Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Dzialinski, eine adeliche familie in Groß-Poien, welchevon dem geschlechte Kosciclec abstammet , und von einem imDobrtnischen gelegenen schlösse Dzialin den nahmen hat.Zum stamm-vatter wird Nicolaus, Woywode von ^novladis-lau, gegen ausgang des XIV. Leul! gesetzet. Dessen söhngleiches nahmens ist Pommerischer Woywode, und ein vatterunterschiedener söhne worden, davon einer m Preussen seinenstamm fortgepflantzet. Von dessen nachkommen war Johannan. 1647. Schwedischer Obrister, und Caspar starb an. 1646.als Bischofs zu Culm. Thomas hat an. 1702. als Bischofs zuCulm qelebet. Der älteste söhn aber des vorgedachten Pom-merischen Woywoden, nahmens Johannes, war Woywodevon Chelm, und ein vatter Michaelis, Unter-Cämmerers vonChelm, und Starostens zu Dobrzin. Paulus, ein bruder deserwehnten Johannes, Hauptmann und hernach Casteüan zuDobrzin, hinterließ i.) Michaelem, Castellanen von Slonsczund Xevilorem in Klein-Polen. 2.) Paulum II. welcher sei-nen stamm fortgepflantzet. Sein enckel, Petrus, Unter-Cäm-merer von Dobrzin, hat die wähl Königs Uladislai IV. inPolen unterschrieben, dessen söhn, Paulus III. ist an. 1687.Woywode von Kalisch gewesen. orb. kol. wm. II.

Hartknochs Preuß. hjst.

Dziadnszycki, eine adeliche familie in Polen, hat ihregüther in der gegend der stadt PrzemiSl. Johannes ist zuzeiten Königs Sigismundi Bischofs zu Przemisl, und Sta-nislaus nicht lange hernach Staroste zu Konitz gewesen. An.,640. war Johann bekannt, und an. 170;. lebte einer vonDziadnszycki als Ober«Reichs-Stallmeister in Polen, undWoywode von Voynicj. , orb. kol. tom. I.

ItsuunkN. 1 . 8 ;. »04.

dzi bzw

* Dzissna, eine Polnische stadt in der Woywodsthafft Po-,locz im Litthauischen Reussen am fluß Dwina, nicht weit vonder Liefländischen grentze, etwan sechs weilen von Polocz undvierzig von Vilna, ist ziemlich groß und bevestigt.

* Dzwiewanna, oder Dzievonia, Dzienonia, Dzieno-

nia, Zievonta, Ziovonia, eine göltin der Polen und Wen-den, welche ihren nahmen aus dem Polnischen und Sorbi-schen werte Dziwyna, das wild, hat, und als eine wild - undwald-göttin angebätet worden, daher sie auch von einigen vvisnL 8Isvorum genenuet wird. IiiK. kol. I. x. )?. -i

II. x>. 94. , snnal. kolou. II. 4. p. 897. VI. 2. l>.

1041. Lsrmst. Lurop. x. 9. Schneiders Leipj'

thron. IV. p. 14). 8arcl>err. cle laLkil. 5. x. 10;.

cks reb. I.ixss. III. v. ;i). , cle iclolol. I. ;9. x. 18»-

Wie das bild dieses götzen gestaltet gewesen, findet man nir-ends. Als die Sarmatier Bithynien und Nicomebien durch-reiften , und bis nach Ephesus kamen, stcketen sie daselbstan. 2;ü. oder 26;. den berühmten tempel der Dianä inbrand, damit der tempel ihrer Dianä oder Dziewanna destoberühmter werden möchte. III. 15. x. 941. feg-

So bald die Christliche religion in Meisten, Lausitz und Poleneingeführet worden, welches insonderheit in Polen an. 96?«geschehen, wurde nebst andern götzen auch der Dziewanna bild-nis abgeschafft, doch ist lang hernach sowvl in Polen alsMeisten die gewohnheit gewesen, daß man am svnntage I.T-tsre in jedem jähre der Marzanä und Dziewanna bildnisse anstanqen gesteckt, mit traurigen gesängen und kläglicher stimmherum getragen, und endlich in das nächste Wasser gemorsten.Schneider, l. c. /'/erstlv. I. c. , II. x. 94. I'rr«-

cle vüs 8orsi>. L 8Iavor. lg. §. I. segg. sx.

Icrlxt. rer. Luüit. x. 187. logg.