Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Dieser buchstabe wird bald kurtz,bald lang ausgesprochen, undvergleichet sich also zugleich mitder Griechen L und H, wrewoldie älteste Griechen , gleich DenLateinern, das L anstatt des n.gebrauchet, und also, nach un-terscheid der Wörter, zu zeltenlang, zu zeiten kurtz gemacht ya-. den. Die Lateiner, ehe sie dieI cliplachongog oder doppelte vo-es.!s8 von den Griechen annah-men, setzten diesen buchstaden- —' auch anstatt des K; oder viel-em es in die Römische schreib-art Eingeführet worden ?d?^platz des L, manchmal eingenommen. Sonsten, wann dask m alten stein-schrlften allein stehet, bedeutet es so viel, alseMÄum, ersxir, ergo , ezus, auch wohl eäilis, nach der äl-testen letzt gleich gemeldten schreib-art. Auch haben die Römerdlesen buchstaden in ihren feld-marchen gebrauchet, um beson-dere fachen damit anzudeuten. M. §ea/. äs csuff. I.. I>.

oÄ- 8c«/. in Luk. Lrissvrch. /»/crr^e. verr. in Iksk. 6rut.ve--. äs limrc. 3§rorum. *

. Eadbert, sonst auch Egbert genannt, König von Nor-thumberland, folgte an. 7; 6. seinem Vetter Kelwulf, und führ-te 2. jähr darnach krieg mit den Picken; da ihm dann in sei-ner abwesenheit Ethelbald, der König von Mercia, in seinland fiel, und ihn in einer schleicht überwand. An. 756. schluger sich zu Unust, dem Könige der Picken, wider die Britan-nier in Cumberland , und vertauschte endlich, nachdem er 22.jähr glücklich regieret hatte, nach art seines vorfahren, seinecrone nur einem Monchs-Habit. kill. tingl. Iib.IV*

Eadburgh , eine tvchter des Königs Offa von Mercia, undeine gemahlin Birthrics , Königs der West-Sachsen in Britan,nien. Sie war in allen stücken sehr lasterhafftig, insonderheitaber sehr raachgierig wider einen jedweden, welcher sie beleidi-gt. Als sie nun einsmals auf einen von den Königlichen fa-vvriten einen heftigen haß geworffen, und demselben auf keineandere art devzukvmmen wußte, richtete sie an. 802. einen ver-gifteten tranck vor ihn zu. Zu allem ungluck kam unversehensder König selbst darüber, und nahm zwar nur em wenig da-von zu sich, starb aber gleichwol wenig tage hernach; da hin-gegen der favorit, welcher einen starcken zug gethan, als-dald seinen geist aufgeben muste. Aus beysorge, daß man nachihres gemahlS tvde ihre thaten scharfuntersuchen mochte, fluch-te sie mtt grossen schätzen nach Franckreich. M^in meldet,daß daselbst der Kayftr Carolus Ist. ihr frey gestellt, ob sie sichchn oder fernen söhn zum gemahl erwehlen wollte, und daß, alsAre wähl auf seinen svh» gefallen, er ihr gesagt, daß sie den,selben hatte haben sollen, im fall sie ihn selbst gewehlt hatte,allein, weil sie es anders gemacht, so sollte sie weder den ei-nen noch den andern bekommen. Hierauf entschloß sie sich, in«nem reichen kloster, welches ihr der Kayser zu solchem endeanwres, als Aedtrßm zu leben; allein, weil nicht lange Her-rn^. "" den tag kam, daß fie mit einem aus ihrem gefolge un-jucht getrieben, so empfieng sie befiehl, sich aus dem Königreichbegeben; da sie denn mit einem einzigen bedientenU,^Uang herum rrrete, und endlich zu Pavia in dem May-d-, x-°»-n-.much °.schl°i. —

de,^««d' Mahomets altes weid, welches er nicht lieb ha-stattete"^ und dahero seinen anhangern die vielweibrrey ver-

äistor» LesttE M. Theil»

Ealdermann, siehe Aldermann.

Ealred, Abt Cistercienser-ordens, siehe Ethelredus.

* Eanfried, König von Bernicien, in Nvrd-Engelland, folg«te in diesem Königreich Etheifrido seinem vatter, nach dem to-be Edwins, des Königs von Deira, welcher sich desselben be-meistert, ihn gefangen genommen, nnd getödtet hat, alldie-weil Eanfried und Oswald sein drudrr, nnd andere vornehmevon Adel in Schottland im exilio waren. Sie wurden aberdort in der Christlichen religion unterrichtet. Doch da Ean-fried den thron von Bernicien bestiegen, zu der nemlichen zeit,als Oftich das Königreich Deira in besitz genommen, so hat-ten beyde das ziemliche schicksal, und führten sich auch auf glei-che weise auf; sie fielen nemlich wieder von der Christlichenreligion ab, und kamen in dem nemlichen jähre um, nachdemsie sich unbedachlsamer weise Kedwalla dem Könige der Britten

ergeben hatten. Diß geschahe im jähr Christi 6,4.ecclsfi. Ac:.

Eardulf, sollte an. 790. auf befiehl des NorthumbrischenKönigs Ethelred, zu Ripvn vor dem thore der Abtey hinge-richtet werben. Man meynte auch, daß die würckliche Vollzie-hung des Urtheils erfolget, nnd brachte den vor todt gehaltenencörper mit gewöhnlichen leich-ceremonim in die kirche. Allein,um Mitternacht fand sichs, daß er noch lebte, worauf ihnEthelred aus feinem Reich verbarmete. An. 796. nachdem die-ser König ermordet, und sein Nachfolger, Osbald, einen mo»nat hernach wieder abgesetzt morden, riefen ihn die Northum-brier wieder zurück, und setzten ihm zu Horch die crone auf.An. 798. entstund, unter anführung eines , mit nahmen Wa-da, eine gefährliche empvrung wider ihn, die er aber glück-lich dämpfte. An. 8oi. führte er wider den König Kenulf vonMercia, weil er etlichen von seinen feinden bey sich aufmthaltgegeben, eine armee zu selbe; allein durch Vermittelung devbenachbarten Fürsten kam es bald wieder zu einem friede. An.806. verstiessen ihn seine Unterthanen von dem throne, welchenaber sein söhn Eandred, nachdem Alftvold nur 2. jähre dar-zwischen regieret, wiederum bestieg, und eine lange zeit glück-lich besaß. äM-,«',, bist. okLugi. Hook IV. ° 2 '.

besaß. — -—r>- -

* Earles, (Johannes) ein Englischerssheolaxus, gebür-tig von Horch, war anfangs Caplan und krTLspwr bey demjungen Könige Carolo II. wurde hernach vecrums bey der kirchezu Westmünster, ferner Bsschoff zu Worcester, und endlich zuSaiisbury, in welcher wurde er den 17. nov. an. 169^. im 65.jähre seines alters gestorben. Man hat von ihm eine Mcro-onünoZmpliiLm in Englischer spräche, die unter dem nahmenEduardi Blount zu Londen 1628. in 8. heraus gegeben worden,und eine Lateinische Übersetzung des bekannten buchs, lmsgc»ssegiL, Haag 1649. in 12. zr^oock, Lrken. Oxon.äs klsuänn^m.

Earne, (Lough) lat. ssscu8 Urnus, ist ei» sehr grossersee in der Irländischen prvvintz Ulster, und zwar in der Gral^schafft Fermanagh. Eigentlich sind es zwey seen, weiche durcheinen ziemlich breiten canal, der 6. meilen lang ist, nur em-ander vereiniget werden. Der erste ist von luden gegen noroew14. meilen lang und 4. breit; der andere aber von osten gegenWesten hat 20. meilen in der länge, und halb so ^ in dexbreite. Beyde sind mit bergen umgebe» , m deren emigen e -sen-dergwercke sich befinden. An den ufern stehet man fast a -lenlhalben schöne Wälder. Auf «»r ru de?wÄ^-Ä

aedmucht werdet ?t ä - aber von den grosten mit angenehmenwohnussqen mrd mit einem sehr fruchtbaren Hoden versehensind , aüwo ^ musischen, lagen, und der gärt-