. an. 171°. Aus diesem geschlecht ist auch an. 1709. Vin-centins zum Doge zu Genua ernennet worden. *
Durbuy, eine Grafschafft, mit einer kleinen stadt gleichesnahmens , in dem Hertzogthum Luxemburg , an dem flußOurt, bey den grentzen des Stifts Lüttich gelegen.
Dürdorff, ein städtlein und Herrschafft auf dem Wester-wald, den Grafen von Wied zuständig, deren die eine linieallhier ihre residentz hat. *
* Durell, (John) ein bekannter Englischer 1beologu8,war auf der inful Jersey um das jähr 162;. gebohren, studir-te unter Most Amyraldo zu Saumur die Theologie , undward hernach unter Carolo II. bey der Englisthen kirche be-fördert. Er hat vor dieselbe ein buch unter dem titul: L
viev ok Zouernsment Mit xubüü vvorsliip of-Ooä , in tks üe-kormsä LburLÜes bsz-onä tbe seas . rvksrein is skevv'cl tbeirconkormit^ snä sgreement, wirk tbe Lkurck of Lnglsirä 33bx lavv elia olizbeci, Wider die Noncvnformisten geschrieben,und solches in einem andern , VinäiLiL LcclesiD MZIicansegenannt, gerettet. Man hat auch von ihm Ibeorsmata kbi-
lolopbiK rationalis, morslis, nsturslis, 6t lupsrn3tursÜ8; übeüiturM ol tbe Lburcb «k LnZIsnä aftertsä in 3 Isrmon ou1. tn», II., ,6. 8Lriv'nM aclio in 8LbiIbi3tico8 üngliLZnos;I.evves äu Noulin's LMronnz bon-s siäei. Er ist den 8. junitan. 168;. gestorben. Benthems Engl. kirchen-und
schulen-staat, 29. §. 17;.
Dürer, (Albrecht) ein berühmter mahler, bildhauer,kupferstecher und baumeister, war zu Nürnberg an. 1471. ge-bohren. Sein vatter, welcher sich aus Ungarn nach Teutsch-land gewendet, war ein goldschmied, und hielte ihn bis indas 16. jähr seines alters zu dieser proftßion an. Doch,als er nachgehends mehr lust zu der mahler-kunst bey ihmfand , wollte er ihn anfangs nach Colmar zu Martin Schönenoder Hübschen, einem beruffenen künstler, thun ; allein, weildieser immittelst starb , begab er sich an. 1486. zu MichaelWohlgemuth, ernem mahler m Nürnberg. Als er bey die-sem ausgelernet, gieng er m fremde lander, um sich mehrund mehr geschickt zu machen, und als er wieder nach Hau-se kam, that er sich durch verschiedene kunst-wercke hervor.Unter andern hat er in dem 26. Mre seines alters ;. na-ckende frauen mit einer kugel über dem köpfe in kupfer ge-stochen , so etliche vor die drey Grauen halten wollen, des-gleichen einen wilden mann mit einem todter,-Haupte in denwaffen. Absonderlich verdienen sein vortreflicher in holtz ge-arbeiteter Adam und Eva , so sich in dem kleinen Arsenal
zu Venedig befinden , desgleichen seine paßions-knpfer unge-meines lob. Die besten künstler in Italien machten staat da-von , wann sie seinen kupferstichen und holtzschnitten nahe ka-men. Das leben der Jungfrau Mariä hat er in ro. stücken,ein jedes von sonderbarer erfindung, vorgestellet. Nicht we-niger lob verdienen diejenigen stücke, worinnen er die lugen-den vor geeichte, St. Hiervnymum, die grosse auf der Welt-kugel stehende Vortims , den heiligen Eustachium mit der aus-gedruckten Melancholie, desgleichen Melanchthonem vorgebildet.Man hat auch von ihm ein gantzes werck, darinnen über 400.holtzschnitte und kupferstiche. Unter seinen gemahlden findensich die z. Weisen aus Morgenland, ein Marien-bild, Adamund Eva, die creutzigung Christi, ein sehr herrlicher Himmel,darinnen Christus am creutz hangend, und darunter der Papst,Kayser, Cardinäle und andere vornehme Personen gesehenwerden; zuletzt hat er sich selbst hin gesetzt, eine tafel, wor-innen sein nähme verzeichnet, in der Hand haltend. Desglei-chen werden in Kayserlichen, Königlichen und andern vorneh-men kunst - gemächern verschiedene seiner wercke mit grossessorgfalt verwahret, und nicht ohne Verwunderung den frem-den gezeiget. Unter allen seinen paßions - gemählden nurodas für das beste gehalten, worinnen die marterung vonChristen vorgestellet ist , welches in der Kayserlichen kunst-cammcr zu Wien aufbehalten wird. In der Chur-Bayeri-schen residentz zu München befinden sich alle Heiligen nach bo-ren nahmen mit vortreffichen zierrathen, laubwercken, grotesquen, mit der feder und von unterschiedenen färben über dieMassen vernünftig geschraffiert und geistreich abgeschildert;desgleichen die berühmte grosse tafel von unsrer lieben FrauenHimmelfahrt mit den i r. Aposteln, welche ehedessen zu Franck-fürt in einem kloster gewesen, und demselbigen von den rei-fenden grosses geld eingetragen. Ferner eine Lucretia inbens-grosse, wie auch die 4. Evangelisten. In Nürnberg haker ein unvergleichliches cvntrefait von Carolo N. hinterlassen'Durch so herrliche proben seiner kunst machte er sich bey jeder-man, absonderlich aber bey grossen Herren, beliebt,wurde vornemlich von den Kaysern Maximilians I. undCarolo V. und seine kunssstücke von Rudolpho II. sehr homgeachtet. Als er besagtem Kayser Maximiliano I. auf erstermauer etwas grosses abreissen sollen, das hiezu erbaute gerumaber etwas zu klein gewesen, soll dieser einem seiner Edelkna-ben anbefohlen haben, dem künstler die leiter zu halten, undals er sich dessen, als einer seinein Adel übel anständigen la-che , geweigert, hat es der Kayser, wie man sagt, sehr un-gnädig empfunden, und hierauf dem Alberto das wapen fürdie mahler, daß sie in einem blauen selbe ;. silberne oderweisse schilde führen sollen , gegeben. Kayser Rudolphus U'hatte solche Hochachtung vor ihn, daß er den voü ihm vAfertigten St. Bartholömäum mit grossen Unkosten von ^Teutschen kirche zu Venedig erkaufte, und durch eigene HAkzu bestellte männer nach Präge bringen ließ. Er V",auch einige bücher geschrieben: äs ^mmerria karvEin reäliL forinis kulnanoruin Lorporum; IMitutionesmetriL25 ; äs Ilrbibus, Hrcibub LMellisque Lonäcnäis inuN^'äisque ; äs Varietats kiZursrmn ac klexnris ksrtium ac " 5üibu8 ImsZlnnm, wiewol solche anfangs Teutsch waren ,nachgehends erst ins Lateinische übersetzt worden. Erfrühzeitig den 6. apr. an. 1528. darzu seine unartige ft""nicht wenig mag beygetragen haben. Bilibaldus PirckheErus war sein guter freund, und verfertigte ihm ein ekMpbium. L'a/rn«,, epillol. M kirclclieimer. Harni, in ipstVvirs. Hcsäem. äe8 lcisnc. tom. II. p. ;8;. ^
vite äs Litton. Sandvarts Teutsche Acad. k.Il. llb.III.
, rbeat. La^y/e. äslcr. Xorib. .
.Duret, (Ludovicus) war, wie einige dafür halten ,,Ä,burtig von Bauge in Bresse, und wurde nach Paris geschA,daselbst zu studiren, welches ihm so wohl von stattendaß er Königlicher Lrokellor Neäicinse wurde. Er füll,,«»Hippocratem mit einer vortreffichen leichttgkett erkläret, '
dessen üpKorilrno 8 auswendig gewußt haben. Er schrieb 00.mentsriv 8 über die krTN0tions8 Loacs 8 des Hippocratis,che sein söhn, ein berühmter Advocate, nach seinem tode v xaus gegeben ; ingleichen HäversANA in ^sobi Hollen, "7äe lVlorkis interni 8 Lc. und starb an. 1586. ^
Duretatl, ist eine kleine stadt, in der Französischen^,vintz Anjou, zwischen Angers und la Fleche, an dem stutz ^gelegen.
*D»rette, (Parrain äe) gieng, nachdem er sich zuin der Versammlung St. Mauri vor andern hervoran. 1699. nach Engelland , und bekannte sich zur EnWA,kirche. Nachdem er einige zeit sowvl in Londen bey den A «e-zösischen kirchen, als auch hernach im selbe als GeistüE-A,dienet, erhielte er eine Pfarr-stelle auf der insul Garnk' ^wurde auch endlich zum vecano der gantzen insul erm''§,Weil aber die einwohner vorschützten, daß niemand am ^als ein lands-kind zu dieser würde gelangen könne, u>' ^um diesen streit auszumachen , nach Londen reisete, wu^daselbst kranck, und starb kurtz hernach zu Canlerbury-befaß besondere gaaben zu predigen, und hat verschiedene n^ ^-ausgehen lassen, als den mißbrauch der glaubens-veu»risse, eine Übersetzung von Chillingworths werck : L» X«,